Waldbesetzung http://waldbesetzung.blogsport.de Widerstand gegen den Ausbau des Frankfurter Flughafens Fri, 03 Aug 2018 13:40:14 +0000 http://wordpress.org/?v=1.5.1.2 en Zu erfolgreich gebetet http://waldbesetzung.blogsport.de/2018/08/03/zu-erfolgreich-gebetet/ http://waldbesetzung.blogsport.de/2018/08/03/zu-erfolgreich-gebetet/#comments Fri, 03 Aug 2018 13:14:43 +0000 Administrator Über den Tellerrand http://waldbesetzung.blogsport.de/2018/08/03/zu-erfolgreich-gebetet/ Auch in der Schweiz ist es momentan viel zu warm. Eine Geschichte von einem 180 Grad-Wendegelübde , welche die Schweizer Verwandten erzählten, erschien wie erfunden…….Aber sie ist wahr. Es geht dabei um den Aletschgletscher, dem grössten Schweizer Gletscher im Kanton Wallis. Nachzulesen ist die Story hier

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Wohin mit den Mauerteilen ? http://waldbesetzung.blogsport.de/2018/08/03/wohin-mit-den-mauerteilen/ http://waldbesetzung.blogsport.de/2018/08/03/wohin-mit-den-mauerteilen/#comments Fri, 03 Aug 2018 09:52:22 +0000 Administrator Flughafen & Region http://waldbesetzung.blogsport.de/2018/08/03/wohin-mit-den-mauerteilen/ Beim Abriss der Startbahn-West-Mauer wurden vier Mauersegmente für eine museale Erhaltung gesichert. Zwei davon sind für Mörfelden-Walldorf vorgesehen und dort derzeit zwischengelagert. Seit Anfang Juni gibt es Streit über den Ort der Aufstellung. Umweltschützer haben naturschutzrechtliche Bedenken gegen einen Standort an der Hüttenkirche, welcher aus denkmalpflegerischen Gesichtspunkten erste Wahl sein dürfte. Ein Zielkonflikt, der politisch entschieden werden muss…

Der Vorstand des BUND Mörfelden-Walldorf und der des NaBu lehnen den Standort Hüttenkirche mit der Begründung ab, dass für die Gründung der Mauerteile erhebliche Eingriffe in den Trockenrasen, einem Flora-Fauna Habitat, notwendig seien. Zudem fürchten sie bei einer Genehmigung einen Präzedenzfall, welcher eine weitere Bebauung der Freiflächen zwischen Walldorf und Mörfelden erleichtern könnte.

Das Finden eines anderen Platzes in der Nähe der Hüttenkirche erweist sich wegen der Eigentumsverhältnisse und Nutzungsbeschränkungen als schwierig.

Der BUND hat vier alternative Standorte vorgeschlagen . Das sind das SKG-Heim und der Schlichter, die Ausgangspunkt der Sonntagsspaziergänge- vorgeschlagen. Weiter werden das Bürgerhaus und die Stadthalle genannt. Diese Plätze sind nach Ansicht der InitiatorInnen der Mauerteil-Aufstellung jedoch ungeeignet.

Entscheiden muss letztlich das Stadtparlament.

Kommentar :

Die Bedenken der Naturschützer sind mehr als nachvollziehbar – aber politisch plausibel wären sie nur, würden wir in einer naturschützerisch intakten Welt leben. Davon sind wir weit entfernt. Wir müssen auch aufklärerisch etwas dafür tun, dass der Naturschutz in die nächste Runden gehen kann. Schließlich gefährden nicht die zwei Mauerteile primär die Natur in Walldorf, sondern die mit dem drohenden Südausbau des Flughafens verbundene Nachverdichtung und ihr Wohn- und Gewerbedruck. Ebenso der für denFlughafenausbau notwendige massive Ausbau der Strassen- und Schieneninfrastruktur.

Aehnliche Argumente wie im Fall der Mauerteile an der Hüttenkirche wurden bereits gegen die dauerhafte Sicherung der Küchenbauruine an der KZ-Gedenkstätte vorgetragen.
Inzwischen zeigt sich nach meiner Meinung, das dies der richtige Schritt war. Sorgen macht eher, dass das leichte Bauwerk wenig langlebig sein dürfte.

Sollte das Zubauen weitergehen, könnten sowohl KZ-Gedenkstätte als auch Hüttenkirche bald Bestandsinseln in einer Flughafenlandschaft sein. Wer das nicht will, muss vereint gegen den richtigen Gegner kämpfen. Mit den Argumenten des BUND ist beispielsweise auch kein Waldcamp im Treburer Wald zu rechtfertigen.

Wir brauchen Symbolorte des Protests und der Erinnerung , vor allem für künftige , zu aktivierende, Generationen. Und dafür ist es notwendig, diese Orte langfristig zu sichern. Das gilt auch für die in der Substanz in die Jahre gekommene Hüttenkirche. Deren Erhalt wird durch das Schaffen eines Erinnerungsortes im Verbund mit den Mauerteilen plausibler.

Was den Trockenrasen angeht: Genau da, wo die Mauerteile -die nun mal „Stachel im Fleisch“ sind- herkommen – am Südkopf der Startbahn West- entstand mit dem Bau der Startbahn im ehemaligen Feuchtgebiet im Zuge der Versteppung der schönste Trockenrasen weit und breit. Seltene Pionierpflanzen und auch die Ansiedlung der blauen Oedlandschrecke legten ab den 80ern Zeugnis davon ab. Mit dem Feuchtgebiet – und vielleicht auch mit ausreichend Regen für die Nahregion- ist es seither allerdings vorbei.

Die Fundamente der Startbahnmauer sind also eher Freunde einer Trockenzone, der sie -einmal eingegraben- nicht viel schaden dürften . Bei einer Feuchtzone mit „nassen Füssen“ sähe das schon anders aus….

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Klimawandel ist kein Schicksal http://waldbesetzung.blogsport.de/2018/08/01/klimawandel-ist-kein-schicksal/ http://waldbesetzung.blogsport.de/2018/08/01/klimawandel-ist-kein-schicksal/#comments Wed, 01 Aug 2018 11:47:55 +0000 Administrator Allgemein http://waldbesetzung.blogsport.de/2018/08/01/klimawandel-ist-kein-schicksal/ Die Rekordhitze und die Dauerdürre wird in den Medien zunehmend mit dem globalen Klimawandel in Verbindung gebracht. Was fehlt, ist eine breit angelegte Diskussion darüber, welche konkrete Schritte zur Abwehr einer Klimakatastrophe zu tun sind . Und die Einsicht, dass es sich auch um ein hausgemachtes , regional eingrenzbares Problem handelt…..

Am 31.8. sendet der Radiosender HR 1 ein Feature über den Klimawandel : „Kalahari im Ried- das Leben in 50 Jahren“. Unterlegt mit düsterer Musik im Stil der Filmmusik „Spiel mir das Lied vom Tod“ zeichnet ein Sprecher ein düsteres Bild von der Zukunft: Kiefern und andere Bäume gibt es nur noch im botanischen Garten Darmstadt zu sehen, Flüsse trocknen im Sommer aus und werden im Winter zu reissenden Strömen. Ultragiftige Zecken und Malaria piesacken die verbliebene Bevölkerung , und die Mediziner haben alle eine Fachausbildung in Tropenmedizin absolviert.

Hier hat jemand das Worst Case Szenario des eigendynamisch verlaufenden Temperaturanstiegs kreativ verarbeitet. Aber ob das die HörerInnenschaft wirklich juckt ? Die durchschnittliche HR 1 Hörerin ist knapp 55 Jahre alt und dann – geht mensch nicht von einem Wunder der Medizin aus – schon ein psaar Jährchen tot.

Auch die HR 1 Macher scheint es nicht wirklich zu jucken. Sie reden immer noch von „Regen und Schauerrisiko“ als wenn nicht die Trockenheit gegenwärtig das grössere Risiko darstellt. Unbeschadet davon natürlich die Gefahr von Unwetter (eigentlich ein schönes Wort) .

Fehlanzeige im Radio sind derzeit Denkanstösse, was hier und heute im HR-Sendegebiet unternommen werden könnte. Es geht schliesslich nicht nur um das globale Klima , sondern auch um die vielen regionalen Klimaverhältnisse.

Anheizer im Rhein Main Gebiet ist die zunehmende Verdichtung und Versiegelung . Wer die Gewittertätigkeit der letzten 10 Tage beobachtet hat, wird feststellen müssen dass sich Betonwüsten wie Frankfurt und auch der Flughafen als Heissluftschleudern erwiesen haben, die jede Chance auf Wasserzirkulation durch Verdampfen und Abregnen regelrecht weggrillen. Anders und besser sah es über intakten, zusammenhängenden Waldgebieten aus.

Es sind natürlich nicht nur die Städte alleine. Kilometergrosse Agrarwüsten ohne Baum und Strauch sind genauso für Rekordtemperaturen von bis zu 39 Grad -wie in Sachsen Anhalt- gut. Da muss etwas passieren, Besser steigende Lebensmittelpreise jetzt als später gar keine Lebensmittel mehr.

Das Rhein Main Gebiet darf nicht mehr nachverdichtet und mit Neubaugebieten und Verkehrswegen zugepflastert werden, wenn nicht im Nahbereich adäquater Grün-Ersatz geschaffen wird. Eine Ausgleichsfläche, die sich förmlich aufdrängt, ist der Frankfurter Flughafen. Er ist auch mit halber Grösse noch funktionsfähig und würde dann auch mit weniger klimaschädlichen Flugbewegungen punkten.

Das wäre doch einmal ein schönes Szenario für den Sender HR 1. Aber der Sender redet ständig den Machern des Flughafens das Wort. Schliesslich sind auch die RundfundredakteurInnen im Jahr 2068 in oder jenseits der Rente…..

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Aktuelles aus dem Wald http://waldbesetzung.blogsport.de/2018/07/24/aktuelles-aus-dem-wald/ http://waldbesetzung.blogsport.de/2018/07/24/aktuelles-aus-dem-wald/#comments Tue, 24 Jul 2018 13:46:10 +0000 Administrator Allgemein http://waldbesetzung.blogsport.de/2018/07/24/aktuelles-aus-dem-wald/ Die Wiederaufbauarbeiten im Waldcamp gehen voran. Aber nicht nur der Wald leidet unter der brütenden Hitze…

Camporganisation

Letzten Freitag wurden in einem Arbeitseinsatz die grösseren Trümmer beräumt und aus dem Wald abgefahren. Anschliessend begann der Bau einer neuen Küche – im Baustil der alten- etwa fünf Meter vom bisherigen Standort entfernt.

Einige Behausungen wurden beräumt – Wolldecken werden derzeit nicht benötigt, und es ist sinnvoll die Menge brennbaren Materials so gering wie möglich zu halten.

Die verbrannten Lebensmittelbestände werden derzeit mit Unterstützung von aussen ersetzt.

Dauer-Dürre

Wer sich derzeit im Wald aufhält, erlebt dass es ihm täglich schlechter geht. Zahlreiche Büsche und Jungbäume haben das komplette Laub abgeworfen. Am Sonntag hat es ein wenig geregnet – aber mehr als ein Liter pro Quadratmeter wird es nicht gewesen sein.
Hier weht ein beständiger leichter Wind zum Flughafen. Das liegt daran, dass die feuchte Luft aus dem Wald gezogen wird und aufgeheizt über der Flughafen-Wüste in die Höhe geblasen wird.
Früher, das erzählen AnwohnerInnen aus Zeppelinheim, gab es starke, ergiebige Gewitter die von Westen heranzogen. Seit dem Ausbau des Airports bildet dieser einen regelrechten Riegel. Dazu beigetragen hat der Bau der Startbahn West, der ein Feuchtgebiet im Bereich des Gundbachs ausgetrocknet hat.
Wo kein Wasser, keine Feuchtigkeit ist, kann auch nichts aufsteigen und wieder abregnen.

Soll der Wald in der Region über die nächsten Jahrzehnte Bestand haben, muss der Flughafen dringend verkleinert oder zumindest begrünt werden. Sinnvoll wäre eine Wiederaufforstung der Startbahn West und der Nordwestbahn. Wir wollen auch künftig hier leben können !

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Feuer im Waldcamp http://waldbesetzung.blogsport.de/2018/07/18/feuer-im-waldcamp/ http://waldbesetzung.blogsport.de/2018/07/18/feuer-im-waldcamp/#comments Tue, 17 Jul 2018 22:11:18 +0000 Administrator Aktionen http://waldbesetzung.blogsport.de/2018/07/18/feuer-im-waldcamp/ Im Waldcamp im Treburer Wald hat es am frühen Abend gebrannt. Das Feuer hat die Küche mit Versammlungsplatz zerstört und die Barrikade am Eingang hat gebrannt. Die zwei Brandherde deuten darauf hin, dass Feuer vorsätzlich gelegt wurde – von wem auch immer. Die Vermutung liegt nahe, dass die Barrikade angezündet wurde um ein Löschen des Brandherdes im Camp zu verzögern.
Die Polizei ermittelt in alle Richtungen. Die Brände wurden von Passanten und Autofahrern gemeldet. Die Feuerwehr aus Neu Isenburg konnte eine Ausweitung des Feuers verhindern. Gegen 23.30 Uhr war der Einsatz beendet.

Siehe auch den Twitter-account von „trebur bleibt“.

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Schlimme Zahlen aus Frankfurt http://waldbesetzung.blogsport.de/2018/07/16/schlimme-zahlen-aus-frankfurt/ http://waldbesetzung.blogsport.de/2018/07/16/schlimme-zahlen-aus-frankfurt/#comments Mon, 16 Jul 2018 11:01:25 +0000 Administrator Allgemein Flughafen & Region http://waldbesetzung.blogsport.de/2018/07/16/schlimme-zahlen-aus-frankfurt/ Um fast 10 Prozent hat der Luftverkehr -sowohl bei den Passagierzahlen als auch bei den Flugbewegungen- im Monat Juni gegenüber dem Vorjahresmonat zugelegt. Ähnlich sieht es bei dem Vergleich der Halbjahresbilanz 2018 mit 2017 aus. Der Hessische Rundfunk war sich nicht zu schade zu melden, das würde die Diskussion um den Flughafenausbau „befeuern“. Was hier ein und einzig „befeuert“ wird, ist die negative Klimabilanz.

Fraport meldet, im Monat Juni 2018 hätten 6,4 Millionen Passagiere den Frankfurter Flughafen genutzt – mehr als 9 Prozent mehr als im Vorjahr. Auch die Zahl der Flugbewegungen sei um 8,9 Prozent gestiegen.

Das hat natürlich auch Auswirkungen auf die Auslastung der Infrastruktur – weniger Pufferzeiten, mehr Flieger, mehr Verstösse das Nachtflugverbot, welches Verkehrsminister Tarek al Wazir ernstlich in Gefahr sieht.

Auch die Grünen sollten einsehen: Hier hilft nur eine konsequente Verknappung der Slots und eine Deckelung der Zahl der Flugbewegungen. Dann regelt sich das System neu aus.

Ach ja: gegen die Steigerung von mehreren 100 Prozent bei der „Auslastung“ des Treburer Waldcamps während des Skill-Sharing-Camps kann die Fraport nicht anstinken. Von bis zu 50 Menschen im Camp können wir zu Normal-Zeiten , die wieder eingekehrt sind,nur träumen….

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Skill Sharing Camp erfolgreich gestartet http://waldbesetzung.blogsport.de/2018/07/07/skill-sharing-camp-erfolgreich-gestartet/ http://waldbesetzung.blogsport.de/2018/07/07/skill-sharing-camp-erfolgreich-gestartet/#comments Sat, 07 Jul 2018 08:24:01 +0000 Administrator Allgemein http://waldbesetzung.blogsport.de/2018/07/07/skill-sharing-camp-erfolgreich-gestartet/ Mit guter Beteiligung hat am Freitag die Aktionsphase des Workcamps im Treburer Wald begonnen. Es gab Kurse zu Kletter- und Entspannungstechniken und zu Waldthemen. Auch zu den Hintergründen – und Folgen- politischen Aktionskletterns gab es eine Vortrags- und Diskussionrunde. Ein Bericht über die aktuelle Situation um das geplante Atommülllager in Bure/Frankreich schloss sich an. Das aktuelle Programm gibt es auf einem Info-Board im Waldcamp, es wird tagesaktuell abgesprochen. Eine Timeline gibt es auf der Trebur-bleibt-Seite. Das Skill Sharing Camp geht noch bis Montag.

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10 Jahre Waldblog http://waldbesetzung.blogsport.de/2018/07/01/10-jahre-waldblog/ http://waldbesetzung.blogsport.de/2018/07/01/10-jahre-waldblog/#comments Sun, 01 Jul 2018 08:58:36 +0000 Administrator Allgemein http://waldbesetzung.blogsport.de/2018/07/01/10-jahre-waldblog/ Am 28.Mai war der 10. Jahrestag der Waldbesetzung im Kelsterbacher Wald, und einen Monat später wurde der Blog Waldbesetzung eingerichtet. Erster Beitrag war ein Aufruf zu „vorbereitenden Massnahmen für ökologischen Widerstand“ im Kelsterbacher Forst…

Wenige Tage zuvor hatte die Fraport begonnen, Unterholz zu schlagen und Kampfmittel räumen zu lassen. Geplant war, jeden Donnerstagmittag ein Picknick für und mit Menschen aus der Umgebung zu organisieren. Eingebürgert hatte sich der Termin – im Gegensatz zu den Sonntagmittagveranstaltungen – dann aber nicht.

Der Blog hat neben der Berichterstattung über aktuelle Anlässe auch Archivfunktion. Wer „Archiv Waldbesezung“ in die Suchmaske eingibt, wird hier schnell fündig.Gleiches gilt für die Rubriken, unter denen die Artikel abgelegt sind.

Da wird schnell deutlich, dass die Grundfragestellungen heute noch genauso aktuell -und noch drängender- sind wie vor 10 Jahren.

Hoffen wir,dass es in 10 Jahren besser ist. Solar- und wind& wasserstoffgetriebene Schiffe durchkreuzen die Meere und schaffen Verbindungen auf Augenhöhe. Düsenflugzeuge herkömmlicher Art gibt es nur noch im Museum . Der Frankfurter Flughafen ist in grossen Teilen rückgebaut und wiederaufgeforstet. Am Terminal 3 starten -wie einst – Luftschiffe, die nach Afrika fahren. Im Gegensatz zu denen vor knapp 100 Jahren aber mit Regenbogenfarben auf dem Leitwerk.

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Moratorium gegen weitere Flughafenbauten gefordert http://waldbesetzung.blogsport.de/2018/06/30/moratorium-gegen-weitere-flughafenbauten-gefordert/ http://waldbesetzung.blogsport.de/2018/06/30/moratorium-gegen-weitere-flughafenbauten-gefordert/#comments Sat, 30 Jun 2018 09:43:00 +0000 Administrator Allgemein http://waldbesetzung.blogsport.de/2018/06/30/moratorium-gegen-weitere-flughafenbauten-gefordert/ „Stay grounded“ ist ein internationales Netzwerk zu Flugverkehr und Klimawandel, welches sich nach 2015 gegründet hat . Direses Wochenende findet in Bremen ein Auftakttreffen für eine deutschlandweite Kampagne statt, welche an erste Aktionen im Jahr 2016 -auch hier in Frankfurt- anknüpfen soll.

Informationen gibt es beim Klimakollektiv.

„Stay grounded“ möchte die negativen Folgen einer verfehlten wachstumsorientierten Privatisierung und Deregulierung der Luftverkehrsindustrie bekämpfen. Die Initiative fordert eine integrierte und ökologisch ausgerichtete Verkehrspolitik. Diese muss demokratisch legitimiert und auf öffentliche Interessen ausgerichtet sein. Und eine Zusammenarbeit aller Verkehrsträger beinhalten.

Erster Schritt wäre ein Ausbau- und Neubaumoratorium für Flughäfen. Dies müsse auch die Ansiedlung wachstumsorientierter Flughafenindustrien, Sonderwirtschaftszonen und Airport-Cities einbeziehen.

Ob der Ansatz gelingen kann , über die Forderung nach staatlichen Interventionen die wirtschaftliche Lobby der Luftfahrtindustrie zu „zähmen“ , darüber wird es sicher reichlich Diskussionen geben.

Es wäre aber höchst begrüssenswert, wenn endlich einmal eine breit wahrgenommene Flugwirtschaftskampagne – und damit auch Diskussion – in Gang käme. Die Forderung nach einem „Aus“ für das Terminal 3 bekäme dadurch mehr Legitimation und Gewicht.

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Aufruf zum Skill Sharing Wochenende im Treburer Waldcamp http://waldbesetzung.blogsport.de/2018/06/23/aufruf-zum-skill-sharing-wochenende-im-treburer-waldcamp/ http://waldbesetzung.blogsport.de/2018/06/23/aufruf-zum-skill-sharing-wochenende-im-treburer-waldcamp/#comments Sat, 23 Jun 2018 21:40:12 +0000 Administrator Allgemein http://waldbesetzung.blogsport.de/2018/06/23/aufruf-zum-skill-sharing-wochenende-im-treburer-waldcamp/ Seit einigen Tagen gibt es einen Aufruf zu einem sommerlichen Austausch über Lebens- und Widerstandsformen im Waldcamp Trebur
Die Einladung findet sich hier

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Bannwald-Demo in Wiesbaden http://waldbesetzung.blogsport.de/2018/06/23/bannwald-demo-in-wiesbaden/ http://waldbesetzung.blogsport.de/2018/06/23/bannwald-demo-in-wiesbaden/#comments Sat, 23 Jun 2018 21:11:28 +0000 Administrator Aktionen Sehring http://waldbesetzung.blogsport.de/2018/06/23/bannwald-demo-in-wiesbaden/ Etwa 50 Menschen verschiedener Initiativen haben am Mittwochmittag am Landtag in Wiesbaden für besseren Bannwald- und Landschaftsschutz demonstriert. An der Kundgebung beteiligten sich auch Landtagsabgeordnete der Linken und der Grünen.

Janine Wissler, Fraktionsvorsitzende der Linken im Landtag, erklärte sich mit dem Anliegen der DemonstrantInnen solidarisch. Sie hätte nicht zuletzt deshalb einen Bezug dazu, weil sie in Langen geboren sei. Es ginge nicht an, dass für Profitinteressen von Konzernen Bannwald gerodet würde. Das müsse geändert werden. Nicht der Bannwald brauche uns, sondern wir den Bannwald.

Martina Feldmayer, stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Grünen im Landtag, erklärte, die Rodung von Bannwald für Kiesabbau sei politisch abzulehnen, darüber müsste angesichts der geltenden Rechtslage jetzt aber die Gerichte entscheiden. Sie wolle sich für eine weitere Stärkung des Bannwaldschutzes einsetzen. Mit der CDU habe man ein Bannwaldschutzgesetz verabschiedet, welches Eingriffe nur noch in Ausnahmefällen zulasse. Ihr politisches Ziel sei es, zu Regelungen wie in dem Bannwaldschutzgesetz von rot-grün aus den 1990ern zurückzukommen.
Das liest sich in der Pressemitteilung etwas anders, wo das schwarz-grüne Gesetz gelobt wird.

Es gab eine Fragerunde, wo -erwartungsgemäss- überwiegend Martina Feldmayer Rede und Antwort stehen musste. Vor allem aus den Reihen der BI Schaafheim kamen kritische Fragen. Etwa, warum das grün geführte Regierungspräsidium seine Möglichkeiten, Umweltverträglichkeitsprüfungen zu veranlassen, nicht ausschöpfe. Deutlich wurde, dass die Kontrolle von Verwaltungshandeln und dem Umsetzen von Regeln nicht unbedingt auf dem Schirm einer Landtagsabgeordneten ist, welche das Gestalten von Gesetzen als ihre Aufgabe sieht.

Es ginge auch nicht nur um Bannwald,sagten die Schaafheimer. Auch in ländlichen Regionen erfülle der Wald diesselben Funktionen zum Schutz der Menschen wie in der Ballungsregion. Zu fragen sei auch, warum die Kiesfördermengen deutlich mehr stiegen als die regionale Bautätigkeit. Es sei -angesichts von 30 Kiesstandorten- ein hessenweites Problem.

Die Grünen aus der Region, die ja auch im Bündnis sitzen, waren nur schwach vertreten und verpassten damit eine Chance, sich nicht nur bei der Parteispitze in Wiesbaden , sondern bei ihrem Wahlvolk in Erinnerung zu rufen. Womöglich ist der Druck der kritischen Öffentlichkeit in den Orten rund um die Kiesgruben einfach nicht gross genug.
Und es gibt auch Leute, die von den Parteien in ökologischen Grundsatzfragen nicht mehr viel erwarten.

Auch die anderen Landtagsfraktionen waren eingeladen worden, hatten sich aber nicht gemeldet. Ein Hintergrundthema war das Erstarken der AFD. Wer Natur- und Menschenschutz wolle sollte um diese Partei einen grossen Bogen machen, hiess es aus den Reihen des Aktionsbündnisses.

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Der tiefe Fall von Roland Koch http://waldbesetzung.blogsport.de/2018/06/18/der-tiefe-fall-von-roland-koch/ http://waldbesetzung.blogsport.de/2018/06/18/der-tiefe-fall-von-roland-koch/#comments Mon, 18 Jun 2018 10:50:22 +0000 Administrator Über den Tellerrand http://waldbesetzung.blogsport.de/2018/06/18/der-tiefe-fall-von-roland-koch/ Der Baukonzern Bilfinger hat auf seiner jüngsten Aufsichtsratssitzung beschlossen, die ehemaligen Vorstandsvorsitzenden Koch und Bodner auf 120 Millionen Euro Schadensersatz zu verklagen.

Roland Koch -der Intimgegner der WaldcampbewohnerInnen im Kelsterbacher Wald- wechselte 2010 überraschend von der hessischen Staatskanzlei in die Privatwirtschaft.

Er war dann von 2011 bis 2014 Chef des grössten Baukonzerns, der Firma Bilfinger und Berger. Er beerbte seinen Vorgänger Herbert Bodner und sollte das Unternehmen durch harte Sanierungsschnitte hochprofitabel machen.Er wollte es auch von einem klassischen Bau- in einen Dienstleistungskonzern umbauen. Nach drei Jahren hatte er es allerdings so weit gegen die Wand gefahren, dass er bei zunächst vollen Bezügen herausgesetzt und sein Vorgänger aus dem Ruhestand zurückgeholt wurde.

Konkret vorgeworfen wurde ihm der Absturz des Aktienkurses nach Gewinnwarnungen sowie der angebliche Versuch Informationen über geplatzte Geschäfte zurückgehalten zu haben.

Jetzt holt ihn und seinen Kollegen Bodner der Vorwurf ein, Vorgaben zum Aufbau eines Anti-Korruptionsmanagements vorsätzlich und pflichtwidrig nicht umgesetzt zu haben. Daraus seien dem Unternehmen bezifferbare Verluste von 120 Millionen Euro entstanden. Der Konzern stand -und steht- nach internationalen Verfehlungen unter dem Kuratel amerikanischer Rechtsanwaltssozietäten.

„Aufgeräumt“ wurde nach 2016 durch den neuen Firmenchef Tom Blades. Um Schaden von dem Unternehmen abzuwenden, will er sich nun an seinen Vor-Vorgängern schadlos halten.

Roland Koch bestreitet indes jede Schuld. Der bekennende Merkel-Kritiker sass bei dem CDU-Landesparteitag am Samstag (noch) in der ersten Reihe….

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Klimaziele 2020 http://waldbesetzung.blogsport.de/2018/06/18/klimaziele-2020/ http://waldbesetzung.blogsport.de/2018/06/18/klimaziele-2020/#comments Mon, 18 Jun 2018 10:08:04 +0000 Administrator Allgemein http://waldbesetzung.blogsport.de/2018/06/18/klimaziele-2020/ Kaum jemand sagt der Name Svenja Schulze etwas. Seit der Einrichtung der neuen GroKo besetzt die Ex-Juso Chefin aus NRW das Umweltministerium -weitgehend anonym. Das könnte sich jetzt ändern. Die SPD hat eine Regierungsdebatte darüber angestossen, wie mit dem Verfehlen der Klimaschutzziele 2020 umgegangen werden soll. Statt 40 Prozent Ersparnis gegenüber 1990 ist nur noch von unter 32 Prozent die Rede. Schuld sei die gute Konjunktur, Bevölkerungswachstum und mehr Verkehr.

Diskutiert wird, was wirtschaftlich und politisch möglich ist.

Eine Stossrichtung ist der Kohleausstieg. Hier wird besonders der Fakt kritisiert, dass Deutschland Braunkohlestrom exportiert. Es müsse auch ein verbindlicher Fahrplan zum Abschalten der Kohlekraftwerke her. Das ist allerdings in der SPD hoch umstritten.

In Kürze wird erstmals die Kohlekommission tagen. Sie soll -nach dem Vorbild des Atomausstiegs – die Rahmenbedingungen für das absehbare Kohle-Ende aushandeln.
Nach öffentlichem Druck wurden auch VertreterInnen aus den Kohleabbauregionen berufen
Zum Auftakt gibt es eine begleitende Demo.

Mit den „Klimapfaden 2050″ will man CO.2-intensiven Industrieen -etwa Stahl und Chemie- Fördermittel für klimaschonendere Produktionsprozesse zukommen lassen. Die Weichen für branchenspezifische Lösungen müssten bereits 2020 gestellt sein.

In den Fokus ist auch der Verkehr geraten – hier insbesondere der Strassenverkehr. Das liegt daran, dass es eine starke Lobby für die Umstellung auf den Elektroantrieb gibt.

Der Seeverkehr und vor allem der Luftverkehr werden kaum diskutiert, was der eigentliche Skandal ist. Die Tatsache, dass der Luftverkehr keine Konversionsstrategien hat, darf kein Grund sein ihn auszunehmen – im Gegenteil.

Ende dieses Jahres findet der nächste Weltklimagipfel in Polen statt – das Land, welches seinen Luftverkehr verdreifachen will. Mal schauen, ob die Klimaschützerinnen in unser (em) Nachbarland mobilisieren werden.

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Umweltschutz-Demo am Mittwoch, 20.6. 11 Uhr in Wiesbaden / Marktplatz http://waldbesetzung.blogsport.de/2018/06/13/umweltschutz-demo-am-mittwoch-20-6-11-uhr-in-wiesbaden-marktplatz/ http://waldbesetzung.blogsport.de/2018/06/13/umweltschutz-demo-am-mittwoch-20-6-11-uhr-in-wiesbaden-marktplatz/#comments Wed, 13 Jun 2018 09:28:06 +0000 Administrator Sehring http://waldbesetzung.blogsport.de/2018/06/13/umweltschutz-demo-am-mittwoch-20-6-11-uhr-in-wiesbaden-marktplatz/ Eine Demo -beziehungsweise Mahnwache- mitten in der Woche mitten am Tag in der Wiesbadener Stadtmitte ? Der Anlass ist die letzte Plenarsitzung des hessischen Landtags, bevor er in die Sommerpause und dann in die Neuwahl geht… Der Grund für die Demo ist der nach Meinung der VeranstalterInnen zu geringe Stellenwert der Umweltpolitik in Hessen.

Deshalb steht die Kundgebung, in deren Rahmen ein Forderungspapier an VertreterInnen der Parteien im Landtag überreicht werden soll, unter dem Motto: „Natur erhalten statt grenzenlos ausbeuten“. Als Veranstalter tritt das Aktionsbündnis Langener Bannwald auf, das noch weitere Organisationen in Südhessen ins Boot geholt hat.

Im Mittelpunkt steht die Forderung nach Rechtstreue unter dem klaren Primat des Umweltschutzes. Die Gesetze und Durchführungsbestimmungen müssen durch Legislative und Exekutive klar mit dem Ziel der langfristigen Erhaltung der Lebensgrundlagen konzipiert und umgesetzt werden. Dazu fordern wir auch Transparenz und Chancengleichheit bei den Planungs- und Genehmigungsverfahren. Sonst drohen sich stets Privat- und Gewinninteressen durchzusetzen.

Gefordert wird auch ein konsequenter Bannwaldschutz als Bestandteil einer Klimaschutzstrategie. Das Bannwaldgesetz muss dringend verbessert werden .

Wir brauchen eine Neuausrichtung von Hessenforst nach klimapolitischen Vorgaben.

Wir unterstützen die Forderung von Umweltschutzverbänden für einen Einschlagstopp alter Laubbäume.

Der Versiegelung und Bebauung von Freiflächen muss endlich Einhalt geboten werden.

Solche und ähnliche Forderungen stehen in dem Forderungskatalog, welcher in Wiesbaden übergeben wird.

Trotz vieler Lippenbekenntnisse etwas dagegen zu tun, schreitet die Zerstörung der Natur in Südhessen dramatisch voran.
Die InitiatorInnen der Demo glauben, dass etwas ändern und verbessern könnte, wenn mehr BürgerInnen die Bereitschaft übernehmen würden, die PolitikerInnen in die Verantwortung zu nehmen… Deshalb soll – nach einem Besuch vor dem Regierungspräsidium Darmstadt im Januar- jetzt in der Nähe des Landtags wort- und lautstark Flagge gezeigt werden.

Der Wiesbadener Marktplatz befindet sich am Rathaus in der Innenstadt in der Nähe des Landtages.

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Frank Kaufmann : Terminal 3 „lärmneutral“ machen http://waldbesetzung.blogsport.de/2018/06/13/frank-kaufmann-terminal-3-laermneutral-machen/ http://waldbesetzung.blogsport.de/2018/06/13/frank-kaufmann-terminal-3-laermneutral-machen/#comments Wed, 13 Jun 2018 07:03:27 +0000 Administrator Allgemein http://waldbesetzung.blogsport.de/2018/06/13/frank-kaufmann-terminal-3-laermneutral-machen/ Nein, den Begriff der Lärmneutralität hat der flughafenpolitische Sprecher der Grünen im Landtag, Frank Kaufmann nicht benutzt. Objekt gesehen hat er in seinem DPA-Interview zur 250. Montagsdemo aber genau damit argumentiert….

Auf die Frage Der Flughafen will weiter wachsen, das Terminal 3 ist beschlossen. Der Zeitplan für den neuen Billigflieger-Flugsteig G steht. Klingt das nicht nach mehr als nach weniger Lärm ? antwortete Frank Kaufmann:

Mehr Flugbewegungen sind zunächst mal mehr Lärmereignisse. Die Frage ist jedoch, ob das objektiv nach Dezibelzahlen wirklich zu mehr Lärmbelastung führt. Das steht dahin. Was man Ryanair bei allen Schweinereien, die das Unternehmen sonst begeht, nicht vorwerfen kann ist, dass es altes Gerät einsetzt. Ryanair fliegt das Modernste, was es gibt. Mit den Lärmobergrenzen wollen wir erreichen, das selbst bei mehr Flugbewegungen der Lärm nicht beliebig ansteigt“

Also will Kaufmann nicht einmal „Lärmneutralität“ festschreiben , sondern nur den geringstmöglichen Anstieg der Dezibelmarge im Fall des Luftverkehrswachstums – also die relative Obergrenze. Wer das Wachstum des Luftverkehrs zur Förderung des eigenen Standorts unterstützt, hat auch nichts mehr gegen das Terminal 3.

Das ist verdammt wenig Prinzipientreue ( oder das Eingeständnis politischen Scheiterns ?) , wenn man als Flughafenausbaugegner und Klimaschützer gestartet ist. Es zeigt, dass die Grünen über das Lärmthema nicht wirklich zu packen sind. Die FlughafenausbaugegnerInnen wären gut beraten das Klimaschutzthema stärker in den Vordergrund zu stellen. Da sehen die Grünen mit ihrer flughafenfreundlichen Strategie wirklich richtig alt aus. Eine Alternative zu SPD und CDU sind sie selbst in ihren Idealpositionen nicht mehr. Wir brauchen das Schrumpftum des Luftverkehrs. Ein Flug, der aus Gründen der Klimaschutzpolitik nicht mehr stattfindet, macht objektiv nach Dezibelzahlen wirklich weniger Lärmbelastung: Null nämlich.

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250.Montagsdemo im Flughafen http://waldbesetzung.blogsport.de/2018/06/12/250-montagsdemo-im-flughafen/ http://waldbesetzung.blogsport.de/2018/06/12/250-montagsdemo-im-flughafen/#comments Tue, 12 Jun 2018 08:00:52 +0000 Administrator Flughafen & Region http://waldbesetzung.blogsport.de/2018/06/12/250-montagsdemo-im-flughafen/ Unter dem Motto „Ruhe jetzt“ oder auch „Beschwert Euch“ demonstrierten gestern zwischen 1000 und 15oo Menschen im Terminal. Solche „Jubiläen“ werden gerne zu Rück- und Ausblicken und zu einer Bestandsaufnahme genutzt…

Die Kritik der BI-RednerInnen richtete sich insbesondere gegen die Landesregierung, der Nachlässigkeit und Verletzung ihrer Aufsichtsfunktion gegenüber dem Wohl der Flughafenanlieger vorgeworfen wurde. Am meisten Beifall bekamen Redebeiträge, welche den Ausschluss von verspätungsanfälligen Airlines vom Flughafenbetrieb forderten. Es gab auch Redebeiträge, die für eine nüchterne und illusionsfreie Bewertung der juristischen und politischen Handlungsmöglichkeiten warben. Zündende Aufrufe zur Aktion gab es eher nicht. Es wurde auch deutlich, dass es derzeit (noch) keine wirklich vernetzte Bewegung gibt. Diese legt das übergreifende Klima-Thema auf Dauer nahe.
„Wenn wir immer so viele wären wie heute, dann wären wir schon viel weiter“ meinte ein Demo- Dauerteilnehmer. „Glaubst Du das wirklich ?“ meinte darauf der Nebenmann.

Von PolitikerInnen kamen diesmal nur Grussworte. Landrat Thomas Will ermunterte in einem kurzen Statement, weiter durchzuhalten um ein Gegengewicht zu den wirtschaftspolitischen Zielen der Flughafengesellschaft zu bilden. Er redete den TeilnehmerInnen aber auch ins Gewissen, dass sie sich für eine Weitergabe und eine Verjüngung des Protestes einsetzen müssten – es ginge ja auch schliesslich um die Zukunft der Kinder und Kindeskinder…

Grüne wurden im Gegensatz zu Linken und Sozialdemokraten ( u.a, OB Peter Feldmann) nur solche in eher niedrigen Parteifunktionen gesichtet.

Es wurde auch deutlich, dass der Kampf gegen Lärm zwar die Klammer ist, die unmittelbaren Interessen aber auseinandergehen und widersprüchlich sein können – und damit die Gefahr gross ist, gegeneinander ausgespielt zu werden.

Das wurde auch bei der Rede von Pierre Blazy, Bürgermeister einer Umlandgemeinde von Paris, deutlich. Er beklagte den Flughafen-Zentralismus in Frankreich und bedauerte, dass nicht in entlastende Alternativen – etwa Notre Dame des Landes- investiert werde.

Von den programmatischen Auseinandersetzungen um die Linie des BBI, wie sie bei vorherigen Veranstaltungen dieser Art -etwa bei der 100. Montagsdemo- auftraten, war diesmal wenig zu spüren. Die Demo hatte mehr den Charakter eines Familien- und Ehemaligentreffens – allein die Tatsache,noch präsent und auch handlungsfähig zu sein, war den allermeisten TeilnehmerInnen schon genug.

Nach fast anderthalb Stunden hatten die ca. 500 Fluggäste, welche sich wegen witterungsbedingter Flugausfälle vor den Schaltern in der Abflughalle drängelten, ihrerseits wieder Ruhe vor „Ruhe jetzt“. Getrennt hatte sie von der Demo nur ein rotweisses Flatterband. Zwischen diesen Blöcken blieb es , zur Befriedigung der Polizei sehr ruhig. Demo und Flugverspätung – beides irgendwie Routine…

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Polnische Regierung will Zentralflughafen bauen http://waldbesetzung.blogsport.de/2018/06/07/polnische-regierung-will-zentralflughafen-bauen/ http://waldbesetzung.blogsport.de/2018/06/07/polnische-regierung-will-zentralflughafen-bauen/#comments Thu, 07 Jun 2018 07:40:17 +0000 Administrator Über den Tellerrand http://waldbesetzung.blogsport.de/2018/06/07/polnische-regierung-will-zentralflughafen-bauen/ Nach der Türkei will jetzt auch Polen einen zentralen Monsterflughafen bauen und die Kapazitäten des Luftverkehrs mehr als verdoppeln. 30 Kilometer östlich von Warschau soll auf der grünen Wiese der „CPK“ (Zentraler Flughafen) mit einer Kapazität von 100 Millionen Passagieren pro Jahr entstehen.

Das Parlament hat bereits im Mai ein Planungs- und Finanzierungsgesetz für den neuen Drehkreuzflughafen beschlossen, welches am 2. Juni durch Staatspräsident Andrzej Duda unterzeichnet wurde. Mit Baubeginn 2021 sollen bis zur Eröffnung 2027 Mittel von 5-7 Milliarden Euro verbaut werden.

Betroffen ist die Gegend um das Bauerndorf Stanislawow, welches an der Staatsstrasse 629 zwischen Lochow und Minsk/Maz liegt.
Von der „Randlage“ versprechen sich die BefürworterInnen des Projekts weniger Lärmbetroffene als bei den bisherigen Stadtflughäfen Chopin und Modlin, die weitgehend geschlossen werden sollen. Damit kann die Infrastruktur ohne Rücksicht auf Alteinrichtungen auf technisch modernstem Stand entwickelt werden.
Nicht erwähnt wird, dass man durch die Verlegung auch Nachtflugeinschränkungen umgehen und auf den entwidmeten Flughafenflächen stadtnahe Immobilienentwicklungsgebiete schaffen will.

Ein Hauptprotagonist des Flughafenmonsters ist die nationale Airline LOT. Noch vor wenigen Jahren stand sie am Rand einer Ubernahme, etwa durch die Lufthansa. Inzwischen möchte sie in Kooperation mit American Airlines und auch der amerikanischen Flugzeugindustrie ihren Betrieb binnen fünf Jahren verdoppeln.
Lufthansa und LOT sind Partner in der „Star Alliance“.

In Berlin wird das Projekt als direkte Konkurrenz zum neuen BER argwöhnisch beäugt. Mit dem Argument, sich gegen die neue Konkurrenz wappnen zu müssen, werden die Flughafenplaner dort sicher schon sehr bald nach mehr öffentlichen Mitteln verlangen.

In Polen hat das Projekt auch KritikerInnen, die befürchten man werde sich überheben bevor man abheben könne. Das Ganze sei ein Prestigeprojekt der Nationalkonservativen, welches an viel zu optimistischen Wachstumszielen ausgerichtet sei.

Dem lässt sich nur beipflichten. Das Wachstum des Luftverkehrs muss schon aus ökologischen Gründen dringend gestoppt werden.

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Skill sharing Camp http://waldbesetzung.blogsport.de/2018/06/06/skill-sharing-camp/ http://waldbesetzung.blogsport.de/2018/06/06/skill-sharing-camp/#comments Wed, 06 Jun 2018 07:26:01 +0000 Administrator Aktionen http://waldbesetzung.blogsport.de/2018/06/06/skill-sharing-camp/ Für nächsten Monat ist im Wald ein sogenanntes „Skill sharing Camp“ geplant Dort steht der Austausch von Wissen, Fähigkeiten und Ansichten im Vordergrund. Dazu gehört auch, dass das alles auf klima- und kostenneutraler Grundlage stattfindet, soll heissen : ohne Moos viel los. Infos gibt es zuerst immer auf der Website „Trebur bleibt“. Siehe auch den dortigen Veranstaltungskalender.

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Neuer Anlauf für den Ausbau von London-Heathrow http://waldbesetzung.blogsport.de/2018/06/06/neuer-anlauf-fuer-den-ausbau-von-london-heathrow/ http://waldbesetzung.blogsport.de/2018/06/06/neuer-anlauf-fuer-den-ausbau-von-london-heathrow/#comments Wed, 06 Jun 2018 07:08:13 +0000 Administrator Über den Tellerrand http://waldbesetzung.blogsport.de/2018/06/06/neuer-anlauf-fuer-den-ausbau-von-london-heathrow/ Die britische Regierung hat kürzlich für den Ausbau des Londoner Hauptflughafens votiert. Die Pläne, die u.a. den Bau einer dritten Startbahn vorsehen, werden noch im Juni dem Parlament vorgelegt. Begründet wird die Notwendigkeit der Erweiterung mit den Umständen, die der Brexit schaffen würde. Vor wenigen Jahren war die Begründung noch genau andersherum – man stelle sich der Konkurrenz innerhalb der EU. Aber die Kopfzeile der Begründung ist gleich geblieben: das nationale Interesse.

Die neue Kampagne gegen den Ausbau läuft langsam an. Sie zielt vor der Abstimmung besonders auf die Labour Party, welche sich in Sachen Ausbau noch nicht festgelegt und „Prüfsteine“ aufgestellt hat. Darin geht es insbesondere um die ökonomische Notwendigkeit des Ausbaus.
GegnerInnen argumentieren, dass ein „Climate breakdown“ zu der grösstmöglichen Belastung gerade der unteren Einkommen weltweit führen würde und der Ausbau 2,2, Millionen Menschen im Grossraum London mit Lärm und Dreck belaste.
Hier eine Argumentation aus der Labour-Kampagne.

Nötig ist eine Vernetzung der Anti-Ausbau-Initiativen – ob in Wien, Frankfurt, London oder auch in Brasilien – um der Logik der Ausbauer entgegen zu treten. Dies insbesondere, weil globale Auswirkungen des Luftverkehrs in allen Kampagnen inzwischen eine wichtige Rolle spielen. Wer sich gegeneinander ausspielen lässt hat in letzter Konsequenz selbst ausgespielt….

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„Wachstumsschmerzen“ bei Fraport http://waldbesetzung.blogsport.de/2018/06/02/wachstumsschmerzen-bei-fraport/ http://waldbesetzung.blogsport.de/2018/06/02/wachstumsschmerzen-bei-fraport/#comments Sat, 02 Jun 2018 08:54:28 +0000 Administrator Allgemein http://waldbesetzung.blogsport.de/2018/06/02/wachstumsschmerzen-bei-fraport/ Fraport wächst , wie Journalisten kommentieren, „unter Schmerzen“. Die Erbringungsqualität der Dienstleistungen könne nicht mit der quantitativen Zunahme mithalten. Dabei wird vor allem auf die Probleme bei der Passagierabfertigung verwiesen, welche organisatorisch hinter ihren Möglichkeiten bliebe. Das Problem liegt allerdings tiefer. Die „Schmerzen“ sind keine Anpassungsprobleme, sie erwachsen aus dem Wachstum an sich.

Auf der Jahreshauptverwaltung legte Fraport einen Bilanzgewinn von 138.587.oo8,50 Euro vor, der über eine Dividende von 1,50 Euro pro Dividende ausgeschüttet werden soll. Fraport-Chef Schulte versprach u.a. den Hauptaktionären Land Hessen und der Stadt Frankfurt, im nächsten Jahr für eine höhere Dividende zu sorgen. Neben dem Auslandsgeschäft soll eine massive Erhöhung des Fluggastaufkommens, angepeilt sind 6 Prozent, Geld in die Kassen spülen. Bis zu 68,5 Millionen Passagiere und 400-430 Millionen Euro Nettogewinn hält er 2019 für realistisch.

Dafür müssten Wachstumshemmnisse überwunden werden. Fraport nennt dabei die enge Auslegung von Betriebsauflagen , eine knallharte Neuorganisation der personalintensiven Passagierabfertigung -die derzeit noch unter der Regie der Bundespolizei läuft- sowie die rasche Genehmigung des Flugsteigs G für das Terminal 3.

Mehr Dividende gibt es also nur, wenn Wiesbaden und Frankfurt den Interessen von Fraport folgen.

Es ist das geplante Wachstum selbst, das Schmerzen macht. Es ist nur über eine unverhältnismässige Verschlechterung der Lebens- und Arbeitsqualität zu erreichen.

Deshalb die politische Forderung an die Stadt Frankfurt: Keine Genehmigung des Flugsteigs „G“, weil die Förderung von Billigflug unseren Interessen zuwider läuft.

Die Sofort-Forderung an Wiesbaden: Abschaffung des Billigflug-Rabattsystems und Einführung höherer Flughafensteuern pro Passagier, welche direkt den Beschäftigten und Programmen in den Kommunen, wo diese wohnen, zugute kommen müssen. Nein zu weiteren Kostensenkungsprogrammen auf dem Rücken und den Bandscheiben der Mitarbeiterinnen.
Nur Billigflug und Luxusflug erfordern ein dauerhaftes Terminal 3. Mit Provisorien für die Phase eines Umbaus von Terminal 1 liesse sich leben.

Verzicht von Fraport auf das Anwerben von Arbeitskräften in Südosteuropa bzw. ein Verbot, diese unter Einfachbedingungen unterzubringen.

Nein zum Terminal 3 — Allerdings ist nicht die Verhinderung seines Baus das strategische Ziel, sondern die Verhinderung seines Betriebs. Stillliegende oder komatöse Flughäfen wie BER oder Calden sind für Mensch und Umwelt recht gut zu vertragen…..
Deshalb: Nein zur Steigerung der Passagiere und zum herausgepressten Gewinn. Das gilt besonders für das Auslandsgeschäft, etwa in Brasilien.

Waldcamp Treebur bleibt bis Fraport geht !

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