Archiv für Juni 2020

Neues von der alten Eiche in Castrop Rauxel

Nach neuen Umplanungen kann die im letzten Herbst durch eine Baumbesetzung vor einer Nacht-und-Nebel-Fällung gerettete Eiche wohl stehen bleiben. UmweltschützerInnen wollen aber das gesamte ökologisch sehr wertvolle Areal retten und eine Wohnbebauung verhindern. (mehr…)

Aus Staatsraison: Die Klage gegen die A 49 wurde abgewiesen

Der BUND hat mit seiner Klage gegen den Weiterbau der A 49 einen politischen Treffer gelandet, aber keinen substanziellen juristischen Erfolg erzielt. Das Gericht hat die Klage mit der Begründung abgewiesen , dass die Bestandskraft des Planfeststellungsbeschlusses höher zu gewichten sei als vom Bund beklagte Planungsfehler. (mehr…)

Neue Baugebiete ohne Ausgleichsflächen

Vielleicht gerade wegen der Krise boomt die Baubranche in Rhein Main weiterhin. Fast allerorts werden Gewerbeflächen in Wohnflächen umgewandelt, wird nachverdichtet und werden grosse Wohngebiete erschlossen. Ein Hauptkriterium dabei: Gute verkehrliche Anbindung , Nähe zum Flughafen -aber kein Fluglärm. Die Verstädterung der Region schreitet voran, mit noch nicht absehbaren Folgen für Sozialstruktur und Klima. (mehr…)

Die Wünsche der Rosemarie Heilig

Die Frankfurter Umweltdezernentin hat einen Waldschadensbericht über den Stadtwald vorgelegt. 97 Prozent der Bäume sind auf irgendeine Weise geschädigt, bis zu 60 Prozent stark gefährdet. Und sie hat Wünsche. (mehr…)

Kommentar: Luftverkehr reformieren-jetzt !

Der Streit mit Privataktionären bei der Lufthansa , welche um ihren Profit fürchten, macht es überdeutlich: Die Strukturen des Luftverkehrs haben sich überlebt.
War der Luftverkehr früher unter der Hoheit der Staaten -von den USA einmal abgesehen- so beschlossen die Regierungen nach 1989 , den Luftverkehr zur privaten Profitzone zu machen . Die Folgen für die Klimapolitik und auch die Sozialpolitik waren katastrophal. Die neu gegründeten und auch die gewendeten Airlines haben gezeigt, dass sie “ Klima“ und „Verantwortung“ nicht können und auch nicht wirklich wollen. Eine radikale Reform ist unausweichlich.

Wir können das ganze Gewerbe nicht einfach wieder rückverstaatlichen- es bringt uns und der Umwelt ja wenig, wenn der kapitalistische Staat unverändert eine wachstumsorientierte Airline unter Gesichtspunkten der Gewinnmaximierung und aus Gründen der Standortkonkurrenz betreiben würde. Öffentlicher Verkehr -auch in der Luft- muss unter dem Aspekt der Gemeinnützigkeit betrieben werden. Und auch so organisiert sein. Nur so haben Airline, Umwelt und wir alle eine gemeinsame Zukunft – und auch die Enkelin wird noch fliegen können. Auch wenn – und gerade weil – es beispielsweise kein Terminal 3 und keine Ryanair mehr gibt.

Demo in Leipzig

Gegenwärtig (Dienstagmorgen) findet in Leipzig eine Demo gegen den Weiterbau der A 49 statt. Dabei ist auch die Ortsgruppe Leipzig von Greenpeace. Sie hat ein Video erstellt, warum sie sich beteiligt und warum der Streitfall nach ganz oben auf die bundesweite Agenda gehört.

Kundgebung zur Unterstützung der Klage des Umweltverbandes BUND gegen das Land Hessen wegen A 49

Am Dienstag, den 23 Juni findet ab 9 Uhr vor dem Bundesverwaltungsgericht in Leipzig, Simsonplatz 1, eine Kundgebung statt. Es geht darum, die Position des BUND, welcher gegen den Weiterbau der A 49 geklagt hat, zu unterstützen. Gegenwärtig existiert auch ein Hüttendorf in dem betroffenen Waldstück, welches für die A 49 diesen Herbst gerodet werden soll. (mehr…)

Fraport braucht Terminal 3 erst einmal nicht

Fraport verschiebt die Inbetriebnahme des Terminal 3- Empfangsgebäudes auf das Jahr 2024. Begründet wird dies mit Auswirkungen der Corona-Krise auf den Baubetrieb. Tatsächlicher Grund des „Streckens“ der Baumassnahme dürfte aber der wegfallende Zeitdruck sein .Selbst aus Fraport-Sicht ist das Terminal derzeit betrieblich nicht zwingend . Auch die Inbetriebnahme des Ryanair-Flugsteigs soll sich nach hinten verschieben.

Flugverkehr läuft wieder an

Mit Datum 15. Juni wird es wieder lauter über Rhein Main. Zahlreiche Kurzstrecken- und Mittelstreckenflüge in Europa werden wieder aufgenommen. Eine hohe Auslastung ist erst einmal nicht zu erwarten. Schon bald wird es massive Anreize geben , wieder zu fliegen. Etwa -wie gehabt- durch Sonderangebote. Das ist aber der falsche Weg — geradewegs in die nächste Krise, die Umweltkrise. Jetzt wäre die Zeit zu entscheiden, was nach der Pandemie an Luftverkehr wieder entstehen soll und was nicht. (mehr…)

Nachdenkliches

Klimawandel gilt bei den meisten Menschen genauso als Bedrohung der Zivilisation wie Korona. Um Korona zu bremsen, wurde der Flugverkehr gestoppt. Im Kampf gegen den Klimawandel sucht mensch so etwas vergebens. Woran das liegen mag ? Eine Erklärung: Corona wird als personalisierte Bedrohung des Lebens wahrgenommen, der Klimawandel nur als eine allgemeine. Deshalb ist es so wichtig, weiter massiv zu demonstrieren, dem Anliegen ein Gesicht, viele Gesichter, zu geben.

Vor 40 Jahren: Räumung der Bauplatzbesetzung Gorleben

Am 4.6. 1980 wurde das Hüttendorf „Republik Freies Wendland“ auf der geplanten Erkundungsbohrstelle 1004 für ein atomares Endlager zerstört. Die Räumung , welche hauptsächlich vom damaligen Bundesgrenzschutz getragen wurde, glich einer Notstandsübung. Gerade dies und der damals proklamierte „passive Widerstand“ brachte dem Kampf gegen die Atomenergie, aber auch der Etablierung neuer Protestformen viele langfristig wirksame Impulse. (mehr…)

Weg mit der Startbahn West ! Wiederaufforstung !!

Korona hat gezeigt, dass es möglich ist, fast ohne Flugverkehr auszukommen – und sinnvoll ist, mit viel weniger Flugverkehr weiterzumachen. Was nützt uns ein toller Flughafen, wenn der entscheidend dazu beiträgt, die Lebensgrundlagen in der Region auf Dauer zu ruinieren ? (mehr…)

Klimoronacamp Leipzig

Vom 5.bis 7.Juni findet das dritte Klimacamp im Leipziger Land statt. Dieses Jahr aber nicht im -inzwischen geretteten- Dorf Pödelwitz bei Borna, sondern im Glasfasernetz. Ob das trotz Korona wohl funktioniert ? (mehr…)