Lange Zeit war nichts mehr zu hören, wegen dem Eckpunktepapier der Stadt Kelsterbach für einen Vertrag mit der Fraport. Sein Inhalt: Verkauf zahlreicher Flächen an die Fraport, Verzicht auf Klagen gegen den Flughafenausbau, Enge Kooperation zwischen der Stadt und der Fraport. (mehr…)
Archiv der Kategorie 'Aktionen'
Pressemitteilung der Unterstützer_innen-Gruppe:
Hochsicherheitssaal für Prozess gegen Umweltaktivistin in Frankfurt
Am heutigen Mittwoch (17.3.) begann vor dem Amtsgericht Frankfurt am Main der Prozess gegen die für ihr umweltpolitisches Engagement bekannte französische Kletteraktivistin Cécile Lecomte.
Vor Gericht muss sie sich wegen ihrer Beteiligung an Demonstrationen gegen den Flughafenausbau im ehemaligen Kelsterbacher Wald ( Harvesterbesetzung und Baumbesetzung) sowie wegen einem luftigen Spaziergang auf dem Dach des Frankfurter Hauptbahnhofs verantworten. Der erste Verhandlungstag wurde von Kontrasten geprägt: Bunter Protest mit Transparenten vor Gericht versus massives Polizeiaufgebot; üblicherweise für schwere Gewaltverbrechen vorbehaltener Hochsicherheitsaal versus auf sehr dünnem Eis liegende Beweislage.
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Heute in Frankfurt: Ein Fernsehteam vom Mars war auf der Konstablerwache gelandet und interviewte Passanten. Sie versuchten herauszufinden wieso Erdlinge kriminalisiert werden, die auf Bäumen leben und diese vor der Abholzung bewahren wollen. Die befragten Erdlinge konnten dies auch nicht verstehen und waren überwiegend selbst gegen den Flughafenausbau. Ungläubig flogen die Marsianer wieder ab. Warum auf der Erde von oben gegen den Willen der Menschen entschieden wird, konnten sie sich nicht erklären. Das Spektakel im Gericht wollen sie nicht verspassen, da es dort die Gelegenheit gibt, die Robenträger persönlich zu befragen.
Weitere Hintergründe hier
Termin: 17.3. – 9 Uhr Amtsgericht Frankfurt am Main – Gebäude E in der Hammelgasse 1 – Raum 23 (auf Raumänderung achten!)
Vorausischtlich zweiter Verhandlungstag: 31.3. – 13.30 Uhr selber Ort
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Heute stand eine Ausbaugegnerin in Rüsselsheim vor Gericht. Ihr wird vorgeworfen, im Kelsterbacher Wald die Rodung für die neue Frankfurter Flughafen-Landebahn durch Besetzung behindert zu haben. Konkret soll sie an 2 Baumbesetzungen während der Rodungsarbeiten Anfang letztes Jahres beteiligt gewesen sein, und sich bei der Räumung der Waldbesetzung an einen Baum angekettet haben. Als Geschädigte wird dabei immer wieder die FRAPORT genannt, obwohl der betroffene (inzwischen nicht mehr vorhandene) Wald immer noch im Besitz der Stadt Kelsterbach ist.
Fraport hatte nach der Räumung der Besetzung in der Presse verkündet, dass dadurch für sie alle Repressionen abgeschlossen seien. Doch die aktuelle Strafverfolgung wird durch die Strafanzeige der Fraport aufrecht erhalten…
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Morgen am Freitag den 29.01. wird einer Person der Prozess gemacht, die sich an der Wiederbesetzung von Bäumen und einem Hausdach auf dem Gelände der geplanten Landebahn, wenige Tage nach der Räumung der Waldbesetzung beteiligt hat.
Wir rufen alle die können dazu auf, den Prozess kritisch zu begleiten, und zu zeigen, was für eine Zumutung die juristische Verfolgung von AusbaugegnerInnen darstellt.
Der Prozess findet um 08:45Uhr beim Amtsgericht Wiesbaden (Mainzer Straße 124) statt.
Gestern gelang es einer Gruppe von AusbaugegnerInnen, eine Sitzung des „Forums Flughafen und Region“ zu stürmen, und den Anwesenden (u.a. Fraport-Aufsichtsratsvorsitzender Stefan Schulte und Verkehrs-und Wirtschaftsminister Dieter Posch) ihre Kritik an Flughafenausbau und Nachtflügen vorzutragen.
Die Abwesenheit von Polizei etc. verdeutlicht eindrucksvoll, dass es weiterhin einen unberechenbaren Widertsand gegen den Ausbau gibt.
Frankfurter Neue Presse: Demonstranten stürmen Sitzung
Vom Wald aufs Dach und ins Gericht
Erklärung zur Hausdachbesetzung gegen den Flughafenausbau
Am 21. Februar 2009 hatten wir (eine Gruppe von 5 unabhängigen AktivistInnen) ein Hausdach am Rand der Stadt Kelsterbach für einige Stunden besetzt. Wir wollten damit Widerstand gegen den Ausbau des Frankfurter Flughafens leisten. Da sich einige von uns mittlerweile mit staatlicher Verfolgung konfrontiert sehen, und um weiteren Diffamierungen etwas entgegenzusetzen, wollen wir an dieser Stelle noch einmal unsere Motive und unsere Sicht auf die Aktion öffentlich machen.
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Am 19.11. wird um 10:30h beim Verwaltungsgericht Frankfurt (Adalbertstrasse 18) über die Klage einer Aktivistin verhandelt. Diese zielt auf die Feststellung der Rechtswidrigkeit einer polizeilichen Maßnahme hin.
In der Nacht zum 6. Februar 09 wurden AktivistInnen von männlichen Polizisten gewaltsam aus ihren Zelten herausgezerrt. „Personalienkontrolle“ hieß es. Obwohl die Betroffenen bereits ca. zwei Stunden zuvor kontrolliert worden waren und ihre Zelte unter Polizeibewachung aufschlugen. Es ging darum, ein kleines Camp in der Nähe vom See aufzubauen, für die Menschen die keine Bleibe mehr hatten, nachdem sie einen Platzverweis für das Gebiet der eigentlichen Waldbesetzung erhalten hatten – zu diesem Zeitpunkt gab es noch keine Mahnwache außerhalb des Campes.
Pressemitteilung der Umweltaktivisten gegen den Flughafenausbau Frankfurt
Kelsterbach, den 9.8.09
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Gestern Abend gegen 19.00 Uhr musste der Fraport-Sicherheitsdienst feststellen, dass zwei Bäume im Kelsterbacher Wald auf der Rodungsfläche für die Landebahn Nordwest besetzt sind. Drei Robin Wood Aktivist_innen haben die Bäume mit zwei Plattformen besetzt und entrollten zwei Transparente mit der Aufschrift „Ausbau stoppen!“ sowie „Amnestie statt Fraport-Justiz“. Sie wollen damit ein Zeichen setzen gegen die anstehende weitere Rodung, die ab 01. September erwartet wird. Den Aktivist_innen geht es gut, sie sind darauf eingerichtet dort längere Zeit auszuhalten. Die Lage ist derzeit entspannt, Verpflegung wird durchgelassen. Die Besetzung ist vom Zaun an der Mainschneise (zweigt von der Okrifteler Straße ab) aus besonders gut sichtbar. Die Aktivist_innen freuen sich über Besuch – also kommt vorbei!
Gestern fand im Amtsgericht Rüsselsheim der erste Prozesstag gegen einen Waldbesetzer statt. Ein Polizist behauptet, er sei von ihm beleidigt worden, während er (der Polizist) ihm am Rande einer Demonstration im (Rest)Kelsterbacherwald misshandelte.
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Ein kurzer Pfiff, die Bremsen legen an , und schnaufend kommt „Lotte“ im Zeppelinheimer Bahnhof zum Stehen. „Lotte“ heisst eigentlich 50 3552 – Stadt Hanau und ist eine Güterzug-Schlepptender-Dampflokomotive aus dem zweiten Weltkrieg. Bis 1987 zog die Lok Züge der Agrochemie in der Magdeburger Börde, liebevoll gepflegt von (meist männlichen) Reichsbahnern. Denn ihre „Lotte“ liess sie nicht im Stich, im Gegensatz zu so mancher Diesellok aus rumänischer Produktion. Nach der Wende folgte eine zweite Karriere als Museumslok. Doch dann kam, was kommen musste: Lotte wurde arbeitslos. Die meisten Strecken rund um Salzwedel wurden von der DB AG stillgelegt, trotz Widerstand aus Teilen der Bevölkerung . Diese verarmte aber und konnte sich die Sonderfahrten kaum mehr leisten. Nach der Jahrtausendwende musste die Lok notverkauft werden. So wie viele menschliche Arbeitssuchende auch machte sie sich auf den Weg nach Westen. Sie landete in Hanau. Und genauso wie viele Arbeitskräfte –etwa am Flughafen- fand sie sich in prekarisierten Verhältnissen wieder: Sie hat kein Dach über dem Kopf, der Museumsbahn-Verein ist auf dem Deutsche-Bahn-Gelände nur geduldet, und sie nimmt jede Arbeit an.
Heute die „Erlebnis-Rundfahrt“ für die Fraport. Sie findet unter dem Label „Tage der Industriekultur“ statt. Mit zweihundert Teilnehmern ist die Tour ausgebucht und verspricht einen bescheidenen Gewinn – zurückzulegen als „Krankenversicherung“ für „Lotte“. Das Zugpersonal hingegen arbeitet ehrenamtlich. Die Fahrgäste machen sich derweil auf den langen Fussmarsch zum Flughafen-Einlasstor. Dabei müssen sie an einem „Scheiss Ausbau“ –Plakat in drastischer Farbe vorbei.
Drastisch auch die Behandlung der Besuchswilligen durch die Fraport: Das Mitbringen von Taschen und Fotoapparaten ist untersagt und wird am Einlass streng kontrolliert. Wertvolle Besuchszeit verstreicht, bis die Ausflugsbusse losfahren können.
„Lotte“ muss einen Atomstrom –IC vorlassen. Qualmen tut das rollende Kohlekraftwerk nicht. Wenn die Kohle und der Heizer gut sind, sieht man die –letztlich aber doch so problematischen- Rauchgase kaum. Wiederum ein Pfiff , und weiter geht es Richtung Walldorf. Ach ja: Weit und breit liess sich kein einziger Polizist sehen. Wozu denn auch.
An der Okriftler Straße, höhe Landebahnbaustelle werden 3 Menschen für einige Zeit von der Polizei aufgehalten, um ihre Personalien zu kontrolieren. Bei einem durchwühlen sie außerdem die Taschen, und tasten ihn gründlich ab. (mehr…)
Die Klima-Wahnsinnstage in der Mahnwache haben begonnen. Während heute mehr und mehr Menschen in den Wald geströmt sind, hat bereits ein volles Programm stattgefunden z.B. mit einem Aktionstraining und Vorträgen zur Klimawirksamkeit des Flugverkehrs, Neubau von Kohlekraftwerken und Autobahnen etc. pp.
Die Stimmung gestern war (trotz etwas Regen) super, das Programm bleibt interessant: Es lohnt sich vorbeizuschauen und mitzumachen!
Gestern hat außerdem der Verwaltungsgerichtshof in Kassel den Flughafenausbau durchgewunken. Das überrascht die meisten BeobachterInnen nicht. Der bürgerliche Staat hat seit Jahren deutlich gemacht das er seiner Hauptfunktion nachkommen will: Verwertungsinteressen schützen. Dementsprechend haben hessische Politik, Polizei und Gerichte bis jetzt immer im Interesse der Fraport gehandelt – und das wird sich wohl so schnell auch nicht ändern.
Schade ist, dass das Gericht nicht auf das abgespeckte Nachtflugverbot besteht, welches ja mal als Trotspflaster versprochen war. Aber wie war das nochmal: Alles muß man selber machen!
Ein Gruppe Aktiver hat das Urteil gestern zum Anlaß genommen, mit viel (!) Wolle eine der Hauptzufahrten der Landebahnbaustelle dicht zu machen (zu sehen in diesem RTL-Beitrag)
Die Fraport hatte einen Plan: Um ihre Profite zu erhöhen, und mit den andern europäischen Flughäfen mitzuhalten, baut(e) sie den Frankfurter Flughafen immer weiter aus.
Die Fraport hatte ein Problem: Ausbau des Frankfurter Flughafens, das heißt: Zerstörung großer Waldgebiete der höchsten Schutzstufe, Vertreibung zahlreicher (teilweise bedrohter) Tierarten, Privatisierung von öffentlichen Naherholungsgebieten, Anstieg des Flugverkehrs (der klimaschädlichsten Fortbewegungsmethode überhaupt), Schädigung von Gesundheit und Lebensqualität der AnwohnerInnen durch Fluglärm und Abgase.
Nicht dass die Fraport all das gekümmert hätte. Aber beim letzten Ausbau hatte sich eine vielfältige, breite Bewegung gegen all das gewehrt und mit ihren Aktionen das unökologische und unsoziale Projekt massiv behindert.
Die Fraport und das Land Hessen hatten einen Plan: Ein angebliches Dialogverfahren sollte den Protest kanalisieren, obwohl von Anfang an klar war, dass der Flughafen ausgebaut werden würde.
Den Rest würde man mit Gerichten beschäftigen, die immer im Sinne der Fraport entscheiden, in der Hoffnung, dass die Menschen legal und legitim nicht mehr unterscheiden können.
Und da die meisten Menschen kaum etwas von den in dieser
Gesellschaft erwirtschafteten Reichtümern abkriegen, würden sie
sicher gezwungen sein jedes Verbrechen in Kauf zu nehmen, wenn
Arbeitsplätze versprochen werden.
So hofften sie, jeden direkten Widerstand gegen ihr menschenverachtendes Handeln zu verhindern.
Die Fraport und der Staat hatten ein Problem: Der Plan ging nicht auf.
Zuerst waren da die vielen Bürgerinitiativen, die nicht bereit waren ihren Widerstand auf die juristische Ebene zu beschränken.
Und dann wurde im Mai 2008 der rodungsbedrohte Kelsterbacher Wald besetzt. Von da an begann eine Serie von direkten Widerstandsaktionen, die mit dem Rodungsbeginn Anfang 2009 ihren Höhepunkt erreichten:
- Trotz des massiven Aufgebots an Sicherheitskräften, wurden immer wieder Rodungsmaschienen besetzt. Die Arbeiten standen jedesmal stundenlang still.
- Eine Demonstration sollte nach Polizeiplänen weder bis zur Rodungsfläche noch bis zur Waldbesetzung gelangen. Beides setzten die Teilnehmenden durch. Die von der Fraport aufgebaute Einzäunung und Ausleuchtung der Waldbesetzung, mit der der Widerstand durch psychologischen Druck gebrochen werden sollte, wurde beschädigt.
- Zwei Tage nachdem die Polizei die Waldbesetzung räumte, waren die AktivistInnen schon wieder zurück. Sie besetzten ein Hausdach und einige Bäume, mitten auf der Rodungsfläche. Die Polizei war ratlos und wusstesich nicht anders zu helfen als die BesetzerInnen auszuhungern.
- Am 8. Mai wollten Fraport und Politik ihr unökologisches und unsoziales Handeln, beim feierlichen ersten Spatenstich für die neue Landebahn feiern. AktivistInnen blockierten die Hauptzufahrt durch eine Sitzblockade und indem sich einige von einer Brücke abseilten.
- Zwei Tage später pflanzten AktivistInnen auf der eingezäunten Rodungsflache neue Bäume. Der Polizei gelang es nicht in ausreichender Stärke vor Ort zu sein, sie mussten hilflos zusehen.
Nein, es war keine Massenbewegung wie in den 80ern. Und trotzdem gelang es einigen engagierten Menschen das Riesenprojekt zu stören und seine Folgen öffentlich bekannt zu machen.
Die Fraport und die hessische Regierung störte das natürlich sehr, denn vor nichts haben sie mehr Angst als vor Menschen die sich selbstorganisiert wehren.
Der Staat hatte einen Plan: Die Justiz, die immer für den Ausbau entschieden hatte, sollte jetzt den Widerstand dagegen Mundtod machen.
Gegen über ein dutzend Personen, die für Umwelt- und Klimaschutz sowie ein lebenswertes Rhein-Main Gebiet gekämpft haben, wurden Ermittlungen eingeleitet. Strafbefehle wurden verhängt, deren Höhe zusammengerechnet 5000 Euro übersteigt.
Das Ziel: Engagierte Menschen vereinzeln, einschüchtern, und sie mitfinanziellen Forderungen in die Knie zwingen.
Der Staat hatte ein Problem: Auch sein zweiter Plan, ökologisch-sozialen Protest zu ersticken, scheiterte auf ganzer Linie. Nicht nur dass die Gerichtsprozesse zur politischen Bühne der AusbaugegenerInnen wurden. Die Solidarität der Bewegung war so groß, dass der Staat keine Chance hatte Menschen zu vereinzeln oder einzuschüchtern. Schließlich war auch das Spendenaufkommen so riesig, dass niemand wegen seinem Engagement finanziellem Schaden zugefügt werden konnte.
Und so erwies sich der Widerstand ein weiteres mal stärker als die Gewalt von Fraport und Staat. Und als die Fraport im Herbst 2009 die Rodungen fortsetzen wollte blies ihr erneut ein rauer Wind ins Gesicht.
Dieser Text hat ein Problem: Alles ist wahr, ausgenommen der letzte Absatz. Denn dieser spielt in der Zukunft und die ist ja bekanntlich ungeschrieben. Ob wahr werden wird, was da steht, das liegt unter anderem an euch und an dir. Denn um die staatliche Einschüchterung abzuwehren, braucht es jetzt die Solidarität von uns allen.
Hilfreich ist es, wenn weitererzählt wird was hier steht. Noch
wirkungsvoller ist die Teilnahme und die Organisation von Aktionen, die sich gegen den Einschüchterungsversuch des Staates und den Flughafenausbau richten.
Was aber gerade besonders dringend gebraucht wird, ist Geld um Anwälte, Gerichtskosten und Geldstrafen bezahlen zu können. Hierfür wurde ein Spendenkonto eingerichtet. Bitte spende(t) an:
Polite eV
konto: 108102500
Blz : 50190300
Volksbank Höchst
Betreff: „Waldbesetzung“
Gemeinsam für eine widerständige Zukunft.
Solidarität mit den angeklagten AusbaugegnerInnen!
Gegenwärtig tourt die Anti-Atom Bürgerinitiative Lüchow- Dannenberg mit einem bunten Bus durch die Bundesrepublik und die Nachbarländer.
Am Mittwochabend, 22.Juli werden sie kurz vor 18 Uhr bei uns an der Mahnwache erwartet. Begleitet werden sie von einem Autokonvoi der regionalen Bürgerinitiativen. (Start: 17 Uhr am Parkplatz Grabenstrasse in Rüsselsheim)
An der Mahnwache wird es einen Info-Austausch geben und
es ist eine „Aktion“ (was immer das ist) geplant.
Dazu nur der Warnhinweis: Lasst Euch von den Wendländern nichts
aufschwatzen. Die haben nämlich jahrzehntelange Erfahrung mit der
Verhinderung und Verschleppung von Grossprojekten- und wenn wir anderen nicht aufpassen, bekommen wir diese an den Hals! Es sei denn, wir bringen uns auf das gleiche Wachsamkeits- und Ungehorsamkeits-Level wie sie !
Im übrigen- lasst uns in die Offensive gehen und die Gorlebener fragen, ob sie nicht „unsere“ Landebahn auch noch haben wollen ! Wenn sie eh keiner wirklich braucht, dann könnte sie doch auch ins Wendland ? Und die überzähligen Lufthansa-Angestellten würden dort „stand by“ schöner wohnen !
Abends ab 20 Uhr findet dann im Freiwerk Rüsselsheim (Hügelstr.11, Nähe Bahnhof) noch eine Informationsveranstaltung mit den BI-Leuten statt.
Themenschwerpunkt: Endlagerproblematik sowie Durchsetzung der
Energiewende und des Atomausstiegs.

Das Klimacamp das dieses Jahr in Kelsterbach stattfinden wird, wird vom Freitag den 14.08 bis zum Sonntag den 23.08 stattfinden. Aktionen und Veranstaltungen werden vermehrt am letzten Wochenende stattfinden. Das Camp soll lokale Klimazerstörende Projekte thematisieren und angreifen: Flughafen und Müllverbrennungsanlage, Kohlekraftwerk Staudinger in Haunau, Autobahnneubauten in Hessen, Atomkraftwerk Biblis das eine Laufzeitverlängerung will. Des weiteren soll ein Schwerpunkt auf diesem Camp die Verbindung von Tierhaltung und Klimawandel sein. Antispeziesistische Gruppen wollen sich mit diesem Thema am Klimacamp beteiligen.
Während des zehntägigen Camps soll ein möglichst CO2-freies Leben ausprobiert werden. Solarkocher und Windräder sollen gebastelt werden, veganes Essen und Kompostklos sollen die Nahrungseinnahme und Abgabe möglichst Klimaneutral gestalten und Müll soll komplett vermieden werden.
Vorträge, Disskusionsrunden, und Workshops sollen für eine inhaltliche Auseinandersetzung mit dem Klimawandel führen. Dabei soll nicht nur stumpf widerholt werden dass der Klimawandel ein Problem ist und die Eisbären,… sondern es sollen auch die aktuellen herrschenden Diskurse über den Klimawandel durchleuchtet werden und Perspektiven für einen emanzipatorischen Klimaschutz gesucht werden.
Zu guter Letzt ist ein nicht unwesendlicher Aspekt des Klimacamps die direkten Aktionen, die massenhaft von diesem Klimacamp aus stattfinden sollen. Als zentrale Aktion ist die Widerbepflanzung der Rodungsfläche angedacht. Daneben sind aber vielfältige Aktionsformen erwünscht. Übersähen wir die Region mit Subversivität und Kreativität. Dabei wollen wir nicht, wie beim letzten Klimacamp, eine handvoll Aktionen, die von wenigen geplant sind und bei denen dann alle mitlaufen sollen, sondern wir hoffen auf deine Kreativität. Werde Akteur, Konsumenten sind langweilig!
Wir freuen uns auch noch über Menschen die sich am Vorbereitungsprozess beteiligen wollen.
Das nächste Treffen findet statt am Samstag den 06.06. in Rüsselsheim im Infoladen (Hügelstr. 11) um 14 Uhr
Letzten Sonntag wurden auf der Rodungsfläche von etwa 50 Menschen junge Bäume gepflanzt. Der größte Teil außerhalb des Zaunes, ein paar Leute haben den Zaun aber auch überwunden, und innerhalb gepflanzt. Die Polizei kam spät, und wusste nicht wie sie reagieren soll.

Artikel auf Echo-Online.
Am Samstag, den 28. Februar, fand in Erzhausen eine Kundgebung gegen den Verkauf und Ausbau des dortigen Flugplatzes statt. Unter die ca. 400 AnwohnerInnen mischten sich auch einige AktivistInnen der Waldbesetzung.
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