Waldbesetzung http://waldbesetzung.blogsport.de Widerstand gegen den Ausbau des Frankfurter Flughafens Thu, 19 Sep 2019 11:44:04 +0000 http://wordpress.org/?v=1.5.1.2 en Und gleich der Gegenzug: RP ordnet Sofortvollzug an http://waldbesetzung.blogsport.de/2019/09/19/und-gleich-der-gegenzug-rp-ordnet-sofortvollzug-an/ http://waldbesetzung.blogsport.de/2019/09/19/und-gleich-der-gegenzug-rp-ordnet-sofortvollzug-an/#comments Thu, 19 Sep 2019 10:38:53 +0000 Administrator Sehring http://waldbesetzung.blogsport.de/2019/09/19/und-gleich-der-gegenzug-rp-ordnet-sofortvollzug-an/ Die Darmstädter Regierungspräsidentin B. Lindscheid hat den Sofortvollzug für den Betriebsrahmenplan 2019-21 genehmigt. Er sieht neben einigen Auffüll-Auflagen die neuerliche Rodung von 4,6 Hektar Wald vor. Es wird erwartet, dass der BUND für Umwelt- und Naturschutz jetzt gegen diese Massnahme vor dem Verwaltungsgericht Einspruch einlegen wird, welcher aufschiebende Wirkung hätte. Vielleicht haben die Gerichte offenere Ohren für das Anliegen des BUND, seine in Kassel anhängige Berufungsklage nich völlig substanzlos werden zu lassen.
So schnell kann es gehen. Nach den offenbar wenig eindrucksvollen Bittbriefen und Petitionen an Darmstadt und das Umweltministerium in Wiesbaden sind nun wieder die üblichen Protestformen vor Ort angesagt……

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Aktionsbündnis Bannwald :RP soll auf Sofortvollzug verzichten http://waldbesetzung.blogsport.de/2019/09/19/aktionsbuendnis-bannwald-rp-soll-auf-sofortvollzug-verzichten/ http://waldbesetzung.blogsport.de/2019/09/19/aktionsbuendnis-bannwald-rp-soll-auf-sofortvollzug-verzichten/#comments Thu, 19 Sep 2019 08:38:46 +0000 Administrator Flughafen & Region Sehring http://waldbesetzung.blogsport.de/2019/09/19/aktionsbuendnis-bannwald-rp-soll-auf-sofortvollzug-verzichten/ Das Bestreben, eine neuerliche Bannwaldrodung in Langen zu unterbinden oder wenigstens zu verzögern, nimmt Fahrt auf. Das Bündnis für den Bannwald appelliert an die amtierende Regierungspräsidentin B. Lindscheid, diesen Herbst die Berufungsklage in Kassel gegen den Planfeststellungsbeschluss und damit den Kiesförderplan nicht mit einem Sofortvollzug ausser Kraft zu setzen. Dieser war seit 2013 drei Mal mit Hinweis auf die Sicherung der Arbeitsplätze bei Sehring erlassen worden.

Der Effekt ist, dass die Berufungsklage des BUND gegen den Planfeststellungsbeschluss durch die zwischenzeitlichen Rodungen bereits viel an Substanz verloren hat.

Auf der Website der Grünen in Langen , die Mitglied der Bannwaldinitiative sind, findet sich das Begleitschreiben der Ini sowie der offene Brief. Möglichst viele Menschen sollen unterschreiben und ein Exemplar ans Regierungspräsidium schicken.

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Klimaaktionstag am 20.9. http://waldbesetzung.blogsport.de/2019/09/18/klimaaktionstag-am-20-9/ http://waldbesetzung.blogsport.de/2019/09/18/klimaaktionstag-am-20-9/#comments Wed, 18 Sep 2019 12:40:50 +0000 Administrator Allgemein http://waldbesetzung.blogsport.de/2019/09/18/klimaaktionstag-am-20-9/ Am Freitag findet der international dritte Klimastreik statt. Hier in Deutschland ist es der erste, der eine gewisse Breiten- und (hoffentlich) Tiefenwirkung erreichen dürfte. Die Ziele der Aktion sind wenig bestimmt – damit kommt es darauf an, sie zu prägen, was auch langjährigen „Aktivistis“ Chancen eröffnet, mehr Resonanz zu finden.

Getragen wird der „deutsche“ Klimastreik, bei dem wohl in erster Linie die gewöhnliche Tagesroutine bestreikt werden soll, von der Bundeskoordination von F4F. Als Partnerin hat hat sie sich das sog. “ Klimabündnis“, ein Zusammenschluss von inzwischen 200 Organisationen der Zivilgesellschaft, ins Boot geholt.

Der Ablauf beginnt morgens mit einer Mobi-Phase. Ab 12 oder 13 Uhr gibt es Kundgebungen in (bisher angemeldeten) 500 Städten und Ortschaften. In einigen grösseren Städten, etwa Mainz und Darmstadt, gibt es Sternmärsche von Bahnhöfen, Schulen und Unis in die Innenstadt. Mancherorts werden die Aktionen von Sozialbündnissen (Friedberg) oder auch evangelischen Kirchengemeinden (Rüsselsheim) mitgetragen und mitgestaltet. Das BBI Flughafen beteiligt sich in Mainz und Frankfurt.
Nachmittags ab 14 Uhr gibt es zum Ausklang mancherorts noch Kulturprogramme.

Das Ganze dürfte für die Älteren eher auf eine verlängerte „Mittagspause fürs Klima“ hinauslaufen. Der symbolische Wert ist aber nicht zu unterschätzen. Er ist leicht steigerbar. Dazu sind vielfältige unterstützende Formen, etwa das Zeigen von Transparenten und Plakaten an Fenstern und Zäunen, möglich.
Das bietet auch die Möglichkeit, auf eigene konkrete Inhalte und Ziele hinzuweisen.

Komplexe Themen mit Hintergrund auszuführen – das dürfte aufgrund der Reizüberflutung an diesem Tag schwierig werden. Aber der Tag ist für langjährige Aktive aus sozialen und ökologischen Bewegungen eine gute Gelegenheit, ihre Themen ohne Instrumentalisierungsvorwurf bei Neuen und Jungen bekannt zu machen.
Bekannt machen heisst auch, neue Bekannte zu finden. Der Vernetzungsaspekt solcher Demos ist hoch einzuschätzen. Wer erinnert sich noch an seine/ihre eigene Initialzündung ? Den Besuch auf Rock gegen Rechts, den ersten Aufkleber auf dem Schulranzen und dem Fahrrad, der erste Gang auf eine Veranstaltung zu Atom ? Es ist wichtig , mit den eigenen prägenden Themen, sei es Terminal 3, Sehring, Anti-Spe, Klimagerechtigkeit,- dabei zu sein.

Dazu gehört es aufzuzeigen, dass diese Themen auch eine Geschichte der Auseinandersetzung mit dem Staat , der Gesellschaft und der Wirtschaft sind. Dass es um Klimaschutz von unten geht, der gegen organisierte Interessengruppen durchgesetzt werden muss. Ein Appell an die Regierung ist wichtig, aber er muss zur Handlung führen. Sonst ist er schnell wirkungslos und erschöpft sich von selbst. Das geht aber -wenn die Regierung nicht reagiert – mit der Selbstbefähigung zu verantwortungsbewusstem , sozialem und politischen Handeln .

Insofern gilt auch: Support your local Demonstration – es muss nicht unbedingt die big City mit ihrer -manchmal sehr angenehmen- Anonymität sein. Wichtiger ist es oft im Kleinen und vor Ort Menschen zu finden, mit denen sich etwas zusammen machen lässt. Die Gelegenheit ist günstig -wenn auch schon sehr spät- selbst etwas auf die Beine zu stellen, wo bisher noch niemand die Initiative ergriffen hat.

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Es gibt keinen grünen Kapitalismus- Tripodaktion vor dem hessischen Landtag http://waldbesetzung.blogsport.de/2019/09/04/es-gibt-keinen-gruenen-kapitalismus-tripodaktion-vor-dem-hessischen-landtag/ http://waldbesetzung.blogsport.de/2019/09/04/es-gibt-keinen-gruenen-kapitalismus-tripodaktion-vor-dem-hessischen-landtag/#comments Wed, 04 Sep 2019 10:11:41 +0000 Administrator Allgemein http://waldbesetzung.blogsport.de/2019/09/04/es-gibt-keinen-gruenen-kapitalismus-tripodaktion-vor-dem-hessischen-landtag/ Protest an und in der Bannmeile – guckt mal hier
Es ging um die Ab- und Zustimmung des hessischen Landtages betreff des Logistikgebietes Neu-Eichenberg. Hebenshausen hebt und lebt……

Hier ein Update zur Aktion am Tag danach.
Die Aktion wurde von 4 KlettererInnen nach über fünf Stunden gegen 16.30 selbstbestimmt beendet, nachdem die achtköpfige Bodenunterstützungsgruppe bereits um 14 Uhr des Platzes verwiesen worden war.

Es wurden sämtliche Personalien aufgenommen, wer sich nicht ausweisen konnte oder wollte kam zur ED-Behandlung auf die Wache. Abends waren alle TeilnehmerInnen wieder frei.

Anlass war, dass im Landtag Sitzung war und insbesondere die Grünen mit der Forderung konfrontiert werden sollten, etwas zu unternehmen das Logistikgebiet zu stoppen. Und da sie es bisher nicht getan haben, wurde darauf hingewiesen, warum dies so ist: Weil die Grünen in der kapitalistischen Wirtschaftslogik stecken und nur radikaler Protest und Widerstand Veränderungen abtrotzt.

Das Gelände gehört der Hessischen Landgesellschaft (HLG) und wird von ihr betreut, bewirtschaftet und vermarktet. Dies es in Kooperation mit der Gemeinde Neu Eichenberg, welche für den Bebauungsplan zuständig ist. Vor bald 20 Jahren gab es einen Bürgerentscheid in Eichenberg, welcher pro Gewerbegebiet ausging.

Die HLG ist eine Treuhandgesellschaft für ländliche Bodenordnung und mehrheitlich in Landesbesitz. Weitere Anteile halten Landesbanken und Versicherungen. Damit ist sie praktisch der Landesregierung unterstellt. Sie hat ihren Sitz in Kassel und unterhält für ihre südhessischen Aktivitäten ein Büro in Mörfelden-Walldorf in der Nordendstrasse 44 . Zu den Aufgabenfeldern gehört die Bodenbevorratung, Grundstücksvermarktung und die landwirtschaftliche Bauberatung. Sie wird auch aktiv, wenn für Strassenbauprojekte des Landes Land erworben werden muss. Ebenfalls ist sie für die Landbevorratung ökologischer Ausgleichsflächen bei Landesbauprojekten zuständig.

In „partnerschaftlicher Zusammenarbeit“ tritt sie auch bei der Entwicklung grosser Gewerbegebiete auf, welche die Planungs- und Finanzkapazitäten der Kommunen überschreiten. So hat die DLG das flächenfressende Gewerbegebiet Weiterstadt im Portfolio. Es ist 54 Hektar gross. Dort wurden vorwiegend Grossbetriebe (Möbel-Segmüller, Deutschlandzentrale SEAT) angesiedelt.
Ein ähnliches Projekt war und ist auch das Ziel in Eichenberg. Das Gelände ist wegen seiner Mitte-Deutschland-Lage interessant. So kaufte es 2018 an der Entwickler kompakter Logistikeinrichtungen,die Dietz AG.

Bisher sind 1,4, Millionen Planungskosten bei der DLG aufgelaufen. Sollte sich die Gemeinde Eichenberg aus den geschlossenen Verträgen lösen, müsste sie die Planungskosten tragen. In Eichenberg läuft eine politische Diskussion, aus dem Dietz-Logistikprojekt auszusteigen und die Fläche einer Mischnutzung als Ökomodellregion zuzuführen. Das bringt natürlich erstmal kein Geld, sondern kostet.
Deshalb die Aufforderung an die Landesregierung, die 1,4 Millionen dann hinfälliger Planungskosten abzuschreiben und die Gemeinde bei dem Ausstieg aus dem überdimensionierten Gewerbepark und bei der Umsetzung eines nachhaltigen Konzepts zu unterstützen. Dafür gibt es bereits Vorschläge u.a. aus der Hochschule Witzenhausen. Die Grünen hätten in ihrem Wahlprogramm dem Klimaschutz und dem Kampf gegen die Bodenversiegelung oberste Priorität eingeräumt. Hier könnten sie ein Signal setzen und den 26,4, Prozent Stimmen, die sie vor Ort als Vertrauensvorschuss bekommen hätten, Gewicht geben.

Die Aktionsgruppe „Beton kann man nicht essen“ muss wohl mit Anzeige wegen des Verstosses gegen das Versammlungsgesetz und des Bannmeilengesetzes rechnen. Ob es dazu kommt, hängt aber von politischen Erwägungen u.a. der Stadt Wiesbaden ab.

Auch wenn ein Baubeginn für das Logistikgebiet noch nicht absehbar ist – eine Räumung könnte erfolgen, wenn die HLG das besetzte Gelände weiter für eine vorläufige landwirtschaftliche Nutzung beansprucht. Das aber wäre nur ein Dosenöffner für eine Versiegelung…..

Hier noch ein Zeitungslink zur Aktion. (Anzeigenblatt Wiesbaden Aktuell)

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Waldbesetzung gegen Steinabraumhalde bei Wuppertal http://waldbesetzung.blogsport.de/2019/09/04/waldbesetzung-gegen-steinabraumhalde-bei-wuppertal/ http://waldbesetzung.blogsport.de/2019/09/04/waldbesetzung-gegen-steinabraumhalde-bei-wuppertal/#comments Wed, 04 Sep 2019 09:58:27 +0000 Administrator Über den Tellerrand http://waldbesetzung.blogsport.de/2019/09/04/waldbesetzung-gegen-steinabraumhalde-bei-wuppertal/ Seit dem 15.8. 2019 hält die Aktionsgruppe „Jeder Baum zählt“ ein fünf Hektar grosses Waldstück zwischen Wuppertal und Haan (südliches Ruhrgebiet) besetzt. Dort will das Kalkwerk Oetelshofen ( Slogan: „seit 1900-Der Unabhängigkeit verpflichtet“ ) diesen Herbst den alten Buchenbestand roden, um eine Halde für Blindgestein anzulegen.

Die Besetzung besteht aus Plattformen, die zu provisorischen Baumhäusern ausgebaut wurden. Es gibt auch Bodeninfrastruktur, darunter einen Barrikadenwall aus Totholz. Die Bodensachen können teilweise mit Netzen hochgezogen werden – eine Innovation aus den Erfahrungen der Bodenräumungen im Hambacher Forst. Die Besetzis halten den alten Wald mit seiner Pflanzen- und Tierwelt für absolut und bedingungslos erhaltenswert. Mit der Besetzung soll die Rodung erschwert und durch Aufbau öffentlichen Drucks letztlich verhindert werden. Sie weisen auch auf das hier besonders krasse Missverhältnis zwischen dem geringen öffentlichen Nutzen aus der Anlage einer privaten Abraumhalde und dem grossen öffentlichen Nutzen eines intakten Waldes hin.

Wieso Abraumhalde ? Im südlichen Ruhrgebiet gibt es am Rand des Bergischen Landes grosse Kalksteinvorkommen. Das Dornuper Revier gilt als eines der grössten in Europa. Der Rohkalk ist aus Sedimentablagerungen verschiedener Lebensformen in einem Urmeer vor etwa 300 Millionen Jahren entstanden. Er wird industriell bei 1000 Grad Celsius zu Branntkalk verarbeitet – ein Vorgang, bei dem viel langzeitlich gebundenes CO.2 frei wird.
Kalk wird als Reaktionsstoff beim Prozess der Veredelung von Eisen zu Stahl benötigt. Er wird auch als Baustoff grossflächig abgebaut. Ein neuer Abnehmer fand sich seit den 1980er Jahren in der Kraftwerksindustrie, seit mit Kalk Schwefel aus dem Rauchgas zu Gips gebunden wird.
Bei der Kalkgewinnung fällt mit zunehmender Ausbeutung der besten Lagerstätten immer mehr unbrauchbares Material an, welches beiseite geschafft werden muss. Weil die Zwischenlagerstätten erschöpft sind, soll nun der an das Firmengelände angrenzende Wald fallen. Die Rodung ist über das Bergrecht abgedeckt , welches der Rohstoffgewinnung oberste Priorität einräumt.

Seit einigen Jahren gibt es in den Vororten von Wuppertal, aber auch im Nachbarort Haan, Widerstand gegen die Pläne der Kalkabbaufirma. Diese verweist auf Ersatzaufforstungen und Renaturierungsauflagen, welche sie umsetze. Damit sind die KritikerInnen des Abbaus inzwischen aber nicht mehr ruhig zu stellen.
Eine Demo am 20.7. fand Aufmerksamkeit, die über die unmittelbare Region hinausging . Die stärkere Politisierung ermöglichte nun auch eine Besetzung, welche auf ein gewisses Mass an Beachtung und Resonanz angewiesen ist.

Die Grünen im Wuppertaler Stadtrat sind über die Entwicklung nicht sonderlich erfreut. Eigentlich sind sie gegen die Rodung, aber seit 2018 in einer Koalition mit der CDU und dadurch zu einem Burgfrieden in der Sache gekommen. Sie verweisen darauf, dass sie an der rechtlichen Lage nichts drehen können – was aber so nicht stimmt, da die Stadt stets die Möglichkeit zur Stellungnahme und zur Erteilung von Auflagen des auf ihrem Gebiet angesiedelten Wirtschaftsbetriebs hat.
Die regionalen Grünen berufen sich darauf, dass sie im März des Jahres einen Antrag im Landtag, das „Verfahren zur Bedarfserhebung von sogenannten nicht energetischen Rohstoffen wie Kies, Sand, Ton und Kalk“ zu reformieren, abgelehnt bekommen haben. Damit hätten „umweltverträgliche Belastungsobergrenzen für Flächeninanspruchnahmen“ definiert werden sollen.

Weil das nicht gelungen sei, sehen sich die Wuppertaler Grünen aus der Verantwortung raus. So einfach ist das aber nicht, und damit dies so bleibt, ist die Besetzung ein wichtiger, polarisierender Stachel.

Das „Camp Chalk“ (Kreidecamp) ist über den Bahnhof Wuppertal-Vohwinkel erreichbar. Da es akut räumungsbedroht ist, freuen sich die Besetzis auch über Unterstützung von ferner weg.

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Robin Wood Flosstour kommt langsam in Fahrt http://waldbesetzung.blogsport.de/2019/09/03/robin-wood-flosstour-kommt-langsam-in-fahrt/ http://waldbesetzung.blogsport.de/2019/09/03/robin-wood-flosstour-kommt-langsam-in-fahrt/#comments Tue, 03 Sep 2019 15:20:36 +0000 Administrator Allgemein Flughafen & Region http://waldbesetzung.blogsport.de/2019/09/03/robin-wood-flosstour-kommt-langsam-in-fahrt/ Was ist da floss los ? Das fragt sich neben den SucherInnen und BesucherInnen des Aktionsflosses auch die Wasserschutzpolizei. Das Floss „Robina Wald“ war in den letzten Tagen selten da, wo es nach dem veröffentlichten Fahrplan sein sollte, aber es war immer dort, bis wo es umständehalber kommen konnte. In Kürze soll es nach Mainz gehen. Dienstagmittag lag das Floss noch am Anleger in Rüsselsheim. Die einen wollen weg, die anderen bleiben: 200 Meter weiter am Rathaus demonstrierten Mitglieder der IG Metall gegen geplante Entlassungen bei einem Automobilzulieferer. Von dem eigenem Rahmenprogramm ( Auftaktaktion am Eisernen Steg, Info- Veranstaltungen und -stände , Auftritt auf der der Montagsdemo) wurde das meiste umgesetzt. Die Stimmung der Flosscrew ist denn auch gar nicht so schlecht und es gab einigen Besuch. Auch von der Polizei, welche sich fragt ob hinter dem geänderten Aktionsablauf irgendeine polizeirelevante Absicht steckt…Ist aber nicht. Es gilt: „Die wollen bloss fahren“.
Für (zivile) Infos den Flossblog besuchen, für einen Besuch das Bootstelefon (0151/24694009) anrufen.

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Aktionsbündnis Langener Bannwald appelliert an Hessen-Grüne http://waldbesetzung.blogsport.de/2019/08/28/aktionsbuendnis-langener-bannwald-appelliert-an-hessen-gruene/ http://waldbesetzung.blogsport.de/2019/08/28/aktionsbuendnis-langener-bannwald-appelliert-an-hessen-gruene/#comments Wed, 28 Aug 2019 09:10:08 +0000 Administrator Allgemein Flughafen & Region http://waldbesetzung.blogsport.de/2019/08/28/aktionsbuendnis-langener-bannwald-appelliert-an-hessen-gruene/ Auf seiner Sitzung am 27.8. hat das Aktionsbündnis Langener Bannwald, ein regionaler Zusammenschluss von Parteien, Initiativen und Umweltverbänden, einen offenen Brief an die Ministerin Priska Hinz und die Regierungspräsidentin Brigitte Lindscheid beschlossen.

Mit dem Schreiben, das in Kürze öffentlich gemacht wird und dann weiteren Einzelpersonen und Verbänden die Möglichkeit zum Appell bieten wird, sollen die beiden PolitikerInnen um konsequenteren Waldschutz gebeten werden.
Es geht es darum, dass sich die Politik mit ihrer Richtlinien- und Entscheidungskompetenz für ein Primat des Waldschutzes vor wirtschaftlichen Verwertungsinteressen einsetzt. Der Wald sei in einem prekären Zustand, es dürfe nicht mehr weitergemacht werden wie bisher. Allein in Langen habe der letzte Klima- Sturm auf 40 Hektar öffentlichen Wald und im Stadtgebiet hunderte wertvolle Einzelbäume zerstört.
Im Brief heisst es:
„Wir sind überzeugt: Wir müssen den Wald und damit das Klima schützen, wenn wir die Bewohnbarkeit der Region auch künftig sichwern wollen ! Wir brauchen die alten Wälder als CO.2 -Verwerter, Sauerstoffspender, Niederschlagsspeicher und als Schwerarbeiter bei Temperaturerhöhungen“

Intention des Briefes ist es, die neuerlich anstehenden Rodungen im Planabschnitt 2b zu problematisieren. Frau Hinz ist aufgefordert, „geeignete politische Schritte zu unternehmen um die Waldvernichtung aufzuhalten“ . Ein geeignetes Mittel dafür wäre „ausstehende Klagen von Naturschutzverbänden nicht über das Mittel des Sofortvollzugs gegenstandslos zu machen“, ein Hinweis, der sich an das Regierungspräsidium richtet.

Bei jedem der bislang drei Rodungsschritte hat das Regierungspräsidium einen Sofortvollzug in Kraft gesetzt, da die Massnahme in öffentlichem Interesse wäre und die Berufungsklage des BUND nicht wesentlich beeinträchtigt sei. Davon kann aber nach Auffassung der NaturschützerInnen keine Rede sein, wenn bereits mehr als 20 der 63 Hektar abgeholzt sind.

Weiterhin plant das Bündnis, gemeinsame Waldexkursíonen und Umwelt-Bildungsveranstaltungen mit OrganisatorInnen von „Fridays for Future“ zu organisieren. Ausserdem sind Aktionen im Wald und in Langen in Vorbereitung.

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Flosstour Update http://waldbesetzung.blogsport.de/2019/08/25/flosstour-update/ http://waldbesetzung.blogsport.de/2019/08/25/flosstour-update/#comments Sun, 25 Aug 2019 14:07:00 +0000 Administrator Allgemein Flughafen & Region http://waldbesetzung.blogsport.de/2019/08/25/flosstour-update/ Schon in den nächsten Tagen ist es soweit: Das Robin Wood Floss „Fahren statt Fliegen“ geht in Frankfurt auf dem Main vor Anker. Liegeplatz ist in der Nähe des Eisernen Sreges vermutlich auf der südlichen Seite. Es kann am Freitag nachmittag und über den Samstag hinweg besichtigt werden, bevor es am 1. September ablegt. Am Samstag , 31.8. ist um 18 Uhr eine Info-Veranstaltung über die Geschichte des Flughafenausbaus- und des Widerstands dagegen. Ort: Attac-Geschäftsstelle Münchner Strasse 48 im vierten Stock. Das ist fast direkt am Hauptbahnhof.

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Neues Sehring-Kieswerk auf dem Terminal 3 Gelände http://waldbesetzung.blogsport.de/2019/08/25/neues-sehring-kieswerk-auf-dem-terminal-3-gelaende/ http://waldbesetzung.blogsport.de/2019/08/25/neues-sehring-kieswerk-auf-dem-terminal-3-gelaende/#comments Sun, 25 Aug 2019 14:02:18 +0000 Administrator Allgemein Flughafen & Region http://waldbesetzung.blogsport.de/2019/08/25/neues-sehring-kieswerk-auf-dem-terminal-3-gelaende/ Die Firma Sehring hat an der Cargo City Süd eine neues Kieswerk errichtet. Dies steht im Zusammenhang mit den beginnenden Rohbauarbeiten am Terminal und dem Baubeginn bei den Flugsteigen. Die Zufahrt der Kieslaster muss über den bereits heute überlasteten Knoten Zeppelinheim erfolgen. Für die neue Zufahrt im Süden, für die im letzten Herbst das Camp geräumt und der Wald gerodet wurde, ist bislang noch kein Häufchen Erde bewegt worden. Neue Rodungen , diesmal für die Erweiterung des Sehring-Kiesabbaus könnten schon im September beginnen, dürften sich aber wegen juristischer Klagen verzögern. Es sind auch Aktionen gegen den neuerlichen Verlust von Laubwald in Planung.

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Kommentar: Radikal umplanen http://waldbesetzung.blogsport.de/2019/08/25/kommentar-radikal-umplanen/ http://waldbesetzung.blogsport.de/2019/08/25/kommentar-radikal-umplanen/#comments Sun, 25 Aug 2019 13:42:54 +0000 Administrator Allgemein Flughafen & Region http://waldbesetzung.blogsport.de/2019/08/25/kommentar-radikal-umplanen/ Nur langsam erholen sich die Menschen in der südlichen Rhein Main Region von den Eindrücken, welche das Supergewitter vor genau einer Woche hinterlassen hat. Das Aufräumen ist weitgehend abgeschlossen. Aber an manchen Stellen fehlen ganze Waldstücke. Daran wird man sich gewöhnen müssen. Aber das heisst nicht, jetzt zur Tagesordnung überzugehen – nach dem Sturm ist vor dem Sturm. Und: Es muss ermittelt werden, wer oder was für den Riesenschaden verantwortlich ist – nur dann wird etwas gegen das nächste Schadensereignis getan werden.

Fachleute sprechen von einer „Dynamisierung des Wetters“ Wetterabläufe, die über Jahrzehnte und Jahrhunderte eingespielt waren, verändern sich plötzlich.
Gewitter waren in der Region früher viel normaler als heute. Das waren Hitzegewitter, die in West Ost Richtung mit viel Getöse und viel Regen über den Kreis zogen, gespeist von den zahlreichen Feuchtzonen der Region.

Dieses Gewitter war anders. Nicht nur wegen der Windgeschwindigkeiten der Fallwinde, sondern auch wegen seiner Kürze und seiner Regenarmut.
Hier treffen Extreme aufeinander, wie wir sie bisher kaum kannten. Wichtig wäre jetzt eine exakte Erfassung des Schadensbildes und der Schadenshöhe, als auch eine Rekonstruktion des Verlaufs der Fallwindschneisen.

Der Wetterbericht hat als Warnung versagt – das liegt weniger am Wetterbericht selbst , als daran dass immer mehr Menschen prognosegläubig sind. Eine Sturmwarn-App funktioniert nicht, wenn keine Vorwarnzeit besteht. Allerdings ist die Frage berechtigt, ob nicht Computer-Simulationsmodelle ein solches Ereignis prognostizierbarer machen könnten . Dafür wären die Hotspots und die Temperaturschichtung zu ermitteln. Das hätte auch den positiven Effekt, dass die Ursachenforschung voran käme. Damit wüchse auch die Chance, etwas gegen die Ausweitung solcher Ereignisse zu tun.

Interessant ist: Im letzten Jahr hat es bei einem kleineren Gewitter ein vergleichbares Ereignis gegeben, dessen Starkwinde einen ähnlichen Verlauf nahmen wie diesmal. Damals wie auch jetzt wieder finden sich die nördlichsten Windbruchschneisen im Wald am Nordende von Walldorf.

Eine Ursachenforschung ist auch wichtig, um die Verursacher gleichmässig zur Kasse zu bitten. Denn momentan sieht es so aus, dass das Folgerisiko privatisiert wird – die Geschädigten bzw. ihre Versicherungen bleiben auf den Folgen sitzen. Viele Schäden und Verluste an Natur lassen sich mit Geld gar nicht bezahlen. Das gilt auch für persönliche Ängste vor einem neuerlichen Sturm.

Um solchen Ereignissen entgegenzuwirken, empfiehlt sich -auch bereits ohne die Ursachen genau lokalisieren zu können- eine konsequente Politik gegen weitere Versiegelung und Entwaldung. Neubaugebiete wie die Liebigstrasse im Norden Langens, die reine Betonwüsten sind, dürfen so nicht realisiert werden. Einen Vorteil hat die verdichtete Bebauung: Hier gibt es künftig keinen Baum, der umfallen könnte……….
Sinnvoll ist ein Stopp der Ausweisung neuer Baugebiete. Grünzonen müssen erhalten bleiben.

Für das Terminal 3 des Frankfurter Flughafens, bei welchem derzeit der Rohbau in Angriff genommen wird, ist ein Baustopp unabdingbar. Das in der Planung weit über 10 Jahre alte Projekt entspricht nicht im mindesten den Ansprüchen ökologischen Bauens. Es erfüllt seinen Zweck nicht (mehr). Es wird sich zu einer Heissluftschleuder ersten Ranges entwickeln. Schon heute ist der Wald rings um die Cargo City Süd regelrecht durch die Dürre verbrannt. Das T 3 wird hier nicht gebraucht, wenn Kurz- und Mittelstreckenflüge eingestellt werden !

Der Wald befindet sich in der Zange. Windwürfe haben ganze Baumgruppen umgelegt, die wir für ein gutes Klima unbedingt weiter gebraucht hätten. Und die Zerstörung der Wälder und ihrer Abkühlfunktion macht weitere Stürme und damit weiteren Windbruch wahrscheinlicher.

Wir brauchen einen Bannwaldschutz für ganz Südhessen. Klimaschutz darf auch nicht zu defensiv sein – Stichwort Waldumbau. Wir müssen insbesondere die Buchen und Eichen, welche besonders viel zur Klimaregulierung beitragen, gezielt stützen und schützen. Es muss eine verbindliche Erklärung der Forstwirtschaft her, dass diese Bäume hier nicht mehr zur Nutzholzgewinnung eingeschlagen werden dürfen.
Der Wald im Ballungsraum ist Prinzip ähnlich zu bewirtschaften und zu pflegen wie eine Parklandschaft. Das schafft auch viele neue Arbeitsplätze.
Wenn alte Wälder nicht mehr wie bisher angetastet werden, bedeutet das in der Konsequenz auch ein Aus für den Kiesabbau bei Sehring in Langen.

Nur mit einer radikalen Umplanung können wir die Beschleunigung der Zerstörung aufhalten. Und von der Region, wie wir sie kennen und auch schätzen, möglichst viel bewahren.

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Klimaneutrales Fliegen ab 2050 ? http://waldbesetzung.blogsport.de/2019/08/24/klimaneutrales-fliegen-ab-2050/ http://waldbesetzung.blogsport.de/2019/08/24/klimaneutrales-fliegen-ab-2050/#comments Sat, 24 Aug 2019 07:19:45 +0000 Administrator Allgemein http://waldbesetzung.blogsport.de/2019/08/24/klimaneutrales-fliegen-ab-2050/ Die UN hat das Ziel ausgegeben, dass ab 2050 das „dreckige Fliegen“ der Vergangenheit angehört. Das ist noch eine lange Zeit bis dahin, doch die Luftfahrtbranche hat bemerkt, dass sie heute „liefern“ muss : Sie macht sich inzwischen ernsthaft Sorge um ihr zukünftiges Image – und das ist auch gut so. Bei der ersten nationalen Luftfahrtkonferenz in Leipzig gaben sich PolitikerInnen die Klinke / das Mikro in die Hand: Eine nationale Strategie zum Strukturwandel der Luftfahrt müsse her.

Kanzlerin Merkel sprach davon, dass eine Entkoppelung von Wachstum und Klimaschädigung das Ziel der deutschen Politik sei. Sie wolle keine erzwungene Einschränkung der Mobilität. Die BRD, welche als Exportnation massiv vom Luftverkehr profitiere, müsse dessen Zukunftsfähigkeit fördern und unterstützen.
Etwa eine Milliarde Euro Steuer. und Fördergeld solle in die Erforschung des „ökologischen Fliegens“ investiert werden. Von diesem Geld soll besonders das bundeseigene Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) profitieren.

Neben Vorzeigeprojekten wie elektrisch angetriebenen Flugzeugen ( D 328 neu) setzt sie Branche vor allem auf Effizienzsteigerung, Offsetting ( Verschmutzungshandel) und Substitition von Erdöl bei den Kraftstoffen.

Die Möglichkeiten, Triebwerke sparsamer zu machen, gelten als weitgehend ausgereizt. Zynisch gesagt, müssten jetzt die Passagiere leichter werden und abnehmen, um den Treibstoffverbrauch zu senken.

Batteriebetriebene Elektro-Flugzeuge sind auf längeren Strecken bislang keine Option, da die Energiedichte der Akkus einfach zu gering ist.

Das Carbon Offsetting ( Zertifikathandel) hat zu Recht einen schlechten Ruf als Klima-Ablasshandel. Hier will sich die finanzstarke Branche in Maßnahmen einkaufen, welche ohnehin erfolgen müssen, ohne an ihrer eigenen schlechten Bilanz etwas ändern zu müssen. Ab 2030 würde die die CO.2-Einsparbilanz wegen Fortschritten in anderen Bereichen ohnehin immer geringer.

Die Luftfahrt setzt grosse Hoffnungen darauf, ihre mit Kerosin betriebenen Turbinentriebwerke zu „retten“. Dabei setzt man auf „SAJF“ ( sustainable alternative jet fuel ) . Das ist nichts anderes als Biotreibstoff, der Erdöl substituiert.
Allerdings betont die Branche ständig und ohne die KritikerInnen verstummen zu lassen, man wolle dafür keinen grossflächigen Anbau von ölhaltigen Pflanzen. Vielmehr solle der Treibstoff aus Pflanzenabfällen , Zucker und Müll raffiniert werden. Das war auch der Tenor bei der Veranstaltung in Leipzig. In Stade bei Hamburg soll eine Öko-Raffinerie für hochwertiges Biokerosin als deutsche Referenzanlage erstellt werden.

Wo allerdings die Pflanzenabfälle und der Müll herkommen sollen, wenn die Ziele des Biorecyclings und der Müllvermeidung einmal stärker umgesetzt sind, das sagt hier niemand, Die Energiedichte des Mülls dürfte -hoffentlich – abnehmen. Natürlich würde sich die Luftfahrt über weggeworfenes Essen und Plastikmüll freuen, um daraus Treibstoff zu gewinnen. Wir aber nicht. Ob die Biotonne künftig ein Lufthansa-Symbol ziert ?

Ein Problem ist auch, dass ölfördernde Staaten gezwungen werden müssen, ihr Öl nicht mehr zu verkaufen oder zu nutzen. Ein niedriger Ölpreis hat bisher alle Bemühungen um eine Substitution ausgebremst.

Die Luftfahrt trägt ihr schlechtes Image als Klimakiller also zu recht, und wer fliegt, wird das schlechte Gefühl auch durch die Leipziger Konferenz nicht los. Da können die Luftfahrtbosse noch so sehr betonen, wie Fliegen die Menschheit bereichert und wie unverzichtbar es sei. Und dass sie nur für schlappe 2.8 Prozent der Gesamtbilanz verantwortlich seien.
Das Jahr 2050 als Klimaziel ist jedenfalls ein schlechter Witz. Das beste Sparpotential hat der Flug, welcher nicht stattfindet.

Auf Airliners de gibt es eine Zusammenstellung der Diskussion aus der Sicht der Luftfahrtjournalistik.

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Downburst in Langen http://waldbesetzung.blogsport.de/2019/08/19/downburst-in-langen/ http://waldbesetzung.blogsport.de/2019/08/19/downburst-in-langen/#comments Mon, 19 Aug 2019 13:46:32 +0000 Administrator Allgemein Flughafen & Region http://waldbesetzung.blogsport.de/2019/08/19/downburst-in-langen/ Eigentlich war es ja ein schöner Sommertag. Nur 10 Minuten Gewitter reichten, ihm ein unschönes Gesicht zu geben. Und: Es war nicht einmal ein richtig schweres Gewitter – aber besondere Wetterphänomene machten es zu einem überaus zerstörerischen. Und: Das Gewitter traf auf Natur und auf Menschen, welche gleichermassen schlecht darauf eingestellt waren. Aus unterschiedlichen Gründen….

„Das war ganz klar eine Windhose. So etwas habe ich in 30 Jahren nicht erlebt. Die Pappel vor meinem Haus war plötzlich waagrecht.“ Das sagt ein älterer Mann, der bei Egelsbach über die Fahrradautobahn schlendert. Eigentlich verboten, aber die Fusswege liegen alle voll Windbruch.

Nun, eine Windhose oder Tornado, welcher mit einem Rüssel und immensen Drehgeschwindigkeiten den Grund rasiert, war es eher nicht. Das sagen zumindest die MeterologInnen. Sie sehen das Wetter eher als ein „Brett“ das mit immenser Wucht nach unten und nach vorne gedrückt wird: Ein Fallwind, oder auch -in der Fachsprache- Downburst.
Verwirbelungen – etwa wenn der Wind auf ein Haus trifft, auf dessen Hinterseite ein Sog entsteht- gibt es auch bei dieser Form des Unwetters. Besonders häufig sind sie allerdings bei Wintergewittern und Orkanen, etwa bei Vivian und Wibke im Jahr 1990.

„Unser Zug hielt in Mannheim, bei schönster Sonne. Unwetter, hiess es. Wir wollten es gar nicht glauben. Dann ging es irgendwann weiter, eine Umleitung. Wir kamen an Worms vorbei, aber auf dem kleinen Bahnhof Osthofen war Schluss. Da standen wir dann, Weiterfahrt unbestimmt verzögert. Der Zugchef gab durch: Allen die einen Flieger erreichen müssen, rate ich hier auszusteigen und zu versuchen, ein Taxi zu bekommen. Der Wagen sieben steht am Bahnsteig. Schliesslich fuhr der Zug ab, hielt in Mainz. Der Rat: Umsteigen auf die S-Bahn. Das nutzt natürlich niemanden was, die nach Hamburg will. Es hatte aber auch etwas Gutes. Die Leute haben sich plötzlich wieder miteinander beschäftigt. Handyfotos von Facebook wurden rumgezeigt, wo das Ausmass der Schäden zu sehen war. Ich bin zum Flughafen und wollte besonders clever sein. Da fährt ja der Bus nach Dreieich. Aber der war auch eingestellt.“

Das Unwetter hatte eigentlich kein Orkanpotential. Das ist daran zu sehen, dass in den meisten Regionen Südhessens eigentlich nur starke Äste abgerissen, aber keine Bäume umgefegt wurden. Ausser in einem schlauchartigen Korridor zwischen Mörfelden und Seligenstadt. Das es auch ausserhalb dieses Bereichs grössere Einschränkungen im Bahn- und Strassenverkehr gegeben hat, ist dem desolaten Zustand vieler Bäume zuzuschreiben. Der Wind reichte aus, vorgeschädigte Bäume zu Fall zu bringen. Ein Baum, der kaum noch Wurzeln hat kippt leicht, ein ausgedörrter Stamm, der eine grosse Blätterlast trägt, bricht. Für die Zerstörung einer Oberleitung der Bahn reicht bereits ein Ast, der sich in einem Stromabnehmer verfängt. Dazu kam, dass das Stellwerk in Walldorf einen Blitztreffer erhielt.

„Das glaube ich nicht, das glaube ich nicht, das kann die Bahn doch nicht mit uns machen“ Ein smarter junger Mann -wie aus der Wohlfühlwerbung der Firma Bose- versteht die Welt nicht mehr. „Die Bahn hat eine Beförderungspflicht, und jetzt sagt sie, sie hat keinen Busersatzverkehr nach Darmstadt. Ich habe für die Fahrt bezahlt“.
Das nutzt ihm bei höherer Gewalt nichts mehr. Da wird die „10 Minuten Garantie“ zu einem echten Hohn. Ein älterer Mitreisender meint: „Sie werden noch einiges erleben und sich an einiges gewöhnen müssen. Schauen Sie, ob sie eine nette Person aus Langen für die Nacht aufnimmt….“

Um halb sieben kam aus Seligenstadt der Anruf: „Mami, oben regnets rein ! „ Die Antwort: „Das kann nicht sein, ich habe das Fenster zugemacht
Die Antwort der Tochter: „Mami, da ist kein Dachfenster mehr !!.“

Auch das Städtchen Dreieichenhain hat es erwischt, und mit ihm das Konstantin Wecker Konzert der dortigen Burgfestspiele. Ein paar verhinderte Besucher ziehen durch die Strassen, haben aber Verständnis für die Absage. Am Spätnachmittag war hier auch für fast 20 Minuten der Strom ausgefallen, nachdem es eine Fernleitung von Amprion erwischt hatte. Wecker unplugged, das wäre sicher etwas gewesen. Gut aber, dass das Gewitter nicht im Dunkeln kam. Im Ort liegen zahlreiche Bäume um, alle Richtung Osten.

Woher aber kam die zerstörerische Wucht ? Das Wettergeschehen ist wie ein gigantisches thermisches Kraftwerk. In Langen heizte es am Sonntag – trotz des starken Windes- auf 29 Grad auf. Die Höchsttemperatur wurde um 13 Uhr 20 erreicht, und sie fiel bis 17 Uhr 30 nur um ein knappes Grad ab. Dann kam die Kaltfront mit einem Temperatursturz von fast 10 Grad binnen einer Stunde. Die Vorwarnzeit in der Kernzone betrug dabei etwa 4-5 Minuten.
Fallwinde entstehen innerhalb der Wolkenschichten. Gibt es ein Regenereignis in der Höhe , welches auf wärmere und vor allem trockene Wolkenschichten in mittlerer Höhe trifft, kommt es dort zu einer massiven Abkühlung. Die kann noch verstärkt werden, wenn Hagelkörner schmelzen. Diese kalte Luft fällt, angeschoben durch immer weitere kalte Luft, nach unten und kann dabei Orkangeschwindigkeiten erreichen.

Da bleiben aber einige Fragen offen. Warum geschieht dies nicht auf breiter Front, sondern ausgerechnet vor Mörfelden entwickelt sich so ein Turbo ? Gibt es menschengemachte Ursachen dafür ? Liegt eine Verbindung zu der Verwüstungsschneise vor einem Jahr vor , welche fast den selben Weg nahm und sich bis Aschaffenburg zog ?

Fest steht: Wir müssen die weitere Aufheizung der Region stoppen und gleichzeitig den „coolen“ Wald schützen. Die Verheerungen kommen bis in unsere Wohnzimmer. In Egelsbach zerstörte ein umkippender Baum die Friedhofsmauer. Zahlreiche Autos gingen zum Schrott. Nicht aber das schöne Jaguar-Coupe auf dem Park und Ride Platz. Der Sturm hat den dicken Eichenast direkt daneben abgelegt, als letzte Warnung gewissermassen. Auch Fraport muss grüner werden. Die Grünen wollen Privatleuten Schottergärten verbieten, aber den grössten Schottergarten Hessens, den Frankfurter Flughafen, betreiben sie selber mit. Der freiwillige Verzicht (klingt das nicht schön?) auf das Terminal 3 muss wieder auf die Agenda. Und der Sehring-Kies, mit dem der Beton für das Terminal hergestellt werden soll, bleibt dann im Boden.

„Ich bin doch nicht blöd“ sagt ein junger Mann, der in Egelsbach die Sturmreste vom Gehweg kehrt. „Ich nehm doch keinen Stihl- Zweitakterluftbesen. Schlecht für das Klima, die Nachbarschaft, und für meine Gesundheit.“ Er reckt den Besenstiel und lacht. Gegenüber wird gerade eine halb umgekippte Douglasie umgezogen. Sie könnte auf die Eisenbahn kippen. Das gäbe wieder viele, viele ausgefüllte Fahrgastrechte-Formulare. Ein TGV donnert vorbei. Die Strecke über Gross-Gerau ist immer noch dicht.

„Wir werden noch uns noch umgucken, denn so wie jetzt kann und wird es nicht weitergehen. Mit den Stürmen schon“ . Das sagt der Mann, der über die schöne glatte Fahrradautobahn spaziert. „Ich muss noch ein bisschen weiter“.

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Megagewitter in Rhein Main http://waldbesetzung.blogsport.de/2019/08/18/megagewitter-in-rhein-main/ http://waldbesetzung.blogsport.de/2019/08/18/megagewitter-in-rhein-main/#comments Sun, 18 Aug 2019 21:55:13 +0000 Administrator Flughafen & Region http://waldbesetzung.blogsport.de/2019/08/18/megagewitter-in-rhein-main/ Schneisen der Verwüstung hat am heutigen Spätnachmittag eine aufziehende Kaltfront hinterlassen, welche in Südhessen auf besonders warme Luft traf. In der Gewitterfront bildeten sich sogenannte „Superzellen“, welche ganze Baumbestände niederlegten, Dächer abdeckten und mancherorts die Blätter von Bäumen und Sträuchern abrissen . Das Ereignis war – wie auch ein kleineres Ereignis im September letzten Jahres – ( wir berichteten) auf eine scharf abgegrenzte Fläche beschränkt, so dass auch das Auftreten von Tornados diskutiert wird.

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Stuttgart-wiederbesucht http://waldbesetzung.blogsport.de/2019/08/15/stuttgart-wiederbesucht/ http://waldbesetzung.blogsport.de/2019/08/15/stuttgart-wiederbesucht/#comments Thu, 15 Aug 2019 20:51:19 +0000 Administrator Über den Tellerrand http://waldbesetzung.blogsport.de/2019/08/15/stuttgart-wiederbesucht/ Bald zehn Jahre ist es her, dass die Proteste gegen das Projekt „Stuttgart 21″ auf ihrem Höhepunkt waren. Aber sie gehen kontinuierlich und beharrlich weiter- nicht nur Montagabends um 18 Uhr bei der wöchentlichen Montagsdemo. Nämlich beispielsweise dienstagsfrüh um halb sieben vor den Bautoren des Milliarden-Baulochs.

Gibt es das „Blockadefrühstück“ noch ? Schon lange wurde darüber nicht mehr berichtet. Da hilft nur: Sich in aller Frühe den ersten Zug setzen und nachschauen ob etwas läuft und wenn ja , Solidaritätsgrüsse aus Frankfurt überbringen…….

Um kurz nach sieben läuft mein mit Fernpendlern gut ausgelasteter _IC im Stuttgarter Hauptbahnhof ein. Bis zur Bahnhofshalle kommt er, seit für den Tiefbahnhof gebuddelt wird, nicht mehr, sondern endet in einem um 150 Meter vorgeschobenen Provisorium. Zwei Baubrücken führen über die Baustelle, Plexiglasfenster ermöglichen einen Blick in die Baugrube. Dort wird an mehreren Kelchstützen gearbeitet, welche künftig das Bahnhofsdach tragen sollen. Die Baukosten sind inzwischen bei 8,5 Milliarden Euro und werden wohl an der 10er-Marke kratzen.

Dann bin ich in der Haupthalle, welche früher als Querbahnsteig diente. Die befindet sich in einem Zustand der Auflösung – die verbliebenen Läden schliessen Mitte August. Geschäfte bieten einen Räumungsverkauf und Rabatte an. „Freuen sie sich auf den künftigen Bahnhof“ – steht auf grossen Werbebannern. Darauf ist eine Bahnhofshalle zu sehen, welche von jediglichem Markttreiben befreit ist. Sie soll nur noch als Verteiler und als Eingangsbereich für die geplante Hotelnutzung des alten Bahnhofs dienen. Bis zur Inbetriebnahme, dessen Zeitpunkt sich noch immer nicht absehen lässt, bleibt sie geschlossen. Das Reisecenter der DB AG zieht in einen Containerbau auf der Westseite um.

Von der Haupthalle geht es durch den Ostausgang, vorbei am geschlossenen Turmforum, in Richtung Planerarium und Staatsgalerie. Früher begann hier der mittlere Schlossgarten, heute ist hier die Südzufahrt der Bahnhofsbaustelle.

Tatsächlich blockieren dort vier Leute das Bautor ! Die Stimmung ist entspannt, ein Autofahrer parkt sein Auto an der Seite und geht zu Fuss hinein. Die Leute, die hier aktiv sind, kenne ich alle von früher. Sie freuen sich, dass mal wieder jemand aus dem fernen Frankfurt hier auftaucht. 50 Meter weiter stehen drei weitere Leute mit Bannern gegen S 21 an der vorbeiführenden Hauptverkehrsstrasse. Etwas abseits parkt ein Polizei-Bulli.

Im Gegensatz zu dem gegenwärtigen Protest gegen Fluglärm und Flughafenausbau in Frankfurt haben Blockadeaktionen in Stuttgart ihren festen Platz im Aktionskanon der Tiefbahnhof-GegnerInnen, auch wenn nur eine Minderheit dazu bereit ist.

Der Demonstrant“E“. meint, die Blockade würde -auch wegen ihrer Beharrlichkeit- durchaus respektiert, gerade auch von der Gegenseite. Dienstagmorgen ginge hier traditionell wenig bis gar nichts. Zwei weitere DB-Fahrzeuge kommen an und gehen auf den Rand.

„E“. meint, es sei sei wichtig, diese Demonstrationen am Bautor, die es seit bald zehn Jahren gibt, weiterzuführen. Schliesslich sei es weiterhin das Ziel, den Tiefbahnhof zu verhindern Er sei ein Projekt, welches nur der Bauwirtschaft diene und keinen öffentlichen Nutzen habe. Er sei auf ungesetzliche Weise durch Amtsmissbrauch und Falschinformation mit Täuschung der Öffentlichkeit durchgesetzt worden. Deshalb verweigere er auch konsequent die Bezahlung von Straf- und Bussgeldbescheiden – das sei seine bürgerliche Pflicht, auch wenn es mit massiven persönlichen Nachteilen verbunden wäre. Inzwischen sei er vier Mal in Stammheim zur Ersatzbestrafung und zur Beugung gewesen. Er führe einen intensiven Briefwechsel mit den übergeordneten Gerichten, um seine Position zu untermauern.

Aus der Baustelle will ein Muldenkipper ausfahren. Der Fahrer kommt nach draussen – er möchte nicht fotographiert werden. Das ist verständlich, und sein Geschäft ist ihm offenbar auch nicht besonders wohl. Also ein Foto gemacht, welches die Blockade dokumentiert, aber auf dem nur der abgestellte Laster und nicht der Fahrer drauf ist.
Langsam läuft die Zeit ab, in welcher die eher rituelle und symbolische Blockade geduldet wird. Die zwei Polizisten schälen sich aus ihrem Bulli. Das Tor wird geöffnet und wir machen zögerlich den Weg frei.

Jetzt steht der zweite Teil der Veranstaltung an – Flugis verteilen im Hauptbahnhof. Geht das ? E. meint: Seit etwa 1,5 Jahren ja, vorher nein. Das gab es Platzverweise wegen Hausrecht und so. Sie hätten es aber immer wieder versucht und gemacht. Dann kam ein Tag, wo sie wieder zum Verlassen des Bahnhofs durch den Bahnschutz aufgefordert wurden. Bei Nichtbeachtung müsse körperliche Gewalt eingesetzt werden. Dann kam die Bundespolizei, und mehrere Bahnoffizielle, welche diskutierten und offenbar Instruktionen einholten.
Plötzlich entfernte sich die Bundespolizei, der Wachschutz beobachtete weiter – aber es war möglich, die Flugblätter unter die Bahnkunden zu bringen. Das Eis war gebrochen.

Neben „E“. „– Der neue oberirdische Bahnhof -sicherer, umweltfreundlicher, billiger und effektiver“ – bringt auch die fast 80jährige „N“ Flugblätter unter die Leute. Vor allem ältere Leute und Mütter mit Kindern nehmen die Flugblätter. Es gibt auch böse Kommentare, „S 21″ polarisiert noch immer.

Gegenwärtig wird vor allem diskutiert, ob der Tiefbahnhof, welcher ja nur mit acht Gleisen gebaut werden kann, die geplante Ausweitung des Bahnverkehrs im Rahmen der Verkehrswende überhaupt aufnehmen kann, oder ob ein weiterer Tiefbahnhof für den Nahverkehr mit mindestens zwei Gleisen notwendig werden könne. Der koste auch noch einmal schlappe 2,5 Milliarden Euro……

Der grüne Verkehrsminister Herrmann lehnt eine Revision der Pläne, eine zumindest teilweise Beibehaltung des bestehenden Bahnhofs für den Regionalverkehr und als Ausweichsalternative für den Fernverkehr, wenn der Tunnel einmal zu wäre, kategorisch ab: Das Gelände sei bereits zur städtebaulichen Erschliessung festgelegt.

Weiterhin Thema sind auch Sicherheitsaspekte, etwa die Neigung der Gleise im Bahnhofsbereich und die schwierige Entrauchung. Als es vor einiger Zeit am Untertürkheimer Ende des Zufahrtstunnels brannte, zog der Rauch viele Kilometer bis zur City.

Etwa eine Stunde lang stehen wir im Bahnhof. Dann geht es zum Frühstück in die Fussgängerzone, und danach steige ich schon wieder in den Zug nach Hause.
Zu den standhaften SchwäbInnen fahre ich sicher wieder einmal hin…..

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Global Climate Strike http://waldbesetzung.blogsport.de/2019/08/06/global-climate-strike-2/ http://waldbesetzung.blogsport.de/2019/08/06/global-climate-strike-2/#comments Tue, 06 Aug 2019 13:06:22 +0000 Administrator Allgemein http://waldbesetzung.blogsport.de/2019/08/06/global-climate-strike-2/ Vom 20. -27. September soll ein weltweiter Streik stattfinden, der wirksame Gegenmassnahmen gegen die Klimakrise einfordern soll. Im Gegensatz zu vorangegangenen Aktionen von „Fridays for Future“ soll er einen generationsübergreifenden Charakter haben, es soll also auch das bestreikt werden, was Erwachsene freitags tagsüber so tun.

Im Idealfall wünschte man sich – in Zusammenarbeit mit „Extinction Rebellion“ einen richtigen Generalstreik , wegen des Risikos einer mangelhaften Beteiligung fängt man aber erst einmal kleiner an.

Ein Aufruf findet sich hier.

Bei dem Aufruf stellt sich die ( offen gelassene) Frage nach der Wahl der Mittel, denn das Ziel ist es ja offenbar (nur), die Regierungen zu einem entschiedeneren eigenverantwortlichen Handeln zu motivieren.

Am 20.9. trifft sich in Berlin die Arbeitsgruppe, die einen Vorschlag zu einer neuen Energiesteuer machen soll. Es ist wahrscheinlich, das der Schwerpunkt der Aktionen in Deutschland auf diesem Datum liegen wird. Dabei geht es unter anderem um eine Besteuerung von Kerosin.

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Temperaturrekord am Flughafen http://waldbesetzung.blogsport.de/2019/07/26/temperaturrekord-am-flughafen/ http://waldbesetzung.blogsport.de/2019/07/26/temperaturrekord-am-flughafen/#comments Fri, 26 Jul 2019 09:09:45 +0000 Administrator Flughafen & Region http://waldbesetzung.blogsport.de/2019/07/26/temperaturrekord-am-flughafen/ Der Frankfurter Flughafen gilt zusammen mit einigen Frankfurter City-Betonschluchten sowie Wetterauer Ackerwüsten als heissester Ort Hessens. Am Donnerstag, den 25.7.2019 wurden hier erstmals 40,0 Grad gemessen. Bei der vorangegangenen Hitzewelle war Frankfurt Airport mit 39,3 Grad sogar wärmster Ort Hessens. Der Flughafen mit seiner beständigen Expansion ist nicht nur unverträglich gegenüber der Raumplanung und der Umwelt, sondern zunehmend auch als Aufenthalts- und Arbeitsort un(v)erträglich.

Wenn die Bundes-Grünen über „Home Office für Büroleute“ oder der grüne Darmstädter OB über Nachmittagsschichten für BehördenmitarbeiterInnen nachdenken, dann müssten sie die Ground Handling- Flugzeugbeschicker -Jobs auf dem Flughafenvorfeld glatt verbieten. Hier kommt zu der Hitze auch noch die Abgas- und Ozonbelastung dazu.

Der Frankfurter Flughafen ist schlicht und einfach zu gross.
Einer der allergrössten Sündenfälle des Frankfurter Airports war mit dem Bau der Startbahn 18 West die Trockenlegung des Feuchtgebiets Gundbachaue/ Mönchbruch. Sie hat zu einer massiven Verschlechterung des Regionalklimas hin zur Austrocknung grosser Waldgebiete geführt.

Das Terminal Drei ist von seiner Planung her nicht im geringsten dazu ausgelegt, einer Warmzeit zu trotzen oder sie gar abzumildern. Es ist auf einen Typ von Funktionalität ausgelegt, welcher der Vergangenheit angehört. Hier herrschen schiere Betonmassen vor, eine Begrünung ist völlige Fehlanzeige. Das Ding muss gestoppt werden, bevor hier noch eine weitere CO.2 – und Hitzeschleuder dazu kommt.

Die Hitze ist ein grosses Problem, die Dürre ein noch grösseres. Zum einen steigt durch die Temperatursteigerung die Verdunstungsmenge , zum anderen trocknet die zwangsweise folgende Entbaumung ( es entstehen Wälder ohne Bäume) die Luft weiter ab und senkt die Chance auf Niederschlag. Der natürliche Ausgleich an heissen Tagen durch nachmittägliche Hitzegewitter mit grossen Regenmengen, an die sich Ältere noch erinnern dürften, ist in der Region im „Wetterschatten“ des Flughafens weitgehend Vergangenheit.

Uns helfen nur zusammenhängende , robuste Waldgebiete, um der Entwicklung etwas entgegenzusetzen.
Dem weiteren Waldverlust – für welche Zwecke auch immer- muss ein Riegel vorgeschoben werden. Das gilt besonders für den Kiestagebau ,für den ab September u.a. bei Langen erneut vier Hektar Laubwald fallen sollen und welche den dortige Stadtwald weiter zerstückeln wird. Hier können die Grünen im Stadtparlament,im Landtag und im Darmstädter Regierungspräsidium zeigen, ob sie tatsächlich umsteuern wollen.

Leider beschäftigen sich die Grünen in den östlichen Nachbarkommunen des bedrohten Waldes lieber mit einer „Task Force gegen Plastikmüll“, einem Streit über das unterlassene Giessen von Strassenbäumen oder um das „Stadtradeln“ – als ob zusätzlich gefahrene Fahrradkilometer, welche es ohne das Stadtradeln gar nicht gäbe, das Klima retten würden. Womöglich ist es dieses Jahr aber zu heiss dafür…..

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Erfolg für Bürgerinitiative gegen Kiesabbau in Dietzenbach http://waldbesetzung.blogsport.de/2019/07/24/erfolg-fuer-buergerinitiative-gegen-kiesabbau-in-dietzenbach/ http://waldbesetzung.blogsport.de/2019/07/24/erfolg-fuer-buergerinitiative-gegen-kiesabbau-in-dietzenbach/#comments Wed, 24 Jul 2019 14:14:21 +0000 Administrator Allgemein Flughafen & Region http://waldbesetzung.blogsport.de/2019/07/24/erfolg-fuer-buergerinitiative-gegen-kiesabbau-in-dietzenbach/ Nach einer Mitteilung der Stadt Dietzenbach hat sich der dortige Magistrat mit der Geschäftsführung der Firma Q-Sand darauf geeinigt, die Pläne für einen grossflächigen Quarzsandabbau nicht weiterzuverfolgen.

Das ist eine gute Nachricht für die dortige Bürgerinitiative gegen Sandabbau im Wald, welche erklärte, weiterhin wachsam zu bleiben falls neue Planungen auftauchten.

Offenbar hat das Betriebskonzept von Q-Sand und der saarländischen Firma Omflor, welche angeblich hinter der Briefkastenfirma Q-Sand steht, auch die Politik in Dietzenbach nicht überzeugen können. Das gilt besonders für die geplante Deponierung von Recyclingmaterial , um eine Grundlage für eine Neubepflanzung zu schaffen. Zum einen sei es schwer zu gewährleisten und zu kontrollieren , dass tatsächlich nur unbelasteter Aushub eingebracht würde, zum anderen sei eine Belastung des Grundwassers durch Kiesabbau und Verfüllung nicht auszuschliessen. Zudem sei unsichere, ob eine Rekultivierung erfolgreich sei. Erfahrungen beispielsweise aus Langen sprächen dagegen.

Laut der Firma Omlor kostet eine Tonne Sand mittlerer Qualität derzeit ca. 8 Euro. Für eine Tonne recyceltes und gereinigtes Erdmaterial würden 17-48 Euro angesetzt. Gutes Material sei derzeit sehr knapp.

Erfahrungen mit mangelhaftem Auffüllmaterial hat man im neuen Europaviertel im Frankfurter Gallus/Messeviertel gemacht. Dort sollte auf dem Gelände des ehemaligen Hauptgüterbahnhofes eine attraktive Parkanlage für die benachbarte hochpreisige Wohnlage entstehen. Bis heute ist es nicht gelungen, dort eine dauerhafte Begrünung mit Rasenflächen und Bäumen zu schaffen. Das Gelände ist nach wie vor abgesperrt und vom Auftraggeber, einer städtischen Firma, nicht abgenommen.

In Bayern ist die sogenannte Nassverfüllung, also die Einbringung von Recyclingboden in grundwasserführendes Gelände, seit ca. 10 Jahren verboten. In Hessen ist sie weiterhin erlaubt.

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Kerosinsteuer- nicht mehr als ein Anfang http://waldbesetzung.blogsport.de/2019/07/24/kerosinsteuer-nicht-mehr-als-ein-anfang/ http://waldbesetzung.blogsport.de/2019/07/24/kerosinsteuer-nicht-mehr-als-ein-anfang/#comments Wed, 24 Jul 2019 10:17:50 +0000 Administrator Allgemein http://waldbesetzung.blogsport.de/2019/07/24/kerosinsteuer-nicht-mehr-als-ein-anfang/ Seit vielen, vielen, Jahren fordern die Umweltschutzverbände eine Besteuerung von Flugbenzin. Die gesetzlichen Grundlagen für Regelungen im nationalen Bereich liegen seit 2003 vor. Nun ist Bewegung in die Diskussion gekommen – Österreich möchte ein nationales Gesetz beschliessen, die französische Regierung schlägt eine EU-weite Regelung vor.
Sicher wären solche Regelungen ein Fortschritt. Doch es scheint, dass die Kerosinsteuer erst dann eingeführt wird, wenn -und weil- sie zu diesem Zeitpunkt kaum noch Wirkung hat.

Wir erinnern uns: Vor drei Jahren lud der hessische Verkehrsminister Tarek-Al Wazir die irische Fluglinie Ryanair ein, von Frankfurt Hahn nach Frankfurt International zu wechseln. Hauptgrund: Der Standort ist sowohl für die Airline als auch für den Flughafenbetreiber hochattraktiv, er ermöglicht beiden ein grosses Passagierwachstum.
Genau das soll jetzt mit der Kerosinsteuer angeblich gebremst oder gar gestoppt werden. Etwa durch Al Wazir und Ryanair ?

Wir meinen: Ohne einen Systemwechsel und Strukturwandel wird eine Preiserhöhung für Flüge kaum eine positive Umweltwirkung haben.

Zum ersten: Fliegen muss weltweit teurer werden. Dazu muss das antiprotektionistisch inspirierte Chicagoer Abkommen zur Förderung des Luftverkehrs von 1944, welches nationalen Regierungen eine Besteuerung internationaler Airlines verbietet, durch ein zeitgemässes Gesetz ersetzt werden. „One World“ wird heute anders definiert.

Die von der EU betriebene Deregulierung des Luftverkehrsmarktes, welcher den staatlichen und damit leider auch öffentlichen Einfluss auf die Airlines zurückdrängte, muss rückgängig gemacht werden. Das gilt auch für andere Verkehrssektoren, etwa den Bahnverkehr, den Strassengüter- und Fernbusverkehr. Die Firmen, die neu entstanden sind, machen das , was sie gut können: Maximaler Umsatz und Profit bei minimaler Daseinsfürsorge.

Vor 15 Jahren hätte eine Kerosinsteuer den Höhenflug der Billigairlines zumindest bremsen können. In dieser Zeit haben sie massive Strukturen und Kapazitäten aufgebaut und den Verkehrsmarkt umgekrempelt. Es verschwanden z.B. fast alle internationalen Fernreisezüge. Allein mit relativen Preiserhöhungen sind die Veränderungen im Mobilitätsbereich nicht mehr wegzukriegen.

Die Fluglinien haben mit ihrer Politik Akzeptanz und Abhängigkeiten geschaffen. Ein Beispiel: Fernbeziehungen, die mit wochenendlichen Besuchsflügen gepflegt werden, waren vor 20 Jahren aus Kostengründen für die meisten Menschen hierzulande undenkbar. Jetzt sind sie Realität – und werden wohl auch die Belastung einer Preiserhöhung aushalten. Sprich: Geflogen wird trotzdem, solange das persönliche Einkommen stimmt.

Die Forderung der Grünen, bis 2035 auf Inlandsflüge zu verzichten, ist purer Ponyhof. Diese Flüge sind mittelfristig nicht mehr das Thema, sondern insbesondere Distanzen zwischen 600 und 1500 Kilometern sowie darüber hinaus.

Inlandsflüge als solche sind auch nicht das Problem, solange sie sich jeweils volkswirtschaftlich rechnen. Das war früher eigentlich nur für einen Spitzenmanager der Fall oder den Jet Set. Mensch erinnere sich an die legendäre Drei Wetter Taft Werbung. Heute geht das für Hinz und Kunz – und die Masse (oder sagen wir weniger polemisch: Kapazität) macht das Problem zum grossen Problem. Verschwendung geht nur, wenn sie einer kleinen Minderheit vorbehalten bleibt. Sollte sie zwar auch nicht-aber wenn sie Allgemeingut wird, krachts.

Die Subventionierung von Umweltzerstörung muss fallen. Nicht nur die fehlende Kerosinbesteuerung ist der Skandal, sondern genauso die Steuerreduzierung für den vergleichbar umweltbelastenden Diesel . Dieselkraftstoff ist hierzulande 18 Cent niedriger als Benzin besteuert . Begründet wird dies mit der Förderung des einheimischen Diesel-PKW-Absatzes sowie -schlimmer noch- der Förderung des europäischen Güterfernverkehrs. Gerade diese Mobilität ist heute aber viel zu billig. Helfen würde bei der Durchsetzung umweltgerechter Standards auch die konsequente Durchsetzung -der durchaus vorhandenen- Vorschriften gegen die Ausbeutung des Fahrpersonals. Weitere Güterverteilzentren -wie z.B. Ikea Rüsselsheim oder das Gewerbegebiet Eichenberg- sollten verhindert werden.

Das Dilemma: Massiv erhöhte Kosten für Transport- und schliesslich auch für Lebensmittel sowie Preiserhöhungen für Dienstleistungen werden früher oder später die mühsam unterdrückte Inflation anheizen. Und diese wird zu neuen wirtschaftlichen Verwerfungen führen – eine Dynamik wird in Gang kommen, welche profitable Einheiten stärkt und traditionelle, weniger durchkapitalisierte Wirtschaftsbereiche schwächt. Das sind oft aber die Einheiten und Unternehmen, welche einen hohen Personalkostenanteil bezogen auf den Umsatz haben. Dabei sind es Strukturen, welche der breit zu beobachtenden Auflösung intakter und zur Resilienz fähiger Beziehungsverhältnisse etwas entgegensetzen könnten. Ebenso kommt es zur Zunahme prekärer Arbeitsverhältnisse – ein Beispiel sind die Paketdienstleister und die PizzaausfahrerInnen….Die werden sich kaum als unbezahlte Bademeister oder Feuerwehrfrau nebenbei engagieren können.

Subventionen zu verlagern – etwa vom Erdöl- in den Verstromungsbereich, wird das Problem nicht ursächlich lösen, bestenfalls abmildern. Wenn es überhaupt im globalen Massstab Effekte bringt anstatt Belastungen nur auszulagern. Oftmals werden Einspareffekte durch Mehrverbrauch ausgeglichen – der sogenannte „Rebound-Effekt“ lässt grüssen. Glühbirnen werden durch LEDs ersetzt – aber nicht 1:1- durch die Kostenersparnis ermuntert werden gleich viel mehr neue Leuchtmittel installiert.

Ein Übriges bewirkt das Bevölkerungswachstum in den Stadtregionen, welches alle Verbesserungen mehr als ausgleicht.

Hier hilft nur radikales Umsteuern. Die sogenannte „Heimat-Abgabe“, mit welcher die hessische Landesregierung strukturstarke Kreise zugunsten ländlicher Gebiete zur Kasse bitten will, ist eigentlich ein guter Ansatz. Der wird aber dadurch konterkariert, dass die Städte in den Ballungszentren durch den Zuzug mit massiven Investitionen in den öffentlichen Bereich konfrontiert sind, um nicht „sozial zu kippen“. Sie brauchen selbst jeden Cent. Dies bei einem dramatischen Rückgang der Gewerbesteuern. Zum Design der modernen Wirtschaft gehört es, keine Verantwortung mehr zu übernehmen, ebengenau das aber zu behaupten. Oder die Einsparungen zum kleineren Teil an die eigene Kundschaft weiterzugeben. Ryanair lässt grüssen.

Was wir brauchen ist ein massives Umschwenken. Dazu gehört, Fernbereichsmobilität teuer (ja, auch im ICE !) und Nahbereichsmobilität billig und attraktiv zu machen. Dabei steht das E-Bike vor dem Auto, das Fahrrad vor dem E-Bike und das Zu-Fuss-Gehen vor alledem.

Wird die Kapital- und Verwertungslogik nicht geknackt und die systemimmanente Fehlsteuerung und Verschwendung aufgehalten, dann nutzen auch im Prinzip wünschenswerte Einzelmassnahmen nichts mehr – vor allem wenn sie zu einem Zeitpunkt kommen, wo eigentlich schon ganz andere Schritte und Einschnitte nötig wären. Und dafür muss an den Herrschaftsverhältnissen gekratzt werden.

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Wasserverknappung wird Thema http://waldbesetzung.blogsport.de/2019/07/03/wasser-wird-thema/ http://waldbesetzung.blogsport.de/2019/07/03/wasser-wird-thema/#comments Wed, 03 Jul 2019 17:33:43 +0000 Administrator Allgemein http://waldbesetzung.blogsport.de/2019/07/03/wasser-wird-thema/ In der Diskussion um die Risikoabschätzung der Temperaturerwärmung rückt derzeit das Problem „Wassermangel“ nach vorne. Zwar wird beteuert, die Trinkwasserversorgung sei auch langfristig sicher, aber auf welchen Grundannahmen beruht die Prognose ?

In Deutschland werden per Anno derzeit ca. 32 Milliarden Kubikmeter Wasser verbraucht, dabei macht die öffentliche Wasserversorgung ca. 5 Milliarden aus, etwa 28 Milliarden werden nichtöffentlich, etwa in der Industrie , Landwirtschaft und Gewerbe, verbraucht. Der direkte Trinkwasserverbrauch wird mit etwa 130 Litern/Tag angegeben. Allerdings kommen wir lebensstilbedingt auf einen „versteckten“ Wasserverbrauch von sagenhaften 4000 Litern/Tag !

Das in Deutschland konsumierte Wasser setzt sich zu 70 Prozent aus Grund- und zu 30 Prozent aus aufbereitetem Oberflächenwasser zusammen.
Es gibt Regionen, etwa der Harz oder Teile Sachsens, die sich über Talsperren versorgen müssen. Städte lassen sich über Fernleitungen beliefern, sie hängen gewissermassen „am Tropf“. Die Wasserversorgung wird zunehmend als sicherheitsmässig sensibler Bereich betrachtet und entsprechend behandelt, Informationen darüber sind kaum mehr frei zugänglich.

Das Grundwasser biete eine hohe Versorgungssichereit, da es „sich schnell erneuere“. Sinkende Grundwasserpegel durch steigende Entnahme sind aber seit Jahrzehnten ein Thema und haben hier in Hessen im Raum Ortenberg und auch Weiterstadt seit den 70ern zu Protestaktionen geführt.

Weltweit ist Wasserverknappung eine der Hauptfluchtursachen, da sie vielerorts zur Aufgabe von Subsistenzwirtschaften zwingt.

Nun scheint es, dass „die grosse Dürre“, welche im letzten Jahrhundert die Sahel-Zone in Afrika trockenlegte, nach Norden voranschreitet und auf Europa überspringt Sollten solche Szenarien zutreffen, wird ein völlig anderer Umgang mit der Lebensgrundlage Wasser erforderlich werden.

Damit es auch in Zukunft ausreichend Trinkwasser gibt, muss alles getan werden um die weitere Austrocknung der Böden aufzuhalten. Dazu gehört ein Verzicht auf weitere Versiegelung und Entwaldung. Überbaute Flächen müssen begrünt werden. Das Terminal Drei am Frankfurter Flughafen darf in der geplanten Form nicht errichtet werden. Es produziert mit seinen riesigen Betonflächen heisse Luft. Zudem verbraucht der Flughafen viel zu viel Trinkwasser. Dessen nachhaltige Nutzung ist genauso wichtig wie die von Energie. Sehring hat den Kiesabbau nach Auskiesung des gegenwärtig genutzten Planabschnitts einzustellen. Die Grubenerweiterung zerschneidet ein zusammenhängendes Waldgebiet.

Private Brunnen sind darauf zu prüfen, ob sie Auswirkungen auf öffentliches Grün haben. Es kann nicht sein, dass Zierrasen gewässert werden, während nebenan die Bäume absterben. Die öffentlichen Brunnen dürfen nur noch so viel Wasser fördern, dass der Grundwasserspiegel nicht unter die Wurzelgrenze absinkt. Das ist der Bevölkerung auch transparent zu machen. Bei Produkten sollte der herstellungsbedingte Wasserverbrauch deklarierungspflichtig werden.

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Öko-Rioting http://waldbesetzung.blogsport.de/2019/06/29/oeko-rioting/ http://waldbesetzung.blogsport.de/2019/06/29/oeko-rioting/#comments Sat, 29 Jun 2019 12:29:03 +0000 Administrator Allgemein Flughafen & Region http://waldbesetzung.blogsport.de/2019/06/29/oeko-rioting/ SoziologInnen warnen schon lange davor, dass durch die Hitzeeinwirkung die Zahl von gewalttätigen Ausbrüchen steigen könnte. Dabei geht es auch um den Streit um knappe naturbelassene Ressourcen. Am privat betriebenen Raunheimer Strandbad versuchten zuletzt 200 Menschen das Gelände zu belagern und ansatzweise zu stürmen. Der Zugang zum Bad war zuvor wegen Überfüllung geschlossen worden. Es kam zu einzelnen Steinwürfen in Richtung der Securities und zu einem Alarmeinsatz der Polizei mit bis zu 10 Streifenwagen. Auch jetzt am Samstag ist das Bad bereits ab Mittag voll. Da empfiehlt es sich, lieber daheim zu bleiben. Das Seewasser verspricht bei 23-25 Grad auch keine wirkliche Abkühlung mehr.

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