Waldbesetzung http://waldbesetzung.blogsport.de Widerstand gegen den Ausbau des Frankfurter Flughafens Fri, 15 Feb 2019 13:54:08 +0000 http://wordpress.org/?v=1.5.1.2 en Darmstadt: Bis zu 2000 (meist) junge Leute auf Klimademo http://waldbesetzung.blogsport.de/2019/02/15/darmstadt-bis-zu-2000-meist-junge-leute-auf-klimademo/ http://waldbesetzung.blogsport.de/2019/02/15/darmstadt-bis-zu-2000-meist-junge-leute-auf-klimademo/#comments Fri, 15 Feb 2019 12:59:17 +0000 Administrator Allgemein http://waldbesetzung.blogsport.de/2019/02/15/darmstadt-bis-zu-2000-meist-junge-leute-auf-klimademo/ Obwohl erst im Januar gegründet, hat der Darmstädter Ableger von „Fridays for Future“ einen fulminanten Auftakt hingelegt. Etwa 1000 Menschen beteiligten sich an einer Auftaktkundgebung „für eine bessere Klimapolitik“ auf dem Luisenplatz , nochmal so viele wurden mit Zwischenkundgebungen auf einer Demo erreicht. Dafür wurden TU-Institute und nahegelegene Schulen aufgesucht.

Hauptforderung ist eine klimafreundliche Energiepolitik. Der öffentlicher Nahverkehr soll ausgebaut und kostenfrei werden. Gefordert wird auch ein wirksamerer Schutz der Wälder.

Schon vor der Demo wurde aufgerufen, Plastikflaschen und Einwegbecher wegzulassen und den Luisenplatz müllfrei zu hinterlassen.

Der Stadtelternbeirat und die SPD Darmstadt haben sich mit den Forderungen der Demo solidarisiert. Die Organisation der Demo und der Kontakte mit Polizei, Schulen und Behörden lief weitgehend über den Stadtschülerrat. Es hat aber auch interne Unterstützung und Austausch in innerschulischen Strukturen gegeben.

Spannend ist, wie es mit „Fridays for Future“ weitergeht und welche Strukturen sich herausbilden. Einerseits wird die Bewegung gelobt und umgarnt, andererseits wird ihr von oft den gleichen Erwachsenen ein politisches Mandat abgesprochen. Das gilt besonders für den Bereich der Kinderrechte und den Einsatz für konkrete politische Ziele.
Auch der Umgang mit einem „konflikthaften Streik“ – es existiert bislang keine eindeutige Anordnung aus dem Kultusministerium in Wiesbaden, sondern die Anweisung, das die Schulen eigenverantwortlich mit disziplinarischen Fragen umgehen – ist noch offen.

Es ist die Frage, wie viele SchülerInnen eine „harte Linie“ , welche eine Radikalisierung auch im Handeln brächte, mitgehen würden. Noch ist unklar, ob sich eine Massenbewegung herausbildet oder es bei einer „Einweg-Bewegung“ und damit bei einer Episode bleibt – ähnlich den temporären Unistreiks. Zuletzt erhielt die Bewegung Nachhilfe bei der Profilierung durch CDU-Generalsekretärin Paul Ziemiak, welcher die Ursprungsinitiatorin der Schulstreiks Greta Thunberg als „arme Greta“ verspottete. Das ist eine Sprache, die die im Umgang mit „Dissen“ und „Mobben“ erfahrenen SchülerInnen verstehen.

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Reformpädagogisch reisen- ohne Flugzeug http://waldbesetzung.blogsport.de/2019/02/15/reformpaedogogisch-reisen-ohne-flugzeug/ http://waldbesetzung.blogsport.de/2019/02/15/reformpaedogogisch-reisen-ohne-flugzeug/#comments Fri, 15 Feb 2019 10:02:03 +0000 Administrator Allgemein Über den Tellerrand http://waldbesetzung.blogsport.de/2019/02/15/reformpaedogogisch-reisen-ohne-flugzeug/ Was heisst es, heutzutage elitär zu reisen ? Es heisst, mit einem alten Regionalzug durch Rumänien zu fahren anstatt den Austrian-Flieger nach Cluj zu nehmen. Es bedeutet, alleine zu reisen, mit 150 Euro pro Woche auszukommen und die Reise unter ein erkenntnisorientiertes Thema zu stellen. Das geht nicht über ein verlängertes Wochenende. Das ist sicher keine Reiseform für Alle.

Einige der 60 Stipendien, welche die am Schloss Salem in Baden-Württemberg ansässige Zis-Stiftung für Themenreisen an Jugendliche vergibt, sind noch offen. Deshalb wurde der Bewerbungsschluss vom 15.2. auf den 1.3.2019 verlegt.

Es geht hier um vierwöchige Reisen, die alleine angetreten ,aber im Austausch geplant werden. Jugendliche (Höchstalter 20 Jahre) sollen ein persönliches Thema für ihre Fahrt „auf Eigeninitiative nach Interessen und Leidenschaften wählen“ und sich damit bei der Stiftung bewerben.

Wer angenommen wird, bekommt von der Stiftung einen ehrenamtlichen Mentor/eine Mentorin zur Seite gestellt. Diese Person soll beraten, die Eltern überzeugen, Kontakte vermitteln und helfen, die „Challenges zu knacken“ welche die Stiftung vorgibt. Nach dem Motto „unterwegs ständig ankommen“ wird ein Reisetagebuch verlangt. Nach der Reise ist ein Projektbericht an die MentorInnen vorgesehen, dessen Form sich am Erkenntnisinteresse der Reise oder nach spontanen Eingebungen auf der Reise richtet. Bei einer Reise zu künstlerischen Themen kann das auch mal ein Werkstück sein.

„Einheit von Reise und Begegnung, sich allein mit der Allgemeinheit auseinandersetzen,“ ist ein reformpädagogischer Ansatz. Hier soll Persönlichkeit gebildet werden und er ist durchaus leistungselitär – aber allein deshalb wohl noch nicht schlecht. Schliesslich steht er Allen offen. Wichtig ist, sich mit dem Ansatz auseinanderzusetzen.

Das Vermeiden von Flugreisen steht in diesem pädagogischem Zusammenhang. Sie gelten als unkommunikativ und zwingen wenig dazu , sich mit einer speziellen Reisekultur der besuchten Länder auseinanderzusetzen, sind sie doch meist Punkt-Ziel-Reisen. Zudem engt dies das Reisespektrum -gewünschter Weise- auf einen 1000 Kilometer- Radius ein.
Wer mit der Transsib nach Sibirien fährt und dort untersucht, ob und wie die Bevölkerung mit geringerem Budget Lufttaxis benutzen kann, könnte trotzdem zu einem Flug kommen.

Was die Popularität des Angebots einschränken dürfte, ist die Voraussetzung alleine reisen zu müssen. Das mag zwar gut für die Persönlichkeitsbildung sein, ist aber bei 16-20 jährigen Menschen sicher nicht populär. Im Mittelpunkt steht eben doch der Studienaufenthalt. Es ist eine Bildungsreise.

Insgesamt ist “ Themen- und Projektorientierung mit Austausch vor, während und nach der Reise“ aber ein interessanter Ansatz . Das muss ja nicht mit einer Stiftung erfolgen und dann muss mensch nicht Einzelreisende/r und unter 21 sein.

Wer aber als Zielgruppe in Frage kommt, findet Infos unter Zis-Stiftung für Studienreisende.

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Dröhnende Drohnen drohen http://waldbesetzung.blogsport.de/2019/02/13/droehnende-drohen-drohen/ http://waldbesetzung.blogsport.de/2019/02/13/droehnende-drohen-drohen/#comments Wed, 13 Feb 2019 13:47:34 +0000 Administrator Allgemein Flughafen & Region http://waldbesetzung.blogsport.de/2019/02/13/droehnende-drohen-drohen/ In Zusammenarbeit mit dem Bruchsaler Technologieunternehmen „Velocopter“ möchte die Fraport in das Elektro-Leichtflugzeuggeschäft einsteigen. Bereits in 10 Jahren möchte man ein Lufttaxi-System mit zweisitzigen Leichthubschraubern anbieten. Sie funktionieren ähnlich wie eine Drohne. Dem Flughafenumland „drohnt“ damit neues Ungemach.

Bisher klingt das Ganze noch mehr wie eine Schnapsidee. Mit eleganten Zweisitzern sollen gelandete Fluggäste gleich wieder von „Velocopter-Ports“abheben und in kürzester Zeit ihre Ziele im Rhein Main Gebiet ansteuern können. Die Sicherheitsabstände in den Luftkorridoren dieser Mini-Vehikel dürften enorm sein . Damit bleiben sie in den Beförderungsleistungen weit hinter Verkehrslösungen auf Schiene und Strasse . Voraussetzung für den kommerziellen Erfolg ist, dass die Drohnencopter autonom fliegen . Bisher müssen die Volocopter mit dem Joystick bedient werden und dafür ist nicht nur eine Fluglizenz, sondern sogar eine anspruchsvollere Hubschrauberlizenz erforderlich. Ähnlich wie bei den Mikrofahrzeugen am Boden arbeitet die Elekrolobby allerdings bereits daran, eine eigene Typenklasse für die Vehikel durchzusetzen.

Fraport posaunt, mit dem Velocopter könnte man Staus überfliegen oder bräuchte sich nicht mehr in überfüllte Bahnen zu quetschen. Sie beschreibt damit die Situation eines Verkehrsinfarkts, den sie mit ihrer Mobilitätspolitik selbst herbeizuführen gedenkt. Ein nicht ausgeweiteter Flughafen ist auch mit gewöhnlichen Verkehrsmitteln ordentlich zu erreichen.

Zudem ist hier ein Baby für Reiche geplant. Die wollen sich nicht mehr in die gefährlichen Niederungen des Stadtdschungels stürzen, sondern ihre isolierten Ressorts direkt erreichen können. Hier wird ein Bild der Zukunft zugrunde gelegt, welches beängstigt. Es erinnert an Science-Fiction-Storys, welche befestigte, luxuriöse Wohlstandsburgen beschreiben , die von verarmten und chaotisierten Landregionen umgeben sind.

Auch stellt sich die Frage, ob die Fraport mit der Lufttaxi-Idee dem bereits heute vorhandenen Problem abhelfen will, dass Fliegen immer langsamer wird. Die Eisenbahn und auch das Auto, die in die Städte hineinfahren, haben hier einen Systemvorteil. Ueblicherweise dauert die An- und Abreise länger als der Flug. Und das ist gut so, soll das umweltschädliche Fliegen nicht noch gefördert werden.

Umweltfreundlich ist die Mobilitätskette von Düsenflugzeug und Elektroleichtflugzeug nicht. Der Volocopter zieht ordentlich Strom (gibt es nicht ohne Umweltbelastung) und muss eine Batterie ( derzeit:igitt) als Totlast mitschleppen. Er ist enorm wetter- und windabhängig. Was in Dubai testweise funktioniert, kann in Frankfurt oder München floppen.

Auch die Behauptung, die Vehikel mit ihren 18 Servomotoren wären „leise“, darf getrost bezweifelt werden. Die Dinger erzeugen neben dem hörbaren Lärm Infra- und Ultraschall, welcher als unangenehm wahrgenommen wird. Ganz besonders da er von oben kommt, was alle Säugetiere – evolutionsbiologisch bedingt – ungemein stresst.

Die „Stechmücken“ benötigen zudem viel, viel Platz. Sie müssen ja auch halbwegs sicher landen- und dabei gibt es den meisten Bruch.

Momentan ist das Volocopter-Projekt nur die Zukunftsidee der Übermobilitäts-Lobby . Doch wehe, die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen ändern sich in eine Richtung, wo das Vorhaben Sinn macht. Wir müssen alarmiert sein und den Flughafen in seine Grenzen weisen. Und uns fragen, warum Fraport unter Aufsicht des grünen Verkehrsministeriums eine solch unausgegorene Idee promoten darf.

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Mauer-Fotos in Walldorf http://waldbesetzung.blogsport.de/2019/02/13/mauer-fotos-in-walldorf/ http://waldbesetzung.blogsport.de/2019/02/13/mauer-fotos-in-walldorf/#comments Wed, 13 Feb 2019 10:02:12 +0000 Administrator Flughafen & Region http://waldbesetzung.blogsport.de/2019/02/13/mauer-fotos-in-walldorf/ Am Donnerstag, den 14. Februar gibt es neben roten Rosen (Valentinstag) auch jede Menge Beton zu sehen. Im Walldorfer Rathaus wird um 18 Uhr eine Fotoausstellung von Walter Keber zur Geschichte der Startbahn West – Mauer eröffnet.

Das sind Bilder aus den Jahren 1981 bis 2018. Vor einem Jahr begann der inzwischen abgeschlossene Abriss der Absperrung aus Betonfertigteilen. Diese wurden durch einen stabilen Metallzaun ersetzt . Mit diesem gibt es die durchaus widersprüchliche Identifikation nicht mehr, welche StartbahngegnerInnen mit der Betonmauer verband. Die alte Mauer war gleichzeitig ein Symbol der Macht der Startbahn-Durchpeitscher wie auch eins der Macht des starken Protestes, welcher erstmals eine solche Sperranlage notwendig machte.

Nur so lässt sich erklären, dass es im Jahr 2018 eine Ausstellung in Walldorf- Auge in Auge mit dem geplanten Terminal 3- mit historischen Mauerfotos gibt. Es wären ja durchaus auch andere -konflikthaftere- Thematiken möglich. Die Ausstellung flankiert die Aufstellung von zwei Mauersegmenten an der Hüttenkirche in Walldorf, welche am Sonntag, den 17.3. ab 14 Uhr erstmals präsentiert werden.

Die Sicherung der Mauerteile wurde nur durch eine Zusammenarbeit von Denkmalschutz, dem Alteigentümer der Mauer- Fraport- und den Interessenverbänden der AltstartbahngegnerInnen möglich. Auch hier zeigt sich die „doppelte Symbolwirkung“, welche Bauherren und Baugegner von damals verbindet- auf zwei Seiten der einen, verschwundenen (?) Mauer.

Hier noch mal die Links zum Beitrag über die Mauersprüche im Rahmen eines Vier Kilometer Spaziergangs im Jahr 2017. Er ging unter der Ueberschrift „Besuchen sie die Mauer, solange sie noch steht in drei Etappen:

Teil 1 – Die Südseite

Teil 2 – Die Südostecke

Teil 3- Die lange Ostseite

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Grüne Lunge erhalten http://waldbesetzung.blogsport.de/2019/02/13/gruene-lunge-erhalten/ http://waldbesetzung.blogsport.de/2019/02/13/gruene-lunge-erhalten/#comments Wed, 13 Feb 2019 09:42:17 +0000 Administrator Über den Tellerrand http://waldbesetzung.blogsport.de/2019/02/13/gruene-lunge-erhalten/ Die „Grüne Lunge“ Kampagne möchte die Lebensqualität in Frankfurt erhalten. Einer Riegelbebauung, welche die Frischluftschneisen in die Stadt hinein blockieren würde, möchte sie einen Riegel vorschieben. Am Samstag demonstrierten über 400 Leute im Norden Frankfurts gegen das Bauprojekt Günthersburghöfe. Eine so grosse Demo zu einem städtischen Umweltthema hat es lange nicht mehr gegeben.

Interessant ist, dass es einen belebenden Mix von AltaktivistInnen und Neuengagierten, von Alten und Jungen, von Nachbarschafts- Umwelt- und KlimaschützerInnen gab. Sie eint, dass sie die Zusammenarbeit der Stadt Frankfurt mit dem Projektentwickler Instone ablehnen und möglichst viel Grün erhalten wollen.
Das Thema der Nachverdichtung und der Neubaugebiete ist auch ein Verkehrsthema. Nur ein verkehrlich gut erschlossenes Gelände verspricht gute Rendite. Gleichzeitig muss es aber von möglichen Beeinträchtigungen durch den erzeugten Verkehr freigehalten werden. Diese werden anderen aufgedrückt. Wir sehen, wie sich nicht nur ein Kranz von Neubaugebieten um die Stadt, sondern auch einer von Satelliten um die Flughafenregion legt.

Die Hintergründe des Projekts sind in einem Video der Bürgerinitiative gut erklärt.

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Iran: Repressionen gegen UmweltschützerIn http://waldbesetzung.blogsport.de/2019/02/06/iran-repressionen-gegen-umweltschuetzerin/ http://waldbesetzung.blogsport.de/2019/02/06/iran-repressionen-gegen-umweltschuetzerin/#comments Wed, 06 Feb 2019 11:08:19 +0000 Administrator Repression Über den Tellerrand http://waldbesetzung.blogsport.de/2019/02/06/iran-repressionen-gegen-umweltschuetzerin/ Es ist hochgefährlich, im Iran seinen Protest öffentlich kund zu tun. Das gilt auch dann, wenn dagegen protestiert wird, dass staatliche Gesetze nicht eingehalten werden. Das System der Rechtsordnung in der islamischen Republik Iran führt dazu, dass unter Anklage geraten kann, wer einflussreichen Leuten im Weg steht. Dies gilt selbst für Richter. Sollten Berichte über Proteste ins Ausland gelangen, ist sofort der Vorwurf der Staatsgefährdung und der Spionage zur Hand, was eine Strafverfolgung vom ursprünglichen Vorwurf ablöst und verselbständigt. Über das eigentliche Subjekt wird dann gar nicht mehr verhandelt.
In den vergangenen Jahren hat es auch viele UmweltschützerInnen getroffen. Ein Fall ist die Aktivistin Niloufar Bayani.

Auf dem von Exil-Iranern geführten Blog Ali Shirasi wird über eine Gerichtsverhandlung gegen sie berichtet.

Wichtigstes Umweltthema im Iran ist wohl die Wasserversorgung. Auch im Iran sind grosse Gebiete von zunehmender Dürre betroffen, was zu Streit über die Versorgung mit der knappen Ressource zwischen Gross- und Kleinbauern und zwischen Bevölkerung und staatlicher Wasserversorgung führt.

Probleme gibt es auch mit der Umweltzerstörung durch die Petrochemie, die staatlich gefördert und gegen Proteste geschützt wird.

Es gibt auch Konflikte um die Einhaltung der staatlichen Tierschutz- und Jagdgesetze, welche dem Gewohnheitsrecht verschiedener Stammesgruppen und den Ansprüchen einiger Eliten entgegenstehen. Die Durchsetzung geltenden Rechts kann zum Konflikt (nicht nur) mit religiösen Stellen führen.

Betroffen sind aber auch zahlreiche Intellektuelle , welche bei staatlichen Behörden arbeiten und in Verdacht fallen, eine oppositionelle Haltung einzunehmen, wenn sie mit ihrem Handeln Lobbyisten oder mächtigeren Behörden in die Quere kommen. Hier wird offenbar auch vor politischem Mord nicht zurückgeschreckt, Viele Opfer verschwinden in Gefängnissen des Geheimdienstes.

Es gibt wohl nur wenige Länder, wo die klassische Version von George Orwells Buch „1984″ noch so aktuell ist wie im Iran, dem nach wie vor kulturell und intellektuell am weitesten entwickelten Land im mittleren Osten ,auch wenn von Regierungsseite Vieles versucht wird um den gesellschaftlichen Diskurs zu unterbinden.
Die „islamische Revolution“ jährt sich diese Woche zum 40.Mal. Es ist zu hoffen -und das ist eigentlich die einzige Hoffnung auf eine friedliche Zukunft, die wir haben- dass sich der Iran aus sich selbst heraus erneuert. Ebenso, wie das anderen Orten passieren muss. Kritische Solidarität für alle, die darum kämpfen , ist unabdingbar.

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Ersatzbestrafung nach Baggerblockade in der Lausitz http://waldbesetzung.blogsport.de/2019/02/06/ersatzbestrafung-nach-baggerblockade-in-der-lausitz/ http://waldbesetzung.blogsport.de/2019/02/06/ersatzbestrafung-nach-baggerblockade-in-der-lausitz/#comments Wed, 06 Feb 2019 09:19:37 +0000 Administrator Über den Tellerrand http://waldbesetzung.blogsport.de/2019/02/06/ersatzbestrafung-nach-baggerblockade-in-der-lausitz/ Nach der Blockade mehrerer Braunkohlebagger in Tagebauen im Lausitzer Revier sitzen 18 AktivistInnen der Organisation „Ende Gelände“ in Untersuchungshaft. Dies sei bei dem Vorwurf des Hausfriedensbruchs völlig unverhältnismässig, sagen die OrganisatorInnen der Aktionswoche für einen schnellen Kohleausstieg. Für heute, Mittwoch , sind um 18 Uhr Proteste vor der Landesvertretung Brandenburgs in Berlin angekündigt.

Die Haltung des Bundeslandes Brandenburg zur Braunkohle ist die eine Sache, das Auftreten der Polizei und das der Justiz sind zwei weitere.

Eine Richterin/ein Richter ist formal relativ frei in den Beschlüssen, so lange nicht eine übergeordnete Instanz einen Beschluss revidiert. Ueblicherweise gibt es eine Einigung auf eine möglichst milde Massnahme , etwa Meldeauflagen bis zu dem Prozess. Hier lässt angesichts des vorgeworfenen Tatbestands bereits von einer Art Ersatzbestrafung sprechen – in der Vergangenheit kam es regelmässig zu Freisprüchen vom Vorwurf des Hausfriedensbruchs, da die Tagebaugelände nicht eingezäunt sind. Allerdings sind auch weitergehende Auslegungen des Hausfriedensbruchparagraphen möglich.
Denkbar ist auch eine Erweiterung der Anklage auf einen Tatvorwurf der „Störung öffentlicher Betriebe“ oder ähnlichem. Das ist aber bei der Blockade im Tagebau Jänschwalde schon deshalb nicht zu erwarten, da der Bagger nach Aussagen der Betreiberfirma wegen Wartungsarbeiten abgeschaltet gewesen wäre.

Die Polizei warf den BesetzerInnen in Jänschwalde „mangelnde Kooperation“ vor, da sie nach der Aufforderung zur Räumung den Bagger zunächst nicht verlassen hätten. Das ist aber kein Tatbestand.Nach Presseangaben sah sich die Polizei wegen möglicher Eigengefährdung ausserstande, den Bagger zu räumen. Die BesetzerInnen wären später aus eigenen Stücken herunter gekommen.

Eine Ausweitung der Anklage oder ein Aufrechterhalten der U- Haft würde eine massive Kriminalisierung des Klimaschutz-Protestes bedeuten.
So wie es aussieht ist es die Intention des Gerichts, die 18 AktivistInnen bis zum Prozess in Haft zu halten.Das könnten bis zu zwei Wochen sein. Ihnen wird offenbar Fluchtgefahr oder Verdeckung der Identität vorgehalten.

Für Irritationen in den Reihen der KohlegegnerInnen hat im Rahmen der Aktion die scharfe Distanzierung von Hannelore Wodke , welche die BewohnerInnen von Proschim in der Kohlekommission vertreten hat, gesorgt. Ende Gelände hat sich im Nachgang „aufrichtig entschuldigt“, ihren Namen ungefragt in einer Presseverlautbarung verwendet zu haben. Die BaggerbesetzerInnen hatten sich auf Twitter als „Kommando Hannelore Wodke“ bezeichnet.

Die Linke Brandenburg hat sich entschieden von der Aktion distanziert. Sie diene nicht den Interessen der Bevölkerung der Region.

Eine vergleichbare Aktion von „Robin Wood“ AktivistInnen am Kohlehafen in Karlsruhe endete dagegen recht unspektakulär. Die Betreiber der Anlagen äusserten, sie sähen die dortige Abseilaktion gelassen. Die Lausitz ist nicht nur mit ihren sommerlichen Dürre- und Hitzerekorden, sondern auch in politischem Sinne ein heisses Pflaster.
Die Brandenburgische SPD ist von IGBE-Kohlelobbyisten dominiert. Viele regionale SPD-Mitglieder sind auch bei dem Verein „Pro Lausitzer Braunkohle e.V.“ aktiv, der nach wie vor einen Ausstieg aus der Braunkohle verhindern will. In einem offenen Brief an den Sender RBB fordert er die Prüfung, ob die „tendenziöse Berichterstattung“ über die Baggerbesetzung mit dem Rundfunkstaatsvertrag zu vereinbaren sei. In einem Fernsehbeitrag waren die BesetzerInnen vor Ort zu Wort gekommen, was den Braunkohlelobbyisten missfällt.

Aktualisierung: Ende Gelände hat bei der Mahnwache vor der Brandenburgischen Landesvertretung am Mittag bestätigt, dass konsequente Personalienverweigerung zu der Untersuchungshaft für 18 AktivistInnen geführt hat. Fünf Menschen haben ihre Personalien angegeben und wurden entlassen. Ende Gelände spricht nun von den „Lausitz 18″ statt wie bisher von den „Lausitz 23″. Gegenüber PressevertreterInnen wurde dort erklärt, der Protest finde statt, weil „die brandenburgische Landesregierung Klimaaktivisten gefangen hält“. Ueber diese Formulierung lässt sich sicher diskutieren, das Ziel ist klar: Eskalation-Der Kohle-Konsens soll geknackt werden…..

Aktualisierung 7.2 : Weitere 9 Menschen sind heute aus der U-Haft entlassen worden. Sie hatten bereits gestern ihre Personalien angegeben, aber offenbar wollte die Haftrichterin mehr Sicherheiten, so dass heute den halben Tag verhandelt wurde. Sechs Leute sitzen weiter in Haft, für sie ( und auch für die anderen dort) findet am frühen Abend eine Lärmdemo vor der JVA Cottbus statt.

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Demo gegen geplantes „Innovationsquartier“ im Frankfurter Nordend http://waldbesetzung.blogsport.de/2019/02/05/demo-gegen-geplantes-innovationsquartier-im-frankfurter-nordend/ http://waldbesetzung.blogsport.de/2019/02/05/demo-gegen-geplantes-innovationsquartier-im-frankfurter-nordend/#comments Tue, 05 Feb 2019 09:30:02 +0000 Administrator Über den Tellerrand http://waldbesetzung.blogsport.de/2019/02/05/demo-gegen-geplantes-innovationsquartier-im-frankfurter-nordend/ Am Samstag, 09.2.2019, findet eine Kundgebung „Bäume statt Beton“ mit Demo und Picknick im Frankfurter Nordend statt. Treffpunkt ist um 12 Uhr am Fünffingerplätzchen in Bornheim-Mitte. Anlass ist der Beginn der Probebohrungen in der Kleingartenanlage östlich der Friedberger Landstrasse, mit denen die Bodenbeschaffenheit zur Bemessung der Stärke der geplanten Hausfundamente untersucht wird.

Es geht um ein „schwach verdichtetes“ Gelände zwischen Hauptfriedhof und Günthersburgpark . In drei Quartieren – dem sogennanten Innovationsquartier auf einer Altbestands-Kleingartenanlage, dem Gelände der aufzulassenden Gärtnerei Friedrich an der Dortelweiler Strasse und dem Quartier „Attenberry Ost“ sollen auf 16 Hektar Land etwa 1500 Wohnungen entstehen. Besonders umstritten ist das sogennante „Innovationsquartier“. Es soll das Kernstück des neuen nach Ernst May benannten Stadtviertels bilden. Dort befinden sich heute noch Kleingärten. Deren PächterInnen wehren sich in der Initiative „BIEGL-Für den Erhalt der grünen Lunge Frankfurts“ gegen die Pläne. Das Quartier soll vom Grossinvestor „Instone“ errichtet werden. Vorgesehen ist gehobene Bebauung mit einem Sozialwohnungsanteil von 30 Prozent.
Ende 2019 soll das Stadtparlament den Bebauungsplan beschliessen. Das Planungsrecht könnte 2020 erwirkt sein und 2021 dürften dann die Bagger rollen, – so die zeitlich ambitionierte Planung.
Das will die BI – die zuletzt Unterstützung von Ökolinx , dem zuständigen Ortsbeirat und den UnterstützerInnen des Abenteuerspielplatzes Günthersburgpark erhalten hat- verhindern. Neuerdings unterstützt auch die Klimaschutzbewegung ausdrücklich den Protest und will sich mit ihren Aktionsformen einbringen.

Die Forderung ist, nur den Anteil von Sozialwohnungen auf bereits versiegelter Fläche zu bauen und vor allem den Grossinvestor draussen vor zu lassen. Eine weitere Grossbebauung müsste zum Erhalt der Frischluftschneise zum hochverdichteten Nordend unterbleiben. Nach dem Hitzesommer 2018 sei ein Umdenken dringend geboten. Die Kleingartenanlage als sozialer Ort und als wertvolles Naturbiotop müsse bleiben. Man sei bereit, das Kleingartenquartier mehr für die Öffentlichkeit zu öffnen, was man bei zahlreichen Veranstaltungen in den letzten Jahren bereits unter Beweis gestellt habe.
Es handele sich hier um einen klassischen Konflikt um die Ressource“ Land“ – zwischen Wohnungsbau, Stadtklima und Flächenbewirtschaftung – wie er sich an vielen Stellen in Rhein Main entzündet habe.

Der Investor „Instone“ entwickelt derzeit das Quartier „Marie“ auf dem Gelände des aufgelassenen Marienkrankenhauses im Frankfurter Nordend. Konversion von Krankenhausstandorten in bester Lage ist derzeit Mode in Frankfurt. Die Sozialwohnungsquote soll durch Bereitstellung von Wohneinheiten im ehemaligen Schwesternwohnheim erfüllt werden. Ansonsten entstehen auf dem Areal hochwertige Wohnungen hinter klassizistischer Retro-Fassade.

Im Nordend und in Bornheim wächst auch der Unmut über massive Hinterhof-Nachverdichtung, welche dem Konzept einer „green City“ zu wider läuft. Wo eine Tiefgarage entsteht, wächst kein richtiger Baum mehr.

Für massiven Wohnungsbau, Nachverdichtung und Stadtwachstum macht sich momentan vor allem die SPD stark. Nicht nur in Frankfurt, auch im Umlandverband : Die von ihr betriebene Änderung des Regionalplans , der die Vernichtung von Wald für Kiesabbau u.a. in Langen vorsieht, wird mit dem Rohstoffbedarf für Neubauten begründet.

Hinweis: Das Fünffingerplätzchen befindet sich am nördlichen Ende der Heidestrasse wo sie auf die (obere) Berger Str. trifft und zur Löwengasse wird. Also etwa 300 Meter von der U Bahn Station Bornheim Mitte nördlich. Es hat räumlich nix mit dem gleichnamigen Platz in der neuen Altstadt zu tun.
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Hambi bleibt -in der Schwebe http://waldbesetzung.blogsport.de/2019/01/26/hambi-bleibt-in-der-schwebe/ http://waldbesetzung.blogsport.de/2019/01/26/hambi-bleibt-in-der-schwebe/#comments Sat, 26 Jan 2019 12:35:32 +0000 Administrator Allgemein http://waldbesetzung.blogsport.de/2019/01/26/hambi-bleibt-in-der-schwebe/ Die sogenannte „Kohlekommission“ hat heute früh ein Konsenspapier vorgelegt, welches einen Kohleausstieg bis 2038 anvisiert. In den Empfehlungen an die Bundesregierung heisst es, das Ausstiegsdatum könne bei entsprechender Forcierung mehrere Jahre vorgezogen werden.

Bis 2020 sollen gegenüber der bisherigen Rahmenplanung 3 GW (Gigawatt) Braunkohlekapazität vom Netz genommen werden. Im Beschluss der Kommission heisst es: „Die Kommission hält es für wünschenswert, dass der Hambacher Forst erhalten bleibt“. Ebenso findet sich eine Formulierung, die eine sozial verträgliche Lösung für die BewohnerInnen von Umsiedlung betroffener Dörfer vorsieht.

Das stärkt zwar die Position der BraunkohlegegnerInnen -sowohl der Hambi-BaumbesetzerInnen als auch der Menschen in den betroffenen Dörfern- macht sie aber weiter zum Verhandlungsgegenstand. Schliesslich liegt die meiste Kohle im Hambacher Revier hinter dem Forst, der eine Art Sperrgürtel bildet. RWE wird darauf nicht leicht verzichten und den Preis hochtreiben. Der könnte auch darin liegen, dass der Hambacher Forst östlich umbaggert wird, dort wo sich derzeit noch die Reste des Dorfes Manheim befinden. Der Wald würde dann noch mehr trockenfallen und Buir als auch Kerpen den Belastungen durch die Grube direkt ausgesetzt. So wie es aussieht, könnte RWE noch etwa die Hälfte der vorgesehenen Tonnage aus dem Tagebau Hambach heraus holen.

„Ende Gelände“ will in den nächsten Tagen bundesweit Aktionen für einen sofortigen Ausstieg aus der Braunkohle und ein Ende der Steinkohleimporte durchführen. Erste Demos – an einer Verladebrücke im Kohlehafen Hamburg und an der BUND- Zentrale in Berlin – gab es bereits.
Stuttgart 21-GegnerInnen verglichen den „Kohlekompromiss“ und die Zustimmung des BUND mit der Schlichtung zu Stuttgart 21, mit der Protestbewegungen welche kurz vor dem Erfolg stehen die Wirkung genommen werden solle.

Jetzt sind schnelle und gute Entscheidungen der Landesregierungen und der Bundesregierung im Sinne des Klimaschutzes gefragt. Das wird es aber nicht ohne stärkeren Druck geben. Aber wo soll der herkommen, wo doch viele Menschen meinen, der Ausstieg sei in trockenen Tüchern ? Und muss, wer jahrelang an der Verschmutzung verdient hat, dafür belohnt werden ? Sinnvoll ist es, die Beschäftigten abzusichern. Nicht aber die Energiefirmen..

Es darf die Frage gestellt werden, wie die milliardenschweren Ausgleichszahlungen finanziert werden sollen. Und warum trotz dieser öffentlichen Hilfen die Kraftwerke noch so lange laufen sollen. Sollen sie noch ihre Abschreibung erwirtschaften oder sollen auch Steuereinnahmen aus anderen umweltschädlichen Industrien beitragen? Mir fällt da spontan die Luftverkehrswirtschaft ein. Fest steht: Die Klimaschutzbewegung wird sich breiter aufstellen müssen.

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Feldbesetzung gegen Logistikzentrum bei Kassel http://waldbesetzung.blogsport.de/2019/01/26/feldbesetzung-gegen-logistikzentrum-bei-kassel/ http://waldbesetzung.blogsport.de/2019/01/26/feldbesetzung-gegen-logistikzentrum-bei-kassel/#comments Sat, 26 Jan 2019 08:45:36 +0000 Administrator Über den Tellerrand http://waldbesetzung.blogsport.de/2019/01/26/feldbesetzung-gegen-logistikzentrum-bei-kassel/ Nahe Eichenberg in Nordhessen will der Immobilienentwickler Dietz AG aus Bensheim ein riesiges Logistikzentrum auf den Acker setzen. Dagegen gibt es regionalen Widerstand. Jetzt wurde bei eisigen Temperaturen ein Dreibein auf dem Gelände aufgebaut, um ein sichtbares Zeichen zu setzen.

Infos über die Bürgerinitiative gibt es hier. Die Aktion wird von Ende Gelände Göttingen unterstützt. Göttingen ist die nächstgelegene grössere Stadt. Auch in der Göttinger Zeitung steht ein Bericht.

Die Dietz AG plant und baut mit privatem Kapital -zunehmend aus Spezialfonds, wie solchen von Rentenkassen- Gewerbeanlagen. Dies ist ein lukratives Geschäft gew0rden, seit mit Immobilien eine bessere Rendite erwirtschaftet werden kann als mit vielen Aktienportfolios. Es liegt ein standardisiertes Konzept zugrunde, das sich „Magna Park“ nennt. Bisheriger Eigentümer der Fläche war das Land Hessen, welches für den Verkauf an Dietz zustimmungspflichtig war. Wieder einmal zeigt sich, dass von den Beteuerungen der Grünen Hessen, sie würden sich gegen den Flächenfrass stark machen, wenig zu halten ist.

Die Firma ist vor allem mit Luftfrachtimmobilien gross geworden und ist einer der grössten Immobilieneigentümer an den deutschen Flughäfen.
Zunehmend ist man aber auch im „konventionellen“ Geschäft tätig. Der Grossraum Göttingen-Kassel- Bad Hersfeld ist für Logistikunternehmen wegen seiner Mitte-Deutschland-Lage besonders interessant. Internetaffine Konzerne wie Amazon haben hier bereits riesige Verteilzentren. Dadurch steigt massiv der Druck auf einen Ausbau der „analogen“ Verkehrsinfrastruktur. Dies soll die Oeffentlichkeit übernehmen. Selbiges gilt auch für die Zuwegung zum schlecht angebundenen Flughafen Kassel-Calden.

Nahe Eichenberg soll eine intakte Ackerlandschaft geopfert und die Region urbanisiert werden. Sie soll zur Werkbank der Ballungszentren gemacht werden. Es ist neben dem Verlust von 80 Hektar Land auch mit einem massiven Ziel- und Quellverkehr zu rechnen. Dagegen wehren sich die BewohnerInnen mehrerer Umlandgemeinden.

Für 2019 plant die Bürgerinitiative auch Aktionen am Firmensitz der Dietz AG in Bensheim. Dies wird zusammen mit zahlreichen anderen Initiativen, die gegen aufgezwungene Grossgewerbegebiete kämpfen, geschehen.

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Demo gegen Kiesabbau in Langen am 16.3. in Langen http://waldbesetzung.blogsport.de/2019/01/24/demo-gegen-kiesabbau-in-langen-am-16-3-in-langen/ http://waldbesetzung.blogsport.de/2019/01/24/demo-gegen-kiesabbau-in-langen-am-16-3-in-langen/#comments Thu, 24 Jan 2019 10:23:14 +0000 Administrator Aktionen Sehring http://waldbesetzung.blogsport.de/2019/01/24/demo-gegen-kiesabbau-in-langen-am-16-3-in-langen/ Das Aktionsbündnis Bannwald plant für Samstag, den 16.3.2019 eine Demo „Hände weg vom (Bann)wald“ in Langen. Sie soll um 11 Uhr am Lutherplatz (an der Stadtkirche/ alte B 3) starten. Nach den Rodungen in Babenhausen und für die Kiesgrube Mitteldorf steht in der zweiten Jahreshälfte neuer Waldverlust am Langener Waldsee an. Diesen wollen wir verhindern.

Konkret geht es um eine Fläche von über fünf Hektar Hochwald im sogenannten Planabschnitt 2b nahe der Brunnenschneise, angrenzend an den im Dezember 2017 gerodeten Abschnitt. Dieser ist bereits zu drei Vierteln ausgekiest. In den nächsten Wochen ist mit der Aufstellung von Amphibienschutzzäunen zu rechnen . Das Waldgebiet befindet sich im südöstlichen Teil des Waldsee-Areals.

Das Aktionsbündnis plant, bei der Demo auch weitere geplante Eingriffe in den Bannwald und auch den grossen Flächenverbrauch für Bauprojekte in der Region zu thematisieren. Nachdem die letzte Demo vor einem Jahr die Auflage bekam, auf dem Gehweg zu laufen (!) wollen wir uns das dieses Mal nicht bieten lassen. Die Stadt hat angeblich bereits ein Einlenken signalisiert. Dazu wäre natürlich hilfreich, wenn eine möglichst grosse Präsenz zu erwarten und anzukündigen ist ! Info- und Mobilisierungsmaterial wird in Kürze veröffentlicht.

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„Es geht nicht nur ums Geld, sondern auch um die Menschenwürde“ http://waldbesetzung.blogsport.de/2019/01/15/es-geht-nicht-nur-ums-geld-sondern-auch-um-die-mernschenwuerde/ http://waldbesetzung.blogsport.de/2019/01/15/es-geht-nicht-nur-ums-geld-sondern-auch-um-die-mernschenwuerde/#comments Tue, 15 Jan 2019 15:56:09 +0000 Administrator Allgemein http://waldbesetzung.blogsport.de/2019/01/15/es-geht-nicht-nur-ums-geld-sondern-auch-um-die-mernschenwuerde/ ….meinte einer der streikenden Verdi- organisierten Mitarbeiter mittags auf dem Frankfurter Flughafen. Der war ziemlich leer, und der Unmut der gestrandeten Passagiere, die auf viele kleine Grüppchen verteilt waren, artikulierte sich kaum.

Zur Entspannung trug bei, dass die Sicherheitsschleusen samt und sonders gesperrt waren, So wurden alle gleichermassen nicht bedient. Dabei war durchaus Personal verfügbar gewesen, wenn auch nur in geringer Zahl. Diese MitarbeiterInnen, meist FraporterInnen mit Altverträgen oder -neuen- von der Frasec, wurden im Notdienst an den Transit-Schleusen und an der Personalkontrollen eingesetzt. So konnte die Lufthansa etwa die Hälfte ihres Drehkreuz-Verkehrs abwickeln und das Umsteigen -und auch das Aussteigen- in Frankfurt- gewährleisten.

Die meisten Gestrandeten, die im Flughafen ausharren, waren ChinesInnen.. Sie hoffen, ab zwanzig Uhr, wenn der Ausstand beendet ist, noch wegzukommen. Dann dürfte es deutlich hektischer werden und auch das Nachtflugverbot dürfte wieder einmal wackeln.

Die Streikenden waren meist in kleineren Grüppchen unterwegs. Ver.Di. zeigte sich hochzufrieden, Menschen mit so unterschiedlicher Nationalität und auch Mentalität in die Streikweste bekommen zu haben.
Einer der Streikenden sagten, es ginge ihm nicht nur ums Geld, sondern genauso um menschenwürdige Arbeitsbedingungen. Die seien nun mal auch etwas teurer. Mit sechs Stunden Arbeit am Stück müsse Schluss sein, eine ordentliche Pausenregelung müsse her. Man wolle auch eine höhere Wertschätzung und Anerkennung der Arbeit. Nur so sei es möglich, qualifizierte Arbeitskräfte zu gewinnen und zu halten. Und damit der Unterbesetzung zu begegnen.

Ob es nicht unsinnig sei, bundesweit auch an notleidenden Flughäfen das gleiche Geld zu fordern und diese damit wirtschaftlich weiter unter Druck zu setzen ? Nein, meinte der Beschäftigte, anderswo würde längst mehr bezahlt als etwa in Frankfurt. Und den als Streikziel ausgegebenen „Zwanni“ am Ende zu bekommen sei ohnehin nicht realistisch.

Das Security-Level war sehr hoch. Die Aussentore waren stärker besetzt als normal und auch die Bundespolizei-Präsenz war hochgefahren. Dies erwies sich aber bis in den Nachmittag -abgesehen von einem Einzel-Vorfall am Morgen, als ein Passagier seinen Frust heraus liess- als reine Vorsorge. „Gepflegte, fast schon harmonische Langeweile“ meinte jemand , aber auch: „ich will gerade nicht wissen, was hinter den Kulissen abgeht“.

Viele Airlines, etwa Sun-Express, sammelten ihre KundInnen ein und transferierten sie zu anderen Flughäfen. So war etwa in München durchaus der Flughafen offen, weil nur die hinteren Bereiche bestreikt wurden , nicht aber die Passagierschleusen, welche von der Flughafengesellschaft selbst betreut werden.

Für Fraport dürfte dieser Streiktag aber eine ordentliche Delle in die diesjährige Geschäftsbilanz bescheren, der Umwelt hingegen einen etwas blaueren Himmel. Leider schaffte es die Bahn AG nicht, ihre Präsenz an der Fahrkartenausgabe im Regionalbahnhof hochzufahren.

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Bundesweiter Warnstreik an Flughäfen http://waldbesetzung.blogsport.de/2019/01/14/bundesweiter-warnstreik-an-flughaefen/ http://waldbesetzung.blogsport.de/2019/01/14/bundesweiter-warnstreik-an-flughaefen/#comments Mon, 14 Jan 2019 16:05:45 +0000 Administrator Allgemein http://waldbesetzung.blogsport.de/2019/01/14/bundesweiter-warnstreik-an-flughaefen/ Am Dienstag ruft die Vereinigte Dienstleistungsgewerkschaft Ver.Di ihre Mitglieder auf, die Fluggastkontrollstellen an einigen der wichtigsten Flughäfen in Deutschland zu bestreiken. Fraport rief im Vorfeld dazu auf, an diesem Tag nicht zum Flughafen zu kommen. Einige Airlines möchten ihre Flüge aber dennoch abwickeln – so bleibt die Informationspflicht, ob der Flug angetreten werden muss oder ob ausgewichen werden kann, letztlich beim Fluggast hängen. Was Fraport auf jeden Fall vermeiden will, sind Konflikte zwischen streikwilligen und streikbrechenden KollegInnen. Das hätte nachhaltige Auswirkungen, die über den Schaden durch den Warnstreik hinausgingen.

Ver.Di fordert einheitlich einen Stundenlohn von 20 Euro für die ca. 50.000 FlugsicherheitsassistentInnen in Deutschland. Dies ist ein Anlernberuf, seit die hoheitliche Aufgabe der Sicherheitskontrollen von der Bundespolizei abgegeben wurde. In einer Phase der Deregulierung haben die Flughafenbetreiber diese Aufgaben durch eigene Kräfte übernommen, sie aber zunehmend von privaten Anbietern eingekauft.

Durch Kampagnenarbeit hat es Ver.Di in den letzten Jahren geschafft, einen relativ hohen Anteil dieser Beschäftigtengruppe bei sich zu organisieren.
Die Unzufriedenheit mit den Arbeitsbedingungen ist relativ hoch. Verdichtete Arbeitsabläufe , ein hohes Mass an abverlangter Flexibilität und schlechte Personalführung werden als Gründe angeführt.

Im Sommer kam es am Frankfurt zu einem, am Flughafen München gleich zu zwei Vorfällen, wo Passagiere mit potentiell gefährlichem Handgepäck in den Sicherheitsbereich eingelassen wurden und die Abfertigung für Stunden lahmgelegt wurde. Personal ist gerade in den Spitzenzeiten gesucht und knapp.

Die Airlines, insbesondere die Lufthansa, machen massiven Druck auf eine Beschleunigung der Abfertigung und drohen den Flughafenbetreibern mit Abwanderung. Die Absichtserklärung einer Optimierung der Kontrollen hat es sogar in den schwarz-grünen Koalitionsvertrag geschafft.

Es handelt sich um einen Warnstreik – am 24.1. trifft sich die zuständige Tarifkommission erneut. Ver.Di verlangt ein „verhandlungsfähiges“ Angebot, das bis jetzt zum Montagabend nicht vorliegt. Lohnsteigerungen von über 10 Prozent wollen die ArbeitgeberInnen nicht akzeptieren.

Trotzdem könnten die wirtschaftlichen Schäden durch die Streiks mittelfristig teurer kommen als ein Nachgeben.

Auf längerer Sicht dürfte die Verteuerung der Dienstleistung weniger zur (wünschenswerten) Verteuerung der Flughafengebühren pro Fluggast, sondern zu massiven Rationalisierungsbemühungen führen. Im Ideal sollen sich die Passagiere, überwacht und geführt von modernster und individualisierter Sicherheitshard- und -software , selbst abfertigen. Auch aus diesem Grund wird in optimierte Abfertigungsanlagen -etwa im Terminal 3- investiert.

Den streikenden Beschäftigten ist eine grosse Solidarität und ein Erfolg zu wünschen. Es kann nicht sein, das die Arbeit am Flughafen zum individuellen und gesellschaftlichen Armutsrisiko wird. Fliegen darf kein Billigprodukt mit den entsprechenden Nebenwirkungen sein.

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Bist Du die Frau/ der Mann die/der freitags nie kann… ? http://waldbesetzung.blogsport.de/2019/01/11/bist-du-die-frau-der-mann-dieder-freitags-nie-kann/ http://waldbesetzung.blogsport.de/2019/01/11/bist-du-die-frau-der-mann-dieder-freitags-nie-kann/#comments Fri, 11 Jan 2019 17:00:57 +0000 Administrator Über den Tellerrand http://waldbesetzung.blogsport.de/2019/01/11/bist-du-die-frau-der-mann-dieder-freitags-nie-kann/ war mal ein Bonmot aus einem Fanta 4 -Song. Da ging es um zwei Typen, welche dieselbe Frau begehren – die aber am wichtigsten Abend der Woche schon einen Dritten hat. Inzwischen gibt es für den Slogan eine neue, nachhaltigere Bedeutung. Seit Mitte letzten Jahres gibt es eine selbstorganisierte Bewegung (Fridays for Future), von Kindern und Jugendlichen, die freitags die klassische Schule verweigert. Zuerst in Schweden, seit zwei Monaten auch in Deutschland. Es geht aber nicht um Blaumachen sondern eher ums Schlaumachen. Zeit und Freiraum werden genommen, um gemeinsame Klimaschutzaktivitäten durchzuführen. Bisher meist gegen Kohle, aber bald vielleicht auch gegen Kerosin ?

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Heathrow-Drohne ruft Polizei und Militär auf den Plan http://waldbesetzung.blogsport.de/2019/01/11/heathrow-drohne-ruft-polizei-und-militaer-auf-den-plan/ http://waldbesetzung.blogsport.de/2019/01/11/heathrow-drohne-ruft-polizei-und-militaer-auf-den-plan/#comments Fri, 11 Jan 2019 10:22:08 +0000 Administrator Über den Tellerrand http://waldbesetzung.blogsport.de/2019/01/11/heathrow-drohne-ruft-polizei-und-militaer-auf-den-plan/ Nachdem am Dienstag eine Drohnensichtung über dem Flughafen L0ndon-Heathrow zur zeitweiligen Betriebseinstellung und zur Verspätung von etwa 100 Flügen geführt hatte, fand am Mittwoch eine Fahndungsaktion in den Umlandgemeinden statt. Die Vermutung: Militante FlughafenausbaugegnerInnen könnten für den Vorfall verantwortlich sein. Mit Militärtechnologie und einem Schutzschirm zur Drohnenabwehr möchte der Flughafenbetreiber den Betrieb von Sabotagedrohnen künftig verunmöglichen.

Die Vermutung, GegnerInnen der dritten Startbahn in Heathrow könnten hinter der Aktion stecken, wurde dadurch genährt, dass eine Drohne im Nachtbetrieb mit roten und grünen Positionslichtern auch über der Ortschaft Harmondsworth gesichtet wurde. Der Ort grenzt direkt an den Flughafen und soll für die neue Startbahn abgerissen werden. Hier wird ein grosses Protestpotential vermutet, welches auch zu radikalen Mitteln greifen könnte.

Die Gruppen „Stop Heathrow Expansion“ und „No 3rd Runway“ haben sich von dem Vorfall distanziert.

Seit Juli letzten Jahres gilt der Betrieb von Drohnen im Abstand von weniger als etwa einem Kilometer zu einem Flughafen in Grossbritannien als Straftat.

Bereits direkt nach dem bis heute ungeklärten Vorfall von Gatwick, wo mit Hilfe einer oder mehrerer Drohnen der Flugbetrieb fast drei Tage lahmgelegt wurde, hatten die britischen Flughäfen begonnen , ihre „Luftsicherheit“ nachzurüsten. Um so mehr traf sie nun der neuerliche Vorfall, welcher zeigt, dass die Verwundbarkeit weiterbesteht.

Nach Zeitungsberichten hat es Regierungsgespräche auf höchster Ebene gegeben, worauf die Royal Air Force (RAF) kurzfristig ihr eigenes Drohnenabwehr-System nach Heathrow verbracht hat. Der Flughafen soll in Folge mit einem 10 Millionen Pfund teuren elektronischen Funkortungs- und -abwehrsystem ausgerüstet werden, welches die Kommunikation von Störern mit ihrer Drohne unterbinden soll. Dies ist aber äusserst kompliziert, da der legale Funkverkehr mit seinen Frequenzen nicht beinträchtigt werden darf.

Der Ausbau von Heathrow ist wieder wahrscheinlicher geworden, nachdem eine Grundsatzentscheidung gegen einen Flughafenneubau in der Themsemündung gefallen ist. Dieser ist für Grossbritannien schlicht und einfach nicht mehr finanzierbar. Die GegnerInnen des Ausbaus bauen auf eine Parallelstrategie: Verminderung der Zahl der Flüge aus Umweltgesichtspunkten und Verteilung der verbliebenen Flüge nach Kapazitätsgesichtspunkten über ganz England. Voraussetzung dafür wäre eine Anbindung des Flughafens an die High Speed 2 -Neubaustrecke zwischen London und Mittelengland.

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Der Blick voraus im Zurück http://waldbesetzung.blogsport.de/2018/12/31/der-blick-voraus-im-zurueck/ http://waldbesetzung.blogsport.de/2018/12/31/der-blick-voraus-im-zurueck/#comments Mon, 31 Dec 2018 10:56:18 +0000 Administrator Allgemein Über den Tellerrand http://waldbesetzung.blogsport.de/2018/12/31/der-blick-voraus-im-zurueck/ Es ist für die meisten, die in einer Besetzung gelebt haben, die geräumt wurde, ein schweres Stück Arbeit danach an anderer Stelle weiterzumachen – auf welche Weise auch immer. Das gilt für die Treburer Wald Besetzung und erst recht für den Hambacher Forst. Dort werden diese Erlebnisse , die oft auch traumatisch waren, gegenwärtig thematisiert. Die Welt retten können heisst auch andere retten können und letztlich sich selbst. Zur Diskussion geht es hier, dort und da.…..

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Auch 2019 weiter gegen Terminal 3 http://waldbesetzung.blogsport.de/2018/12/29/auch-2019-weiter-gegen-terminal-3/ http://waldbesetzung.blogsport.de/2018/12/29/auch-2019-weiter-gegen-terminal-3/#comments Sat, 29 Dec 2018 12:22:44 +0000 Administrator Allgemein http://waldbesetzung.blogsport.de/2018/12/29/auch-2019-weiter-gegen-terminal-3/ Treburer Wald war gestern, Walldorfer Wald ist morgen: Das Jahr 2019 dürfte im Flughafenprotest im Zeichen des Widerstandes gegen den Infrastrukturausbau für das Terminal 3 und im Einsatz gegen Billigflug stehen.

Protest ist gegen die S-Bahn-Anbindung des Terminal 3 angesagt, welche inzwischen von einigen Umweltverbänden und auch von den Landesgrünen gefordert wird. Warum: Weil sie viel Wald kosten und die Städte Mörfelden und Walldorf in eine Hinterhoflage zum Flughafen bringen wird. Zudem nutzt sie besonders vehement den Billigfluggästen, die natürlich auch billig anreisen wollen. Das sollte man ihnen so schwer und so unbequem wie möglich machen. Die Forderung ist, dass die Fraport ihr Terminal über die Bestandsflächen anbindet, also über das Terminal 1. Das bedeutet: Keine S-Bahn, kein Bus-Shuttle nach Buchschlag oder Zeppelinheim, Rückbau des Knoten im Treburer Waldes nach Beendigung der Baumassnahmen. Macht die Fraport zur Gated Community ! Keine weitere Flächenexpansion ! Das gilt auch für einen Stopp des Flächenfrass durch die Kiesfirma Sehring. Dann wird auch der Rückbau billiger, wenn in einigen Jahren viel weniger Flughafenkapazität gebraucht werden sollte als heute.

An dieser Stelle auch nochmal ein Dankeschön für den unglaublichen Einsatz einer kleinen Minderheit junger Leute , die bei Lärm und Abgasgestank im Treburer Wald die Tage und vor allem Nächte fast ein Jahr durchgestanden hat. Hier galt wirklich: Auf einen Einzelnen kommt es an.
Und an alle Unterstützis !

Für ein gutes, widerständiges 2019 !

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Bits und Bäume http://waldbesetzung.blogsport.de/2018/12/21/bits-und-baeume/ http://waldbesetzung.blogsport.de/2018/12/21/bits-und-baeume/#comments Fri, 21 Dec 2018 12:00:02 +0000 Administrator Allgemein http://waldbesetzung.blogsport.de/2018/12/21/bits-und-baeume/ war der Titel einer Konferenz, die NetzpolitikerInnen und Umweltbewegung zusammenbringen sollte. Beide könnten voneinander und vor allem miteinander in Sachen Nachhaltigkeit, Transparenz, Demokratisierung und Energieeffizienz lernen. Einen Link zum Bericht über die Tagung, die vor drei Wochen in Berlin stattfand, findet sich hier.

Dass sich die Digitalszene im Umbruch befindet , das zeigt auch der -zumindest quantitative-Niedergang der politischen Blogszene. In vielen Fällen werden heute eher Facebook oder Twitter genutzt – wenn nicht gleich „Telefonfunktionen wie “ Whats app“ und ähnliche. Beiträge werden kürzer, Essays und daraus erwachsende „Diskussionsbäume“ seltener. Das gilt auch für den „Waldblog“ . Es wird in den sozialen Medien zunehmend -oft genug auch Trash jeder Machart- „geteilt“, eigentlich aber vervielfältigt.

Ein Bericht über das absehbare Ende von Blogsport.de ist kürzlich erschienen.

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Kommentar: Weltverbesserungs-Modus mal ausknipsen http://waldbesetzung.blogsport.de/2018/12/20/kommentar-weltverbesserungs-modus-mal-ausknipsen/ http://waldbesetzung.blogsport.de/2018/12/20/kommentar-weltverbesserungs-modus-mal-ausknipsen/#comments Thu, 20 Dec 2018 12:40:20 +0000 Administrator Allgemein http://waldbesetzung.blogsport.de/2018/12/20/kommentar-weltverbesserungs-modus-mal-ausknipsen/ Ja, hier geht s um die Partei, die sich in ihrer Regierungsbilanz Hessen als Weltretter und Klimaschützer präsentiert: Die Grünen. „Aus Protest wurde Gestaltungswille“ schreiben die Marketing-Leute der Partei in ihrer Bilanz: „Wir verbessern die Wirklichkeit und haben der Politik in Hessen eine neue Richtung gegeben.“

Irgendwie klingt das derJahrespressekonferenz internationaler Mischkonzerne nicht unähnlich. Wer sagt, aus Protest würde Gestaltungswille, suggeriert damit, er hätte den Protest überflüssig gemacht. Genau das aber ist nicht der Fall, leider verschleiern die Grünen reale Zustände, die sich in ihrer Regierungszeit noch verschlechtert haben: Flächenfrass, Verkehrszunahme, Landflucht, Insektensterben, Konzentration der Landwirtschaft, und und und. Zornesröte steigt ins Gesicht, wenn die Grünen behaupten, der Flughafenausbau sei eine Hypothek ihrer Vorgänger.Mit denen arbeiten sie nahtlos und in Kontinuität weiter. Das Bannwaldgesetz der Grünen ist nichts wert, solange es nicht Waldverlust wirklich verbietet und zu alternativer Planung zwingt. Die Grünen tun so, als wäre Bannwald beliebig und überall vermehrbar.

Was bringt der Koalitionsvertrag ? Viele teure Massnahmen, die nur über ein erhöhtes Steueraufkommen finanzierbar sind. Natürlich wird ein Teil des Geldes zum Umsteuern eingesetzt – in der Mehrheit aber müssen die Grünen auf das Gewerbeaufkommen der klassischen grosskapitalistischen Betriebe setzen. Radikale Schritte, welche diesen Betrieben schaden, sind nicht zu erwarten. Auch gegen die globalen Trends können sie nichts ausrichten, thematisieren das aber nicht. Neue Wohnungen ? Die grüne „Baulandoffensive“ kostet Brachflächen und landwirtschaftliche Böden und verstärkt die Ungleichheit von Stadt und Land.

Die Grünen setzen nicht auf Protest, sondern auf Erziehung und Aufklärung. Dabei nehmen sie in Kauf, das mit dem Digitalministerium eine Krake installiert wird, welche ein stattliches staatliches Informationsmonopol aufbaut. Es dürfte jede Menge Kompetenzen aus anderen Ministerien abzuziehen versuchen.

Aufpassen müssen die Grünen, das sie keine Unmutswelle wie in Frankreich triggern , falls sie nur ihre gutgehenden Klienten bedienen. Da ist die Gefahr in einer schwarzgrünen Konstellation, welche den Schupo an der Ecke wiederhaben will, natürlich grösser als beispielsweise bei Rot-Rot-Grün.

Viel Basisbeteiligung gab es bei den Verhandlungen nicht, und wir dürfen auf die Landesmitgliederversammlung am Samstag gespannt sein. Die Erwartungen an der Basis sind ebenso hoch wie widersprüchlich. Mal sehen ob die ProtagonistInnen der Grünen, die für Natur- und Umweltschutz stehen, gestärkt oder geschwächt aus der Koalitionsrunde hervorgegangen sind.

Jede(r) kennt das: Ein(e) Radfahrer(in) wechselt von der Fahrbahn auf den Gehweg. PassantInnen sind empört. Darauf das Velo: Ich darf das , ich bin hier, um die Welt zu retten, weil ich Fahrrad fahre. Deshalb darf ich das.
Die Grünen dürfen, was sie anderen nicht zugestehen: Mal schnell ein paar Eingriffe in die Umwelt machen und mit Grösserem legitimieren. Deshalb sind sie als Koalitionspartner auch so beliebt. Wesentlich sympathischer wären die Grünen, wenn sie mal auf ihr Sendungsbewusstsein verzichten würden und klar sagen, was ist.

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Blockade des Flughafens London-Gatwick durch ferngesteuerte Drohne http://waldbesetzung.blogsport.de/2018/12/20/blockade-des-flughafens-londen-gatwick-durch-ferngesteuerte-drohne/ http://waldbesetzung.blogsport.de/2018/12/20/blockade-des-flughafens-londen-gatwick-durch-ferngesteuerte-drohne/#comments Thu, 20 Dec 2018 11:46:52 +0000 Administrator Allgemein http://waldbesetzung.blogsport.de/2018/12/20/blockade-des-flughafens-londen-gatwick-durch-ferngesteuerte-drohne/ Mit Hilfe einer Drohne, die über das Flugfeld des Londoner Billigflughafens Gatwick gesteuert wurde, ist der dortige Betrieb in der vorweihnachtlichen Verkehrsspitze seit einigen Stunden lahmgelegt. Hunderte Flüge fielen aus, am Boden entstand ein Verkehrschaos. Die Polizei sucht nach den Verursachern. Auf den Eingriff in den Luftverkehr stehen hohe Strafen. Bislang hat sich noch niemand zu der Aktion bekannt.

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