Waldbesetzung http://waldbesetzung.blogsport.de Widerstand gegen den Ausbau des Frankfurter Flughafens Mon, 07 May 2018 14:55:14 +0000 http://wordpress.org/?v=1.5.1.2 en „Wenn ich dazu tanzen kann ist es nicht meine Revolution“ http://waldbesetzung.blogsport.de/2018/05/07/wenn-ich-dazu-tanzen-kann-ist-es-nicht-meine-revolution/ http://waldbesetzung.blogsport.de/2018/05/07/wenn-ich-dazu-tanzen-kann-ist-es-nicht-meine-revolution/#comments Mon, 07 May 2018 14:12:35 +0000 Administrator Allgemein http://waldbesetzung.blogsport.de/2018/05/07/wenn-ich-dazu-tanzen-kann-ist-es-nicht-meine-revolution/ Erster Mai, war da mal was ? Na klar, und da ist auch heute noch was los in Berlin. Von dort berichtet Lowerclassmag, einer der führenden Indie-Blogs auf Blogsport. Hier der Link zu einer sehr lesenswerten Reportage über den 1.Mai rund um den Kotti. Bitte nicht zu viel Frankfurter Schadenfreude – war es hier denn in Relation irgendwann mal besser ?

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Nachhaltig ist nur der Verzicht auf das Terminal 3 http://waldbesetzung.blogsport.de/2018/05/07/nachhaltig-ist-nur-der-verzicht-auf-das-terminal-3/ http://waldbesetzung.blogsport.de/2018/05/07/nachhaltig-ist-nur-der-verzicht-auf-das-terminal-3/#comments Mon, 07 May 2018 11:12:34 +0000 Administrator Allgemein http://waldbesetzung.blogsport.de/2018/05/07/nachhaltig-ist-nur-der-verzicht-auf-das-terminal-3/ Fraport hat vor der Aktionärsversammlung den Geschäftsbericht 2017 vorgelegt. Darin legt sie Klimaziele für das Unternehmen fest. Bis 2030 soll der CO.2 Ausstoss des Unternehmens von 125.000 Tonnen auf 80.000 Tonnen gesenkt werden. Die Bemühungen des Unternehmens in Ehren – den energieneutralen oder gar klimaschützenden Ausbau gibt es nicht. Mit jedem Flieger mehr, den Fraport anlockt, verschlechtert sich die Klimabilanz dramatisch. Fraport ist nicht nur für sein eigenes Geschäft, sondern auch das der Airlines verantwortlich. In der Luft wird die Umwelt CO.2-mässig um bis zu das Hundertfache mehr belastet als durch den Energieeinsatz der Bodeninstallationen. Deshalb ist ein Einfrieren und dann Senken der Zahl der Flugbewegungen unerlässlich- und damit verbunden ein Verzicht auf das Terminal 3.

Fraport macht es in seinem Geschäftsbericht deutlich: Ziel des globalisierten Unternehmens sei die „Globalzufriedenheit“. Man „lebe“ seit zwei Jahren ein neues Leitbild namens „Gute Reise“. Flughäfen sorgten zwar für Faszination, die könne aber auch umschlagen, wenn man andere „nicht-wirtschaftliche“ Aspekte vernachlässige. Dazu gehöre alles rund um den Klimaschutz – nachhaltiges Handeln und eine „verantwortungsvolle Zukunftsgestaltung“ seien angesagt. Man müsse schließlich auch den geänderten gesellschaftlichen Erwartungen der Anliegerinnen und der Stakeholder-und selbst der Kunden- entsprechen. So würde“ Klimaschutz“ hinter dem „Lärmschutz“ und dem absoluten Muss „Sicherheit“ zum strategischen Ziel, direkt beim Vorstandsvorsitzenden angesiedelt.

In der Fraport-Sprache liest sich das so:

„Nachhaltige Entwicklung ist ein fortwährender Prozess, unternehmerischen Handlungsspielraum durch konsequente Einbeziehung nicht wirtschaftlicher Aspekte in Managementprozessen zu sichern“

Fraport rühmt sich, die Klimaschutzziele mit konkreten Massnahmen umzusetzen und ein entsprechendes Monitoring aufzubauen. Da kann man aber nur von einer gespaltenen Identität sprechen.
Das Einsparpotential beim Eigenverbrauch von Energie durch mehr Energieeffizienz beim Betreiber ist minimal gegenüber dem Einsparpotential seiner Nutzer , den kerosinkonsumierenden Airlines.
Das ist ein bisschen so, als hätte man früher den Kohleverbrauch im Ofen der Bahnhofswartehalle verringert, nicht aber den Kohleverbrauch der Dampflokomotiven, und das als grossen Erfolg verkauft.
Im ersten Halbjahr 2017 wurde in der BRD 7,9 Prozent mehr Kerosin vertankt als im Vorjahr. Der Energieverbrauch im Verkehrssektor erhöhte sich anstatt zu sinken . Die CO.2 Bilanz ergab 2 Millionen Tonnen mehr als 1990. So ist es zu einem guten Teil der Verkehrssektor, welcher das allgemeine Klimaschutzziel – 40 Prozent weniger CO.2 Ausstoss im Jahr 2020 gegen über 30 Jahren vorher- Makulatur werden lässt.

Die Flugzeuge, die in Frankfurt starten und landen, verteilen jährlich weit über 10 Millionen Tonnen CO.2 rund um den Globus, etwa ein Zehntel davon im unmittelbaren Flughafenbereich und in einer Höhe unter 900 feet.
Rechnen wir dem Flughafen mal die Hälfte davon an, kommen wir über 5 Millionen Tonnen CO.2 generiert in Frankfurt. Wer wirklich CO.2 einsparen will, muss bei den Flugbewegungen ansetzen, nicht bei dem Dieselschlepper im Vorfeld.

Deshalb hatten wir ein Waldcamp, wie es jetzt im Treburer Wald existiert, noch nie so nötig wie heute.
Kommt raus und unterstützt den Kampf gegen das Terminal 3 !

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Friedenslauf Oberndorf-Berlin http://waldbesetzung.blogsport.de/2018/05/07/friedenslauf-oberndorf-berlin/ http://waldbesetzung.blogsport.de/2018/05/07/friedenslauf-oberndorf-berlin/#comments Mon, 07 May 2018 09:43:35 +0000 Administrator Allgemein Über den Tellerrand http://waldbesetzung.blogsport.de/2018/05/07/friedenslauf-oberndorf-berlin/ In der vierten Maiwoche findet eine Friedensstafette gegen Rüstungsexporte von Oberndorf (Firma Heckler&Koch) nach Berlin (Verteidigungsministerium) statt. Da sich die Thematik von Friedens- und Oekologiebewegung nicht wirklich trennen lässt, ist das auch ein Thema für den Waldblog.

Positiv an der Aktion, die massgeblich von der Deutschen Friedensgesellschaft getragen wird, ist die Einbeziehung lokaler Gruppen und Politikerinnen auf den zahlreichen Zwischenstopps. In der Rhein-Main Region ist die Staffel am Freitag, 24.5 und am Samstag den 25.5. zu Gast.

Von Darmstadt kommend, ist um 16 Uhr Station in Langen an der alten B 3 vor der Stadtkirche.Neben Redebeiträgen u.a. vom Bürgermeister gibt es auch musikalische Begleitung durch das Duo Stereo Coffee. Weiter geht es über Neu-Isenburg (ab 17 Uhr) nach Frankfurt (Paulskirche), wo abends ab 19 Uhr eine Kundgebung stattfindet. Weitere Infos hier.

Gegenwärtig erleben wir eine neue Rüstungsspirale. Die politischen und wirtschaftlichen Spannungen drohen zunehmend wieder mit militärischen Optionen ausgetragen zu werden. Das alles angeheizt durch verschlechterte Rahmenbedingen, etwa durch den Klimawandel.

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Dreieich: Naturschutz auf den Hund gekommen http://waldbesetzung.blogsport.de/2018/04/28/dreieich-naturschutz-auf-den-hud-gekommen/ http://waldbesetzung.blogsport.de/2018/04/28/dreieich-naturschutz-auf-den-hud-gekommen/#comments Sat, 28 Apr 2018 09:36:49 +0000 Administrator Über den Tellerrand http://waldbesetzung.blogsport.de/2018/04/28/dreieich-naturschutz-auf-den-hud-gekommen/ In Dreieich ist ein bizarrer Streit um eine Anleinpflicht für Hunde im Aussenbereich während der Brut- und Setzzeit im Gange, der in einem „Showdown“ auf der Stadtverordnetenversammlung am 15.Mai kulmulieren soll. Im Kern geht es um die Frage, ob die persönliche Freiheit und Selbstverwirklichung von Hund und HundehalterIn zugunsten des Schutzes von Widtieren eingeschränkt werden darf.
Das ist sicher kein Kernthema für diesen Blog. Doch wer sich Gedanken darüber macht, warum der Widerstand gegen die Auswirkungen des Flughafenausbaus zur Randerscheinung wird, muss sich damit beschäftigen was die uns fehlenden möglichen Mitstreiterinnen tatsächlich emotional und politisch beschäftigt.

Zur Geschichte des Streits: Vor längerer Zeit gab es einen Vorstoss des Bürgermeister Dieter Zimmer für eine saisonale Anleinpflicht für Hunde im Aussenbereich. Ursache waren mehrere Vorfälle, wo frei laufende Hunde Rehe zu Tode hetzten. Nach Protesten von HundhalterInnen zog er die Initiative zurück. Darüber ärgerten sich die Grünen und brachten den Antrag nun im Ausschuss für Bau und Umwelt neu ein, begleitet von der wütenden Opposition von 20 HundehalterInnen. Die Meinungen sind quer durch die Fraktionen geteilt. Der Antrag kam mit knapper Mehrheit durch den Ausschuss, er steht auf der Tagesordnung der nächsten Stadtverordnetenversammlung – „Showdown ist am 15.Mai“, schrieb eine Lokalzeitung.

In der Offenbach-Post erschienen Artikel zum Verlauf des Streits und der Ausschusssitzung am 25.April. Die Tierschutzvereine drohen mit einer Klage , falls eine Verordnung in Kraft gesetzt wird.

Seit vielen Jahren spitzt sich der Widerspruch zwischen der Einstellung und dem tatsächlichen Handeln vieler Menschen zu. Das kennt Jede/r ja ein Stück bei sich selbst. So wird das Flugzeug bestiegen, um an Reiseziele mit möglichst spektakulärer und intakter Natur zu kommen. Billigflug wird abgelehnt, aber praktiziert. Eigeninteresse wird absolut gesetzt. Staatliche Eingriffe zur Regulierung werden als Eingriff in die persönliche Freiheit abgelehnt, die faktischen Folgen eines Handlungsverzichts für die persönliche und allgemeine Freiheit aber ausgeblendet .Das gilt besonders für die Ursachen und Folgen des Klimawandels.

In Dreieich stehen die Umweltschützerinnen, die die besondere Schutzbedürftigkeit der Wildtiere betonen, in der Defensive. Es sind diesselben, welche sich auch gegen Kiesabbau und Flughafenausbau eingesetzt haben. Dafür ist jetzt kaum noch Raum und Zeit.
Die Verdichtung der Besiedlung des Rhein Main Gebietes hat dazu geführt, dass ein enormer Druck auf die letzten naturnahen Flächen entstanden ist. HundebesitzerInnen wollen raus in die Natur und Freiheit erleben. Kaputtmacher sind immer nur die anderen. Am meisten aber die, welche sie in ihrer Freiheit vermeintlich einschränken wollen. Wer seinen Hund liebt, sollte aber dafür sorgen , dass es auch noch morgen Natur gibt.

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Solidarität mit der ZAD bei Nantes http://waldbesetzung.blogsport.de/2018/04/28/solidaritaet-mit-der-zad-bei-nantes/ http://waldbesetzung.blogsport.de/2018/04/28/solidaritaet-mit-der-zad-bei-nantes/#comments Sat, 28 Apr 2018 08:32:36 +0000 Administrator Aktionen http://waldbesetzung.blogsport.de/2018/04/28/solidaritaet-mit-der-zad-bei-nantes/ Bei Notre Dame des Landes gehen die Auseinandersetzungen um den Weiterbestand der ZAD weiter. Die (meisten) Bewohnerinnen setzen sich in der jetzigen Phase für Verhandlungen auf Augenhöhe statt fortgesetzter Polizeirepression ein. Das Waldcamp im Treburer Wald unterstützt die Forderungen zum Weiterbestand der ZAD. Es wurden zahlreiche Banner -auch an der neuen Rundhütte- aufgehängt. „Gegen den Flughafen und seine Welt“ diese Forderung ist überall auf der Erde aktuell. Dort, wo sowohl gegen Flughafenausbau als auch gegen dessen wirtschaftliche und politische Logik gekämpft wird. Überall, wo Wachstum des Luftverkehrs mit Kapitalwachstum, Bereicherung Einzelner und Wachstum der Umweltzerstörung einhergeht. Aktuelle Infos hier.

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In eigener Sache http://waldbesetzung.blogsport.de/2018/04/18/in-eigener-sache/ http://waldbesetzung.blogsport.de/2018/04/18/in-eigener-sache/#comments Wed, 18 Apr 2018 20:34:26 +0000 Administrator Allgemein http://waldbesetzung.blogsport.de/2018/04/18/in-eigener-sache/ Beiträge die nicht auf diesem Blog erscheinen, aber für sich in Anspruch nehmen, von in den letzten Jahren hier tätigen Autor*innen zu stammen, sind nur dann authentisch, wenn sie hier erstveröffentlicht oder verlinkt werden. Außerdem halten alle hier Schreibenden einen solidarischen Umgangston innerhalb gemeinsamer sozialer Bewegungen für unbedingt notwendig.

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Stadtparlament Kronberg beschliesst Zerstörung der Schillergärten http://waldbesetzung.blogsport.de/2018/04/13/stadtparlament-kronberg-beschliesst-zerstoerung-der-schillergaerten/ http://waldbesetzung.blogsport.de/2018/04/13/stadtparlament-kronberg-beschliesst-zerstoerung-der-schillergaerten/#comments Fri, 13 Apr 2018 09:32:11 +0000 Administrator Über den Tellerrand http://waldbesetzung.blogsport.de/2018/04/13/stadtparlament-kronberg-beschliesst-zerstoerung-der-schillergaerten/

Nach dem Willen der Mehrheit der Stadtverordnetenversammlung Kronberg sollen die Schillergärten – eine einzigartige, verwaldete Streuobstwiese mitten in der Stadt – einer verdichtenden Bebauung weichen. Dagegen gibt es massiven Widerstand.


Auf dem etwa 6000 Quadratmeter grossen Gelände oberhalb des Bahnhofes möchte der Investor Wilma sechs „Stadtvillen“ mit Tiefgaragen und 39 Wohneinheiten errichten
Seit den 60er Jahren sind die Schillergärten für eine Bebauung vorgemerkt – aber dazu kam es bislang nie. So wurde das Privatgelände , das seit Jahren nicht mehr bewirtschaftet wird, zu einem Rückzugsort für Pflanzen und Tiere, wie er ringsum nicht mehr zu finden ist. Bisheriger Eigentümer ist eine Stiftung.

Leider gab es kaum Initiativen, das Gelände in seinem gegenwärtigen Bestand zu sichern. Der Widerstand aus den Reihen der Nachbarinnen und der Wählergemeinschaft „Kronberg für die Bürger“ richtet sich vor allem dagegen, dass hier auf stadtbildzerstörende und nachbarschaftsschädigende Weise gebaut werden soll. Alternativ schlägt man eine weniger dichte Einfamilienhausbebauung vor, welche keine Vollausschachtung benötigt.

Auf der Stadtverordnetenversammlung prallten die Befürworterinnen und Gegnerinnen der „Brutalverdichtung“ aufeinander. Es gab grosses ZuschauerInneninteresse, es wurde laut. Von den Parteien wurde sich gegenseitig vorgeworfen, man wolle den Charakter Kronbergs zerstören respektive, man wolle die Entwicklung der Stadt ausbremsen.

Es gibt einen Deal zwischen den Mehrheitsfraktionen CDU und SPD, sowohl hochpreisige Wohnungen auf den Schillergärten als auch preiswerte Wohnungen auf dem alten Güterbahnhofsareal zu errichten.

Eigentlich sinnvoll wäre ein Bauverbot für das Areal aus Gründen des Naturschutzes. Den Grunderwerb ist müsste aber die öffentliche Hand übernehmen – oder ein Mäzen, welche(r) Sinn für Natur hat.

Der ökologische Wert des Geländes hängt eng damit zusammen, dass es den Blicken und der Nutzung durch die Öffentlichkeit oder Private entzogen ist. Für ein Gelände in der Stadt Geld auszugeben, damit es möglichst wenig betreten wird, dafür lässt sich allerdings schwer Werbung machen. Hier helfen nur naturschutzrechtliche Vorgaben.

Horrende Grundstückspreise bedrohen die letzten extensiv genutzten Flächen.

Fakt ist aber, dass die Nachverdichtung die Biodiversität in den Städten nachhaltig beeinträchtigt.

Hilflose Versuche, die Randstreifen von Hauptstrassen zu „Naturwiesen“ zu erklären, lösen das Problem nicht.
Das Problem etwas entschärfen würde nur eine völlig andere Bauweise der Häuser mit Dachgärten – aber wohin dann mit den Solaranlagen ? Und wie soll das Ganze in Trockenzeiten umweltfreundlich bewässert werden ?

Um die Schillergärten, deren Schicksal besiegelt sein dürfte, ist es sehr, sehr schade.

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Nächste Montagsdemo thematisiert Räumung der ZAD bei Nantes http://waldbesetzung.blogsport.de/2018/04/13/naechste-montagsdemo-thematisiert-raeumung-der-zad-bei-nantes/ http://waldbesetzung.blogsport.de/2018/04/13/naechste-montagsdemo-thematisiert-raeumung-der-zad-bei-nantes/#comments Fri, 13 Apr 2018 08:57:21 +0000 Administrator Repression Über den Tellerrand http://waldbesetzung.blogsport.de/2018/04/13/naechste-montagsdemo-thematisiert-raeumung-der-zad-bei-nantes/ Vermittelt über Robin Wood, welche Mitglied im Bündnis Bürgerinitiativen ist, wird am Montag, den 16.4. eine Aktivistin über die aktuelle Situation um die ZAD auf der Montagsdemo berichten.

Obwohl bereits etwa 80 Hütten, Häuser und Türme zerstört und 30 Barrikaden geräumt sind, halten immer noch bis zu 150 Bewohnerinnen dem Polizeieinsatz stand und weigern sich, die ZAD zu verlassen.
Präsident Macron erklärte, „hier werde geräumt, was geräumt werden sollte“. Unterdessen fordern einige Politikerinnen eine Aussetzung der Räumung.
Die Auseinandersetzungen haben an Härte zugenommen. Für das Wochenende werden neuerliche Demonstrationen auf dem 1600 Hektar grossen Gelände erwartet.
Aufs Erste geräumt sind inzwischen auch die meisten Waldcamps der ZAD.

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Ein erster Zaun ums Waldcamp…. http://waldbesetzung.blogsport.de/2018/04/13/ein-erster-zaun-ums-waldcamp/ http://waldbesetzung.blogsport.de/2018/04/13/ein-erster-zaun-ums-waldcamp/#comments Fri, 13 Apr 2018 08:37:32 +0000 Administrator Aktionen http://waldbesetzung.blogsport.de/2018/04/13/ein-erster-zaun-ums-waldcamp/

Noch ist es „nur“ ein Krötenzaun, den Arbeiter am Mittwoch um die von Fraport anvisierten 4,5 Hektar – und damit auch um das Waldcamp- gezogen haben. Warten wir ab, ob etwas passiert, wenn Fraport in den Besitz des Geländes kommt.

Die Stimmung im Camp ist momentan recht gut. Künftig wird es auch Gästen möglich sein, in einer neuen Hütte zu übernachten. Sie befindet sich gerade im Innenausbau.

Letzte Woche bekam das Camp Besuch von zwei Beamtinnen der Autobahnpolizei. Ihre erste Frage war , wie lange wir schon hier wären – sie hätten das Camp gerade beim Vorbeifahren entdeckt…..
Wir konnten ihnen versichern, dass die Polizei schon sattsam und umfassend -auch aus der Luft- über das Camp informiert sei.
Aber offenbar nicht die Autobahnpolizei…
Offenbar haben wir mit dem Camp weiterhin ein Bekanntheitsdefizit.
Da hilft nur beharrliche Öffentlichkeitsarbeit. Demnächst soll es einen Beitrag über das Camp auf dem Frankfurter Radio X geben.

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Räumung der ZAD bei Nantes http://waldbesetzung.blogsport.de/2018/04/11/raeumung-der-zad-bei-nantes/ http://waldbesetzung.blogsport.de/2018/04/11/raeumung-der-zad-bei-nantes/#comments Wed, 11 Apr 2018 09:55:24 +0000 Administrator Über den Tellerrand http://waldbesetzung.blogsport.de/2018/04/11/raeumung-der-zad-bei-nantes/ Nach Ablauf eines Ultimatums, das autonome Territorium nahe Nantes zu verlassen, hat die französische Bereitschaftspolizei Anfang der Woche mit 2500 Mann begonnen, einzelne Höfe, die sie als „besonders radikal“ einschätzt, nach und nach zu räumen. Es kam zu bürgerkriegsähnlichen Situationen, die Zerstörungen halten an. Es gibt Solidaritätsaktionen in ganz Frankreich und darüber hinaus. Die Räumung der ZAD, die sich auch dem Frankfurter Flughafenwiderstand verbunden fühlt, könnte auch Thema auf der nächsten Montagsdemo werden.
Es existiert ein Appell der Bewohnerinnen der ZAD zur Solidarität.

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Trebur bestätigt Waldverkauf an Fraport http://waldbesetzung.blogsport.de/2018/04/11/trebur-bestaetigt-waldverkauf-an-fraport/ http://waldbesetzung.blogsport.de/2018/04/11/trebur-bestaetigt-waldverkauf-an-fraport/#comments Wed, 11 Apr 2018 08:04:37 +0000 Administrator Flughafen & Region http://waldbesetzung.blogsport.de/2018/04/11/trebur-bestaetigt-waldverkauf-an-fraport/ Die Gemeinde Trebur hat sich mit der Fraport über den Verkauf der für den Autobahnanschluss benötigten 4,5 Hektar Wald geeinigt. Dort befindet sich auch das Waldcamp. Der Kaufpreis soll etwa das Doppelte der ursprünglich gebotenen Summe betragen. Die von Fraport ebenfalls angefragte angrenzende Wald-Ausgleichsfläche wird vorerst nicht verkauft.

Treburs Bürgermeister Carsten Sittmann (CDU) lobte die Entscheidung als „aus kommunalpolitischer Sicht vernünftig“. Kritik gab es aus dem Landratsamt. Man habe hier ohne Not die regionale Interessengemeinschaft gegen die Expansion des Flughafens verlassen. Wenigstens ein symbolischer Widerstand sei möglich gewesen – und damit auch eine bessere Unterstützung der Anliegen des Waldcamps.

Im zur FNP gehörenden Rüsselsheimer Echo erschien ein aktueller Artikel zum Thema.

In dieser Situation benötigt das Waldcamp weitere Unterstützung. Besucherinnen und Mitstreiterinnen sind -nicht nur an den Sonntagnachmittagen- sehr willkommen !

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AFD Parteitag in Flörsheim http://waldbesetzung.blogsport.de/2018/04/09/afd-parteitag-in-floersheim/ http://waldbesetzung.blogsport.de/2018/04/09/afd-parteitag-in-floersheim/#comments Mon, 09 Apr 2018 10:03:55 +0000 Administrator Aktionen Flughafen & Region http://waldbesetzung.blogsport.de/2018/04/09/afd-parteitag-in-floersheim/ Für Samstag, den 14.4. plant die hessische AFD ihren Landesparteitag in der Stadthalle von Flörsheim. Für die rechtspopulistische Partei geht es darum, nach den Landtagswahlen drittstärkste Kraft in Hessen zu werden und die Machtverhältnisse tendenziell nach rechts zu verschieben.

Das die Signale dafür in Flörsheim gesetzt werden sollen, ist sicher kein reiner Zufall. Flörsheim ist eine Kommune, in der die Widersprüche der Globalisierung besonders ausgeprägt sind. Nicht nur der Flughafen als (zunehmend wichtigster und dabei immer prekärerer) Arbeitgeber und die extreme Fluglärmbelastung sind hier zu nennen – auch die bürgerschaftlichen Mahnwachen gegen die Erdogan-Politik und ein traditionell recht auskömmliches multikulturelles Mit- und Nebeneinander.

Ein Erstarken der AFD würde zu einem Anheizen der gesellschaftlichen Konflikte und zu weiterer Polarisierung führen – bei einer Durchdringung und Instrumentalisierung staatlicher Institutionen durch die Rechte. Die Freiräume für soziale herrschaftskritische Bewegungen würden weiter beschnitten. Und der Kampf gegen die wirklichen Ursachen der sozialen Probleme noch schwieriger.

Das Aktionsbündnis „MTK gegen rechts“, welches vor allem von Jugendlichen getragen wird, wird auch vom AKU Wiesbaden unterstützt.

Die Gegenkundgebung beginnt am Samstag um 9 Uhr früh an der Stadthalle in Flörsheim.

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Ein grosses Dankeschön… http://waldbesetzung.blogsport.de/2018/03/28/ein-grosses-dankeschoen/ http://waldbesetzung.blogsport.de/2018/03/28/ein-grosses-dankeschoen/#comments Wed, 28 Mar 2018 09:25:16 +0000 Administrator Aktionen http://waldbesetzung.blogsport.de/2018/03/28/ein-grosses-dankeschoen/ an die Vielen, die zum Gelingen des „Unplugged“ Info-Konzerts im Treburer Forst beigetragen haben. Mit im guten Sinne bodenständiger Musik wurde ein symbolträchtger Ort bespielt. „Humus-Blues“ in einem öffentlich zugänglichen Wald. Einem Ort, dem kurzfristig die Einzäunung und dann die Fällung für private und zudem auch schädliche Interessen droht.

Auch der Termin hat gepasst. Das Konzert fällt genau auf einen Zeitpunkt, an dem die Fraport eine PR-Kampagne für die Nützlichkeit ihres geplanten Terminal Drei führt. Von „Europas modernstem Terminal“ ist die Rede, mit dem die „drangvolle Enge“ in den bestehenden Anlagen beseitigt werden soll. Nun- wir leiden nicht mit Dir, sondern an Dir, Fraport. Gegen drangvolle Enge hilft eine Eindämmung des Luftverkehrswachstums -gerade des Sonder- und Saisonverkehrs zu Ferienbeginn. Sollen wir für solche Verkehrsspitzen zum Billigtarif noch mehr Terrain opfern ?

Vielleicht wird die „drangvolle Enge“ auch dann besser, wenn Fraport an den Gates mehr Personal und für das auch mehr Entgelt bereitstellen würde. Auch an einer Automatenabfertigung, für welche die Gates am T 3 massgechneidert werden sollen („modernstes Terminal“), haben wir kein Interesse.

Im Hamburger und auch im Frankfurter Hauptbahnhof ist es derzeit deutlich enger, liebe Fraport.

Ziel der Besetzung des Waldes bleibt die kompromisslose Ablehnung und die Verhinderung von Terminal Drei. Bereits jetzt – nach einem Quartal- hat „Deutschland“ (und was darunter subsumiert wird) die gesamte nach den Pariser Klimazielen zulässige CO.2-Menge produziert. Und dies eine Woche schneller als im letzten Jahr.

Im Terminal- auf dem Gelände der Fraport- lässt sich besonders gut gegen Lärm demonstrieren. In unserem Wald heisst es direkt Flagge zeigen gegen die Zurichtung der Region und der Umwelt. Hier können viele verschiedene Initiativen zusammenkommen und sich austauschen.Deshalb brauchen wir Veranstaltungen wie die vom Sonntag an Orten wie dem Waldcamp.

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Vorbereitungen für das Konzert im Waldcamp laufen http://waldbesetzung.blogsport.de/2018/03/24/vorbereitungen-fuer-das-konzert-im-waldcamp-laufen/ http://waldbesetzung.blogsport.de/2018/03/24/vorbereitungen-fuer-das-konzert-im-waldcamp-laufen/#comments Fri, 23 Mar 2018 23:13:03 +0000 Administrator Allgemein Aktionen http://waldbesetzung.blogsport.de/2018/03/24/vorbereitungen-fuer-das-konzert-im-waldcamp-laufen/ Im Waldcamp wird an einer Bühne für das Unplugged-Konzert am Sonntag gearbeitet. Angesichts der vorhergesagten milderen Temperaturen wird auch für Bänke und Tische gesorgt sein. Das Camp ist von Walldorf und Zeppelinheim aus gut zu erreichen.

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Rodungssaison verlängert http://waldbesetzung.blogsport.de/2018/03/24/rodungssaison-verlaengert/ http://waldbesetzung.blogsport.de/2018/03/24/rodungssaison-verlaengert/#comments Fri, 23 Mar 2018 23:09:24 +0000 Administrator Allgemein http://waldbesetzung.blogsport.de/2018/03/24/rodungssaison-verlaengert/ Auch in der letzten Woche wurden -etwa im Forst Zeppelinheim- noch massiv Bäume gefällt. Privatleute dürften das nicht, wohl aber Hessenforst. Die haben sich über das Regierungspräsidium bzw. Umweltministerium eine Verlängerung der Fällerlaubnis bis Ende März geholt. Gerade jetzt, wo höhere Temperaturen einen Wachstumsschub in der Natur auslösen dürften, wären weitere Fällungen absolut umweltschädlich.

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2018: Mehr Flugbewegungen – Mehr Widerstand? http://waldbesetzung.blogsport.de/2018/03/20/2018-mehr-flugbewegungen-mehr-widerstand/ http://waldbesetzung.blogsport.de/2018/03/20/2018-mehr-flugbewegungen-mehr-widerstand/#comments Tue, 20 Mar 2018 19:33:17 +0000 Administrator Texte & Analysen http://waldbesetzung.blogsport.de/2018/03/20/2018-mehr-flugbewegungen-mehr-widerstand/ Letzte Woche gab die Fraport bekannt, für dieses Jahr von satten 9% mehr Flugbewegungen für 2018 auszugehen. Das ist ein Paukenschlag. (So auch die FNP und die BI Raunheim.) Denn seit der Eröffnung der NordWest-Landebahn 2011 sind die Flugbewegungen Jahr für Jahr gesunken und erstmals im letzten Jahr leicht gestiegen. Dabei sind die Passagierzahlen in diesem Zeitraum deutlich gestiegen. Da aber immer größere Flugzeuge eingesetzt wurden, ging da auch ohne mehr Flieger. Es gibt Anzeichen, dass dieser Trend zu Ende gehen könnte. So ist der Flugzeugbauer airbus im Begriff, tausende Stellen in mehreren europäischen Ländern abzubauen – weil sich das Großraumflugzeug A380 nicht wie erwartet verkauft. In Frankfurt kommt der steigende Anteil an Billigfliegern hinzu, die eher kleine Maschinen einsetzen. Das Schulte jetzt dementiert, dass es sich bei dem Anstieg um einen langfristigen Trend handelt, war absehbar. Ob er recht behält, bleibt abzuwarten.

Für die Ausbaugegner*innen kommt diese Nachricht zu einem ungünstigen Zeitpunkt. Denn aus dem bisher Geschrieben folgt: Der 2011 einsetzende Protestzyklus um die Montagsdemos war im Kern eine Reaktion auf die Verlagerung von Fluglärm – und nicht auf eine Ausweitung des Flugbetriebs. Wäre diese Entwicklung in den ersten Jahren nach der Inbetriebnahme der Landebahn eingetreten, als Woche für Woche vierstellige Teilnehmer*innenzahlen verzeichnet wurden und dutzende BIs aktiv waren, hätte sie vielleicht eine neue Dynamik und Qualität der Proteste entfachen können. Doch das ist ausgeblieben. Die Montagsdemos haben bis heute ihre Bedeutung und Wichtigkeit, sind aber erkennbar auf dem absteigenden Ast. So können teilweise kaum noch 200 Menschen mobilisiert werden, auch die Suche nach Redebeiträgen gestaltet sich zunehmend zäh. Im ungünstigsten Fall fallen also der Anfang eines neuen Wachstums der Flugbewegungen und das Ende der derzeitigen, bürgerlich geprägten Proteste der älteren Generationen zusammen.

Umso wichtiger wird dadurch die Besetzung im Treburer Oberwald! Denn mit dem Passagierwachstum wächst für Fraport auch die Dringlichkeit des 3. Terminals. Und mit den steigenden Flugbewegungen und auch der Hessenwahl im Herbst wird sich die Diskussion um den Flughafen wieder einmal verschärfen. Der Protest und Widerstand wird dann seine Orte und Symbole brauchen. Falls wir wirklich ein länger anhaltendes Wachstum der Flugbewegungen erleben, kommt es jetzt darauf an, eine Kontinuität der Strukturen hinter Protest und Widerstand zu wahren und das Handeln der Fraport möglichst effektiv zu skandalisieren (z.B. durch Räumungsbilder). In der nicht ganz unbegründeten Hoffnung, dass dann eine neue Protest- und Widerstandsbewegung entsteht, die zu mehr in der Lage sein wird.

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Waldfest am Sonntag, den 25.3. http://waldbesetzung.blogsport.de/2018/03/19/waldfest-am-sonntag-den-25-3/ http://waldbesetzung.blogsport.de/2018/03/19/waldfest-am-sonntag-den-25-3/#comments Sun, 18 Mar 2018 23:49:23 +0000 Administrator Aktionen http://waldbesetzung.blogsport.de/2018/03/19/waldfest-am-sonntag-den-25-3/ Inzwischen gibt es eine grosse Anzahl Organisationen und Bürgerinitiativen, die das Unplugged-Fest und damit den Widerstand im Wald gegen das Terminal 3 unterstützen. Los geht es um 14 Uhr, mit der Musik wohl ein wenig später. Aber es gibt auch Raum zur Information, zu Baumanmal-Aktionen und zur Stärkung an der veganen Kuchentheke. Parkplätze sind recht knapp, eventuell in Zeppelinheim West oder Walldorf Nord parken, oder gleich mit der Bahn oder dem Bike kommen.

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Warum es immer noch kein Imagevideo vom Waldcamp gibt… http://waldbesetzung.blogsport.de/2018/03/19/warum-es-immer-noch-kein-imagevideo-vom-waldcamp-gibt/ http://waldbesetzung.blogsport.de/2018/03/19/warum-es-immer-noch-kein-imagevideo-vom-waldcamp-gibt/#comments Sun, 18 Mar 2018 23:42:11 +0000 Administrator Aktionen http://waldbesetzung.blogsport.de/2018/03/19/warum-es-immer-noch-kein-imagevideo-vom-waldcamp-gibt/

Heutzutage steht alles auf You Tube, und sei es ein pummeliger Labrador, der einen Grill plündert. Und fast alle stehen drauf. Hauptsache es ist schräg, “ Quality follows number of Klicks“. Das wollen und können wir doch auch, wenn es der guten Sache dient… So ein tolles Video, das alle rumerzählen, linken, liken und glotzen. Nach einem ersten Versuch im Februar gab es diesen Sonntag nun den zweite Anlauf zur Produktion. Ein Dreh war organisiert und vorbereitet, die ProtagonistInnen zur Stelle.Es wurde aber wieder nichts. Warum, erfahrt Ihr in diesem Beitrag….

Ein gutes Video braucht eine zündende Idee und einen rasanten Script. Das war schnell zusammen geschustert: Hauptrolle sollte der sogenannte „traurige Baum“ spielen. Das ist ein Pappkamerad, den jemand bespielen und sich auf den Kopf setzen muss. Aus dem Langener Wald durch die Sehring-Rodung entwurzelt und vertrieben, hat der Baum davon gehört, dass es im Treburer Wald Baumhäuser, also Häuser für Bäume anstatt für Menschen, gibt.
Da will er hin, nur um zu erfahren dass hier die Bäume genauso bedroht sind wie beim Sehring, aber eben durch den Flughafen. Die Waldleute erklären ihm die Zusammenhänge und zeigen ihm das Camp. Er findet das alles nach anfänglicher Skepsis ganz toll. Am Ende geht er mit einer Seilwinde in die Luft, hoch auf einen „richtigen“ Baumkollegen.

Nun, soweit die Idee. Ausgerechnet unmittelbar vor der geplanten Aufnahme musste es so viel Schnee geben wie den ganzen Winter nicht, und irgendwie hatte niemand wirklich Lust auf den Dreh. Die Stimmung war eingefroren und wirkte kreativitätshemmend. Keine(r) wollte mehr als 80 Zentimeter von der Feuertonne weg.
Auch der „traurige Baum“ machte es nicht besser. Das Objekt erwies sich unterkühlt und noch miesepetriger als „Bernd das Brot“. Das ging schon an der besagten Feuertonne los- („werden hier meinesgleichen verheizt‘? ) – Auch mit der Vorstellung der veganen Ernährung konnte nicht gepunktet werden („Baum braucht nicht mehr als Sonne, Wasser, Spurenelemente und Mineralien“)

Darauf frass der traurige Baum -so im Script nicht vorgesehen- demonstrativ Schnee.

„Hallo gehts noch, mit so viel Fundamentalopposition kommen wir nicht zusammen“. meinte ein Besetzi. “ Ich glaube, wir müssen den traurigen Baum mal zum Gaffereck und zur Flughafenbaustelle eskortieren, damit er erlebt, wo es wirklich brennt.“

„Jetzt, wo wir den Dreh in die angesagte Feuertonne getreten haben, wäre das ist doch eine tolle neue Scriptidee – wie wäre es in zwei Monaten, wenn alles grün ist ?“

Wenn es wirklich mal einen Imagevideo gibt, wird der Link hier veröffentlicht. Versprochen….

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Wo laufen sie denn…wenn Langener Bürger/innen für den Bannwald auf die Strasse gehen wollen… http://waldbesetzung.blogsport.de/2018/03/19/wo-laufen-sie-denn-wenn-langener-buergerinnen-fuer-den-bannwald-auf-die-strasse-gehen-wollen/ http://waldbesetzung.blogsport.de/2018/03/19/wo-laufen-sie-denn-wenn-langener-buergerinnen-fuer-den-bannwald-auf-die-strasse-gehen-wollen/#comments Sun, 18 Mar 2018 22:54:22 +0000 Administrator Sehring http://waldbesetzung.blogsport.de/2018/03/19/wo-laufen-sie-denn-wenn-langener-buergerinnen-fuer-den-bannwald-auf-die-strasse-gehen-wollen/ Am Samstag haben 90 Menschen in der Langerner Innenstadt gegen die Sehring-Rodungen, für eine schnelle Rekultivierung verwüsterter Flächen und gegen die Untätigkeit zuständiger politischer Stellen demonstriert. Es wurde auch vom Aktionsbündnis zur Solidarität mit den Besetzerinnen des Treburer Oberwaldes aufgerufen. Allerdings durfte nicht auf der Strasse demonstriert werden – der Zug musste sich über die Bürgersteige winden.

Das sorgte für enormen Unmut vor allem bei älteren und demonstrationserfahrenen TeilnehmerInnen. „Was ist das denn für eine Demokratie hier, wo der Autoverkehr vor demonstrierenden Fussgängern geschützt wird ?“ ereiferte sich ein Mann. Die Polizei trug auch durch die Tatsache, dass sie von drei Streifenwagen aus den Zug eskortierte, nicht zur Entspannung bei. Sie stahl als strassendominanter Hingucker der abgedrängten Demo regelrecht die Schau und blockierte den Verkehr zeitweise intensiver, als es eine halbseitige Sperrung der Strasse getan hätte . „Wir setzen nur die Auflagen des Ordnungsamtes um, welche dem Veranstalter ja zugegangen sind“, so die Polizei.

Vielleicht sollte sich die nächste Demo in Langen nicht nur mit Sehring, sondern auch mit der Stadtentwicklung allgemein befassen – Langen erlebt eine massive Verdichtung und Neubautätigkeit und erstickt im Verkehr. Obwohl viel Geld in die Hand genommen wird, gelingt es nicht, die Bahnstrasse zu einem Ort zu machen, wo mensch sich gerne aufhält.

Das galt auch für die „Geh weg Demo“, die im Rekordtempo zum Bahnhof hastete. Auch der Bahnhofsvorplatz ist eine scheussliche Betonwüste mit ein paar Sitz- und Begrünmöbeln. Er hätte gute Chancen auf den Gewinn eines “ Ugly city places reward“ für die scheussmöglichste Gestaltung des öffentlichen Raumes . Immerhin konnte sich hier die gesamte Demo um die RednerInnen sammeln. Das war bei den Zwischenstopps auf dem Fussweg vorher nicht der Fall. Auf der Abschlusskundgebung kündigte ein Sprecher des Aktionsbündnisses an, dass in Kürze über neue Aktivitäten beratschlagt und dann informiert würde. Man werde Druck auf die Politik machen, auf Regierungspräsidium und Landesregierung. Er dankte den TeilnehmerInnen , unter denen auch eine starke Delegation aus dem Waldcamp war und wünschte bzw. versprach ein baldiges Wiedersehen.

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Fraport: Jobmotor stottert http://waldbesetzung.blogsport.de/2018/03/13/fraport-jobmotor-stottert/ http://waldbesetzung.blogsport.de/2018/03/13/fraport-jobmotor-stottert/#comments Tue, 13 Mar 2018 13:44:01 +0000 Administrator Flughafen & Region http://waldbesetzung.blogsport.de/2018/03/13/fraport-jobmotor-stottert/ Bei Fraport ruckt und muckt der „Jobmotor“ . Es fehlt schlicht und ergreifend der Treibstoff. Die Arbeitsplätze dort gelten als unattraktiv – jetzt soll eine Rekrutierungs- und Imagekampagne helfen, 1800 unbesetzbare Stellen zu füllen.

„Aus einem Job wird Faszination Flughafen“ – das ist der Werbeslogan, den sich die Personalabteilung von Fraport auf die Fahnen und die Werbebanner geschrieben hat. Eine Recruiting-Messe im chronisch leerstehenden Flughafen-Forum des Squaire soll die Werbemassnahmen, die stark über die sogenannten sozialen Medien betrieben werden, flankieren.

Nun: Fraport verlangt viel und bietet wenig. Frasec, Fracare oder Fraground haben als Arbeitgeber einen schlechten Ruf und die Fluktuation ist hoch. Prekär ist auch die Lage bei der Firma I-Sec, welche um Auftrag der Bundespolizei Sicherheitskontrolle am Gate durchführt.

Viele sehen die Jobs als Einstiegsmöglichkeit und springen wieder ab, wenn sie etwas Besseres finden. Für Zuzugswillige ist der Wohnungsmarkt unerschwinglich. Dazu kommt ein teilweise schwieriges Arbeitsklima. Fraport kämpft mit verfilzten und verdichteten Strukturen in etlichen Arbeitsfeldern. Sprich: Dort kann nur arbeiten, wer den Leuten, die dort informell den Ton angeben, passt.
Hohe Fluktuation und Unterbesetzung sind schlecht für die Arbeitsqualität. Unfälle, wie zuletzt der zwischen einem Vorfeldfahrzeug und einem Zubringerbus für eine Ryanair-Maschine, sind für Fraport ein No-Go.

Fraport hat die Unvermeidbarkeit des Ausbaus immer mit der Chance auf Ausweitung der Zahl der Arbeitsplätze begründet. Besonnene Leute haben dem entgegnet, dass eine Begrenzung der Unternehmensgrösse bei Optimierung der Produktqualität oft der bessere Weg ist. Billigflug und Billigjobs sind zwei Seiten der selben Medaille. „Gute“ Arbeitsplätze werden wegrationalisiert. „Schlechte“ bleiben – und bleiben unbesetzt.

Wenn das nicht noch ein weiteres Argument gegen den Bau des Terminal 3 ist.

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