Waldbesetzung gegen Kiesabbau in Oberschwaben

Im Altdorfer Wald bei Ravensburg ist ein Waldstück besetzt worden. In einem Hochwald sollen 11 Hektar Fläche für Kiesabbau im Nassauskiesungsverfahren freigegeben werden. Der Kies soll zur Asphaltherstellung verwendet werden.

Klima- und NaturschützerInnen fordern eine Ausweisung des Waldes als Landschaftsschutzgebiet, um einen Zugriff nach Bergrecht zu verhindern. Ravensburg hat eine sehr aktive Klimaschutz-Szene. Wir dürfen gespannt sein, was sie so stemmt. In Ravensburg gab es über mehrere Wochen in einer städtischen Grünanlage ein Soli-Baumhaus für den Danni, welches Silvester geräumt wurde.

Jetzt ist im Altdorfer Wald ein erstes Baumhaus errichtet und der Öffentlichkeit vorgestellt worden. Nach Medienberichten soll dies der Auftakt für eine längerfristige Besetzung sein. Sie soll bestehen bleiben, bis die Rodung abgewendet ist.

Ziel ist auch, mehr Druck auf die Regionalplanung zu machen.

Noch kann das Projekt auf Verwaltungsebene juristisch verhindert werden, nämlich indem der neue Regionalplan, der derzeit im Offenlegungsprozess ist, den gesamten Wald als Naturvorrangfläche einstuft. Dazu wurde in Stuttgart eine Petition eingereicht.
Es gibt starke Kritik an dem neuen Regionalplan. Insgesamt sieht er eine Konsumption von insgesamt weiteren 3000 Hektar für Verkehrs- Wohnbau- und Gewerbezwecke vor. Die Bevorratungsflächen für den Kiesabbau entsprechen dem 2,5fachen, was als vordringlicher Bedarf geschätzt wurde. Das ist eine Parallele zu den Verhältnissen in Südhessen.

Hier ein paar Infos über die Problematik.

Blog der KritikerInnen des Regionalplans

Petition zum Regionalplan

Open Petition zum Kiesabbau Altdorfer Wald (bereits eingereicht, mit zahlreichen Infos im Anhang)


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