Nachtblockade Frachtdrehkreuz Leipzig

Am 10.7. haben etwa 80 Menschen der Aktionsgruppe „Cancel LEJ“ die Hauptzufahrt des DHL-Frachtzentrums am Flughafen Leipzig-Halle blockiert. Ihre Forderung war eine Beschränkung des Lufverkehrs und eine Einstellung der nächtlichen Frachtflüge. Es kam zu einer heftigen Reaktion der Polizei mit Räumung , langfristiger Ingewahrsamname und Verunglimpfung. Mit Nötigungsverfahren muss gerechnet werden.

Der Flughafen Leipzig Halle , vielmehr die Art des Betriebes, die dort abgewickelt wird, ist Produkt eines verfassungswidrigen Deals zwischen Landesregierung und Wirtschaft auf Kosten der Bürgerinnen und Bürger. (Waldbesetzung berichtete).

Der Widerstand gegen die Nachtflüge in dem expandierenden Ballungsraum nimmt seit Jahren stetig zu. Jetzt kam es erstmals zu einer direkten gewaltfreien Aktion mit dem Ziel, den Alltagsbetrieb nachhaltig zu stören. Den Leuten, welche die Blockade durchgeführt haben, ist für ihren Mut und ihre Entschlossenheit zu danken- neben der strafrechtlichen Kriminalisierung sind zivilrechtliche Ansprüche hinsichtlich Schadensersatzforderungen nicht auszuschliessen.

Es scheint aber so, dass die Wirtschaftsunternehmen sich erst einmal zurückhalten, um keine politische Solidarisierungswelle auszulösen. So widersprach DHL der Behauptung der Polizeiführung, die Blockade hätte die Versendung von Impfstoffen verunmöglicht.
Die letzten Festgenommenen kamen erst nach rund 41 Stunden frei, angeblich um Wiederholungstaten zu verhindern, vor allem aber um abzuschrecken.

Hier ein Link zur Facebookseite der Aktionsgruppe.


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