Grossdemo gegen die Financiers der klimaschädlichen Grundindustrie in Frankfurt am Main

Freitag, der 13 August könnte ein schwarzer Tag für einige Grossbanken werden, die immer noch Investitionen in Kohle- Öl – und Gasunternehmen tätigen. Fridays for Future ruft für den Nachmittag um 15 Uhr am Opernplatz zu einem bundesweiten Zentralstreik auf: „Zukunftsfeindliche Investitionen müssen zu einem unkalkulierbaren Risiko für die Banken werden.“, heisst es im Aufruf.

Im Rahmen des Demonstrationstages sind auch Aktionen Zivilen Ungehorsams im Bereich des Möglichen: „Banken wieder positiv besetzen“, dieser Spruch ist durchaus interpretierbar.
Ab 14 Uhr soll es mehrere Sternmärsche zum Opernplatz geben. Einer dieser Märsche beginnt an der Weseler Werft, wo von Donnerstag bis Samstag ein Klimacamp aufgebaut werden soll. Ein Begleitprogramm ist in Planung.
Nach der Hauptkundgebung beginnt eine Demo durch das Bankenviertel, vorbei an Commerzbank, Deutscher Bank und Sparkasse. Die Forderung: Schluss mit der Finanzierung von Firmen wie Mol, Wintershall, Oiltanking und ihrer Dachunternehmen !

Bereits am späten Vormittag startet eine Fahrrad-Zubringerdemo von Darmstadt nach Frankfurt. In Darmstadt wird es auch bereits am 8.8. ab 14 Uhr einen Vorbereitungsnachmittag auf den Aktionstag im Prinz Emil Garten geben.

Das Fridays for Future in den Sommerferien zu einer Grossaktion mobilisiert , das ist neu. Inspiriert sind sie dabei möglicherweise von „Ende Gelände“.

„Ende Gelände“ nutzt stets die Ferien und erweitert gegenwärtig seinen Focus über die Kohle hinaus auf die Erdgasnutzung – mit der sogenannten „Brückentechnologie“ möchten die Energieunternehmen einer echten Energiewende ausweichen.
In einer mehrtägigen Grossaktion hat „Ende Gelände“ gegen den Bau eines Flüssiggasterminals in Brunsbüttel protestiert. Dabei wurde auch der Nordostseekanal blockiert und eine Blockade mit Kajaks durch die Wasserschutzpolizei sehr ruppig und menschengefährdend geräumt.

Hintergrund: Das Flüssignaturgas (LNG) soll mit umstrittenen Fracking-Methoden in den USA gewonnen, dann per Schiff nach Deutschland transportiert und hier beispielsweise für den Betrieb von Kreuzfahrtschiffen der neuen Generation eingesetzt werden, die sich damit ein grünes Mäntelchen umhängen wollen.
Dabei ist das Flüssignaturgas stark methanhaltig und damit klimaschädlich. Das LNG-Vorhaben ist ein Lieblingsprojekt von Wirtschaftsminister Peter Altmayr. Damit soll den USA signalisiert werden, dass man nicht allein auf Gas aus Russland setzt.

Weiterhin wurde am Chemcoast-Park in Brunsbüttel die Schienenzufahrten blockiert. Mitarbeiter der Düngemittelfirma Yara sollen Steine auf friedliche DemonstrantInnen geworfen haben.

Hier ist Website „Streikmituns“ zum 13.8. von FFF.

Video über die Ende Gelände- Anti-Fracking-Aktion von „Bewegungstommy“


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