Visueller Protest

Die Schweizerin Agnes S. Kreil studiert an der ETH Zürich in der Abteilung Umweltwissenschaften ( Environmental Systems Science). Sie hat sich mit der Fragestellung beschäftigt, welche Mittel die Schweizer Umweltbewegung in der öffentlichen Klima-Auseinandersetzung einsetzt. Dabei insbesondere in dem Diskurs, inwieweit Fliegen dem Klima schadet.

Agnes S. Kreil ist Doktorandin und Koordinatorin im interdisziplinären Projektbereich der ETH, und beschäftigt sich auf der Mobilitätsplattform im Rahmen eines Flugreduktionsprojekts mit den begleitenden interdisziplinären sozialwissenschaftlichen Aspekten. Dabei geht es etwa auch darum, in welchem Masse Universitäten in eigener Sache zur Flugreduktion beitragen können. Hintergrund der Doktorandenstelle von Frau Kreil war wohl diese Stellenausschreibung.

In einer PhD-Arbeit beleuchtet sie besonders die Protestmittel „die ins Auge fallen“, nämlich der „Visuelle Protest“. Sie hat die Strassendemos der Klimastreikbewegung vor Corona besucht, erfasst und analysiert.
Sie bescheinigt der „Sichtagitation“ eine hohe Wirksamkeit für die öffentliche Diskussion. Auch wenn noch nicht absehbar ist, wie sich Flugverkehr und Demonstrationskultur „nach Corona“ entwickeln werden.

Ende 2020/ Anfang 2021 hat sie ihre Arbeit vorgelegt, die von der ETH hier veröffentlicht wurde. Sie ist in englischer Sprache verfasst.
Für Unis in Deutschland wäre das sicher auch eine interessantes Stellenprofil.

In wenigen Tagen soll ein neuer Klimastreik, getragen von der FFF – und der XR-Bewegung, stattfinden. In welchem Masse er wieder auf öffentliche Protestformen setzten kann, wird sich zeigen. Mal gucken, ob er auch sozialwissenschaftlich analysiert werden wird….


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