An das lokalpatriotische Gewissen Gesamt-Frankfurts („dribbdebach wie hibbdebach“) haben an Pfingsten die BIs Niederrad und Eintracht gegen Fluglärm appelliert. Auf einem mehrtägigen Aktions- und Informationsstand forderten sie die BesucherInnen des Volksfestes auf, für einen schadstofffreien Wäldchesttag und eine Schließung der Nordwestbahn zu kämpfen. (mehr…)
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Gemeint ist dabei eine künftige Landesregierung unter Mitwirkung der SPD.
Bei den Montagsdemos wird Wert darauf gelegt, dass sie von den Bürgerinitiativen gestaltet und verantwortet werden. Und nicht von politischen Parteien. Am 25.3 gab es, wegen der Osterferien keine Demo, dafür aber die bereits traditionelle Mahnwache. Da gelten andere Regeln. Angekündigt war eine modererierte Diskussionsrunde von KommunalpolitikerInnen aus der Region. Diese kamen allesamt von der SPD. Es gab eine Diskussion, wobei sich die Kontroverse vor allem zwischen OB Schneider aus Offenbach und Teilen des Publikums entzündete. (mehr…)
Die Montagsdemos sind nicht totzukriegen. Woche für Woche vierstellig, laut und wütend ziehen sie durch das Terminal, machen den Lärm, aber auch den Bau des Terminal 3 und zunehmend die eigene Stellung zum Parlamentarismus zum Thema (dazu unten mehr). Was für ein stimmungsmäßiger Kontrast zur Fukushima-Mahnwache letzten Samstag am selben Ort! Die war genauso entschlossen, aber anders: Statt kollektivem Aufheulen bei jeder Nennung einer Reizfigur sogar eine Schweigeminute. Nicht so kurzweilig wie die Montagsdemo, aber ebenso wertvoll.

Immer dringender für die Montagsdemo wird unterdessen die Frage nach dem Verhältnis zu Demokratie, Parlamentarismus und Parteien. Hier soll Kritik an Helmut Maders Rede vom letzten Montag formuliert werden.
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Richtig aktiv waren die Mainzer BI-Gruppen auf dem Rosenmontagsumzug. Neben schirmbewehrten Fussgruppen und der „Fluglärm-Sau“ war auch der Motivwagen des Vorjahres wieder dabei: Er stand jetzt unter dem Motto: „Deckel druff“ – 380.000 Flüge sind genug. Zahlreiche Besucherinnen und Besucher werden diese Botschaft aber nicht verstanden haben- so blau wie die gleich am Anfang des Zuges schon waren.
Etwa 50 Leute aller Altersstufen haben sich am Sonntagnachmittag von Walldorf aus zum Baufeld des Terminal 3 auf den Weg gemacht. Die Aktion, die trotz widrigstem Wetter erfolgreich durchgeführt wurde , soll Auftakt zu weiteren Aktivitäten gegen den Bau des neuen Terminals sein. (mehr…)
Am Sonntag, den 20.1. gibt es die Gelegenheit, sich vor Ort über die -räumliche und politische- Lage des geplanten Terminal 3 zu informieren. (mehr…)
Die Fraport scheint 2013 zügig die Erschliessungsarbeiten für das dritte Terminal anzugehen. Darauf deutet die Auflassung einer kleinen Bushaltestelle im Südosten des Flughafens hin. (mehr…)
Sketch von der Montagsdemo am 19.11.:
Anlässlich des Jahrestages der Landebahneröffnung beschäftigte sich die Frankfurter Neue Presse mit dem Zustand der alten Mahnwache an der Gelbe Grund Schneise . Dabei nahm der Lokalredakteur Bezug auf die Pläne für die Umgestaltung des Platzes ,die auch gegenüber der Zeitung vor einigen Monaten geäussert wurden. Die Bilanz ist ernüchternd, aber alles andere als ein Aufreger. (mehr…)
„Bis hierher und jetzt zurück. Basta“. Es war eine -zahlenmässig- erfolgreiche Demo zum Jahrestag der Landebahneröffnung. Nach zögerlichem Auftakt am Terminal strömten nachmittags mehr Menschen als erwartet zum Kundgebungsplatz am Strassentunnel. (mehr…)
Während sich die Inbetriebnahme der Landebahn bald das erste mal jährt, ist ein Ende der Montagsdemos im Terminal nicht absehbar. Es mag wohl ein Reservoir von einigen tausend Menschen geben, die immer mal wieder hingehen.
Auch gestern waren es wieder unübersichtlich viele, und es wurde laut. Zwei Tendenzen fallen auf: Zum einen eine gewisse Lust, den wohlgeordneten Terminalbetrieb zu stören, durch Lärm, auch indem manche Leute Läden entlang der Route aufsuchen. Andererseits aber auch eine Ritualisierung der Proteste – mensch trifft sich in der Bahn, jubelt den RednerInnen zu, dreht eine Runde und fährt zusammen heim. Der Terminalbetrieb passt sich dem Ritual an, nicht zuletzt deswegen hat die anwesende Bereitschaftspolizei weder Anlass noch Order, zu Gunsten der Fraport einzugreifen.
Inhaltlich beziehen sich die allermeisten Protestierenden auf ihre eigene Betroffenheit durch Fluglärm, Politiker werden aufs Korn genommen, andere Themen finden sich kaum. Es gab aber auch einzelne TeilnehmerInnen mit Transparenten bspw. zu Abschiebungen und Leiharbeit am Flughafen.
Bemerkenswert war die Rede eines Mitglieds der BI-Flörsheim, die wohlwollend aufgenommen wurde, und hier zum Abschluss auszugsweise zitiert sein soll:
Die Initiative LUFT („Lebensqualität im Umland des Flughafens thematisieren“) läd zur Teilnahme am Projekt „Auf den Boden holen“ ein.
Dieses wird sich in den nächsten Monaten mit Fluglärm, klimatischen Folgen des Flugverkehrs, dem Flughafenasylverfahren und Migration im allgemeinen, der Naturzerstörung durch immer neue Ausbauten von Flughäfen und weiteren Themen rund um den Flughafen beschäftigen. Diese Themen sollen vor allem mit Blick auf den Frankfurter Flughafen behandelt werden, aber auch in Hinblick darauf, wie die Situation an anderen Flughäfen in Deutschland und Europa aussieht. Dabei ist die Vernetzung mit Initiativen an anderen Standorten genauso erwünscht, wie die Zusammenarbeit mit Fluglärmbetroffenen, Naturschutzverbänden und antirassistischen Initiativen vor Ort. (mehr…)
Ueber 200 Leute nahmen am letzten Julimontag an der nun fünften Mahnwache im Terminal teil. Mit Regenschirmen und Friesennerzen ging es zum Rundgang durch das Terminal 1. Einer der Teilnehmer berichtete von einem chinesischen (?) Staatsbürger, der verärgert ausrief. „Ihr habt zuviel Demokratie in Deutschland“. (mehr…)
Das Ferienprogramm „Holiday at the Airport“ der Montagsdemo geht weiter. Auch wenn es der Fraport die ihr eigene Ferienstimmung, die bei den saisonbedingt gestiegenen Reisendenzahlen aufkommen müsste, eintrübt. Gegen die „Happenings“ (wie einer der Oberpolizisten das Geschehen charakterisierte) ist sie ziemlich hilflos. Da bleibt nicht viel mehr übrig, als oben auf der Reling zu stehen und nach Auflagenverstössen zu schielen – aber was soll sie beispielsweise gegen diese Familie aus dem Vordertaunus machen ? Die hat ihre Decken ausgerollt, das Baby in einer Tragetasche zwischengeparkt und die älteren Kinder kauen auf ihren im Tiefgeschoss organisierten Chicken Mc. Nuggets.
Das Programm der zweiten Ferienhälfte steht bereits fest – damit Ihr wisst wasIhr mitbringt -(gute Laune reicht auch) (mehr…)
wenn wir jetzt ein Resümee ziehen wollen, können wir feststellen, dass wir mit unseren Montagsdemos sehr viel erreicht haben. Die ständige Anwesenheit im Terminal, das viel stärkere in der Presse präsent sein und die erhöhte Aufmerksamkeit zum Thema Fluglärm, Abgase und die Still-legung der Nordwest-Landebahn bzw. Stopp der weiteren Flughafenerweiterung war noch nie so stark in der Presse wie jetzt. Die Aufmerksamkeit und Sensibilität der Bevölkerung für dieses Thema nicht nur in der Region, sondern auch bundesweit hat zu den erfolgen beigetragen. Ohne unsere Montagsdemonstrationen, wäre das Leipziger Urteil nicht so ausgefallen wie es ausgefallen ist (wohlweislich, dass es sehr kastriert ist), wäre aber auch der Volksentscheid der Bürgerinnen und Bürger von München möglicherweise anders ausgegangen. Nach der Menschenkette steht zweifelsfrei fest: das Thema Fluglärm ist in aller Munde. Das müssen wir weiter nutzen! Wir haben mit unseren montags Demos insgesamt über 80.000 Menschen (wenn auch vielleicht oftmals die gleichen) in den Flughafen „gebracht“ und auf unseren zwei Demonstrationen knapp 30.000 Menschen. Zahlen von denen wir noch vor einem Jahr vielleicht geträumt haben. Hinzu kamen die großen Demonstrationen in Mainz und Frankfurt (über 40.000). Vielleicht sind die Zahlen für den einen oder anderen zu „schön gerechnet“, aber machen wir uns nichts vor: diese Tausende regelmäßig gegen den Lärm und Abgasterror, durch Fraport, Lufthansa und Co. haben bei der Bevölkerung ihre „Spuren hinterlassen“. Ein sichtbarer Ausdruck (ohne es hoch hängen zu wollen) ist die „abwatschung“ von Innenminister Rhein bei der OB- Wahl in Frankfurt. Ich möchte auch noch einmal hervorheben, die 26. Montagsdemo auf dem Paulsplatz. Es war richtig, dass wir uns „das Recht auf dem Paulsplatz zu gehen“ erstritten haben und es war ebenfalls richtig, dass wir nach der erfolgreichen Menschenkette in Frankfurt bei der 28. und letzten Montagsdemo vor der Sommerpause am Flughafen auf die Fahrstraße raus gegangen sind.
Für uns heißt das, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Es ist auch der erfolgreichste Weg in der jüngeren Geschichte gegen die Flughafen-erweiterung. Damit tue ich auf keinen Fall das Waldcamp im Kelsterbacher Wald geringschätzen, aber hier erreichen wir Massen, die wir vielleicht vorher gebraucht hätten. Das Zusammenwirken aller Initiativen zu unseren Zielen und das nicht auseinanderdividieren lassen durch Fraport und die Politik ist und bleibt unser Faustpfand. Wir müssen auch erkennen, dass wir auf dem Flughafen wieder mehr sein müssen, um noch stärker in den Medien präsent zu sein. Dazu müssen wir alle vor Ort Strategien entwickeln und Aktionen durchführen. Das ist auch ein Grund warum wir gesagt haben, unser Engagement im Terminal darf nicht abreißen. Deshalb machen wir auch in den Ferien Mahnwachen im Terminal. Wir müssen neue kreative und außerordentliche „behindernde Aktionen“ durchführen. Das „sleep-in“ ist eine solche Maßnahme, aber darf keine Ausnahme bleiben. Noch eins muss erwähnt werden, damit unsere Montagsdemos in das richtige Licht gerückt werden. Unsere Montagsdemos KÖNNEN nur durch das zum Erfolg geführte ringen von Julia Kümmel (Abschiebegegnerin/Trägerin des Menschenrechtspreises von Pro-Asyl) im Terminal durchgeführt werden, was uns logischerweise zur Vernetzung mit anderen Kräften führt. Darüber müssen wir nachdenken und Strategien entwickeln. Dazu ist jeder aufgefordert. Die Ferien geben uns dazu ein Polster.
In den Sommerferien sind die Montagsdemos ausgesetzt, gemäss der Ueberlegung, dass sich viele vom Stress erholen wollen. Auch die Montagsdemos sind nicht eben erholsame Veranstaltungen. Viele können sich wegen der Umweltbelastung zu Hause aber nicht mehr richtig erholen. Nicht zuletzt , weil so viele andere weit weg flüchten – per Urlaubsflieger. Lärm und Umweltzerstörung -aber auch Abschiebungen in Länder, wo viele Urlaub machen- kennen keine Sommerpause. Im Gegenteil.
Für „Ferienflüchtlinge“ , so wurde auf der Montagsdemo angekündigt, gibt es in den nächsten sechs Wochen jeden Montag von 18 Uhr bis ca. 19.30 die Mahnwache „Holyday at Terminal“. (mehr…)
Ausgeh-Tip: Ausstellung zu Anti-Atom-Ankett-Aktionen noch bis Samstag auf dem Wagenplatz in Rüsselsheim
Wer in unserer Protestbewegung gegen den Flughafenausbau aktiv, ist macht sich zwangsläufig Gedanken, wie sich die gesetzten Ziele erreichen lassen. Dazu ist eine genaue Kenntnis und eine kritische Einschätzung der unterschiedlichen Protestformen hilfreich . Ebenso auch eine Auseinandersetzung mit der Geschichte von Protestbewegungen . Gerade die Anti Atom Bewegung hatte in den letzten 35 Jahren mit ihren Niederlagen, aber zuletzt auch grösseren Erfolgen Vorbildcharakter. Die Wanderausstellung „Beton im Gleis“ bietet Anschauungs- und Diskussionsmaterial und ist ein Pladoyer für die Vielfalt von Protestformen . (mehr…)
Zum ersten Mal findet am 11.6. die Montagsdemo nicht wie gewohnt im Terminal statt, sondern als „Auswärtsspiel“ bereits um 16 Uhr am Paulsplatz in der Frankfurter City. Viele werden auch schon etwas früher kommen: Gegen 15.30 Uhr werden die Festgäste für die Petra-Roth-Verabschiedung , allen voran Angela Merkel, erwartet. Denen soll deutlich gemacht werden: Verdiente Ruhe und Würdigung von Leistungen haben sich PolitikerInnen erst dann verdient , wenn sie dies auch den BürgerInnen zugestehen.
Damit sieht es aber nicht wirklich gut aus… (mehr…)
Stuttgart 21 GegnerInnen:
„Warum wir bei der Demo gegen Bankenmacht und Sozialabbau mitgemacht haben“
Im Gegensatz zu den Frankfurter Flughafen-BIs haben die GegnerInnen eines anderen Verkehrsinfrastrukturprojekts, die Stuttgarter S 21-GegnerInnen, organisiert an der Frankfurter Grossdemo teilgenommen. Wie und warum kam es dazu? Einige TeilnehmerInnen berichten:
„Wir dachten, dass wir in Frankfurt auf einen grossen Block Flughafenausbaugegner treffen würden. Aber auch in Stuttgart war es keine Selbstverständlichkeit, sich an der internationalen Demo zu beteiligen. Weder Parkschützer noch Aktionsbündnis haben wirklich massiv dafür geworben. (mehr…)