Neue Bannwald-Demo gegen Kiesabbau in Langen

Am Samstag, den 21.8. startet um 11 Uhr im Langener Nordwesten ( Neurott/ Verlängerung der Paul Ehrlich Strasse , Höhe Haus 59a, Richtung Wasserwerk) eine Wander-Demo gegen neuerliche Rodung von 7 Hektar Wald für den Kiesabbau.

Unsere Forderung: Kein weiterer Waldverlust, sofortiger Rückbau (Rekultivierung ausgekiester Flächen) und kein weiterer Ausbau! Die letzten Jahre haben gezeigt: Der Stadtwald ist bereits zu stark belastet, um eine neuerliche Rodung auszuhalten und zu kompensieren. Es droht wegen Überhitzung und Wasserentzug durch Sehring der Verlust letztlich des gesamten Waldes .
Die Grundlagen, auf denen der Planfeststellungsbeschluss beruht, haben sich – mitbedingt durch das Tempo des Klimawandels- als falsch erwiesen. Die einzige Konsequenz: Verzicht auf die Rodung im Herbst, Moratorium !!

Die Wanderung geht an der -weitgehend gescheiterten- Rekultivierungsfläche der Ostgrube vorbei. Hier war angenommen worden, nach 30 Meter tiefer Auskiesung in den Grundwasserbereich hinein und Aufschüttung von wenigen Metern Fremderde könnte nach 20 Jahren wieder ein Hochwald anwachsen. Das funktioniert nicht.

Weiterhin sehen wir die Waldkante – mit freiem Blick bis fast nach Raunheim. Das war alles einmal Wald. Früher war dies ein Dauerwald, der mit Naturverjüngung und einer geschlossenen Wasserzirkulation seinen Bestand selbst erhalten konnte. Der heutige Waldflickenteppich hängt am Tropf auf der Intensivstation. Jede Waldzerstörung zieht die unaufhaltsame Schädigung und Zerstörung der nächsten Waldabteilung nach sich.

Wir kommen dann zum Waldabschnitt, der dieses Jahr gerodet werden soll. Ab September will Sehring dort seine Absperrzäune aufstellen und ab Herbst roden – wenn er nicht politisch gestoppt wird.

Bitte kommt zahlreich zu der Demo – wir haben viel Gegenwind. Dafür sind besonders auch „Die Grünen“ verantwortlich. Sie kanalisieren und befrieden Widerstand, derselbe Widerstand mit dem sie einst gross geworden sind. Jetzt wollen sie sogar den Bannwaldschutz aufweichen, weil sie Asphaltsschnellwege anlegen wollen, um den Pendlerverkehr durch die von ihnen unterstützen Siedlungserweiterungen abzufangen. Dabei sind wir bei weiteren Bevölkerungszuwächsen noch mehr auf die Erhaltung aller Waldflächen als Naherholungsgebiete angewiesen.


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