Archiv der Kategorie 'Über den Tellerrand'

Bist Du die Frau/ der Mann die/der freitags nie kann… ?

war mal ein Bonmot aus einem Fanta 4 -Song. Da ging es um zwei Typen, welche dieselbe Frau begehren – die aber am wichtigsten Abend der Woche schon einen Dritten hat. Inzwischen gibt es für den Slogan eine neue, nachhaltigere Bedeutung. Seit Mitte letzten Jahres gibt es eine selbstorganisierte Bewegung (Fridays for Future), von Kindern und Jugendlichen, die freitags die klassische Schule verweigert. Zuerst in Schweden, seit zwei Monaten auch in Deutschland. Es geht aber nicht um Blaumachen sondern eher ums Schlaumachen. Zeit und Freiraum werden genommen, um gemeinsame Klimaschutzaktivitäten durchzuführen. Bisher meist gegen Kohle, aber bald vielleicht auch gegen Kerosin ?

Heathrow-Drohne ruft Polizei und Militär auf den Plan

Nachdem am Dienstag eine Drohnensichtung über dem Flughafen L0ndon-Heathrow zur zeitweiligen Betriebseinstellung und zur Verspätung von etwa 100 Flügen geführt hatte, fand am Mittwoch eine Fahndungsaktion in den Umlandgemeinden statt. Die Vermutung: Militante FlughafenausbaugegnerInnen könnten für den Vorfall verantwortlich sein. Mit Militärtechnologie und einem Schutzschirm zur Drohnenabwehr möchte der Flughafenbetreiber den Betrieb von Sabotagedrohnen künftig verunmöglichen. (mehr…)

Der Blick voraus im Zurück

Es ist für die meisten, die in einer Besetzung gelebt haben, die geräumt wurde, ein schweres Stück Arbeit danach an anderer Stelle weiterzumachen – auf welche Weise auch immer. Das gilt für die Treburer Wald Besetzung und erst recht für den Hambacher Forst. Dort werden diese Erlebnisse , die oft auch traumatisch waren, gegenwärtig thematisiert. Die Welt retten können heisst auch andere retten können und letztlich sich selbst. Zur Diskussion geht es hier, dort und da.…..

Flüchtlingscamp Tijuana

Tijuana ist eine Millionenstadt in Mexico, die direkt an San Diego in Kalifornien/USA grenzt. Sie gilt als die am schnellsten wachsende Stadt des Landes- und als eine der reichsten. Sie besitzt mit dem San Ysidiro Grenzübergang den am meisten frequentierten Grenzübergang Amerikas. Ueber diesen Übergang versuchen die TeilnehmerInnen der „Migrants Caravan“ , die vor Monaten in Honduras aufgebrochen ist, in die USA einzureisen um Asyl zu beantragen – legal, oder zur Not mit Mitteln des zivilen Ungehorsams. (mehr…)

Es ist höchste Zeit für eine Sägepause

Heute wird der Waldzustandsbericht 2018 vom Hessischen Umweltministerium vorgestellt. Dafür gibt es extra einen Pressetermin im Taunus. Vorab wurde informiert, dass der Wald durch Sturmereignisse, Insektenbefall und insbesondere durch die anhaltende Trockenheit enorm gelitten hat. Es ist an der Zeit, dass nicht nur mehr zum Schutz der Waldflächen, sondern insbesondere zum Schutz des Baumbestandes getan wird. Eine Sofortmaßnahme, welche nicht einmal Aktivität, sondern nur den Verzicht auf eben diese erfordert: Der Beschluss, in den Bannwäldern in diesem Winter kein Produktionsholz einzuschlagen. (mehr…)

Schillergärten in Kronberg sind zerstört

In Kronberg gab es auf weniger als einem Hektar direkt am Bahnhof ein wunderschönes Naturgebiet. Es war eine sogenannte Sozialbrache, ein aufgegebener Obstgarten. Jetzt ist alles platt. (mehr…)

Flughafen Braunschweig: Ausbau war überflüssig

Vor knapp zehn Jahren wurde die Startbahn des Braunschweiger Flughafens gegen massive Proteste verlängert, Es wurde wertvoller Wald gerodet und die Landstraße, welche die Nord-Stadtteile mit dem Zentrum verbindet, unterbrochen. Jetzt stellt sich heraus: Die Begründungen, mit denen der Ausbau politisch und juristisch durchgesetzt wurde, sind schon nach wenigen Jahren allesamt hinfällig. (mehr…)

Neue Klimabewegung in Grossbritannien

Auf der Insel hat sich eine neue akademisch ambitionierte Klimakampagne „Rebellion against Extinction“ formiert, die mit Mitteln zivilen Ungehorsams in der Gandhi- Tradition gegen den Klimakollaps kämpfen will. Eine prominente Mitstreiterin ist die „grüne Baronin“ Jenny Jones. Auch von oben (Oberhaus) tut sich was……..

Solidariät mit der Massenaktion Ende Gelände: „Es geht um die Zukunft der jungen Leute“

Im niederrheinischen Tiefland haben am Wochenende bis zu 6500 Menschen an Aktionen zivilen Ungehorsams gegen Umweltzerstörung und für Klimasolidarität teilgenommen. Dabei wurde die Hambach-Kohlebahn zwei Tage durch eine Sitzblockade unterbrochen. Diese wurde im Lauf des Sonntags von der Polizei geräumt. Dabei kam es zu mehreren Hundert Festnahmen. Zahlreiche Strassen- und Schienenverbindungen in der Region waren längere Zeit nicht passierbar. In der Bevölkerung der Region um Düren gab es verbreitet Unmut, die AktivistInnen wurden als Zu- und Abgereiste und Okkupanten verunglimpft. Dagegen wendet sich die Aktivistin Antje Grothus von der Initiative Buirer für Buir in ihrem Statement.

Istanbul 3 -das Monster- geht heute in Betrieb

Heute ist offizieller Betriebsstart für den neuen Istanbuler Grossflughafen. Anlass ist der Wunsch von Präsident Erdogan, ihn am Nationalfeiertag feierlich zu eröffnen. Eigentlich ist der Airport noch gar nicht betriebsbereit, weil die Zuwegungen noch nicht fertig sind. Die Eröffnung muss aber sein, weil nach unter brutalem Zeitdruck durchgepeitschtem Bau eine Verschiebung einen Verlust an Prestige bedeutet hätte. (mehr…)

Soli mit und für Kurt Claßen

Eigentlich gibt es solche persönlichen Unterstützungsaufrufe hier nur höchst selten und ungern, aber (kaum)keine Regel ohne Ausname. Kurt Claßen ist ein Selbständiger aus der Gemeinde Buir unweit dem Tagebau Hambach. Ohne ihn gäbe es die Hambi-Besetzung mit hoher Wahrscheinlichkeit schon lange nicht mehr. Das haben ihm einige Leute, Firmen und Behörden ziemlich übel genommen….. (mehr…)

Hambi-Soli international

Weltweit gibt es Solidaritätsaktionen für den Hambacher Forst. Auch in Istanbul, wo die Initiative zur Erhaltung des Istanbuler Nordwaldes vor dem deutschen Konsulat demonstrierte. Sie gründete sich vor etwa 5 Jahren gegen den Bau des dritten Istanbuler Flughafens, welcher jetzt zum Winterflugplan in Betrieb gehen soll. Die Bauarbeiten wurden unter grossem Zeitdruck durchgezogen und kosteten mehrere Menschenleben. Auch die Istanbuler Initiative hat Unterstützung verdient. Solidarität ist keine Einbahnstrasse, ist nicht nur Start. sondern auch Landebahn…..

Grosseinsatz im Hambacher Forst

Im Hambacher Forst bei Düren hat heute morgen ein Grosseinsatz der Polizei gegen die dortige Waldbesetzung begonnen. Vom Bau- und Innenministerium wurde „grünes Licht“ zur Räumung der Baumhäuser gegeben. Offiziell wird dies mit Verstössen gegen das Baurecht und der Sicherheitsbestimmungen begründet. BewohnerInnen versuchen dagegen zu klagen. Die Waldbesetzung Treburer Forst ist solidarisch mit der Besetzung im Rheinland. „Wir sind gemeinsam Teil der Klimaschutzbewegung von unten“. sagen BewohnerInnen des Camps. „Wir brauchen Symbole des Protests, welche die meist aus den Augen der Oeffentlichkeit gerückte Zerstörung den Menschen vor Augen führt. Und welche Alternativen aufzeigt, das ein Leben möglich ist,welches mehr mit der Natur im Einklang steht.“ (mehr…)

Räumungssaison im Hambi

Noch hat die Rodungssaison nicht begonnen, die Räumungssaison aber sehr wohl. Der Wald steht noch, die Camps auch- allerdings kam es im Hambacher Forst in den letzten zwei Wochen zu ausgedehnten Polizeieinsätzen und zu gefährlichen Situationen. Letzte Woche wurde eine Barrikade mit mehreren Hundertschaften Polizei beseitigt und am Dienstag das Wiesencamp durchsucht und teilgeräumt. Dies geschah auf Antrag der Staatsanwaltschaft. Wichtige Ausrüstung verschwand in den Asservaten. Den Wald erklärte die Polizei zum Gefahrengebiet und untersagte teilweise den Zutritt.21 Menschen kamen in Gewahrsam. 40 Bewohnerinnen des Wiesencamps erhielten zeitlich befristete Platzverweise. BesetzerInnen und UnterstützerInnen sprachen von gezielten Provokationen, welche nur dem Konzern RWE nützten.Ein Vorgeschmack auf eine baldige Räumung ? Der Aachener Polizeipräsident Dirk Weinspach machte eine angebliche Gewaltbereitschaft der Besetzung für die Eskalation verantwortlich. Hintergrund ist, dass der Streit um die Fortsetzung des Tagebaus politisch in die entscheidende Runde geht. (mehr…)

Zu erfolgreich gebetet

Auch in der Schweiz ist es momentan viel zu warm. Eine Geschichte von einem 180 Grad-Wendegelübde , welche die Schweizer Verwandten erzählten, erschien wie erfunden…….Aber sie ist wahr. Es geht dabei um den Aletschgletscher, dem grössten Schweizer Gletscher im Kanton Wallis. Nachzulesen ist die Story hier

Der tiefe Fall von Roland Koch

Der Baukonzern Bilfinger hat auf seiner jüngsten Aufsichtsratssitzung beschlossen, die ehemaligen Vorstandsvorsitzenden Koch und Bodner auf 120 Millionen Euro Schadensersatz zu verklagen. (mehr…)

Polnische Regierung will Zentralflughafen bauen

Nach der Türkei will jetzt auch Polen einen zentralen Monsterflughafen bauen und die Kapazitäten des Luftverkehrs mehr als verdoppeln. 30 Kilometer östlich von Warschau soll auf der grünen Wiese der „CPK“ (Zentraler Flughafen) mit einer Kapazität von 100 Millionen Passagieren pro Jahr entstehen. (mehr…)

Neuer Anlauf für den Ausbau von London-Heathrow

Die britische Regierung hat kürzlich für den Ausbau des Londoner Hauptflughafens votiert. Die Pläne, die u.a. den Bau einer dritten Startbahn vorsehen, werden noch im Juni dem Parlament vorgelegt. Begründet wird die Notwendigkeit der Erweiterung mit den Umständen, die der Brexit schaffen würde. Vor wenigen Jahren war die Begründung noch genau andersherum – man stelle sich der Konkurrenz innerhalb der EU. Aber die Kopfzeile der Begründung ist gleich geblieben: das nationale Interesse. (mehr…)

Friedenslauf Oberndorf-Berlin

In der vierten Maiwoche findet eine Friedensstafette gegen Rüstungsexporte von Oberndorf (Firma Heckler&Koch) nach Berlin (Verteidigungsministerium) statt. Da sich die Thematik von Friedens- und Oekologiebewegung nicht wirklich trennen lässt, ist das auch ein Thema für den Waldblog. (mehr…)

Dreieich: Naturschutz auf den Hund gekommen

In Dreieich ist ein bizarrer Streit um eine Anleinpflicht für Hunde im Aussenbereich während der Brut- und Setzzeit im Gange, der in einem „Showdown“ auf der Stadtverordnetenversammlung am 15.Mai kulmulieren soll. Im Kern geht es um die Frage, ob die persönliche Freiheit und Selbstverwirklichung von Hund und HundehalterIn zugunsten des Schutzes von Widtieren eingeschränkt werden darf.
Das ist sicher kein Kernthema für diesen Blog. Doch wer sich Gedanken darüber macht, warum der Widerstand gegen die Auswirkungen des Flughafenausbaus zur Randerscheinung wird, muss sich damit beschäftigen was die uns fehlenden möglichen Mitstreiterinnen tatsächlich emotional und politisch beschäftigt. (mehr…)