Archiv der Kategorie 'Allgemein'

Glosse: Die Sonne von Jamaica

Draussen tobt Lärm. Eine Grobstaubwolke mischt sich mit dem Gestank giftiger, feinstäubiger Abgase eines Zweitaktmotors. Ein orangeroter Schildkrötenpanzer hängt am Rücken des Hausmeisters, der nach vorne ein volles Rohr bläst. (mehr…)

Ein Arbeitsbeschaffungsprogramm für F.D.P.- Juristen ….

---ist nach Meinung der Initiative „Tegel schliessen-Zukunft öffnen“ der mit 56,1 % der Stimmen angenommene „Aufforderungsbeschluss“ an die zuständigen Stellen, den Flughafen Tegel offen zu halten. Nach dem Sieg der Tegel-Befürworter beim Volksentscheid halten sich bei den Flughafengegnern die Emotionen „Blankes Entsetzen“ und „Jetzt erst recht“ die Waage. (mehr…)

Zahlreiche neue Waldcamps…

gibt es in Deutschland. Die meisten existieren im Verborgenen und nur auf Zeit. Es sind sogenannte „wilde Armutscamps“. Deren Zahl hat sich in den letzten Jahren ständig erhöht. (mehr…)

Wie Zigaretten verschenken, um eine Krebserkrankung erträglicher zu machen…

….wirkt die Presseerklärung der Grünen zum sogenannten Regionallastenausgleichsgesetz. Hinter dem Wortungetüm verbirgt sich eine gesetzliche Regelung, mit der das Land Hessen als Hauptaktionär der Fraport besonders geschädigten Kommunen Kohle aus der Dividende als „Ausgleich“ für erlittene Belastungen durch den Flughafen zukommen lässt. (mehr…)

Das traurige Geschacher um Air Berlin

Air Berlin war einmal die zweitgrösste Fluggesellschaft Deutschlands. Im Niedergang hielt man sich über Allianzen zur Nutzung des sogenannten Code-sharings, das arabischen Airlines den Zugang zum europäischen Luftverkehrsmarkt ermöglichte , über Wasser. Und mit Dienstleistungen an andere Airlines – Maschinen und Crews wurden an konkurrierende Airlines vermietet. (mehr…)

SPD-Boss will Ende der Luftverkehrssteuer

Die SPD war in Sachen Eindämmung des Luftverkehrs nie ein besonders guter Bündnispartner. Viele SPD-ler würden die Maschinen auch mit Braunkohle fliegen lassen, wenn das irgendwie möglich wäre……
Die Rede ist hier nicht von Martin Schulz, sondern von SPD- Urgestein und „Superboss“ Michael Frenzel. Er ist bekannt als Ex-Chef des Freizeitindustriekonzerns TUI. In seinem derzeitigen Wirkungskreis beim Bundesverband der deutschen Tourismuswirtschaft (BTW) fordert er in dessen „Wahlprüfsteinen“ eine Abschaffung der Luftverkehrsabgabe (Ticketsteuer). (mehr…)

Nein zum Fraport -Bauantrag

Die Gesamt-BI, also das Bündnis der Bürgerinitiativen gegen die Flughafenerweiterung, hat sich bislang nicht zum Politikum Billig-Flugsteig „G“ geäussert. Eine ablehnende Stellungnahme gibt es aber von der Bürgerinitiative in Mörfelden-Walldorf.

Protestphoto – Photoprotest

Wir alle kennen es: Websites werden zunehmend für die Oberflächen von zigarettenschachtelgrossen „Endgeräten“ produziert. Mit knalligen Bildern, über deren künstlerische und handwerkliche Qualität gestritten werden kann. Hier gibt es aus technischen Gründen -leider- nur wenig Bilder. Da kann nur auf die klassische „Papierzeitung“ und auf andere Seiten verwiesen werden, die sehenswerte Aufnahmen veröffentlichen: Eine , die sich auf das Zeigen von Bildergalerien spezialisiert hat, ist „mutbuergerdokus“.

Air Berlin ist pleite

Von vielen war es seit langem erwartet worden: Air Berlin ist insolvent. Dazu kam es, weil der Hauptgesellschafter, die Etihad, die laufenden Verluste nicht mehr ausgleichen will.
Zwischen der Lufthansa und den Billigfliegern war kein Platz (mehr) für das Projekt einer zweiten grossen deutschen Airline. Vielleicht sollte dies auch als Warnung gesehen werden, dass ein weiteres Wachstum des Luftverkehrsmarktes nicht mehr realisierbar und auch nicht sinnvoll ist. Inzwischen überwiegen die Verteilungskämpfe- zwischen den Airlines und auch unter den Flughäfen. Derzeit wird von einer Teilübernahme durch Lufthansa gesprochen – ein Vorgang, der aber noch mit den Kartellbehörden in Brüssel abzustimmen ist. Ryanair fordert, dass es keine staatlichen Subventionen für eine Uebernahme durch den Kranich geben darf.
Als wenn Ryanair nicht durch die EU protegiert und subventioniert würde……

Besuchen sie die Mauer….Teil 3

Puh, ganz schön laut hier. Es ist 14 Uhr, und im 5-Minuten-Takt starten die Dickschiffe der Lufthansa. Allerdings kommen sie an die Geräuschentwicklung einer vollbeladenen Galaxy nicht annähernd heran. Wir setzen den Weg entlang des Zauns vor der Mauer fort… (mehr…)

Calm down, Mike …

and carry on. Sagen Vertreter der britischen Flughäfen zu Michael o` Leary. Der Chef der irischen Billigfluglinie Ryanair will es auf einen Showdown mit der britischen Regierung ankommen lassen, falls diese nicht einem „harten Brexit“ ausweicht. Auch die kontinentalen Flughäfen spielen in dem Machtpoker eine Rolle. (mehr…)

Besuchen sie die Mauer… Teil 2

Beim letzten Mal haben wir es um die Mauerkante herum auf die Ostseite geschafft. Jetzt geht es drei Kilometer stur geradeaus. Wird aber nicht so anstrengend und auch kurzweiliger, als es aussieht…. (mehr…)

Besuchen sie die Mauer, solange sie noch steht

Die Sprüche und Spuren auf der Mauer und was sie bedeuten – – –

Der südliche Teil der Startbahn West ist mit einem Bauzaun „gesichert“. Der „Rückbau“ der Mauer steht bevor. Aber der Kolonnenweg vor Zaun und Mauer ist -noch- problemlos zu benutzen. Wie wäre es mit einem etwa 4,5 Kilometer langen Spaziergang vom Südtor an der Kopfseite der 18 West entlang der Ostseite bis zum Tunnel an der Okrifteler Strasse ?

Schauen sie sich die Sprüche und die Narben an der Mauer an.

Es ist auch ein Eintauchen in die Vergangenheit, welches in dieser Form bald nicht mehr geht. Die Mauer und die Sprüche darauf können viele Geschichten erzählen. Hier ein kleine „Mauererklärung“, welche das Verstehen erleichtert….. (mehr…)

Das Aufwachen von Solidarität….

Kann Solidarität schlafen, aufwachen ? In der Sprache des Schriftstellers Peter Härtling, der vor knapp zwei Wochen gestorben ist, schon. Peter Härtling spielte eine ganz wichtige Rolle im Widerstand gegen den Ausbau des Frankfurter Flughafens, auch wenn er selbst daran kaum teilnahm. Das ist kein Widerspruch. Wirklich. Das „Wirkliche“, wenn es heilsam wirksam war, war ihm immer wichtig.,In Walldorf nahmen auch etliche Menschen aus dem Flughafenprotest an der recht unprätentiösen Beerdigung teil. Und konnten sich dort willkommen fühlen.

Peter Härtling ist aus den Erlebnissen seiner Kindheit heraus politisiert worden. Er hat sich zeitlebens damit beschäftigt, wie und warum sich Menschen Schlimmes antun können und was sie dagegen machen können. Zivilisition war für ihn etwas sehr Brüchiges. Etwas, das Menschen zu Krüppeln machen kann, die zu normalen -sprich menschlichen- Empfindungen nicht mehr imstande sind.

Wenn nicht ihre Solidarität aufwacht. So eine Notwendigkeit ergab sich für ihn daraus , den angestammten Wald vor der Flughafen AG
zu schützen „Der Wald hat uns beigebracht , weniger egoistisch, sondern füreinander zu handeln“ schrieb er 1980 auf dem ersten Höhepunkt der Startbahnauseinandersetzungen.

Ganz praktisch passierte das durch seine Mitgliedschaft im Kirchenvorstand der evangelischen Kirchengemeinde Walldorf. Der stellte damals seine Räume für das BI-Büro zur Verfügung, welches auch als „Zivilisationsanbindung“ für das neuentstandene Hüttendorf diente.

Ohne politische und wirtschaftliche Unabhängigkeit und ohne Uebernahme sozialer Verantwortung im Gemeinwesen kann Protest nicht mehrheitsfähig werden und Radikalität nicht im positiven Sinn politisch wirksam . Das ist ein Stück Erklärung für das Geheimnis, wie nachhaltiger Widerstand funktioniert.

Was im „praktischen Widerstand“ , was unter anderem im Hüttendorf so passierte, war seine persönliche Sache eher nicht. Sein Sohn Fabian erwähnte auf der Beerdigung, dass der Vater es eher als „Abenteuerspielplatz“ ( oder Soziallabor ?) seines Sohnes und der anderen jungen Leute wahrgenommen hätte. Aber kein Grund, nicht auch einen „Abenteuerspielplatz“ über und über mit Büchern zu füllen, die seinerseits auch auf seine Initiative hin gespendet wurden.

Das Wort -er war Fachmann für Kommunikation, was für den Erfolg einer Bewegung wie der gegen die Startbahn West essentiell von Bedeutung war- fand für ihn seine Steigerung nur noch im geschriebenen Wort. Gut für ihn, im Herbst des Bücherzeitalters mit vielen demokratisch geführten Verlagen und einer lesefreudigen Gesellschaft gelebt zu haben.

Technokratie, gnadenlosem Fortschritt, Bürokratie und so etwas wie „Künstlicher Intelligenz“, welche der Aufrechterhaltung und Legitimation von Machtverhältnissen dienten, misstraute er -obwohl Sozialdemokrat- zutiefst.
Deshalb stand für ihn „Der Kampf um den Wald“ auch mehr als Synonym für den Kampf für eine bessere , menschlichere Gesellschaft.

„Der Wald erzählt uns von den Erinnerungen der Aelteren und soll das Leben und die Zukunft der Jüngeren aufnehmen Er hat seine Geschichte. Es ist die Geschichte der Menschen, die ihn pflanzten, die in ihm Holz schlugen, die Pilze suchten und Bucheckern, die ihre Not mit ihm teilten, die in ihm spazierten und ausruhten, die mit ihm atmeten.“

Für ihn als Kriegsflüchtling, der in Walldorf so etwas wie eine Heimat gefunden hatte, war die Verbundenheit der Bevölkerung mit ihrem Wald, der ihr gerade in Notzeiten wichtig geworden war, sehr nachvollziehbar.
Aber eine Verbundenheit, die nicht in Partikular-Egoismus umschlagen dürfe: „Vielleicht sehen wir ein, dass… Wald für Vieles steht. Dass wir jenen helfen müssen, die keinen Wald mehr haben. Die hungern, kaum mehr atmen können. Vielleicht sehen wir ein, dass wir zuviel haben und darumso viel, nur um noch mehr zu haben, aufs Spiel setzen.

Peter Härtlings Blick ging auf die entstehende Friedens- und Solidaritätsbewegung. Und er las auf einer Lesung im Hüttendorf im Dezember 1980 Sätze, die beinahe prophetisch sind:

„Vielleicht bringt der Wald uns bei, nicht nur ans uns zu denken,sondern, um zu überleben, auch an jene , die jetzt schon ums Ueberleben kämpfen, auf unsere Solidarität angewiesen sind.

Und wenn sie sie nicht bekommen, wie Ertrinkende um sich schlagen werden“.

Grüne haben nix gegen mehr Luftverkehr

Wie ist es mit grüner Parteiideologie vereinbar, dass die Hessengrünen in Regierungsverantwortung ein Billigflugterminal bauen, das in der Planfeststellung einst ausgeschlossen wurde?
Die Antwort: Leider haben die Grünen nicht nur keine Konzepte gegen das klimazerstörende Düsenflugzeug, sie haben -noch schlimmer- offenbar auch nix gegen seine Nutzung in der Zukunft. Wahrscheinlich fliegen sie selbst viel-zu gerne. (mehr…)

Die Mauer soll weg

Nach Informationen des Darmstädter Echo will die Fraport die Betonmauer um die Startbahn West im August durch einen Sicherheits-Stahlzaun ersetzen.
Die Mauer sei marode und genüge auch nicht mehr den aktuellen Anforderungen an die Sicherheit. (mehr…)

Teile des Treburer Walds sind zur Abholzung verkauft

Das Gemeindeparlament von Trebur hat mit 18 zu 11 Stimmen nach kontroverser Debatte dem Verkauf des für den Autobahnanschluss des Terminal 3 benötigten Waldes zugestimmt. Die VerkaufsgegnerInnen aus den Reihen der SPD und der grünen Liste wurden durch eine Mahnwache des BBI unterstützt. (mehr…)

Montagsdemo ruft zum Besuch der Gemeindeversammlung Trebur auf

Auf der letzten Montagsdemo vor den Sommerferien -ab nächsten Montag gibt es Mahnwachen- wurde zum Besuch der Gemeindevertretersitzung in Trebur aufgerufen. Dort können sich AusbaugegnerInnen als ZuschauerInnen ein Bild von der Debatte um den Waldverkauf machen und durch ihre Anwesenheit ein Zeichen setzen. Die Sitzung findet am Mittwoch, 28.6. im Rathaus, Herrngasse 3 statt und beginnt um 19 Uhr. Der geplante Waldverkauf steht unter Punkt 14 als interfraktioneller Punkt auf der Tagesordnung, unter 14.1. findet sich ein Ergänzungsantrag der FWG bezüglich Verkaufs der Ausgleichsflächen.

Treff ist um 18.30 Uhr.

Wessen Brot ich ess…

Am heutigen Samstag findet das bereits traditionelle “ Spalier gegen RuheStörer“ zur Eröffnung des Rheingau-Taunus- Musikfestivals statt. Die Aktion findet dieses Jahr mehr öffentliche Aufmerksamkeit als zuvor: Sie zwingt die Initiatoren des Festivals , sich zu rechtfertigen und zu positionieren. (mehr…)

Waldverkauf droht

Nachdem Fraport das Angebot an die Gemeinde Trebur etwas aufgehübscht hat, könnte es bereits auf der Gemeinderatssitzung am Mittwoch, den 28.6. 2017 , mit dem Waldverkauf ernst werden. Auch Trebur schert aus der Allianz aus, welche die Interessen des Kreises Gross Gerau gegen Finanz, Wirtschaft und die Stadt Frankfurt vertreten hat. Waldverkauf ist gleichbedeutend mit Waldvernichtung – Folgerisiken inklusive, siehe Flörsheim 1980. Und Kelsterbach 2009. Wir sagen: Keinen Wald verramschen für Billigflieger ! Die Region muss gegen die Klimazerstörer stehen wie ein Baum !