Waldbesetzung http://waldbesetzung.blogsport.de Widerstand gegen den Ausbau des Frankfurter Flughafens Tue, 12 Nov 2019 17:01:42 +0000 http://wordpress.org/?v=1.5.1.2 en Mitteldorf will 40 Hektar Bannwald http://waldbesetzung.blogsport.de/2019/11/12/mitteldorf-will-40-hektar-bannwald/ http://waldbesetzung.blogsport.de/2019/11/12/mitteldorf-will-40-hektar-bannwald/#comments Tue, 12 Nov 2019 17:00:31 +0000 Administrator Flughafen & Region http://waldbesetzung.blogsport.de/2019/11/12/mitteldorf-will-40-hektar-bannwald/ Um den Bestand des Kiesabbauunternehmens Mitteldorf mittelfristig zu sichern, verlangt man dort den Zugriff auf 40 Hektar Bannwald. Das Gelände ist von der Startbahn West, der östlichen Rollbrücke der Landebahn Nordwest und der A 3 „eingerahmt“. Eine Rodung wäre ein weiterer Schritt der Totalzerstörung des Waldgebietes zwischen Mitteldick/Zeppelinheim und Raunheim.

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Jahrestag der Räumung des Waldcamps Trebur http://waldbesetzung.blogsport.de/2019/11/12/jahrestag-der-raeumung-des-waldcamps-trebur/ http://waldbesetzung.blogsport.de/2019/11/12/jahrestag-der-raeumung-des-waldcamps-trebur/#comments Tue, 12 Nov 2019 16:45:54 +0000 Administrator Texte & Analysen Flughafen & Region http://waldbesetzung.blogsport.de/2019/11/12/jahrestag-der-raeumung-des-waldcamps-trebur/ Kürzlich jährte sich die Räumung des Waldcamps im Treburer Forst bei Walldorf. Am Dienstag, den 6.11.2018 hatte um 7 Uhr früh eine durchgeplante Polizeiaktion gegen die Waldbesetzung begonnen, in welche im Mehr-Schicht-System knapp 1000 PolizistInnen eingebunden waren. Ihnen standen etwa 15 Besetzis und knapp 40 Unterstützis gegenüber. Der Räumungstermin war direkt in die Folge der hessischen Landtagswahlen terminiert.

Die Terminwahl war insofern ein Erfolg für die Besetzung, als dass man für einen früheren Räumungstermin offenbar negative Auswirkungen auf dass Aussenbild der schwarzgrünen Regierungskoalition im Landtagswahlkampf für möglich hielt.
Immerhin wandte sich das Camp gegen den Bau des Terminal 3,welchen die Grünen in der laufenden Legislaturperiode abgesegnet hatten.

Im Rückspiegel betrachtet lässt sich sagen, dass die Räumung den Grünen kurzfristig nur wenig geschadet hat, aber der regionalen Klimaschutzbewegung schon etwas mehr. Langfristige Auswirkungen sind da etwas ganz anderes.
Die Landesregierung wusste ziemlich gut was sie an dem Camp hatte, offenbar wusste sie es besser als die FlughafenkritikerInnen und insbesondere die GegenerInnen von Terminal 3. Das Gelände wurde für die Baumassnahmen noch gar nicht gebraucht und lag noch ein Jahr später brach.

Geräumt wurde vor allem, weil man einen subkulturellen „Hotspot“ loswerden wollte, ähnlich wie jetzt beim „Völli“ in Hamburg. Es war ein Ort, der durchaus in die Mehrheitskultur hinein ausstrahlen konnte. Leider sind solche Ansätze, über das Camp den Protest gegen die Flughafenpolitik zu radikalisieren, kaum über Anfänge hinaus gekommen. Anders als im Hambacher Forst. Dort konnte sich die Kampagne aber über Jahre entwickeln.

Es sprach Bände, dass in Frankfurt Polizeieinheiten eingesetzt waren, welche durch das Moratorium im Hambi in Annahmeverzug waren. Hätte es eine Rodung im Hambi gegeben, wären hessische Einheiten in Amtshilfe gekommen….Verhindert schon im Ansatz einen zweiten Hambacher Forst, könnte die Devise gewesen sein.

Die sozialen Strukturen im Treburer Waldcamp waren schwach und verletzlich. Die politischen Strukturen im Prozess zögerlicher Entwicklung.
Es war ein Ort, wo allein der Aufenthalt schon Widerstand war, denn es war durch die Verkehrs- Gift- und Lärmbelastung ein lebensfeindlicher Ort. Wer sich dort aufhielt, musste sich auf einen im Absterben befindlichen Wald einstellen, dessen Bäume unsicher waren und durch den Brutalsommer schon im August die Blätter abwerfen mussten. Heile Welt gab es hier nicht zu sehen. Ein Falldown-Gewitter mit Orkanböen , mitverursacht durch die massive Aufheizung der versiegelten Region, verschonte das Camp um keine zwei Kilometer. Es hätte wahrscheinlich die Zerstörung des Camps bedeutet.
Dies hätte auch das Feuer erledigen können, welches bereits im Juli im strohtrockenen Wald Camp und auch Bäume an den Rand der Zerstörung brachte. Das Feuer wurde nicht zum Anlass einer Räumung genommen – dafür muss auch im Rückblick den zuständigen kommunalen Stellen Dank ausgesprochen werden.

Im Camp gab es viel Freiraum – mit den oben genannten Einschränkungen. Dieser wurde erstaunlich wenig genutzt. Vielleicht war es das Schicksal des Camps, dass es ein Jahr zu früh kam. Die politische Diskussion über die Klimagefährdung durch den Luftverkehr war Anfang 2019 eine ganz andere als zur Gründung des Camps im Januar 2018.
Deshalb auch die These, dass die Landesregierung besser wusste, warum sie das Camp loswerden wollte als die ökologische Szene, warum sie das Camp halten müsste. Leider gibt es derzeit wenig Interesse an einer politischen Kampagne, den Bau des Terminal 3 doch noch zu stoppen. Sie endete weitgehend mit der Räumung des Camps. Bei der 300. Montagsdemo wurde eine Kampagne zum Flugverzicht mit einem Gammelsofa vorgestellt. Gammelsofas hatten wir im Treburer Waldcamp auch. Mit dem Unterschied, dass es hier nicht nur um individuelles Verhalten ging, sondern auch um ein Infragestellung der politischen Verhältnisse. Wir brauchen nicht nur Impulse zur individuellen Verhaltensänderung, sondern auch solche zu einer Veränderung politischer Machtstrukturen. Deshalb sollten die Bürgerinitiativen durchaus überlegen, ob sie-in Memoriam Waldcamp-den Verzicht auf das Terminal 3 wieder auf die Agenda
nehmen sollten. Dies könnte das Vermächtnis des Treburer Waldcamps sein.

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Ein Monat Baumbesetzung Castrop Rauxel http://waldbesetzung.blogsport.de/2019/11/03/ein-monat-baumbesetzung-castrop-rauxel/ http://waldbesetzung.blogsport.de/2019/11/03/ein-monat-baumbesetzung-castrop-rauxel/#comments Sun, 03 Nov 2019 21:47:42 +0000 Administrator Über den Tellerrand http://waldbesetzung.blogsport.de/2019/11/03/ein-monat-baumbesetzung-castrop-rauxel/ Seit über einem Monat ist jetzt die 250jährige Eiche in Habingshorst/Castrop-Rauxel besetzt. Die Fronten um das Projekt haben sich weiter verhärtet – in Form von Bauzäunen und Betretungsverboten, aber auch in Form des verschärften Durchhaltewillens des einzelnen Besetzers.

Hier ein paar Hintergrundinformationen zu der Auseinandersetzung.

Wo?

Der Ort, wo die Auseinandersetzung läuft, ist Castrop-Rauxel , eine Stadt im Nordosten des Ruhrgebiets. Sie entstand vor etwa 80-90 Jahren aus dem Zusammenschluss unabhängiger Orte, als der Steinkohlebergbau nach Norden vorgerückt war und die Bevölkerung rasant wuchs. Der Ort ist jetzt weitgehend deindustrialisiert . Er ist aber nach wie vor traditionelles SPD-Wahlgebiet. Derzeit stellt die SPD auch den Bürgermeister, im Stadtparlament arbeiten SPD,CDU und FDP zusammen.

Was?

Am Fluss Emscher sollen auf einem Naturgelände, welche bisher als Bevorratungsfläche für eine Friedhofserweiterung gedacht war , auf 3,8 Hektar etwa 70 Ein- und Zweifamilienhäuser entstehen.
Auf der Fläche befinden sich 300 Bäume, z.T. Pappeln, ausgedehnte Wiesen- und Gebüschflächen – und eine solitär stehende , etwa 250 Jahre alte Eiche.
Im Randbereich kreuzt eine 220 KV-Hochspannungsleitung und befanden sich Schrebergärten, die zum Ende des Jahres 2018 gekündigt wurden.

Warum?

Mit ihrem am 4.4.2019 verabschiedeten Bebauungsplan möchte die Stadt zahlungskräftige NeubürgerInnen anziehen und ein attraktives Umfeld bieten.

Wer?

Die Stadt hat das Gelände an die Projektentwicklungsfirma Dreigrund verkauft, einem Investor ,der von der Strickler-Gruppe zusammen mit Töchtern der 2011 insolvent gegangenen Heitmann Gruppe und der Firma Hülscher gegründet wurde. Das sind alles Tiefbau-Firmen. Sie kaufen Geländeflächen, sogenannte Potentialflächen. Das sind oft Gewerbe-Konversionsflächen, die für Wohnzwecke baureif gemacht werden. Dann verkaufen sie die Parzellen gewinnbringend an Bauwillige. Sie treten hier als „Dreigrund Developement „Wohnen an der Emscher“GmbH auf.
Der Slogan ist: „Wir schaffen neue Lebensräume, neue Visionen , neue Begeisterung – so kommt das Neue in die Welt.“

Als der Streit um den Baum eskalierte, soll Dreigrund die Stadt dahingehend unter Druck gesetzt haben, man würde abspringen, wenn der Baum erhalten bliebe, da das Projekt unwirtschaftlich würde.

Und wer noch ?

Eine zentrale Rolle in dem Streit um den Baum spielt neben Dreigrund und dem Stadtparlament der vormalige Aktionskreis- und jetzt Verein- „Rettet die alte Eiche“. Der sammelte seit dem letzten Jahr mehrere Tausend Unterschriften für eine Petition an den Landtag, den alten Baum zu erhalten.
Man startete ein Bürgerbegehren, welches aber von der Stadt wegen formalen Mängeln nicht zugelassen wurde. Eine Klage dagegen wurde vom Verwaltungsgericht Gelsenkirchen abgewiesen. Jetzt ist eine Berufung vor dem OVG Münster anhängig.
Ausserdem versucht man, zwei Parzellen des Baugeländes , auf dem der Baum steht, zu kaufen. Dafür ist ein Status als gemeinnütziger Verein vorteilhaft. Die Dreigrund GmbH will den Baum aber weg haben und ging auch nicht auf Vermittlungsbemühungen des Bürgermeisters ein.

Der Aktionskreis bzw. Verein organisierte Demos und Mahnwachen -auch nachts- an dem gefährdeten Baum. Nach der Baumbesetzung durch den 21jährigen Aktivisti „Hambi Potter“ unmittelbar vor dem Ende fällfreien Periode richtete man ein Basiscamp rund um den Baum ein.

Was hat die Besetzung bewirkt ?

Ohne die spontane Besetzung wäre der Baum mit hoher Wahrscheinlichkeit weg. Unmittelbar vor dem Zeitpunkt, ab dem Fällen erlaubt ist. bewirkte der BUND eine gerichtliche Verfügung, dass bis zum Abschluss des angestrengten Verfahrens, einer Klage gegen Rechtmässigkeit der Fällgenehmigung , nicht gefällt werden darf.

Trotzdem erschienen nachts 40 Polizisten und ein Räumkommando, um den Besetzer zu entfernen. Sie zogen ,nachdem ihnen von den 10 Unterstützerinnen des Besetzers die Verfügung des Gerichts vorgehalten wurde , wieder ab. Am nächsten Morgen erschienen das Ordnungsamt und ein fünfköpfiges Sägekommando im Auftrag von Dreigrund und mussten auch wieder abziehen.

Am 22.10 liess Dreigrund das Gelände einzäunen und lässt seitdem das Betreten als Hausfriedensbruch verfolgen . Hambipotter ist aber weiterhin da ! Jetzt am Wochenende gab es Solibesuch aus dem Hambi. Hambi Potter kritisiert, dass das Grundrecht auf Versammlungsfreiheit unter das Geschäftsinteresse von Dreigrund gestellt wurde. Die Polizei hatte am 21.10 die Mahnwache am Platz unter dem Baum für aufgelöst erklärt.

Wir wünschen der Aktion weiterhin viel Erfolg . Es gibt mehr als drei Gründe dafür !

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LSG Sky Chefs gucken in die Röhre http://waldbesetzung.blogsport.de/2019/10/25/lsg-sky-chefs-gucken-in-die-roehre/ http://waldbesetzung.blogsport.de/2019/10/25/lsg-sky-chefs-gucken-in-die-roehre/#comments Fri, 25 Oct 2019 19:48:43 +0000 Administrator Flughafen & Region http://waldbesetzung.blogsport.de/2019/10/25/lsg-sky-chefs-gucken-in-die-roehre/ Immer wieder heisst es, der Flughafen schaffe tolle Arbeitsplätze. Aber gerade gute Arbeitsplätze verschwinden dort oder werden in prekäre Arbeitsverhältnisse umgewandelt. Die Lufthansa Group will ihr Flugzeug-Cateringgeschäft abstossen. Als Bieter sind Gate Gourmet und Do & Co im Gespräch. Vor allem bei letzterer Firma befürchtet die Belegschaft eine massive Verschlechterung der Unternehmenskultur. Der Verlust zahlreicher Verwaltungsarbeitsplätze in Gateway Gardens und in Neu Isenburg ist so oder so vorprogrammiert. Vor einigen Monaten hatte Lufthansa-Zögling Condor für Aufsehen gesorgt, welcher zur billigeren Firma Do & Co gewechselt hatte.

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„Peitschende-Eiche“ Castrop-Rauxel: Polizei setzt Hausrecht von Immobilienfirma gegen Mahnwache um http://waldbesetzung.blogsport.de/2019/10/25/peitsche-eiche-castrop-rauxel-polizei-setzt-hausrecht-von-immobilenfirma-gegen-mahnwache-um/ http://waldbesetzung.blogsport.de/2019/10/25/peitsche-eiche-castrop-rauxel-polizei-setzt-hausrecht-von-immobilenfirma-gegen-mahnwache-um/#comments Fri, 25 Oct 2019 19:07:27 +0000 Administrator Über den Tellerrand http://waldbesetzung.blogsport.de/2019/10/25/peitsche-eiche-castrop-rauxel-polizei-setzt-hausrecht-von-immobilenfirma-gegen-mahnwache-um/ Die Entwicklung um die seit gut vier Wochen besetzte Solitär-Eiche, welche leider nicht in Hogwarts steht sondern im Pütt an der Emscher einem spiessigen Neubaugebiet weichen soll , ist Anfang der Woche in eine neue Phase getreten. Der Eigentümer des Geländes, welcher jeden Quadratmeter vermarkten will und keinen Platz für den Charakterbaum einräumen will, hat einen rechtlichen Titel eingeholt- und gleich so richtig ausgeholt: . Damit konnte er über eine Verfügung die rund um den Baum angesiedelte Mahnwache polizeilich auflösen bzw. umsiedeln lassen. Die Krone der Eiche ist nach wie vor durch einen Besetzer mit dem Nickname „Hambipotter“ besetzt. Für den wird es jetzt allerdings um einiges schwerer. Presseberichte gibt es hier.

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Waldbegehung von FFF bei Sehring http://waldbesetzung.blogsport.de/2019/10/18/waldbegehung-von-fff-bei-sehring/ http://waldbesetzung.blogsport.de/2019/10/18/waldbegehung-von-fff-bei-sehring/#comments Fri, 18 Oct 2019 15:24:33 +0000 Administrator Allgemein Sehring http://waldbesetzung.blogsport.de/2019/10/18/waldbegehung-von-fff-bei-sehring/ Im Rahmen von „Fridays for Future“ haben heute zwei Berufsschulklassen aus dem Kreis Gross Gerau eine Waldbegehung an der Sehring Grube in Langen durchgeführt. Sie informierten sich vielfältig über Waldschadensbilder, die Problematik des Kiestagebaus für den Wald und über gesellschaftliches und persönliches Engagement. Den Hauptvortrag hielt ein Vertreter des BUND. Der Verband ist Klageführer bei den juristischen Bemühungen, die anstehenden Rodungen doch noch zu kippen . Angemeldet war die Aktion über das Aktionsbündnis Bannwald in Langen.

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Bannwaldschutz soll für neues Industriegebiet am Flughafen aufgehoben werden http://waldbesetzung.blogsport.de/2019/10/18/bannwaldschutz-soll-fuer-neues-industriegebiet-am-flughafen-aufgehoben-werden/ http://waldbesetzung.blogsport.de/2019/10/18/bannwaldschutz-soll-fuer-neues-industriegebiet-am-flughafen-aufgehoben-werden/#comments Fri, 18 Oct 2019 15:13:17 +0000 Administrator Flughafen & Region http://waldbesetzung.blogsport.de/2019/10/18/bannwaldschutz-soll-fuer-neues-industriegebiet-am-flughafen-aufgehoben-werden/ Beim Bürgerbegehren gegen den Waldverkauf in Kelsterbach ging es auch um den Widerstand gegen den Verkauf einer grossen Waldfläche zwischen Nordwestbahn und Startbahn West an die Fraport. Ziel war es, den Wald davor zu schützen, später in Gewerbegelände umgewandelt zu werden. Wie wichtig dieses Anliegen ist, zeigt sich jetzt wieder einmal. Intensives Studieren des Vorentwurfs zum Regionalen Entwicklungsplan Südhessen durch die Umweltverbände ergab jetzt, dass 18 Hektar als „Kulissenwald“ verunglimpften Waldgeländes künftig als Gewerbeerweiterungsfläche vorgesehen sind. Sie liegen östlich der 2009 verkauften Fläche nahe dem Ostkopf der Landebahn und schützen Kelsterbach heute noch vor den Emissionen des Flughafens. Auch sonst bietet der „Regionale Entwicklungsplan“ reichlich Zündstoff – er sieht Baufläche und Infrastruktur für einen Bevölkerungszuwachs von bis zu 500000 Personen vor. Damit kommt Rhein Main der Entwicklung einer „Megacity“ („wie ein Bundesland-Hessen- zur Stadt wird“) wieder einen Schritt näher. Zentrum dieser Planung ist das hiesige Verkehrsdrehkreuz mit Runway, Motorway und Railway……..
Aktualisierung 25.10.2019: Nach der DFB-Akademie droht eine weitere, ebenso flughafenaffine Akademisierung des Sporthandwerks: In Hofheim soll mit der „Boris Becker Akademie“ eine gigantische Tennisanlage mit Sportinternat, Hotel und der grössten Tennishalle der Welt entstehen. Grund für die Standortwahl: Schöne Umgebung bei optimaler verkehrlicher Erreichbarkeit.

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Vollhöfner Wald ist besetzt http://waldbesetzung.blogsport.de/2019/10/18/vollhoefner-wald-ist-besetzt/ http://waldbesetzung.blogsport.de/2019/10/18/vollhoefner-wald-ist-besetzt/#comments Fri, 18 Oct 2019 15:01:31 +0000 Administrator Über den Tellerrand http://waldbesetzung.blogsport.de/2019/10/18/vollhoefner-wald-ist-besetzt/ Der Vollhöfner Wald, der einer Logistikfläche der Hamburg Port Authority weichen soll, ist seit dem letzten Wochenende dauerhaft besetzt. Es wurde ein grosses Baumhaus errichtet. Mit der Aktion soll auch auf die prekäre Lage der Wälder in Norddeutschland allgemein aufmerksam gemacht werden.

Aktualisierung 24.10. : In den letzten zwei Tagen ist die Besetzung durch ein Grossaufgebot Polizei geräumt worden.

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XR London: Kontroverse Diskussion über Blockade des öffentlichen Nahverkehrs http://waldbesetzung.blogsport.de/2019/10/18/xr-london-kontroverse-diskussion-ueber-blockade-des-oeffentlichen-nahverkehrs/ http://waldbesetzung.blogsport.de/2019/10/18/xr-london-kontroverse-diskussion-ueber-blockade-des-oeffentlichen-nahverkehrs/#comments Fri, 18 Oct 2019 14:45:22 +0000 Administrator Über den Tellerrand http://waldbesetzung.blogsport.de/2019/10/18/xr-london-kontroverse-diskussion-ueber-blockade-des-oeffentlichen-nahverkehrs/ In London steht die zehntägige „International Rebellion“ kurz vor ihrem Abschluss. Am Samstag ist noch einmal eine grosse Kundgebung geplant. Mehrere tausend TeilnehmerInnen legten in den vergangenen Tagen den Betrieb in der City lahm, mit dem erklärten Ziel wirtschaftlichen Schaden zu verursachen, um die Regierung zu mehr Klimaschutz zu zwingen. Es kam bisher zu insgesamt 1300 Festnahmen, zumeist wegen Ordnungswidrigkeiten. Ein 53 jähriger Aktivist der Gruppe „Heathrow Pause“ sitzt allerdings seit September in U-Haft, nachdem ein angeblicher Versuch , den Grossflughafen mit einer Drohne lahmzulegen, aufgeflogen war.
Es gab „Themen-Tage“, dabei richtete sich der Protest unter anderem gegen die Rüstungsindustrie, gegen den City Airport, gegen den Strassenverkehr im Financial District und zuletzt am Donnerstag an die Tube. Die U-Bahn ist das Rückgrat des Londoner Berufsverkehrs und die Verbindung zwischen den Fernbahnhöfen. „Business as usual“, so die Botschaft der DemonstrantInnen sei tödlich. Lebensgefährlich wurde es allerdings für einige Demonstranten, welche eine U Bahn besetzten und daraufhin von einem wütenden Mob angegriffen wurden.

„Was wollt ihr denn, das ist doch ein elektrischer Zug“, war noch einer der netteren Kommentare in den sozialen Medien. Deutlich war, dass sich die Menschen nicht als Teil des Problems betrachteten und der Aktion überwiegend kein Verständnis , teilweise offenen Hass, entgegenbrachten. Der Londoner Bürgermeister verurteilte scharf („gefährlich, kontraproduktiv, unakzeptabel“) die Aktion.
Während es bei Blockaden an der Docklands Light Railway ruhig blieb, war die Situation bei London Transport an der Station Canning Town im Osten der Stadt eskaliert. Eine Kleingruppe hatte das Dach einer Kleinprofil-U-Bahn geentert und wurde von wütenden Pendlern erst mit Gegenständen beworfen und dann vom Dach gerissen. Auf einen Aktivisten wurde noch eingeprügelt, als er schon am Boden lag. Sicherheitsleute der U-Bahn verhinderten Schlimmeres.

Interessant ist der Umgang der Leitung von XR mit der Aktion. Sie war nicht zu einer bedingungslosen Solidarisierung und Schuldzuweisung an die Aggressoren bereit. Sie entschuldigte sich für die Unannehmlichkeiten, suchte die Schuld teilweise auch bei den DemonstrantInnen selbst, welche sich teilweise selbst schützen mussten ( „nicht alle waren für die Aktion“.)

Die Erklärung von XR befindet sich hier.

Hier noch eine Einzelmeinung, eine Kommentierung zu den Londoner Protesten:

Extinction Rebellion hat sich viel vorgenommen. Es soll ja nicht nur ein Klimaprotest sein, sondern eine Rebellion gegen die Verhältnisse. Wer einen solch weitreichenden Ansatz verfolgt, muss auch zu einer Aktion wie der Tube-Blockade stehen. Ob eine solche Aktion nach innen sinnvoll ist, wenn sich eine Handvoll Aktivistis hunderten wütender „Bürger“ gegenüberstehen, ist eine andere Sache.
Es wird auch nicht wirklich deutlich, gegen wen und was sich der temporäre Aufstand direkt richtet. Soll er nur appellativen Charakter haben, oder will er mehr ? In weiten Zügen hatten die Proteste Züge eines Happenings, etwa bei den Die-Ins und als die Polizei eine riesige pinke Krakenfigur verhaftete und durch die Strasse trug. Das spielerische Entlangschliddern an der Grenze von Legalität und Illegalität entgleist spätestens dann, wenn die Gegenseite auf Gewalt schaltet.

Unklar ist auch, welche Verhältnisse „XR“ eigentlich erreichen will- und für wen. Ziel soll die Verhinderung der Ausrottung des Lebens sein. Aber wessen Leben ? Es ist nicht unproblematisch, dass XR sagt, für andere, und damit auch für die Belange auch der nichtmenschlichen Lebewesen sprechen zu können. In erster Linie rottet der Mensch sich nun mal selber aus , und das auch dadurch dass er meint, seine sogenannte Um-Welt kontrollieren zu können. Auch sterben manche Menschen früher und schneller als andere – etwa im globalen Süden. Ohne ein konkretes Benennen von Verursachern und in der Folge konkret gezielter Aktion wird mensch im politischen Dialog nicht auskommen.
XR versteht sich als Sammlungsbewegung. Vielleicht wären temporäre Bündnisse von Gruppen, die zu unterschiedlichen Themenbereichen arbeiten und sich in der Diskussion auf eine gemeinsame Linie einigen, zumindest für die deutschen Verhältnisse die bessere Wahl. In Deutschland gibt es nicht die Tradition des religiös und sozialgesellschaftlich inspirierten zivilen Ungehorsams wie in angelsächsischen Ländern. Die Grenzen aktionistischer gewaltfreier Radikalität ebenso wie die der bedingungslosen inneren Solidarität hat die Londoner Aktion aber auch für die dortigen Gesellschaften angedeutet.

XR polarisiert. Das ist eigentlich gut so. Sollte dies aber nur dazu dienen, die Macht und den Einfluss der -recht intransparenten- Organisation zu stärken anstatt politische Kampagnen mit zu tragen, dann ist es nicht mehr gut so.

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„Am Boden bleiben“ auf der Montagsdemo http://waldbesetzung.blogsport.de/2019/10/15/am-boden-bleiben-auf-der-montagsdemo-2/ http://waldbesetzung.blogsport.de/2019/10/15/am-boden-bleiben-auf-der-montagsdemo-2/#comments Tue, 15 Oct 2019 17:28:26 +0000 Administrator Flughafen & Region http://waldbesetzung.blogsport.de/2019/10/15/am-boden-bleiben-auf-der-montagsdemo-2/ Am 14.10 gestaltete die Organisation „Am Boden bleiben“, die deutsche Variante von „Stay grounded“, die Montagsdemo im Flughafen mit. Aufgeführt wurde ein Tanz der Pinguine, welcher MontagsdemonstrantInnen und PassantInnen zum Mitmachen animieren sollte. Der Pinguin, der gut läuft und schwimmt, jedoch nicht fliegt, ist die Symbolfigur der Kampagne. Flugblätter gabs auch – die konnten teilweise tatsächlich fliegen, als Papierflieger….

„Am Boden bleiben“ hat ein 13-Punkte-Papier herausgegeben ( „13 Schritte für ein gerechtes Transportwesen und eine schnelle Verringerung des Flugverkehrs“),welches neben der CO.2 Thematik auch Themen wie Land- und Menschenrechte als auch die Nord-Süd- Klimagerechtigkeit abdeckt. Einige dieser Punkte behandelte eine Sprecherin der BI Walldorf auch in der begleitenden Ansprache.

Die AktivistInnen möchten nach dem Kohle- und dem Automobil-Thema auch das Fliegen zu einem Fokus gesellschaftlicher Auseinandersetzung machen.- und die Flughäfen zu möglichen Orten der Auseinandersetzung. Die kleine Aktion im Terminal könnte der Auftakt zu bundesweiten Folgeaktionen im kommenden Jahr sein.

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Ausgeblasen http://waldbesetzung.blogsport.de/2019/10/09/ausgeblasen/ http://waldbesetzung.blogsport.de/2019/10/09/ausgeblasen/#comments Wed, 09 Oct 2019 21:29:25 +0000 Administrator Über den Tellerrand http://waldbesetzung.blogsport.de/2019/10/09/ausgeblasen/ Wer ärgert sich nicht über die nervigen Luftbesen und Laubbläser ? In Österreich läuft jetzt eine Petition die Plagegeister zu stoppen. Statt einem Sturm der Entrüstung war die Reaktion auf den Vorstoss aber völlige Stille. Einem Quorum von 18.000 Stimmen stehen seit Tagen stagnierende 47 Unterschriften gegenüber. Und davon noch ein Drittel weniger relevante Stimmen aus Deutschland. Für die restlichen 17953 ist noch eine Woche Zeit…..

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Zahl der Fluggäste in Deutschland wächst weiter http://waldbesetzung.blogsport.de/2019/10/09/zahl-der-fluggaeste-in-deutschland-waechst-weiter/ http://waldbesetzung.blogsport.de/2019/10/09/zahl-der-fluggaeste-in-deutschland-waechst-weiter/#comments Wed, 09 Oct 2019 21:14:19 +0000 Administrator Allgemein http://waldbesetzung.blogsport.de/2019/10/09/zahl-der-fluggaeste-in-deutschland-waechst-weiter/ Die Ökologiedebatte wirkt sich bislang noch nicht auf das Flugverhalten aus. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum stieg die Zahl der Flugpassagiere national zwischen September 2018 und August 2019 von 119,4 auf 125,1 Millionen . Eine Ökosteuer von 3 Euro pro Flug dürfte kaum lenkende Auswirkungen haben, erwarten ExpertInnen.

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„XR“ blockiert London City Airport http://waldbesetzung.blogsport.de/2019/10/09/xr-blockiert-london-city-airport/ http://waldbesetzung.blogsport.de/2019/10/09/xr-blockiert-london-city-airport/#comments Wed, 09 Oct 2019 21:08:25 +0000 Administrator Allgemein http://waldbesetzung.blogsport.de/2019/10/09/xr-blockiert-london-city-airport/ Der britische Zweig von „Extinction Rebellion“ hat angekündigt, ab Donnertag morgen für drei Tage den Londoner City Airport zu blockieren. Ziel ist es, die Türen des Flughafens mit Sitzblockaden und Ankettungen dicht zu machen. Sollte dies nicht möglich sein, kündigen die OrganisatorInnen Blockaden der Zufahrtsstrassen und der Nahverkehrsverbindungen an.
Der Londoner City Airport soll nach dem Willen der Betreiber in den nächsten Jahren massiv ausgebaut werden.

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Kampf gegen Skischaukeln http://waldbesetzung.blogsport.de/2019/10/05/kampf-gegen-skischaukeln/ http://waldbesetzung.blogsport.de/2019/10/05/kampf-gegen-skischaukeln/#comments Sat, 05 Oct 2019 20:32:30 +0000 Administrator Über den Tellerrand http://waldbesetzung.blogsport.de/2019/10/05/kampf-gegen-skischaukeln/ „Skischaukel“ hört sich ja eigentlich witzig an -und könnte auch eine Spottbezeichnung sein. Der Begriff „Skischaukel“ ist aber der hochoffizielle Ausdruck für eine Bergbahn- und Liftinfrastruktur, die aus unterschiedlichen Tallagen erschlossene Skigebiete in Höhenlage – wie eine Schaukel- querverbindet. Das ist nicht besonders umweltfreundlich. Was auf der See die Kreuzfahrt, ist im Gebirge der Gletscher-Skizirkus.

Der Widerstand gegen derartige Anlagen wächst. Sie erreichen zum einen extreme Dimensionen , haben zum Anderen einen enormen Flächen- und Energieverbrauch und belasten insbesondere die ökologisch sensibelsten Hochregionen.

Eines der bekämpften Projekte ist die Skischaukel Ötztal-Pitztal in Tirol. Im Zillertal bei Jenbach gab es Proteste gegen illegale Ausbaumassnahmen, deren Betonfundamente wieder abgerissen werden mussten. Das Zillertal gilt heute schon an bis über die Grenze belastet . Immer wieder bilden sich kilometerlange Staus an den den Zufahrten- sommers wie winters. Mayrhofen – über die Inntalautobahn bequem aus Bayern zu erreichen- gilt als ein besonders abschreckendes Beispiel für „overtourism“.

Die Seilbahnen, welche für die Erschliessung der Hochlagen gebaut werden müssen, gelten als sehr energieintensiv. Um die Anlagen zu bauen und später zu unterhalten, muss massiv in die Natur eingegriffen werden. Dazu kommt -wenn es nicht gerade eine Gletscherlage ist- vielerorts die nötige Infrastruktur für Beschneiungsanlagen. Diese decken teilweise Areale bis 100 Hektar ab. Das Zeitfenster, die Betriebsbereitschaft der Anlagen herzustellen, wird immer kürzer und erfordert zunehmend schweren Maschineneinsatz. In Berglage werden Speicherseen angelegt, um flüssige Munition für die Schneekanonen vorzuhalten.

„Mit einer lahmen Liftanlage ist heute niemand mehr zufrieden“ sagt ein Tourismusfachmann. „Der Trend geht zu Spass- und Erlebnisangeboten für die ganze Familie und zwar das ganze Jahr über“. Da reichen auch die althergebrachten Almhütten nicht mehr aus. Laufend entstehen in grosser Höhe neue ausgewachsene Freizeitzentren und Fun-Parks.

Gegen ein solches „Erlebniswelt- Projekt“ gibt es Widerstand am Riedberger Horn im deutschen Allgäu. Ein Investor ,der die insolvente Seilbahngesellschaft aufgekauft hat, möchte 30 Millionen Euro in eine moderne Skischaukel und einen Sommerbergpark stecken. Unter dem Kampfruf „Rettet den Grünten“ demonstrierten vor einer Woche 1100 in rot gekleidete EinwohnerInnen der umliegenden Dörfer. Der Investor rechtfertigt sich, dass seine geplanten Liftanlagen mit Ökostrom anstatt mit den hergebrachten Dieselaggregaten liefen. Das stellt aber von den DemonstrantInnen niemanden mehr zufrieden.

Als 2017 am Wurmberg im niedersächsischen Westharz eine neue Liftanlage in Angriff genommen wurde, gab es gezielte Sabotageaktionen gegen die Bauarbeiten. Das umstrittene Projekt wurde von der Gemeinde Braunlage in Auftrag gegeben, die damit ihren im Schatten des Brocken kriselnden Tourismus ankurbeln wollte. Inzwischen ist es das flächendeckende Waldsterben im Harz, welches den Tourismus bedroht. Tote Nadelwälder lassen kaum unbekümmerte Urlaubsstimmung aufkommen.

Insofern trifft auch die Warnung von ÖkologInnen, die Natur in den Alpen nicht weiter zu zerstören da sie die Grundlage des Tourismus ist, zunehmend auf Gehör.

Auch kleinere Projekte stossen auf erbitterten Widerstand. So in Mönichkirchen im Grenzgebiet zwischen Niederösterreich und der Steyermark. Dort sollen 1,2 Hektar Wald in einem Quellgebiet für 250 neue Parkplätze der dortigen Skischaukel weichen. Die Rodungen sollten gegen geltendes Recht bereits im April durchgezogen werden, wurden aber immerhin bis September verzögert. Auch nach dem Verlust des Waldes läuft eine Petition, die Spitzenzeit- Parkplätze, welche nur an 14 Tagen im Jahr gebraucht werden, zu verhindern weiter.

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Peitschende Weide äh Eiche http://waldbesetzung.blogsport.de/2019/10/01/peitschende-weide-aeh-eiche/ http://waldbesetzung.blogsport.de/2019/10/01/peitschende-weide-aeh-eiche/#comments Tue, 01 Oct 2019 21:52:50 +0000 Administrator Über den Tellerrand http://waldbesetzung.blogsport.de/2019/10/01/peitschende-weide-aeh-eiche/ In Castrop Rauxel ist seit Montag eine sehr alte Eiche besetzt , von einem einzelnen Aktivisten. Dieser nennt sich Hambipotter. Die Aktion zieht auf den sog. sozialen Medien ordentlich Kreise, unter den Hashtags „Alteeichebleibt“ oder „hambipotter“ kommt mensch ganz gut drauf, sprich: kann sich virtuell auf den Baum apperieren…..

Update vom 3.10:
Um die grosse , einzeln stehende Eiche hat sich inzwischen ein richtiger Baum-Markt mit Unterständen und Zelten angesiedelt. Der Baum ist jetzt überregional bekannt, was seine Chancen auf Erhalt beträchtlich erhöht. Wenn umgeplant wird, könnte die Eiche zum Erkennungs- und Wahrzeichen für das neue Baugebiet werden.

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Waldbesetzung gegen Autobahn 49 http://waldbesetzung.blogsport.de/2019/10/01/waldbesetzung-gegen-autobahn-49/ http://waldbesetzung.blogsport.de/2019/10/01/waldbesetzung-gegen-autobahn-49/#comments Mon, 30 Sep 2019 22:02:47 +0000 Administrator Über den Tellerrand http://waldbesetzung.blogsport.de/2019/10/01/waldbesetzung-gegen-autobahn-49/ Zwischen Kassel und Giessen wird seit Jahrzehnten an der umstrittenen Autobahn 49 gebaut, welche vor allem dem Schwergüterverkehr und der Verbindung der Ballungszentren dienen soll. Um die Fällung eines intakten Waldgebietes zu verhindern, wurde nun auch hier in Mittelhessen erstmals zur Form der Waldbesetzung gegriffen .
Weitere Infos hier. Die Aktion braucht Unterstützung und Öffentlichkeit, um die erste kritische Phase zu überstehen.

Update 3.10.2019:

Der Wald steht noch, die Besetzung auch, aber es wird damit gerechnet, dass der Baubeginn unmittelbar bevorsteht. Am Feiertag demonstrierten 300 Menschen im Wald.

Update 11.10.2019: Die Rodung ist um ein Jahr auf 2020/21 verschoben worden. Offiziell begründet wird dies mit ausstehenden naturschutzrechtlichen Massnahmen

Update 18.10. 2019: Auf einem Strategietreffen haben die BesetzerInnen beschlossen, die Besetzung trotz ausgesetzter Rodung aufrecht zu erhalten . Die gewonnene Zeit und die Freiräume sollen genutzt werden, um die Kampagne zur Verhinderung der Autobahn zu intensivieren.

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Von Hamburg bis Bayern: Geplante Waldrodungen für Logistikgebiete stossen auf Widerstand http://waldbesetzung.blogsport.de/2019/09/26/von-hamburg-bis-bayern-geplyante-waldrodungen-fuer-logistikgebiete-stossen-auf-widerstand/ http://waldbesetzung.blogsport.de/2019/09/26/von-hamburg-bis-bayern-geplyante-waldrodungen-fuer-logistikgebiete-stossen-auf-widerstand/#comments Thu, 26 Sep 2019 14:41:13 +0000 Administrator Allgemein http://waldbesetzung.blogsport.de/2019/09/26/von-hamburg-bis-bayern-geplyante-waldrodungen-fuer-logistikgebiete-stossen-auf-widerstand/ Sowohl an der Elbe bei Hamburg als auch am Inn bei Neuburg sollen grössere Waldflächen für die Erweiterung von Logistikbetrieben gerodet werden. Im Zuge der Klimadiskussion entfaltet sich ein Protest, wie er vor wenigen Jahren nicht erwartbar gewesen wäre. Eine wesentliche Rolle spielt dabei das Vorbild der erfolgreichen Protestaktionen im Hambacher Forst.

Bayern:

In Neuburg am Inn möchte die Brammer Logistik auf 18 Hektar Bannwald zugreifen, um dort Kühl-Lagerhäuser zu errichten. Dies stösst in der Region auf breite Ablehnung. Die Passauer Ortsgruppe des Bund Umwelt und Naturschutz droht öffentlich mit einer „Waldbesetzung wie im Hambacher Forst“, sollte das Projekt nicht administrativ oder juristisch gestoppt werden.
Letzte Woche fand eine Demo statt, für die die Passauer Gruppe von „Fridays for Future“ verantwortlich zeichnete.

Hier weitere Infos.

Hamburg:

Ganz klar „Hambi-Style“ ist der Kampfslogan „Völli bleibt“ der SchützerInnen des Vollhöfner Waldes bei Finkenwerder. Hier sind es bis zu 45 Hektar Wald, welche die Hafenbehörde (Hamburg Port Authority) für neue Logistikflächen abholzen lassen will. Der Protest wäre nicht nötig, hätte nicht der rot-grüne Senat die Fläche vor wenigen Jahren als Reservefläche für die Hafenerweiterung ausgewiesen. Nabu, BUND und Robin Wood waren hier schon aktiv.
Vor Ort sollen jetzt regelmässig Sonntagsspaziergänge stattfinden. Proteste gab es auch anlässlich des internationalen Klimastreiks.
Man könne nicht mit dem Zeigefinger auf die Brandrodungen am Amazonas deuten, während drei Finger auf die eigenen Abholzungsprojekte vor Ort zurück zeigten.
In Hamburg wird derzeit massiv gebaut und geplant. So gibt es auch zahlreiche Proteste gegen Neubaugebiete und Nachverdichtung, welche häufig in attraktiven -sprich grünen- Lagen angesiedelt werden sollen. Etwa am Ernst August Kanal in Hamburg Wilhelmsburg.

Infos über den Vollhöfner Wald gibt es hier.

Und da wäre noch:

Die Besetzungen in Wuppertal und in Eichenberg sind dabei, sich winterfest zu machen.

Auch hier vor Ort gibt es neue Aktivität gegen die geplanten Rodungen für den Kiesabbau in Langen. Der Wald steht noch, es finden aber derzeit rodungsvorbereitende Massnahmen durch eine Fachfirma statt, welche etwa das Verschliessen von Baumhöhlen beinhaltet.
Mit einer Briefkampagne soll an das Umweltministerium appelliert werden die Rodung noch zu verhindern („der Wald braucht mehr als eine Atempause“) Das Waldbündnis wird an den ersten drei Samstagen im Oktober Info-Stände in der Langener Bahnstrasse (gegenüber der Post) durchführen, um Unterschriften zu sammeln.

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So sehen hessische Klimaschutzpakete aus: Teckentrups Flugtouristik bekommt 380 Millionen Euro http://waldbesetzung.blogsport.de/2019/09/25/so-sehen-hessische-klimaschutzpakete-aus-teckentrups-flugtouristik-bekommt-380-millionen-euro/ http://waldbesetzung.blogsport.de/2019/09/25/so-sehen-hessische-klimaschutzpakete-aus-teckentrups-flugtouristik-bekommt-380-millionen-euro/#comments Wed, 25 Sep 2019 08:57:07 +0000 Administrator Texte & Analysen Flughafen & Region http://waldbesetzung.blogsport.de/2019/09/25/so-sehen-hessische-klimaschutzpakete-aus-teckentrups-flugtouristik-bekommt-380-millionen-euro/ Die hessische Landesregierung hat zusammen mit dem Bundeswirtschaftsminister Altmaier ein Rettungspaket von 380 Millionen Euro für den angeschlagenen Ferienflieger Condor geschnürt. Die wollten eigentlich nur 200 Millionen, jetzt erhalten sie über die KfW einen Überbrückungskredit über fast das Doppelte. Ziel ist es , die Condor von dem insolventen Mutterkonzern Thomas Cook abzukoppeln und übernahmefähig zu machen.Einiges -wenn nicht das Meiste-von dem Geld werden die SteuerzahlerInnen nicht wiedersehen. Der Chef der Condor, Ralf Teckentrup, gilt als einer der grössten Einpeitscher des Flughafenausbaus.

Erinnern Sie sich noch ? Im Sommer 2012, auf den Höhepunkten des Landebahn-Protests, stellte Ralf Teckentrup, CEO von Condor, den „Ja zu Fra-Flieger“ vor. Das Flugzeug war neben dem Thomas Cook-Schriftzug und dem „sunny heart“-Logo mit Fotos von zehn „bekennenden Airport-Fans“ beklebt.

Ralf Teckentrup; Mit unserem Ja zu Fra Flugzeug bekennen wir uns weltweit zum Frankfurter Flughafen und unterstreichen die Wichtigkeit dieses national und international bedeutungsvollen Luftverkehrsstandortes“

Ralf Teckentrup ist auch der Meinung, zehn Verkehrsflughäfen würden in Deutschland völlig ausreichen – Das würde Kosten sparen und den Markt stabilisieren. „Airlines , die sich auf kleine Flughäfen spezialisiert haben, sind gescheitert.“ Die bekommen ihre Flieger nicht voll, so Teckentrup in einem Handelsblatt-Interview Anfang des Jahres. Entsprechens setzt Teckentrup auf eine unbegrenzte Erweiterung des Standorts Frankfurt.

Die ständige Expansion des Tourismusmarkts, für den auch Condor steht, stösst aber an Grenzen.
Wirtschaftsexperten rechnen damit, das Tourismusmarkt vor einer Bereinigung oder Konsolidierung steht, wie das euphemistisch genannt wird. Reine Reiseverkehrsveranstalter haben es zunehmend schwer. Profit macht nur noch, wer Reise und Übernachtung integriert in eigener Marke anbieten kann. Das bekommen auch die unabhängigen, mittelständischen Reisebüros zu spüren, die als Vermittler überflüssig gemacht werden sollen und vom Markt gedrängt werden.

Teckentrup im Handelsblatt-Interview : „Wenn die Kleinen und Schwachen aus dem Markt ausscheiden, ist das auch eine Form der Konsolidierung“

Ralf Teckentrup will kein „Kleiner und Schwacher“ sein. Er machte schon in jungen Jahren Karriere bei der Lufthansa-Verwaltung in Frankfurt. Dort war er unter anderem dafür zuständig, gegenüber den Flughafenbetreibern die Interessen der Lufthansa durchzusetzen.
Die Lufthansa brachte ab 1997 ihre Condor-Anteile in die mit Karstadt gegründete neue „CplusN“ Group ein. „C“ steht dabei für „Condor“, „N“ für die NUR-Touristikgruppe, also Neckermann und Reisen. Diese war nach der Neckermann-Pleite an Karstadt gegangen.

Wie aber wurde aus „CplusN“ die Firma Thomas Cook ?

Das altehrwürdige britische Reiseunternehmen Thomas Cook, welches für britische Staatsbürger schon Mitte des 19 Jahrhunderts weltweite Passagen organisierte und einen führenden internationalen Eisenbahn- und Schifffahrtsfahrplan herausgab, gilt als Erfinder der Pauschalreise .Britische Touristen waren schon ganz früh in den 1860ern auf dem Kontinent am Matterhorn. Und zwar mit dem Reisebüro von Thomas Cook. Die gegenwärtige Rückhol-“Operation Matterhorn“ der britischen Regierung bezieht sich darauf.
In den 1990ern war die Reise-Ikone im Zuge der Maggie Thatcher- Entstaatlichungspolitik günstig zu haben und wurde von der Westfälischen Landesbank (WLB) und der LTU Touristik heuschreckenmässig aufgekauft und an die Tochter Preussag weitergereicht.

Karstadt erwarb später das Unternehmen und die „CplusN“ Group machte es -auch aus Imagegründen-zu ihrer Dachmarke.
Aus „CplusN“ wurde also die Thomas Cook AG , und auch Condor war jetzt Thomas Cook. Das honorierten die deutschen KundInnen aber nicht. Bei denen hiess es immer: Condor ist gut, Condor fliegt mit Lufthansa-Piloten. Also musste der Condor-Schriftzug wieder auf die Maschinen.

Die alte Neckermann-“NUR“ Zentrale in Oberursel wurde nun der Mittelpunkt von Thomas Cook AG (später GmbH) Deutschland. Dort bangen aktuell bis zu 2000 MitarbeiterInnen um ihren Arbeitsplatz. Der Standort ist gewachsen, hier werden auch internationale Dienstleistungen für die Dachmarke erbracht. Und wenn das Dach weg ist ? In den Zeiten des Internets und der Selbstabfertigung ist kein Büroarbeitsplatz mehr sicher. Pleiten sind dabei oft das Mittel der Wahl zum Arbeitsplatzabbau.

Condor ging nicht direkt in die Thomas Cook AG auf sondern firmierte weiter als Tochterunternehmen.
Seit dem 1.1.2004 ist Ralf Teckentrup auch im damaligen Interesse der Lufthansa Vorsitzender der Condor Geschäftsführung, gleichzeitig wurde er Mitglied des Vorstandes der Thomas Cook GmbH.

Der Touristikkonzern wollte weiter wachsen und sein Geschäft globalisieren.
2007 fusionierte die Thomas Cook GmbH mit der britischen Reisebürokette „My Travel“ und die neue „Thomas Cook Group plc“ entstand als börsennotierte Dachholding nach britischem Recht. Trotzdem, Thomas Cook blieb eigentlich eine deutsche Firma. Auch wenn sich die mitbeteiligte halbstaatliche Lufthansa zunehmend zurückzog. Die Fusion hat nie wirklich funktioniert. Der britische Zweig baute seit 2007 durch „verpassten Strukturwandel“ einen dreistelligen Millionenverlust auf, der durch Kreditverbindlichkeiten in den Milliardenbereich stieg.

Das Geld, welches Land und Bund jetzt in Teckentrups Unternehmen schiessen, soll wahrscheinlich dazu dienen, sich aus den Verbindlichkeiten der Condor gegenüber der Dachholding herauszukaufen. Und dies, obwohl die Schieflage vom Frankfurter und Oberurseler Unternehmen durch falsche Geschäftspolitik selbst verursacht worden ist.
Geht eine Bäckerei pleite, gibt’s kein Staatsgeld. Für einen in Frankfurt ansässigen Flugtourismus-Konzern schon. Begünstigt wird das Ganze dadurch, dass das Fluggeschäft angesichts der öffentlichen Dauersubvention ohnehin profitabel läuft. Nicht aber der Reisemarkt mit seinen geringen Gewinnmargen und hohen Personalkosten. Ob Oberursel genau so gerettet wird ?

Teckentrups Condor arbeitet schon länger daran, sich von dem Auslaufmodell Thomas Cook abzusetzen: In einem Interview für das Handelsblatt sagt Teckentrup:

„Wer immer uns kauft, kauft also kein Problem, er kann den Wert des Investments vielmehr weiterentwickeln. Das sehen auch die Mitarbeiter so. Ich sage schon seit 20 Jahren zu den Mitarbeitern: Verlasst euch nicht auf einen Firmennamen, verlasst euch darauf, was ihr könnt. Warum gehen andere pleite, wir aber nicht? Das ist die Leistung unseres ganzen Teams.“

Nun, da kann er wohl nicht die persönliche Leistung aller MitarbeiterInnen meinen, für die er Schicksal spielt. Schon gar nicht die, bei denen „Thomas Cook“ und nicht „Condor“ auf der Firmenadresse steht. Viele Menschen, die gut gearbeitet haben, werden in der „Marktbereinigung“ ihren Arbeitsplatz verlieren. Was dem Condor-Boss Zuversicht gibt , ist die Einflussnahme des Aviation-Business auf die Politik. Dabei ist der Flugtourismus , gerade der Warmwassertourismus im Mittelmeerraum, in eine Strukturkrise geraten. Die Reisen wurden immer billiger angeboten, die Kapazitäten ausgeweitet. Schon ein mittlerer Wirtschaftseinbruch – wie in Grossbritannien im Zuge des Brexit- bringt die Branche ins Wanken. Dazu kommt die Klimadiskussion.

Teckentrup baut auf seine gute Vernetzung in Politik und Wirtschaft. Er sitzt auch im Aufsichtsrat von Sixt und der Deutschen Flugsicherung. Er ist führend im Bundesverband Deutsche Tourismunswirtschaft tätig und Vorsitzender des Bundesverbandes Deutscher Fluggesellschaften.
Über diese Connections wurde der Flughafenausbau durchgeboxt. Den Preis zahlen -wie im Fall der Air Berlin und der Condor-Pleite- wir alle.

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Grüne müssen sich bewegen http://waldbesetzung.blogsport.de/2019/09/24/gruene-muessen-sich-bewegen/ http://waldbesetzung.blogsport.de/2019/09/24/gruene-muessen-sich-bewegen/#comments Tue, 24 Sep 2019 10:16:19 +0000 Administrator Allgemein http://waldbesetzung.blogsport.de/2019/09/24/gruene-muessen-sich-bewegen/ Die Grünen in Hessen sind ein Gradmesser dafür, was grüne Regierungsbeteiligung den Menschen und der Umwelt bringt. Wir meinen: „Das könnt ihr besser“. Statt ständig nur über die Ernsthaftigkeit der Lage zu reden, sollte die Umweltministerin sich für konkrete Forderungen stark machen. Das klappt aber nur, wenn sie von uns auch gefordert wird…

Umsteuern beim Fliegen

Die Umweltministerin soll sich dafür stark machen, den Bau des Terminal 3 zurückzustellen. Zum einen entspricht der Bauentwurf nicht im mindesten modernen Umweltstandards. Und eine Gebäude wird ja für eine Nutzungszeit von mindestens 30 Jahren gebaut. Zum anderen ist es auf Kerosinflieger-Standards, nicht aber auf die Anforderungen der Luftfahrzeuge der Zukunft ausgelegt. Und die sind noch nicht planbar.
Deshalb: Das Gelände als Reservefläche für grünes Fliegen vorhalten, die weiteren Bauarbeiten nach konservierenden Massnahmen der Tiefbauten einstellen ! Das Gelände ist sofort zu bepflanzen, damit der Flughafen nicht noch mehr zur Hitzeschleuder und zum Fallwind-Auslöser wird.

Kein Kies mit dem Kies

Die Umweltministerin soll dem Waldschutz oberste Priorität einräumen, da er zu einer Überlebensfrage hinsichtlich der weiteren Bewohnbarkeit der Rhein Main Region geworden ist. Deshalb muss der Kiesabbau , welcher den zusammenhängenden alten Wald zerstört, sofort gestoppt werden- insbesondere in Langen.
Statt dessen ist ein Schutzprogramm für Laubbäume aufzulegen. Hessenforst muss eine ökologische Agentur zur Waldrettung werden. Dazu gehört ein Einschlagsverbot für Laubbäume zur kommerziellen Nutzung. Besonders die Buchen müssen gerettet werden und Bestände dürfen nicht mehr ausgelichtet werden.

Wenn die Hessen-Grünen wirklich Ernst damit meinen, die Erde sei bedroht, dann sollen sie hier vor Ort damit Ernst machen. Falls sie das Thema bewegt, können sie gerne einmal einen Lokaltermin im Langener Stadtwald machen. Noch stehen die Bäume bei Sehring, auch wenn die Einzäunung kurz bevor steht. Bisher ist kein weiterer Wald für die Betonierung des Terminal 3 gefallen.

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Und gleich der Gegenzug: RP ordnet Sofortvollzug an http://waldbesetzung.blogsport.de/2019/09/19/und-gleich-der-gegenzug-rp-ordnet-sofortvollzug-an/ http://waldbesetzung.blogsport.de/2019/09/19/und-gleich-der-gegenzug-rp-ordnet-sofortvollzug-an/#comments Thu, 19 Sep 2019 10:38:53 +0000 Administrator Sehring http://waldbesetzung.blogsport.de/2019/09/19/und-gleich-der-gegenzug-rp-ordnet-sofortvollzug-an/ Die Darmstädter Regierungspräsidentin B. Lindscheid hat den Sofortvollzug für den Sehring-Betriebsrahmenplan 2019-21 genehmigt. Er sieht neben einigen Auffüll-Auflagen die neuerliche Rodung von 4,6 Hektar Wald vor. Es wird erwartet, dass der BUND für Umwelt- und Naturschutz jetzt gegen diese Massnahme vor dem Verwaltungsgericht Einspruch einlegen wird, welcher aufschiebende Wirkung hätte. Vielleicht haben die Gerichte offenere Ohren für das Anliegen des BUND, seine in Kassel anhängige Berufungsklage nich völlig substanzlos werden zu lassen.
So schnell kann es gehen. Nach den offenbar wenig eindrucksvollen Bittbriefen und Petitionen an Darmstadt und das Umweltministerium in Wiesbaden sind nun wieder die üblichen Protestformen vor Ort angesagt……

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