Temperaturrekord am Flughafen

Der Frankfurter Flughafen gilt zusammen mit einigen Frankfurter City-Betonschluchten sowie Wetterauer Ackerwüsten als heissester Ort Hessens. Am Donnerstag, den 25.7.2019 wurden hier erstmals 40,0 Grad gemessen. Bei der vorangegangenen Hitzewelle war Frankfurt Airport mit 39,3 Grad sogar wärmster Ort Hessens. Der Flughafen mit seiner beständigen Expansion ist nicht nur unverträglich gegenüber der Raumplanung und der Umwelt, sondern zunehmend auch als Aufenthalts- und Arbeitsort un(v)erträglich.

Wenn die Bundes-Grünen über „Home Office für Büroleute“ oder der grüne Darmstädter OB über Nachmittagsschichten für BehördenmitarbeiterInnen nachdenken, dann müssten sie die Ground Handling- Flugzeugbeschicker -Jobs auf dem Flughafenvorfeld glatt verbieten. Hier kommt zu der Hitze auch noch die Abgas- und Ozonbelastung dazu.

Der Frankfurter Flughafen ist schlicht und einfach zu gross.
Einer der allergrössten Sündenfälle des Frankfurter Airports war mit dem Bau der Startbahn 18 West die Trockenlegung des Feuchtgebiets Gundbachaue/ Mönchbruch. Sie hat zu einer massiven Verschlechterung des Regionalklimas hin zur Austrocknung grosser Waldgebiete geführt.

Das Terminal Drei ist von seiner Planung her nicht im geringsten dazu ausgelegt, einer Warmzeit zu trotzen oder sie gar abzumildern. Es ist auf einen Typ von Funktionalität ausgelegt, welcher der Vergangenheit angehört. Hier herrschen schiere Betonmassen vor, eine Begrünung ist völlige Fehlanzeige. Das Ding muss gestoppt werden, bevor hier noch eine weitere CO.2 – und Hitzeschleuder dazu kommt.

Die Hitze ist ein grosses Problem, die Dürre ein noch grösseres. Zum einen steigt durch die Temperatursteigerung die Verdunstungsmenge , zum anderen trocknet die zwangsweise folgende Entbaumung ( es entstehen Wälder ohne Bäume) die Luft weiter ab und senkt die Chance auf Niederschlag. Der natürliche Ausgleich an heissen Tagen durch nachmittägliche Hitzegewitter mit grossen Regenmengen, an die sich Ältere noch erinnern dürften, ist in der Region im „Wetterschatten“ des Flughafens weitgehend Vergangenheit.

Uns helfen nur zusammenhängende , robuste Waldgebiete, um der Entwicklung etwas entgegenzusetzen.
Dem weiteren Waldverlust – für welche Zwecke auch immer- muss ein Riegel vorgeschoben werden. Das gilt besonders für den Kiestagebau ,für den ab September u.a. bei Langen erneut vier Hektar Laubwald fallen sollen und welche den dortige Stadtwald weiter zerstückeln wird. Hier können die Grünen im Stadtparlament,im Landtag und im Darmstädter Regierungspräsidium zeigen, ob sie tatsächlich umsteuern wollen.

Leider beschäftigen sich die Grünen in den östlichen Nachbarkommunen des bedrohten Waldes lieber mit einer „Task Force gegen Plastikmüll“, einem Streit über das unterlassene Giessen von Strassenbäumen oder um das „Stadtradeln“ – als ob zusätzlich gefahrene Fahrradkilometer, welche es ohne das Stadtradeln gar nicht gäbe, das Klima retten würden. Womöglich ist es dieses Jahr aber zu heiss dafür…..


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