Aktionsbündnis Langener Bannwald appelliert an Hessen-Grüne

Auf seiner Sitzung am 27.8. hat das Aktionsbündnis Langener Bannwald, ein regionaler Zusammenschluss von Parteien, Initiativen und Umweltverbänden, einen offenen Brief an die Ministerin Priska Hinz und die Regierungspräsidentin Brigitte Lindscheid beschlossen.

Mit dem Schreiben, das in Kürze öffentlich gemacht wird und dann weiteren Einzelpersonen und Verbänden die Möglichkeit zum Appell bieten wird, sollen die beiden PolitikerInnen um konsequenteren Waldschutz gebeten werden.
Es geht es darum, dass sich die Politik mit ihrer Richtlinien- und Entscheidungskompetenz für ein Primat des Waldschutzes vor wirtschaftlichen Verwertungsinteressen einsetzt. Der Wald sei in einem prekären Zustand, es dürfe nicht mehr weitergemacht werden wie bisher. Allein in Langen habe der letzte Klima- Sturm auf 40 Hektar öffentlichen Wald und im Stadtgebiet hunderte wertvolle Einzelbäume zerstört.
Im Brief heisst es:
„Wir sind überzeugt: Wir müssen den Wald und damit das Klima schützen, wenn wir die Bewohnbarkeit der Region auch künftig sichwern wollen ! Wir brauchen die alten Wälder als CO.2 -Verwerter, Sauerstoffspender, Niederschlagsspeicher und als Schwerarbeiter bei Temperaturerhöhungen“

Intention des Briefes ist es, die neuerlich anstehenden Rodungen im Planabschnitt 2b zu problematisieren. Frau Hinz ist aufgefordert, „geeignete politische Schritte zu unternehmen um die Waldvernichtung aufzuhalten“ . Ein geeignetes Mittel dafür wäre „ausstehende Klagen von Naturschutzverbänden nicht über das Mittel des Sofortvollzugs gegenstandslos zu machen“, ein Hinweis, der sich an das Regierungspräsidium richtet.

Bei jedem der bislang drei Rodungsschritte hat das Regierungspräsidium einen Sofortvollzug in Kraft gesetzt, da die Massnahme in öffentlichem Interesse wäre und die Berufungsklage des BUND nicht wesentlich beeinträchtigt sei. Davon kann aber nach Auffassung der NaturschützerInnen keine Rede sein, wenn bereits mehr als 20 der 63 Hektar abgeholzt sind.

Weiterhin plant das Bündnis, gemeinsame Waldexkursíonen und Umwelt-Bildungsveranstaltungen mit OrganisatorInnen von „Fridays for Future“ zu organisieren. Ausserdem sind Aktionen im Wald und in Langen in Vorbereitung.


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