Archiv der Kategorie 'Über den Tellerrand'

FFFF vs. AFD – Bericht von Fridays for Future in Friedberg

Der Regen plätschert und durchweicht das Anti- Kohle-Plakat , dessen Beschriftung sich langsam auflöst. Das Megaphon bleibt stumm – „Eben ging es noch- da ist wohl Wasser ins Mikro gelaufen “. Aber heute geht`s auch ohne. Es ist nur der harte Kern der Friedberger Fridays for Future -Bewegung auf den Europaplatz gekommen. Die Schülerinnen und Schüler finden es aber wichtig, Kontinuität zu zeigen – besonders, nachdem der Wetterauer Kreisverband der AFD ihrem Protest die moralische und politische Berechtigung abgesprochen hat. (mehr…)

Gegen Landgrabbing- Bericht von der Demo in Bensheim

Nicht schlecht haben die Leute auf dem Bensheimer Bahnhof gestaunt, als die Regionalbahn nach Heidelberg einlief. Buntes Volk, so etwa 50 Leute, sprang aus den Waggons. Neben Bannern und Fahnen wurde auch ein Bollerwagen mit Blumen und Knollen aus dem Zug gehievt. Nach etwa vier Stunden Zugfahrt waren die Mitglieder der Bürgerinitiative gegen ein Logistikzentrum in Eichenberg -fast- am Ziel angekommen. Unter Rufen wie „Dietz, mach dich vom Acker“ ging es durch die Unterführung auf den Bahnhofsvorplatz. (mehr…)

Neue Waldbesetzung in der Vulkaneifel

In der Nähe von Kaisersesch haben AktivistInnen ein Waldgebiet besetzt und ein Baumhaus errichtet. „Wir sind das Investitionsrisiko“ steht auf einem Banner. Genau so wie in Eichenberg in Nordhessen. Hier ist es kein Ackerland sondern Hochwald, der für den Bau eines „interkommunalen Gewerbegebiets“ des Kreises Cochem-Zell geopfert werden soll. (mehr…)

Demo gegen Flächenfrass in Bensheim

Am Samstag, den 2.3. 2019 findet ab Bahnhof Bensheim an der Bergstrasse um 12 Uhr eine Demonstration gegen den Flächenfrass statt. Betroffene aus Eichenberg in Nordhessen, wo für ein grosses Logistikzentrum wertvolle Ackerfläche vernichtet werden soll, wollen mit der Bahn dorthin anreisen. Bensheim ist Sitz des Projektentwicklers Dietz AG, der mit dem überflüssigen Bau Geldanlagemöglichkeiten sucht. Abfahrt in Frankfurt: 11.06 Uhr auf Gleis 12, Langen 11.15 Uhr, Darmstadt 11.32 Uhr. (mehr…)

Immer noch Menschen in Haft wegen Baggerbesetzung in Brandenburg

Noch immer sitzen drei Menschen in Cottbus in Haft, weil sie als “ UPM/W 1-3″ für die Besetzung im wahrsten Sinne des Wortes „haftbar“ gemacht werden sollen. Ende Gelände hat Statements von ihnen veröffentlicht. Sie erklären dort auch, was ein „UPM“ ist…..

Letzter Nachtrag (27.2.) Vor kurzem hat der Prozess gegen die drei Inhaftierten stattgefunden. Sie wurden zu Gefängnisstrafen um die zwei Monate verurteilt, um – wie das Gericht sagte – von derartigen Aktionen abzuschrecken. Sie sind nicht mehr in Haft, da sie sich entschlossen haben ihre Personalien gemeinsam nach dem Prozess anzugeben. Sie sind in Berufung gegangen.

Reformpädagogisch reisen- ohne Flugzeug

Was heisst es, heutzutage elitär zu reisen ? Es heisst, mit einem alten Regionalzug durch Rumänien zu fahren anstatt den Austrian-Flieger nach Cluj zu nehmen. Es bedeutet, alleine zu reisen, mit 150 Euro pro Woche auszukommen und die Reise unter ein erkenntnisorientiertes Thema zu stellen. Das geht nicht über ein verlängertes Wochenende. Das ist sicher keine Reiseform für Alle. (mehr…)

Grüne Lunge erhalten

Die „Grüne Lunge“ Kampagne möchte die Lebensqualität in Frankfurt erhalten. Einer Riegelbebauung, welche die Frischluftschneisen in die Stadt hinein blockieren würde, möchte sie einen Riegel vorschieben. Am Samstag demonstrierten über 400 Leute im Norden Frankfurts gegen das Bauprojekt Günthersburghöfe. Eine so grosse Demo zu einem städtischen Umweltthema hat es lange nicht mehr gegeben. (mehr…)

Iran: Repressionen gegen UmweltschützerIn

Es ist hochgefährlich, im Iran seinen Protest öffentlich kund zu tun. Das gilt auch dann, wenn dagegen protestiert wird, dass staatliche Gesetze nicht eingehalten werden. Das System der Rechtsordnung in der islamischen Republik Iran führt dazu, dass unter Anklage geraten kann, wer einflussreichen Leuten im Weg steht. Dies gilt selbst für Richter. Sollten Berichte über Proteste ins Ausland gelangen, ist sofort der Vorwurf der Staatsgefährdung und der Spionage zur Hand, was eine Strafverfolgung vom ursprünglichen Vorwurf ablöst und verselbständigt. Über das eigentliche Subjekt wird dann gar nicht mehr verhandelt.
In den vergangenen Jahren hat es auch viele UmweltschützerInnen getroffen. Ein Fall ist die Aktivistin Niloufar Bayani. (mehr…)

Ersatzbestrafung nach Baggerblockade in der Lausitz

Nach der Blockade mehrerer Braunkohlebagger in Tagebauen im Lausitzer Revier sitzen 18 AktivistInnen der Organisation „Ende Gelände“ in Untersuchungshaft. Dies sei bei dem Vorwurf des Hausfriedensbruchs völlig unverhältnismässig, sagen die OrganisatorInnen der Aktionswoche für einen schnellen Kohleausstieg. Für heute, Mittwoch , sind um 18 Uhr Proteste vor der Landesvertretung Brandenburgs in Berlin angekündigt. (mehr…)

Demo gegen geplantes „Innovationsquartier“ im Frankfurter Nordend

Am Samstag, 09.2.2019, findet eine Kundgebung „Bäume statt Beton“ mit Demo und Picknick im Frankfurter Nordend statt. Treffpunkt ist um 12 Uhr am Fünffingerplätzchen in Bornheim-Mitte. Anlass ist der Beginn der Probebohrungen in der Kleingartenanlage östlich der Friedberger Landstrasse, mit denen die Bodenbeschaffenheit zur Bemessung der Stärke der geplanten Hausfundamente untersucht wird. (mehr…)

Feldbesetzung gegen Logistikzentrum bei Kassel

Nahe Eichenberg in Nordhessen will der Immobilienentwickler Dietz AG aus Bensheim ein riesiges Logistikzentrum auf den Acker setzen. Dagegen gibt es regionalen Widerstand. Jetzt wurde bei eisigen Temperaturen ein Dreibein auf dem Gelände aufgebaut, um ein sichtbares Zeichen zu setzen. (mehr…)

Bist Du die Frau/ der Mann die/der freitags nie kann… ?

war mal ein Bonmot aus einem Fanta 4 -Song. Da ging es um zwei Typen, welche dieselbe Frau begehren – die aber am wichtigsten Abend der Woche schon einen Dritten hat. Inzwischen gibt es für den Slogan eine neue, nachhaltigere Bedeutung. Seit Mitte letzten Jahres gibt es eine selbstorganisierte Bewegung (Fridays for Future), von Kindern und Jugendlichen, die freitags die klassische Schule verweigert. Zuerst in Schweden, seit zwei Monaten auch in Deutschland. Es geht aber nicht um Blaumachen sondern eher ums Schlaumachen. Zeit und Freiraum werden genommen, um gemeinsame Klimaschutzaktivitäten durchzuführen. Bisher meist gegen Kohle, aber bald vielleicht auch gegen Kerosin ?

Heathrow-Drohne ruft Polizei und Militär auf den Plan

Nachdem am Dienstag eine Drohnensichtung über dem Flughafen L0ndon-Heathrow zur zeitweiligen Betriebseinstellung und zur Verspätung von etwa 100 Flügen geführt hatte, fand am Mittwoch eine Fahndungsaktion in den Umlandgemeinden statt. Die Vermutung: Militante FlughafenausbaugegnerInnen könnten für den Vorfall verantwortlich sein. Mit Militärtechnologie und einem Schutzschirm zur Drohnenabwehr möchte der Flughafenbetreiber den Betrieb von Sabotagedrohnen künftig verunmöglichen. (mehr…)

Der Blick voraus im Zurück

Es ist für die meisten, die in einer Besetzung gelebt haben, die geräumt wurde, ein schweres Stück Arbeit danach an anderer Stelle weiterzumachen – auf welche Weise auch immer. Das gilt für die Treburer Wald Besetzung und erst recht für den Hambacher Forst. Dort werden diese Erlebnisse , die oft auch traumatisch waren, gegenwärtig thematisiert. Die Welt retten können heisst auch andere retten können und letztlich sich selbst. Zur Diskussion geht es hier, dort und da.…..

Flüchtlingscamp Tijuana

Tijuana ist eine Millionenstadt in Mexico, die direkt an San Diego in Kalifornien/USA grenzt. Sie gilt als die am schnellsten wachsende Stadt des Landes- und als eine der reichsten. Sie besitzt mit dem San Ysidiro Grenzübergang den am meisten frequentierten Grenzübergang Amerikas. Ueber diesen Übergang versuchen die TeilnehmerInnen der „Migrants Caravan“ , die vor Monaten in Honduras aufgebrochen ist, in die USA einzureisen um Asyl zu beantragen – legal, oder zur Not mit Mitteln des zivilen Ungehorsams. (mehr…)

Es ist höchste Zeit für eine Sägepause

Heute wird der Waldzustandsbericht 2018 vom Hessischen Umweltministerium vorgestellt. Dafür gibt es extra einen Pressetermin im Taunus. Vorab wurde informiert, dass der Wald durch Sturmereignisse, Insektenbefall und insbesondere durch die anhaltende Trockenheit enorm gelitten hat. Es ist an der Zeit, dass nicht nur mehr zum Schutz der Waldflächen, sondern insbesondere zum Schutz des Baumbestandes getan wird. Eine Sofortmaßnahme, welche nicht einmal Aktivität, sondern nur den Verzicht auf eben diese erfordert: Der Beschluss, in den Bannwäldern in diesem Winter kein Produktionsholz einzuschlagen. (mehr…)

Schillergärten in Kronberg sind zerstört

In Kronberg gab es auf weniger als einem Hektar direkt am Bahnhof ein wunderschönes Naturgebiet. Es war eine sogenannte Sozialbrache, ein aufgegebener Obstgarten. Jetzt ist alles platt. (mehr…)

Flughafen Braunschweig: Ausbau war überflüssig

Vor knapp zehn Jahren wurde die Startbahn des Braunschweiger Flughafens gegen massive Proteste verlängert, Es wurde wertvoller Wald gerodet und die Landstraße, welche die Nord-Stadtteile mit dem Zentrum verbindet, unterbrochen. Jetzt stellt sich heraus: Die Begründungen, mit denen der Ausbau politisch und juristisch durchgesetzt wurde, sind schon nach wenigen Jahren allesamt hinfällig. (mehr…)

Neue Klimabewegung in Grossbritannien

Auf der Insel hat sich eine neue akademisch ambitionierte Klimakampagne „Rebellion against Extinction“ formiert, die mit Mitteln zivilen Ungehorsams in der Gandhi- Tradition gegen den Klimakollaps kämpfen will. Eine prominente Mitstreiterin ist die „grüne Baronin“ Jenny Jones. Auch von oben (Oberhaus) tut sich was……..

Solidariät mit der Massenaktion Ende Gelände: „Es geht um die Zukunft der jungen Leute“

Im niederrheinischen Tiefland haben am Wochenende bis zu 6500 Menschen an Aktionen zivilen Ungehorsams gegen Umweltzerstörung und für Klimasolidarität teilgenommen. Dabei wurde die Hambach-Kohlebahn zwei Tage durch eine Sitzblockade unterbrochen. Diese wurde im Lauf des Sonntags von der Polizei geräumt. Dabei kam es zu mehreren Hundert Festnahmen. Zahlreiche Strassen- und Schienenverbindungen in der Region waren längere Zeit nicht passierbar. In der Bevölkerung der Region um Düren gab es verbreitet Unmut, die AktivistInnen wurden als Zu- und Abgereiste und Okkupanten verunglimpft. Dagegen wendet sich die Aktivistin Antje Grothus von der Initiative Buirer für Buir in ihrem Statement.