Grüne setzen voll auf Terminal 3

Die Grünen Hessen dürfen sich getrost als Väter und Mütter des Terminal 3 bezeichnen. Diese Elternrolle nehmen sie mehr als vorbildlich wahr. Gerade jetzt, wo über eine Beschränkung der Luftverkehrskapazitäten unter das vorhandene Mass diskutiert werden muss, um das 1,5 Grad Ziel einzuhalten, starten sie mit dem Projekt Schienenanbindung T 3 voll durch.


Es geht um das Projekt Ausschleifung der S Bahn Linie 7 zwischen Zeppelinheim und Walldorf. Dabei sollen etwa fünf Kilometer Neubaustrecke mit einer Untertunnelung des Flughafengeländes und ein Eingriff von ca. 10 Hektar Wald für die Schleifen entstehen. Genaue Zahlen gibt es noch nicht.

Mit dem kürzlich bekanntgegebenen Beginn der Vorplanung und der Ausschreibung der Untersuchungen beginnt die Festlegung einer sogenannten „Vorzugsvariante“ welche ab ca. 2025 Grundlage des Planfeststellungsverfahrens werden soll. Es gibt dabei einen gewissen Zeitdruck, da dies in Abstimmung mit der Planung der Neubaustrecke Frankfurt-Mannheim erfolgen muss.

Anstatt den Bau des Terminal 3 abzubrechen, den Billigsteigrohbau abzureissen und auf die Zeit zu warten, wo baureife Fläche für einen völlig neu zu konzipierenden Ökoflughafen gebraucht werden, machen die hessischen Grünen munter wie gewohnt weiter.

Letztlich wird das Land Hessen, welches die Kosten der von der Bahn AG verantworteten Bauplanung trägt, mit der S Bahn Ausschleifung öffentlich die privaten Billigfluganbieter subventionieren – die sind besonders auf eine schnelle, günstige Anreise ihrer Kundinnen und Kunden angewiesen. Und darauf, dass ihnen die Infrastruktur bezahlt wird.

Wieder einmal wird Bannwald ersatzlos vernichtet werden – Bäume, die neu in der Wetterau angepflanzt werden, sind für die Stabilisierung des lokalen Klimas und Waldes ein Witz. Die heimischen Wälder werden weiter zerschnitten, betoniert und noch weniger überlebensfähig. Neben Sehrings Erweiterung kommen auch noch Waldverluste für die Neubaustrecke der Bahn hinzu. Walldorf verliert seinen „Abstandswald“ zur Cargo City Süd.

Grösster Verlierer sind neben den Kommunen östlich des Flughafens, deren Wälder noch mehr unter Austrocknung leiden werden, die ganzen Ortschaften an der Riedbahnstrecke. Für sie ist die Werbeformulierung der FRM -Partnerorganisationen „Schneller am Ziel“ der blanke Hohn, denn die Fahrzeit nach Frankfurt wird sich durch die S-Bahn-Beule deutlich verlängern- Hinterhoflage zum Flughafen ist angesagt.

Liebe Grüne, die Elternschaft für das Terminal 3 müsst ihr nicht beibehalten. Dieses Baby von Euch ist ein untoter Zombie , ist nicht aus Fleisch und Blut und verdrängt wirkliches Leben.


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