Waldbesetzung http://waldbesetzung.blogsport.de Widerstand gegen den Ausbau des Frankfurter Flughafens Thu, 13 Jun 2019 08:18:54 +0000 http://wordpress.org/?v=1.5.1.2 en Ein Sport Dome für die Airport City ? http://waldbesetzung.blogsport.de/2019/06/13/ein-sport-dome-fuer-die-airport-city/ http://waldbesetzung.blogsport.de/2019/06/13/ein-sport-dome-fuer-die-airport-city/#comments Thu, 13 Jun 2019 08:13:20 +0000 Administrator Allgemein Flughafen & Region http://waldbesetzung.blogsport.de/2019/06/13/ein-sport-dome-fuer-die-airport-city/ Direkt an der A 3 am Flughafen,wo heute noch Wald steht, will der kanadische Investor Katz Group einen Sport Dome errichten. Hintergrund könnte eine „eiskalte Leidenschaft“ sein: Globalisierter Sport, internationales Eishockey.

Die privat geführte Katz Group ist Eigentümer der „Edmonton Oilers“ einem Eishockey-Traditionsclub, der Mitglied in der nordamerikanischen National Hockey League ist. Das ist ein in einem Land, wo Eishockey Volkssport ist, ein grosses Geschäft. Dafur wurde auch ein Event-Stadion errichtet , mit dem der Club optimal vermarktet werden kann. Ähnliches ist wohl auch für Frankfurt geplant. Dort sollen die „Löwen Frankfurt“ wieder in die 1. Deutsche Eishockey Liga gebracht werden. Der Investor ist mit einer Projektstudie an die Öffentlichkeit gegangen, welche eine Multifunktionsarena mit 22.000 Plätzen vorsieht. Sie soll auf einem Waldstück, welches der Fraport gehört, westlich des Parkhauses vom Air Rail Center zwischen der Autobahn und der Schnellfahreisenbahnstrecke entstehen. Letztere müsste überbaut werden, um den Baukörper aufnehmen zu können.
Das Gelände befindet sich in der Einflugschneise der Nordwestbahn . Dies könnte -neben dem Waldverlust- ein weiteres Gegenargument zu dem Vorhaben sein.

Die Fraport AG könnte- auch als Hauptsponsor des Basketballclubs „Skyliners Frankfurt“ ein grosses Interesse an dem Projekt haben. Die Airport City hat sich bisher nur mässig entwickelt. Das „House of Logistics and Mobility“ geriet zum Flop. Mit einer Arena käme die Inszenierung von Events, welche Nachfrage nach Flügen schaffen können, wovon Fraport profitieren würde.

Die Stadt Frankfurt sieht die Pläne als eine Gefährdung ihrer Pläne, im Kaiserlei- Areal eine ähnliche Multifunktionsarena zu errichten. Deshalb ist spannend, wie sich Frankfurt im Aufsichtsrat der Fraport AG verhält.

Das ganze Konzept der Airport City beruht auf der Bündelung von Aktivitäten an einem bequem , schnell und billig zu erreichenden Ort. Dieser „Weltanschluss“ ist mit der Kritik am billigen Fliegen jedoch unsicher geworden. Und das ist vielleicht das Hauptargument gegen den Bau einer Arena in Stadtrandlage.

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Anne Frank Tag http://waldbesetzung.blogsport.de/2019/06/12/anne-frank-tag/ http://waldbesetzung.blogsport.de/2019/06/12/anne-frank-tag/#comments Wed, 12 Jun 2019 09:09:52 +0000 Administrator Über den Tellerrand http://waldbesetzung.blogsport.de/2019/06/12/anne-frank-tag/ Zum Gedenken an den 90. Geburtstag der im Januar 1945 ermordeten Anne Frank findet am heutigen Mittwoch um 16 Uhr eine zentrale Gedenkveranstaltung in der Frankfurter Paulskirche statt. Für den Eintritt zum Festakt dürfte eine Akkreditierung erforderlich sein. Es gibt aber auch Ausstellungen und Aktionen auf der Strasse. Zum dritten Mal gibt es den Anne Frank Tag, der die Erinnerung an sie öffentlich und lebendig halten soll. Er wendet sich vor allem an Schulen.

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RWE versucht KritikerInnen mundtot zu machen http://waldbesetzung.blogsport.de/2019/06/12/rwe-versucht-kritikerinnen-mundtot-zu-machen/ http://waldbesetzung.blogsport.de/2019/06/12/rwe-versucht-kritikerinnen-mundtot-zu-machen/#comments Wed, 12 Jun 2019 08:52:41 +0000 Administrator Allgemein Repression http://waldbesetzung.blogsport.de/2019/06/12/rwe-versucht-kritikerinnen-mundtot-zu-machen/ Der Energiekonzern RWE versucht AktivistInnen zum Schweigen zu bringen, in dem er androht, sie über Zivilprozesse finanziell zu ruinieren. RWE hat diese Strategie im Vorfeld der für den 19. bis 24.6. geplanten „Ende Gelände“-Proteste noch einmal verschärft.

Hier geht es um sogenannte „Unterlassungserklärungen“. RWE behauptet, ihr wäre durch Protestaktionen finanzieller Schaden entstanden. Personen, welche durch Aktionen zivilen Ungehorsams polizeibekannt wurden, bekommen von der Firma das Angebot, dass auf eine Schadensersatzklage verzichtet wird, falls mensch sich verpflichtet, nichts mehr zum Schaden von RWE zu unternehmen.

Damit arbeitet der Konzern schon länger. Vor knapp 10 Jahren traf es Greenpeace, die sich nach einer erfolgreichen Baggerblockade zivilrechtlichen Folgen ausgesetzt sahen und eine Unterlassungserklärung unterschrieben. Greenpeace fiel darauf hin jahrelang für den aktiven Protest im Braunkohlerevier aus.

Nach den ersten Verurteilungen wegen Ankettaktionen an der Hambachbahn ab 2012 forderte RWE Schadenersatz . Davon nehme man bei Unterschreibung einer Unterlassungserklärung Abstand – man lege aber bei Nichtbeachtung eine Vertragsstrafe von bis zu 100.000 Euro fest.

Eine ähnliche Unterlassungserklärung hat auch der „Ende Gelände“ -Aktivist Daniel Hofinger unterschrieben. Er hat sich danach daran gehalten, keine von der Polizei als Straftaten deklarierten Aktionen zu machen. Allerdings ist er als Sprecher von Ende Gelände aktiv geblieben. Genau das kreidet ihm RWE nun an. Das Unternehmen will , da er über Tweets und auf Veranstaltungen zu Aktionen zivilen Ungehorsams aufgerufen und diese gutgeheissen habe, 50.000 Euro Vertragsstrafe von ihm – für das blosse Wort.

Es hat nicht nur ihn, sondern auch andere AktivistInnen getroffen, die -indirekt- bezeichnenderweise für kritische Redebeiträge auf der RWE-Aktionärsversammlung abgestraft werden sollen.

Es gibt auf Twitter einen Videoclip zum Thema.

Es gibt auch Unterschriftensammlungen, etwa bei Campact, zum Thema. Ziel ist es, durch öffentlichen Druck RWE zu zwingen, von ihren Praktiken Abstand zu nehmen. Es ist nicht gut für die zivile Protestkultur, wenn das Eintreten für Klimaschutz mit dem vollen Namen zur Existenzbedrohung wird. Parallel befindet sich ein Soli-Fond im Aufbau, welcher u.a. die Rechtsanwaltskosten der Betroffenen decken soll.

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Fahrradschnellweg eröffnet http://waldbesetzung.blogsport.de/2019/06/08/fahrradschnellweg-eroeffnet/ http://waldbesetzung.blogsport.de/2019/06/08/fahrradschnellweg-eroeffnet/#comments Sat, 08 Jun 2019 12:24:59 +0000 Administrator Allgemein Flughafen & Region http://waldbesetzung.blogsport.de/2019/06/08/fahrradschnellweg-eroeffnet/ „Willst Du hier wirklich stänkern ?“ fragt mich ein Freund, „ich muss mich ja für Dich fremdschämen ! “ Nun, irgendjemand muss den Job übernehmen, bei der Eröffnung des „Fahrradschnellweges“ dafür zu mahnen, dass der Naturschutz nicht auf der Strecke bleibt….

Gerne hätte der Veranstaltungsleiter den Mini-Protest unterbunden. Das liess er dann lieber, das hätte die Aktion aus seiner Sicht wohl auch nur „aufgewertet“. Diese bestand aus Kreidemalereien und einem „Keinen Asphalt in den Wald“ -Banner, auf dem ein Igel seine Borsten in einen MTB-Reifen schlitzt. Wie zu erwarten war , konnte und wollte von der überschaubaren Festgemeinde kaum jemand den Sinn des Protestes nachvollziehen. Einen kleiner Stachel zu setzen und symbolisch etwas Fahrradöl in den bereitgestellten Bio-Cidre zu giessen schien aber wichtig, um auf die möglichen Dimensionen des „historischen Moments“ (Tarek al Wazir) hinzuweisen. Und die sind nicht wirklich grün.

Wer PendlerInnen auf einer 30-Kilometer-Distanz auf das Fahrrad setzen will, setzt auf ausgebaute Direktstrassen, nicht auf Wege.

Der Fahrradschnellweg ist konzipiert für Leichtfahrzeuge einer neuen Generation. Das klassische Fahrrad dient hier nur als Dosenöffner.

Demokratische Wegenutzung – FussgängerInnen und RadfahrerInnen zusammen- funktioniert bei bis zu 15 km/h Durchschnittsgeschwindigkeit. Dann braucht es auch keinen Asphalt und keine Beleuchtung in Wald und Flur. Ein engmaschiges Wegenetz ist möglich, welches den motorlosen Verkehr verteilt.

Manfred Ockel von der Regionalpark GmbH und Prof. Jürgen Follmann von der Uni Darmstadt setzen auf „pragmatische“ Baulösungen an einer Planfeststellung vorbei – sprich: auf Deals. So werden neue Strassen heute durchgesetzt – sie können als niedliche, kurvige Wege starten und -aus angeblichen Sachzwängen- als veritable Strassen enden.

Die Fahrradautobahnen werden dort angelegt, wo sich heute noch schnell fahren lässt – in bisher wenig angetasteter Natur. Es müssen Landschaftsschutzgebiete durchschnitten werden.

Die Fahrradautobahnen entstehen primär nicht aus Klimaschutzgründen, sondern um einen weiteren Verkehrszuwachs aufzunehmen – und überhaupt erst zu ermöglichen. Verkehrsreduzierung in den Verdichtungsräumen ist das ökologische Gebot der Stunde, nicht die weitere Ausweitung und Beschleunigung billiger Mobiliät. Das gilt vom Prinzip her selbst fürs Pendeln mit dem Fahrrad ! Verdrängung von Fussverkehr durch Radverkehr (gar mit bis zu 40 km/h) geht gar nicht.

Je „erfolgreicher“ die Strasse genutzt wird , um so umweltbelastender wird sie. Starker Verkehr im Wald ist eine massive Belastung der Natur.

Wer wirklich eine Verkehrswende will, muss die schnelle Elektromobilität auf die Bestandsstrassen bringen anstatt den Verkehr auszudifferenzieren. Die Trennung führt nämlich dazu,dass neben dem „leichten“ Verkehr auch der „schwere“ Verkehr durch Wegnahme von Verkehrsdruck gleichermassen gefördert wird – und die Natur doppelt belastet.

Die Fahrradautobahnen verführen zum Rasen. Bei vier Metern Breite und Überholerlaubnis auf beiden Richtungen gleichzeitig sind schwere Unfälle vorprogrammiert. Die Forderung nach Begradigung und Verbreiterung sind dann die Folge.

Fazit: Eine Freundschaft wurde schwer strapaziert. Der Freund des Schreibers hier musste sich vor Ort eine geschlagene Stunde „fremdschämen“. Etwa als der neue grüne Bürgermeister von Egelsbach als Nachteile des neuen Weges nur die sechsstelligen Kosten für den Gemeinde erwähnte -und der Redner einen Zwischenruf erntete , ob der Weg nicht auch eine Belastung für die Natur darstellen würde. „Mmmh, Flächenversiegelung ist auch ein Nachteil“,ergänzte er daraufhin. Immerhin

Am 23.6. findet zwischen 11 und 18 Uhr ein Bürgerfest zur Promotion der neuen Strecke südlich von Egelsbach statt.

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Robin Wood Flosstour zum Thema Luftverkehr startet Ende August in Frankfurt- im- Main http://waldbesetzung.blogsport.de/2019/06/05/robin-wood-flosstour-zum-thema-luftverkehr-startet-ende-august-in-frankfurt-im-main/ http://waldbesetzung.blogsport.de/2019/06/05/robin-wood-flosstour-zum-thema-luftverkehr-startet-ende-august-in-frankfurt-im-main/#comments Wed, 05 Jun 2019 09:45:05 +0000 Administrator Flughafen & Region http://waldbesetzung.blogsport.de/2019/06/05/robin-wood-flosstour-zum-thema-luftverkehr-startet-ende-august-in-frankfurt-im-main/ Auch dieses Jahr wird es wieder eine Robin Wood Flosstour geben. Es geht -ab dem Freitag den 30.8.- von Frankfurt nach Köln. Freitag ist Programm in Frankfurt, am 1.9. geht es dann auf die erste Etappe mainabwärts. Für die Strecke, welche sowohl Flieger als auch Hochgeschwindigkeitszug in einer knappen Stunde bewältigen, sind auf dem Wasser gut zwei Wochen eingeplant. Viel Zeit zur Entschleunigung also. Viel Zeit zum Diskutieren wie die Verkehrswende beschleunigt werden kann. Neben der Konzentration beim Navigieren gibt’s auch Entspannung beim Kochen, Klönen, Musizieren……

Im Mittelpunkt steht die Frage, wie wir uns -durchaus lustvoll- fortbewegen können ohne noch mehr Natur zu zerstören. Wie kann eine neue Mobilitätskultur aussehen, der Verkehr weniger aggressiv werden ? Es geht auch um die Forderung, die CO.2. Belastung durch den Transport von Produkten transparent zu machen. Infos -und einen Fahrplan- gibt es auf der Robin Wood Seite sowie auf der Mahnwache im Terminal am Montag, dem 8.Juli um 18 Uhr.

Informativ ist auch der Film von der „Wald statt Wurst“. Flosstour in Niedersachsen aus dem letzten Jahr von Querdenker.

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„Fridays for Future“auf der Fraport- Hauptversammlung http://waldbesetzung.blogsport.de/2019/06/05/fridays-for-futureauf-der-fraport-hauptversammlung/ http://waldbesetzung.blogsport.de/2019/06/05/fridays-for-futureauf-der-fraport-hauptversammlung/#comments Wed, 05 Jun 2019 07:06:29 +0000 Administrator Flughafen & Region http://waldbesetzung.blogsport.de/2019/06/05/fridays-for-futureauf-der-fraport-hauptversammlung/ Neben der Kohleverstromung rückt zunehmend auch der ungebrochene Verbrauch von Erdölkraftstoffen im Verkehrsbereich in die Kritik. Vor den Fraport-Aktionären forderte ein Sprecher von „Fridays for Future“ eine grundlegende Verkehrswende weg vom CO.2.

Sprecher des BBI wandten sich gegen eine Volumen-Wachstumsstrategie der Fraport, man müsse sich auf die Bereiche konzentrieren, die bei möglichst wenig Belastung hohe Wertschöpfung generierten. Dazu gehöre ( was auch bei FlughafenausbaugegnerInnen sehr umstritten ist ) das Geschäft der Betreibung ausländischer Flughäfen.

Der Vertreter von „Fridays for Future“ wandte sich auch gegen das Konzept von Terminal drei. Nachzuhören ist der Redebeitrag auf einem You Tube Video.

Das Thema „Flugverzicht“ ist inzwischen auch in den klassischen Medien angekommen. Ein Gastartikel zum Thema wurde bereits mehr als 600mal kommentiert.

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Gegen billige Mobilität http://waldbesetzung.blogsport.de/2019/05/17/gegen-billige-mobilitaet/ http://waldbesetzung.blogsport.de/2019/05/17/gegen-billige-mobilitaet/#comments Fri, 17 May 2019 08:35:16 +0000 Administrator Allgemein http://waldbesetzung.blogsport.de/2019/05/17/gegen-billige-mobilitaet/ Mobilität ist zu billig. Am Standort zu bleiben ist zu teuer. Das ist eines unsere Verkehrs-Grundübel, welches auch vom Schwadronieren über „grüne Mobilität“ nicht besser wird.

Denn die Grünen drücken sich um eine gesellschaftliche Bewertung , um eine Debatte über den Sinn von Mobilität. Die Grünen machen bei dem Spielchen, welches Mobilität als Selbstzweck setzt, eifrig mit – wenn es sie nichts kostet. Momentan ist es Mode, Wahlgeschenke zu machen- ohne auf die langfristige Finanzierung zu schauen.
Das gilt auch für das „Senioren-Ticket“ in Hessen. Das ist eine Netzkarte für den gesamten öffentlichen Nahverkehr in Hessen für Alle ab 65, die in einer Billigvariante für 1 Euro/Tag (gültig werktags ab 9 Uhr) und in einer Normal-Variante für 2 Euro/Tag angeboten werden soll.

Es verschärft zwei Probleme:
Zum einen das Kapazitätsproblem – wenn die Mobilität billiger wird, wird mehr gefahren- BeobachterInnen rechnen damit, dass die umworbene Gruppe ihre Fahrleistung um bis zu ein Drittel steigert. Und weil es so schön billig ist, gibt es ja auch keinen Grund, das Auto abzuschaffen. Das braucht man, wenn die Züge und Busse unattraktiv oder überfüllt sind.
Zum anderen das Finanzierungsproblem: Viele Seniorinnen und Senioren sind alles andere als arm, haben (etwa aus Sicht der jungen Fridays for Future AktivistInnen) jahrzehntelang aus dem Vollen gelebt und sollten durchaus in die Pflicht genommen werden, den Verkehr der Zukunft mitzufinanzieren, wenn sie ihn nutzen. Zum anderen nützt das Ticket nur dort , wo der öffentliche Nahverkehr heute schon gut ausgebaut ist – und durch den Benutzungsdruck primär weiter ausgebaut werden wird. Dies zu Lasten der Hinterhoflagen, die teuer entwickelt werden müssen, wo der Subventionsbedarf auch bei laufendem Betrieb höher ist. Gerade hier muss eine Umverteilung stattfinden, an der sich auch die wohlhabenderen Seniorinnen und Senioren in den Ballungsgebieten beteiligen müssen. Es ist auch eine Gerechtigkeitsfrage. Wachsende soziale Spannungen unter den NutzerInnen können den öffentlichen Verkehr rasch mehrheitlich unattraktiv machen. Hier sei an das miese Image der New Yorker U-Bahn in den Siebzigern erinnert.

Ein weiterer Öko-Killer sind die E-Roller. Der hessische Verkehrsminister findet sie toll- warum eigentlich ?
Sie substituieren zu Fuss oder mit dem Fahrrad zurückgelegte Wege und führen zu mehr Tempo und mehr Gefährdungssituationen.
Nicht vor Ort erzeugter Strom ist -meistens- nicht umweltfreundlich. Die „Flitzer“ benötigen perfekt ausgebaute Verkehrswege glatt wie ein Kinderpopo. Das Geschrei nach dem Ausbau von Elektro-Mobilitätswegen wird zunehmen, Waldwege müssten asphaltiert und beleuchtet werden. Ihre angedachte Mitnahme in Bussen und Bahnen verschlingt -ebenso wie E-Mofas- viel Platz – der nicht mehr vorhanden ist. Ein Verdrängungswettbewerb zeichnet sich im Verkehr ähnlich ab wie bei der Wohnungsfrage. Beides hängt ja auch eng zusammen, denn „am Standort bleiben“ ist zu teuer…..

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Fraport und die bodenseitige Anbindung des Terminal 3 http://waldbesetzung.blogsport.de/2019/05/17/fraport-und-die-bodenseitige-anbindung-des-terminal-3/ http://waldbesetzung.blogsport.de/2019/05/17/fraport-und-die-bodenseitige-anbindung-des-terminal-3/#comments Fri, 17 May 2019 08:06:54 +0000 Administrator Allgemein Flughafen & Region http://waldbesetzung.blogsport.de/2019/05/17/fraport-und-die-bodenseitige-anbindung-des-terminal-3/ Im Süden des Flughafens beginnen nun die Hochbauarbeiten am Terminal 3. Das gilt auch für die verkehrliche Anbindung. Bereits im November wurde das Waldcamp im Treburer Wald geräumt, obwohl dies für die Bauplanung nicht vor Ende Februar dieses Jahres notwendig gewesen werde. Man befürchtete wohl ein „Überschwappen“ der Proteste aus dem Hambacher Forst.

Viel hat sich für den Bau der zweiten Autobahnanbindung Süd noch nicht getan. Wer sich die Baufortschritte anschaut, wird feststellen, dass Fraport mit Hochdruck an der internen Erschliessung des Standortes arbeitet. Wie das Terminal, das ja vor allem Punkt-Ziel-Verkehre aufnehmen soll und damit überwiegend direkt angefahren werden wird, an die „landseitige“ Verkehrsinfrastruktur angebunden werden soll, ist weiterhin offen.

Dies rief auch anlässlich der Grundsteinlegungsfeier öffentliche Kritik hervor. Die Frankfurter Rundschau kommentierte, die Fraport solle eine S-Bahn-Ausschleifung aus eigenen Mitteln bezahlen.
Die Stimmen mehren sich, der Flughafen brauche einen „grünen“ Anschluss – mit der S Bahn oder auf der Elektromobil- Multifunktionsstrasse solle zum Flieger gelangt werden.
Das alles macht den Flughafen aber noch attraktiver und ist Feigenblatt für weitere Zerstörung von Umwelt und Region. Wir fordern eine Reduktion des Luftverkehrs, um das Mobilitätsproblem zu lösen – keinen Hickhack zur Rechtfertigung des weiteren Ausbaus.

Interessant ist in diesem Zusammenhang der Beitrag der Bürgerinitiative Mörfelden-Walldorf zum DGB- 1.Mai in Mörfelden Walldorf. In Link dazu findet sich hier.

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Gewerkschaft Ver.Di gestaltet Montagsdemo am Flughafen http://waldbesetzung.blogsport.de/2019/05/16/gewerkschaft-ver-di-gestaltet-montagsdemo-am-flughafen/ http://waldbesetzung.blogsport.de/2019/05/16/gewerkschaft-ver-di-gestaltet-montagsdemo-am-flughafen/#comments Thu, 16 May 2019 09:29:12 +0000 Administrator Flughafen & Region http://waldbesetzung.blogsport.de/2019/05/16/gewerkschaft-ver-di-gestaltet-montagsdemo-am-flughafen/ Am Montag, den 13.5.2019 übernahm die Fachgruppe Luftverkehr der Vereinigten Dienstleistungsgesellschaft die Gestaltung der Montagsdemo am Frankfurter Flughafen. Sie warb für einen Schulterschluss von Politik, Beschäftigten und FlughafenkritikerInnen. Es wurde deutlich dass es eine Schnittmenge, aber auch deutliche Interessensgegensätze gibt.

Sicherlich etwas enttäuscht sein durften die Veranstalter von der Publikumsresonanz. Es waren -trotz des in der Presse angekündigten Besuchs von Frankfurts Oberbürgermeister Peter Feldmann- nur etwa 350 Menschen gekommen.
Das hängt sicher damit zusammen, dass über das eigene Umfeld hinaus das Thema nicht mobilisieren, aber auch nicht (mehr) polarisieren konnte. Ihre eigenen Mitglieder unter den Flughafenbeschäftigten -konnte oder wollte- Ver.Di nicht mobilisieren. Ob diese überhaupt auf eine Montagsdemo gekommen wären,wenn sie aufgerufen worden wären ? Es ist deutlich, dass Ver.DI sich hier in einem Spannungsfeld bewegt – wir FlughafenausbaugegnerInnen aber auch.

Sehnsüchtig erwartet wurde zu Beginn der Kundgebung Frankfurts „Oberbürger“ Peter Feldmann – er befand sich noch im Zufahrtsstau. Es heisst, Ver.Di hätte darauf bestanden, dass er bei der Veranstaltung anwesend ist. Tatsächlich erwies er sich dann auch als der eigentliche „Boss“ dieses Montagabends, nachdem er dann mit etwas Verspätung eingetroffen war.

Denn Beginn der Kundgebung gestaltete wegen der OB-Verspätung ein Gewerkschaftssekretär von Ver.Di. Er vertrat die Linie, dass das Wachstum des Flughafens nicht auf Kosten der wirtschaftlichen Situation der Beschäftigten und der Lebensqualität gehen dürfe – der Flughafen müsse der Region dienen und nicht umgekehrt. Gute Arbeitsbedingungen und ein hoher Umweltstandard des Flughafens seien in beiderseitigem Interesse von Ver.Di und der MontagsdemonstrantInnen.

Noch vor knapp 10 Jahren hätten sich AusbaugegnerInnen und VerdianerInnen unversöhnlich gegenübergestanden, die einen im Protest gegen die Folgen der Nordwestbahn, die anderen bei „Ja zu Fra“ in der Angst um ihre Arbeitsplätze. Das habe sich inzwischen aber verschoben – bei den Montagsdemos seien auch Ver.Di-Mitglieder dauerhaft präsent, die auch den Kontakt halten würden.

OB Feldmann begrüsste die Anwesenden -darunter seine fast vollständig angetretene Stabsstelle Fluglärmschutz- als „Liebe Fluglärmgegner“ . Damit war auch schon ziemlich klar, um was es ihm ging und um was nicht. Er lobte das zähe Engagement der MontagsdemonstrantInnen und versprach , es zu unterstützen. Missstände müssten angegangen werden, das gelte für den Lärm, den verspätete Airlines machten, und das gelte auch für das Anliegen von Ver.Di für eine sozial gerechte Gestaltung der Flughafenverhältnisse.

In gewisser Weise vertrat er das Bild einer Zugewinngemeinschaft.Nicht umsonst heisst sein Kampagnenziel „Gute Arbeit, gute Nachbarschaft“. Sein Auftreten machte es Ver.Di möglich, den Schulterschluss mit den MontagsdemonstrantInnen durchzuführen. Feldmann war für die Gewerkschaft der in die Pflicht genommene Garant, dass sich die Frankfurter Politik in die sozialpolitischen Auseinandersetzungen am Flughafen einmischt.Dabei geht es etwa um den Weiterbestand der Bodenverkehrsdienste der Fraport, die Verbesserung der Lohnverhältnisse bei Fracare oder die Zähmung von Ryanair . Dafür ist eine informelle Bühne wie die Montagsdemo gut geeignet. Es stärkt auch Ver.Di gegen Spartengewerkschaften wie die UFO, welche sowohl Ver.Di als auch der Fraport besonders unliebsam sind.

Ver.Di auf der Montagsdemo ? Die Anliegen von Ver.Di, etwa die Auseinandersetzung mit dem Wisser-Konzern, sind berechtigt. Ver.Di kämpft aber auch selbst um Glaubwürdigkeit bei den Beschäftigten des Flughafens. Nicht vergessen werden sollte , dass Ver.Di selbst ein Produkt des Übergangs von der Einheits-Konzernstruktur zur Aufteilung in Tochtergesellschaften ist- Deregulierung statt Haustarif. Dafür steht auch der Übergang von ÖTV zu Ver.Di, der Betriebsübergang von Flughafen AG zur Fraport, die Einstellung des verhinderten Verdi-Gründers May als ersten Arbeitsdirektor von Fraport.

Nicht, das jemand von den AusbaugegnerInnen der ÖTV nachtrauert. Sie war der schlimmste Einpeitscher für die Startbahn West, war viel aggressiver noch als die Polizeigewerkschaft. Sie lebte später noch in der Gewerkschaftsgruppe der LH Cargo fort („Die Fracht braucht die Nacht“) Vuvuzelas wären doch viel lauter als eine nächtliche Fracht-MD 11, wurde damals argumentiert. Aber: Die ÖTV garantierte einen Haustarif für Alle. Da muss Ver.Di jetzt anders auftreten.

Ver.Di verfolgt heute eine Doppelstrategie – einerseits die des „Campaignings“, also einer offensiven Organisierungs. und Arbeitskampfstrategie. Die wurde bei den Streiks der LuftsicherheitsassistentInnen sichtbar. Momentan läuft eine ähnliche Kampagne für die Bodendienste an. Hier passt das Engagement bei der Montagsdemo gut hinein.
Auf der anderen Seite präsentiert sich Ver.Di als verlässlicher Partner der Unternehmer im Rahmen der Mitbestimmung und der Sozialpartnerschaft. Beispielsweise sitzt Ronald Laubrock, der Landesfachbereichsleiter Verkehr von Fraport in sechs Aufsichtsräten, darunter Fraport, Fraground Services, LSG Service und LSG Sky Chefs . (Quelle: Fraport)
In den Aufsichtsräten haben die Gewerkschaftler stets die Finger für den Ausbau gehoben, so zuletzt für den Bau des Terminal 3. Bei solcher „paritätischer Mitbestimmung“ konnten dann Leute wie Al Wazir oder Peter Feldmann demonstrativ dagegen stimmen, ohne sich einem Konflikt auszusetzen. Aber wie sieht mit einer Allianz für bessere Arbeitsstandards aus ?

In einem FR-Zeitungsinterview mit einem Ver.Di Funktionär ging es um die Frage, warum die Gewerkschaft OB Feldmann als Mitglied des Aufsichtsrates von Fraport nicht schärfer anginge, wenn es um die Arbeitsbedingungen am Flughafen ginge:
Antwort, sinngemäss: Da kann der nichts machen, er sitzt dort ja nicht alleine. Das stimmt – Ver.Di sitzt ja auch noch neben ihm. Aber beide sind dem wirtschaftlichen Wohl des Flughafens und seiner Aktionäre verpflichtet….

Ver.Di braucht Feldmann, und Feldmann braucht Ver.Di. Für die FlughafenausbaugegnerInnen ist die Veranstaltung eine Aufwertung, die aber einen deutlichen Preis hat – selbst was das Profil der Fluglärmgegnerschaft angeht.

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Neue Platzbesetzung in Eichenberg http://waldbesetzung.blogsport.de/2019/05/08/neue-platzbesetzung-in-eichenberg/ http://waldbesetzung.blogsport.de/2019/05/08/neue-platzbesetzung-in-eichenberg/#comments Wed, 08 May 2019 09:25:45 +0000 Administrator Allgemein http://waldbesetzung.blogsport.de/2019/05/08/neue-platzbesetzung-in-eichenberg/ Nahe Eichenberg in Nordhessen, wo die Firma Dietz ein grosses Logistikzentrum plant, ist seit dem Wochenende das Gelände dauerhaft besetzt. Ein Aktivist: „Wir bleiben, bis sich Dietz vom Acker macht“ Momentan wird das Ganze geduldet. Das Gelände gehört dem Land Hessen, so dass sich der Protest auch an die schwarzgrüne Landesregierung richtet. Am Wochenende findet in Eschwege eine Demo statt.

Hier ein Link zu einem Film von Graswurzel TV

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Insektentod durch bakterielle Keule http://waldbesetzung.blogsport.de/2019/05/08/insektentod-durch-bakterielle-keule/ http://waldbesetzung.blogsport.de/2019/05/08/insektentod-durch-bakterielle-keule/#comments Wed, 08 May 2019 08:26:03 +0000 Administrator Allgemein http://waldbesetzung.blogsport.de/2019/05/08/insektentod-durch-bakterielle-keule/ Dem Wald geht es schlecht wie selten zuvor. Borkenkäfer und Eichenprozessionsspinner finden auf den geschwächten Bäumen ideale Lebensbedingungen. Die Reaktion: Massiver Einsatz von Schädlingsbekämpfungsmitteln. Die Folge: Erst sterben die Insekten, dann die Vögel. Nächste Folge: Noch weniger natürliche Fressfeinde für die baumbefallenden Tierchen.

Unter den schütteren Eichen in der Nähe einer Kindertagesstätte fährt ein grosser Traktor auf. Auf seinem Anhänger ist ein Tank und ein ein grosses Gebläse montiert, das wie eine Kanone aussieht. Und auch so wirkt. Mit einem Höllenkrach wird ein Wasser-Gift-Gemisch in die Baumkrone geblasen.

Gift ? Ist doch alles ganz harmlos und nicht schädlich für den Menschen, sagen die Akteure. Der Vorgang findet während der Öffnungszeit der Kita statt. Was hier hochgeblasen wird ist ein in Wasser gelöstes Bakterium, welches von den fressenden Raupen des Eichenprozessionsspinners aufgenommen wird und im Darmbereich des Insekts „toxikologisch wirkt“, also zum Absterben des Tieres führt.

Dumm nur, dass das Mittel auf alle Tiere wirkt, die einen vergleichbaren Verdauungstrakt besitzen. Seit es ausgebracht wird, gibt es im Umfeld der Kita kaum noch Insekten, nicht einmal mehr Mücken. Andere Raupen und ähnliche Eiweissnahrung, welche die Vögel für ihre Brut benötigen, gibt es schon gar nicht. Die Folge: Hungersnot bei den Vögeln.

Es verschwinden aber auch Wanzen und Schlupfwespen, welche die Larven des Eichenprozessionsspinners fressen und seine Population damit im biologischen Gleichgewicht halten. Auch für den Kuckuck ist der Eichenprozessionsspinner ein Leckerbissen, er frisst die Raupe mit Haut und Haaren. Aber während der Eichenprozessionsspinner ein Profiteur des Klimawandels ist, ist der Kuckuck eines seiner Opfer. Er legt seine Kuckuckseier in die Nester von Vögeln, die sich nur in Feuchtgebieten wohl fühlen. Wo es solche noch gibt, kommt er oft zu spät, weil die Brut heutzutage früher beginnt.

Die Grünen plakatieren zur Europawahl süsse Bienen, aber was nötig wäre, um die Insekten zu schützen, das erzählen sie dem Wahlvolk auf ihren Plakaten nicht.
Da müsste erst einmal der dicke New Holland Traktor, der mit seiner Biohazard- Kanone auf Spatz&Co. schiesst, im städtischen Bauhof bleiben. Dessen nette Mitarbeiter müssten die Raupennester händisch entfernen oder abflämmen. Klingt unangenehm und teuer, ist es auch. Dann müsste der boomende Markt von privaten Kammerjägern, welche die Nester in Privatgärten niedermachen, reguliert werden. Die Firmen müssten zu einer ökologischen Vorgehensweise gezwungen werden.

Die grossflächige Besprühung von Waldgebieten mit Insektiziden muss verboten werden. Hessenforst muss wieder Leute einstellen, welche die zahllosen abgestorbenen Bäume einzeln zeitnah herausschlagen. Das klingt unangenehm und teuer – ist es auch.

Seit etwa 1991 ist der Eichenprozessionsspinner in unseren Breiten heimisch. Knapp 25 Jahre sind seitdem um – das sollte eigentlich reichen, umweltfreundliche Strategien zu entwickeln. Wenn wir nicht schneller lernen, ist es um unsere Zukunft schlecht bestellt.

Nachdem aber die ganze Welt jammert, wir hätten immer weniger weniger Insekten, ist es nun aber an der Zeit, etwas für die Insekten und andere Tiere zu tun. Schliesslich sind wir es, die das System aus dem Gleichgewicht gebracht haben.

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Nicht hingehen ist auch keine Lösung http://waldbesetzung.blogsport.de/2019/05/06/nicht-hingehen-ist-auch-keine-loesung/ http://waldbesetzung.blogsport.de/2019/05/06/nicht-hingehen-ist-auch-keine-loesung/#comments Mon, 06 May 2019 11:34:40 +0000 Administrator Allgemein Flughafen & Region http://waldbesetzung.blogsport.de/2019/05/06/nicht-hingehen-ist-auch-keine-loesung/ Tarek Al Wazir hat sich bei der feierlichen Grundsteinlegung für das Terminal 3 für die Nullvariante entschieden. Er ist nicht auf die Feier gegangen, aber halt auch nicht auf die Gegendemonstration. Statt dessen schickte die Landesregierung den Finanzminister Thomas Schäfer (CDU) auf die Feier , auf die Mahnwache
im Terminal 1 offiziell offenbar niemand. Damit waren die Verhältnisse eigentlich wieder klar: Die Grünen haben sich in der Flughafenfrage als Anhängsel der CDU erwiesen.
Deutlicher registriert haben -neben dem Fehlen des Ministerpräsidenten- dürfte die Fraport das Fehlen von OB Feldmann. Das Einmauern der Zeitkapsel „für die Ewigkeit“ entbehrt nicht einer gewissen Ironie. Wenn das Terminal zur Ruine geworden ist und wir unsere Lebensgrundlagen ruiniert haben, finden eventuelle Nachkommende in der Kapsel vielleicht Hinweise auf die Gründe dafür. Da steht dann wohl auch drin, dass das Terminal gebaut wurde um den Luftverkehr immer weiter wachsen zu lassen….

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XR ruft zu einer Die-In Aktion auf dem Frankfurter Römerberg auf http://waldbesetzung.blogsport.de/2019/04/26/xr-ruft-zu-einer-die-in-aktion-auf-dem-frankfurter-roemerberg-auf/ http://waldbesetzung.blogsport.de/2019/04/26/xr-ruft-zu-einer-die-in-aktion-auf-dem-frankfurter-roemerberg-auf/#comments Fri, 26 Apr 2019 16:06:51 +0000 Administrator Allgemein http://waldbesetzung.blogsport.de/2019/04/26/xr-ruft-zu-einer-die-in-aktion-auf-dem-frankfurter-roemerberg-auf/ Am Samstag, den 27.4. um 17 Uhr soll -parallel zu ähnlichen Aktionen in andern Städten- ein „symbolisches Massensterben“ auf dem Römerberg inszeniert werden. Möglichst viele Menschen lassen sich zu Boden fallen und verharren dort einige Zeit. Das soll verdeutlichen, dass der Mensch eine bedrohte Spezies ist, wenn der Klimawandel weiter fortschreitet. Nach einer Weile stehen alle wieder auf und skandieren Protestparolen. Das wiederum soll symbolisieren, dass die Rettung in einem Massenaufstand gegen das politische Handlungsdefizit und das gesellschaftliche Wegschauen gegenüber der Klimakrise liegen könnte.

„Extinction Rebellion“ ist eine britische Gründung und hat sich inzwischen in zahlreichen Ländern weltweit etabliert. Ihr Konzept sind öffentlichkeitswirksame Aktionen, die von der Massenaktion zivilen Ungehorsams bis zur Kunst-Performance reichen. In dieser Zusammensetzung entspricht es der Jahrhunderte alten Tradition des bürgerlichen Aufstands in Grossbritannien gegen Staat und Autorität. Entsprechend tun wir uns hier damit etwas schwerer…..

Extinction Rebellion nimmt für sich das Widerstandsrecht in Anspruch, zum Schutz höherer Rechtsgüter Konventionen, Regeln und auch Gesetze zu brechen. Die AkteurInnen nehmen die Folgen dafür in Kauf und stellen sich der juristischen Auseinandersetzung.

Die Kampagne verlangt, dass die Regierung den Klima-Notstand ausruft. In der deutschen Version ist das etwas abgemildert, da geht es nur darum, dass die Regierung die Bevölkerung über die volle Wahrheit der Situation informiert und keine Informationen zurückhält.

Die inhaltliche Forderung ist nicht weniger, als dass der CO.2 Ausstoss binnen 5 Jahren auf ein normales Mass gebracht wird. Das würde radikale Massnahmen erfordern -aber auch aus Sicht der KlimaschützerInnen radikale Proteste legitimieren.

Dritte Forderung – auch an die Kampagne- ist, die nötigen Schritte basisdemokratisch und transparent auszuhandeln.

In Frankfurt hat sich eine noch relative kleine Gruppe gebildet, die parallel zu der Londoner Massenaktionen eine Aktionswoche organisiert hat.

Ein Problem des Protests ist sicher die Distanz, die er gegenüber dem Adressaten schafft – der/ die sieht sich einer geschlossenen Gruppe gegenüber.
Letztlich wird es aber auf ein Aushandeln unterschiedlicher Interessen unterschiedlicher Individuen hinauslaufen – ein Ein- und Ausklinken muss möglich bleiben.

Für den 22. Mai wird um 16 Uhr zu einer Grossaktion in Heidelberg anlässlich der dortigen Klimakonferenz ICCA aufgerufen.

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Aktiv für den Rückbau http://waldbesetzung.blogsport.de/2019/04/25/aktiv-fuer-den-rueckbau/ http://waldbesetzung.blogsport.de/2019/04/25/aktiv-fuer-den-rueckbau/#comments Thu, 25 Apr 2019 07:16:04 +0000 Administrator Flughafen & Region http://waldbesetzung.blogsport.de/2019/04/25/aktiv-fuer-den-rueckbau/ Der Druck auf die Wirtschaft, sich wegen der erkennbaren volkswirtschaftlichen Schäden durch den Klimawandel „grüner“ aufzustellen, wächst. Der Frankfurter Flughafen hat -verglichen mit anderen,vergleichbar grossen Unternehmen-eine besonders schlechte Umweltbilanz. Fest steht: Wenn er sich nicht ändert, kann er nicht bleiben. Es wird Zeit, dass wir als AnwohnerInnen uns mehr einmischen.

Lärm und Dreck

Der Lärm und der Dreck -insbesondere durch Verbrennungsrückstände aus Kerosin- stehen in einem zunehmend schlechteren Verhältnis zu der Dienstleistung, welche der Flughafen bietet- Leute von A nach B zu transportieren. Wenn der Flughafen diese Dienste nicht sauberer anbieten kann, soll er sie, dort wo es möglich ist, an umweltfreundlichere Alternativen abgeben. Es sollten auch klare Ziele der Verringerung der Lärmemissionen gesetzt werden, keine Obergrenzen. Gleiches gilt für die Schadstoffbelastung.

Finanzieller Wohlstand

Der Flughafen konnte in den letzten 20 Jahren nur noch durch eine Senkung der Betriebskosten und der Verbilligung der Dienstleistung wachsen. Dies schlug auf die Löhne durch. Die Folge: Es wurden Menschen in die Region angeworben, welche zu niedrigeren Löhnen arbeiten müssen als bisher. Weitere Folge ist eine Verdrängung kleinbürgerlicher durch teilweise prekäre Lebensverhältnisse mit tendenzieller Verarmung der Umlandkommunen.

Forderung muss sein: Das Flughafenumland darf nicht Billigzone für eine profitierende Flugkundschaft im 300 Kilometer-Radius sein. Flughafen und Airlines müssen ihre Dienstleistung zu einem Preis anbieten, der gute Lebensverhältnisse für die Beschäftigten und ein wirtschaftliches Auskommen für die Kommunen bietet, in den seine Beschäftigten leben. Billige Mobilität ist kein Selbstzweck. Kann der Flughafen keine auskömmliche Bezahlung erwirtschaften, soll er die entsprechenden Dienste einstellen. Besser kontrolliert schrumpfen als kaputtwachsen .

Zu- und Abbringerverkehr

DerFlughafen wälzt sämtliche Belastungen durch den Bodenverkehr, den er erzeugt, auf das Umland ab. Forderung: Der Flughafen soll sämtliche Infrastrukturkosten, welche durch sein Verkehrs-Mehraufkommen entstehen, aus seinem Budget selbst bezahlen. Keine Subvention aus dem Verkehrshaushalt !

Mobilitätsterror


Mobilität ist so billig geworden, dass ständig Anreize zu Verkehrsbeziehungen geschaffen werden, die es sonst nicht gäbe. Man denke nur an die Kurztrips zur Clubszene auf Mallorca. Unterdessen leidet die Standortqualität und Nahbeziehungen im Wirtschafts- und auch Erholungsbereich werden zerstört.

500 Euro Umweltabgabe pro Flug, egal wie lang und wohin, dürften den gesellschaftlichen und umweltmässigen Belastungen , welche er erzeugt, derzeit nahe kommen. Zumindest näher als der gegenwärtige Zustand. In gewisser Weise werden (umweltschädlichere) Langstreckenflüge gegenüber Kurzstrecken besser gestellt – erstere erscheinen aber politisch gesehen sinnvoller als letztere.

Lichtverschmutzung

Der Flughafen ist der grösste Lichtverschmutzer im Rhein Main Gebiet. Dauerlicht hat schädigende Einwirkungen auf die Umwelt. Der Flughafen muss dafür sorgen, dass nachts der Schalter umgelegt wird. Dies korreliert auch mit der Forderung nach einem Nachtflugverbot

Hitzeschleuder

Der Flughafen zerstört durch seine riesigen Beton- und ( absterbende) Grasflächen das Regionalklima im südlichen Rhein Main Gebiet. Er ist für zunehmende Hitze und Trockenheit massgeblich verantwortlich. Damit trägt er zum Absterben der Mischwälder im Umland bei -zusammen mit Zulieferern wie Sehring. Wir fordern eine Begrünung des Flughafens,wenn das nicht möglich ist, einen Teilrückbau und Bewaldung vor Ort als Kompensation.

Wasserverbraucher

Der Flughafen hat einen extremen Wasserverbrauch, der vom Umland gedeckt werden muss. Damit wird die Region überlastet. Der Flughafen soll Preise bezahlen, die der Ausbeutung der Region langfristig entgegenwirken. Auch wenn dies die Betriebskosten steigen lässt. Wasser ist ein knappes Gut und wertvoller als Öl.

„Besondere“ Dienstleistungen

Luxusdienstleistungen für ein Publikum, welches sich ständig um die Welt bewegt,sind zu reduzieren. Das gilt auch für das andere Extrem – die Abschiebeflüge. Solange hier für einen Appel und Ei in die ganze Welt geflogen werden kann, umgekehrt der Flughafen aber eine kaum überwindliche EU-Aussengrenze aus der Gegenrichtung darstellt, sind Abschiebeflüge moralisch nicht vertretbar.

Terminal 3

Der Bau des Terminal 3 ist sofort einzustellen.

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Grundsteinlegung für Terminal 3 http://waldbesetzung.blogsport.de/2019/04/11/grundsteinlegung-fuer-terminal-3/ http://waldbesetzung.blogsport.de/2019/04/11/grundsteinlegung-fuer-terminal-3/#comments Thu, 11 Apr 2019 12:49:57 +0000 Administrator Flughafen & Region http://waldbesetzung.blogsport.de/2019/04/11/grundsteinlegung-fuer-terminal-3/ Am Montag, den 29. April, findet die feierliche Grundsteinlegung für das Hauptgebäude von Terminal 3 statt. Parallel wird um 11 Uhr im Terminal 1 eine angemeldete Gegenveranstaltung der Bürgerinitiativen stattfinden.

Bei der Protest-Mahnwache soll darauf hingewiesen werden, dass der Neubau eines Billigflieger-Terminals in Zeiten der Klimaschutz-Diskussion eine völlig verfehlte Sache ist. Dieses bringt den BürgerInnen und der Region deutlich mehr Schaden als Nutzen. Entsprechend gibt es auf der Baustelle auch nicht wirklich etwas zu feiern.

Im März teilten die Fraport und die Firma Dechant Hoch- und Ingenieurbau mit, dass man sich auf die Modalitäten für die Errichtung des Gebäudes geeinigt habe. Für die auf Sichtbeton spezialisierte bayerische Baufirma ist es mit Abstand der grösste Auftrag der Firmengeschichte. Baubeginn soll im Juni sein.
Auf einer Grundfläche von 149.000 Ouadratmetern sollen ab 2023 jährlich 21 Millionen Passagiere abgefertigt werden. Ob der Kies für die benötigten 270.000 Kubikmeter Beton auch von der umstrittenen Firma Sehring kommen wird, bleibt abzuwarten.

Es stellt sich zunehmend die Frage, ob die ganze Betoniererei nicht an der veränderten Realität vorbei geht. Auch wenn die Region, welche von den bisher niedrigen Mobilitätskosten besonders profitiert, weiter wächst, ist fraglich ob die geplanten 21 Millionen Passagiere erreicht werden. . Die Flugbranche, insbesondere das Billigflugsegment, welches ständig neue niederschwellige Anreize zum Fliegen schafft, ist in die Kritik geraten. Das könnte sich zu einer handfesten Krise für die Fraport entwickeln, welche ja viel Geld (auch unseres…)in die Hand nimmt.

Wir fordern nach wie vor einen Verzicht auf das Terminal 3 . Die dafür fälligen Schritte hat das Wirtschaftsministerium einzuleiten !

Mal sehen, ob Minister Tarek al Wazir zur Grundsteinlegung kommt. Wir empfehlen ihm statt dessen , mal bei der Mahnwache im Terminal 1 vorbeizuschauen……

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Fridays for Future zu Gast auf der Frankfurter Montagsdemo http://waldbesetzung.blogsport.de/2019/04/09/fridays-for-future-zu-gast-auf-der-frankfurter-montagsdemo/ http://waldbesetzung.blogsport.de/2019/04/09/fridays-for-future-zu-gast-auf-der-frankfurter-montagsdemo/#comments Tue, 09 Apr 2019 16:48:51 +0000 Administrator Allgemein http://waldbesetzung.blogsport.de/2019/04/09/fridays-for-future-zu-gast-auf-der-frankfurter-montagsdemo/ Am Montag, den 8.4., gelang es den OrganisatorInnen der Montagsdemo, drei SprecherInnen von Fridays for Future auf das Podium zu holen. In einem moderierten Gespräch berichteten sie über die Ziele ihrer Organisation und die Verbindung zum Anti-Ausbau-Protest

Knut Dörfel vom BBI verwies in der Anmoderation darauf, dass die Montagsdemos am Flughafen begannen, als die Fridays-for-Future- DemonstrantInnen noch im Grundschulalter und darunter waren- sieben lange Jahre stünde man jetzt jeden Montag hier. Im Ranking der klimaschädlichsten Einrichtungen innerhalb Europas habe es mit Ryanair erstmals eine Airline unter die ersten 10 geschafft, was zu denken gäbe.

Einer der Fridays for Future-Demonstranten erwiderte, sieben Jahre demonstrieren könnten sich die Jugendlichen nicht mehr leisten. Das wäre viel zu lange – bis dahin sei alles futsch, da klimamässig der Point of no Return überschritten sei. Die ersten sichtbaren Massnahmen seien bereits in diesem Jahr nötig , wie auf der Pressekonferenz von Fridays for Future in Berlin ausgeführt worden sei.

Alle Initiativen, die am Ziel des Klimaschutzes arbeiteten, hätten die Sympathie und die Unterstützung von Fridays for Future.

Dann wollte Knut Dörfel wissen, wie sich Fridays for Future gegründet hätte und wie sie ihre Ziele erreichen wollten.

Die -überraschende- Antwort war, der deutsche Arm von Fridays for Future sei “ fast komplett“ aus Greenpeace entstanden. Da wunderten sich doch einige Leute, schliesslich waren die Hambacher Forst-Unterstützungsgruppen, die im Dezember viel vom Begleitprotest zum Kattowitzer Klimagipfel organisiert hatten, ausserhalb der etablierten Klimaschutzorganisationen wie BUND, Greenpeace oder Robin Wood vernetzt worden.

Man habe das Privileg, über die Mittel des zivilen Ungehorsams Gehör zu finden, aber -und da horchten auch einige auf- man rechne damit, dass gewaltsamer Protest nicht notwendig werden wird.

Knut Dörfel verwies auch darauf, man habe die Fridays for Future- Leute geradezu im letzten Moment hierher zu bekommen, da sie schon in Kürze auf dem Luftfahrtpresseclub eingeladen seien – und diese Anmeldung auch angenommen hätten. Sie hätten sogar angeboten bekommen, das Eingangsreferat zu halten, was sie aber abgelehnt hätten. Er warnte, die Gefahr der Vereinnahmung und der Einbindung bis zur Wirkungslosigkeit sei hoch.

Sie würden sich nicht in Detaildiskussionen verzetteln, sondern klar sagen, dass eine klimaschädliche Industrie Verantwortung übernehmen muss und auf die fundierte Kritik aus Politik und auch Wissenschaft zu hören hat, meinte eine Frau von Fridays for Future.

Was die MontagsdemonstrantInnen für Fridays for Future tun könnten ? Solidarität zeigen für Kohleausstieg und CO.2 – Steuer. Man könne auch die Petitionen unterstützen, die sich dagegen wenden, dass in Bayern Bussgeldbescheide gegen F4F- DemontrantInnen ausgestellt worden seien.

Diesen Freitag, so berichtete das BBI, gäbe es spätnachmittags eine Demo von „Parents for Future“ im Terminal. Die habe bislang den Schulterschluss mit den Montagsdemos nicht gesucht.

Das war ein interessanter Abend. Klar, dass Fridays for Future so etwas wie einen politischen Arm bilden muss. Die Erwartungen sind enorm, und es wird sich zeigen, wie viele Menschen die KoordinatorInnen von F4F mobilisieren können. Inhaltlich enthalten die Forderungen aus Berlin wenig Neues und fallen eher hinter das zurück, was beispielsweise Robin Wood zum Thema Luftverkehr formuliert. „Wald statt CO.2-Schleudern“ war schon vor 11 Jahren das Motto des Kelsterbacher Waldcamps.

Das wirklich Neue und Faszinierende ist, dass sich hier vielleicht eine Bewegung bildet, die den politischen Druck aufbauen kann wirklich etwas umzusetzen. Das hat auch die Luftfahrtlobby erkannt – um zu wissen, dass man früher oder später in den Fokus kommt, kann man C, O und 2 leicht zusammenzählen. Natürlich will sich die Luftfahrtbranche unter der vielfliegenden Jugend als jemand verkaufen, der etwas fürs Klima tut.
Ist aber ein Flieger, der 10 Prozent weniger Kerosin verbraucht, wirklich das Label „grün“ wert,verglichen mit seinem Vorgänger ? Wäre es nicht sinnvoller, vor den Toren der Luftfahrtlobby zu demonstrieren und diese aufzufordern, aus dem Bau und aus der Reserve zu kommen ?
Sicher ist – die jungen Leute müssen ihre eigenen Erfahrungen machen. Sie werden gesagt bekommen, dass Veränderungen Zeit brauchen und dass die Möglichkeiten eines abrupten Umsteuerns begrenzt sind, aus wie vielen Gründen auch immer.

Zeit, die wir nicht haben. Wir Alten nicht – die jungen Leute zwangsweise schon. Sie werden auch in 10-15 Jahren noch demonstrieren (müssen).
Sie haben eine kaputte Umwelt und müssen sich einschränken.Wir Aelteren hatten die meiste Zeit des Lebens eine relativ intakte Umwelt und wurden noch nicht gezwungen uns einzuschränken.

Der Zorn möge über die kapitalistische Wirtschaftslobby kommen. Ohne dass der Zweck (Klimaschutz) die Mittel heiligt.

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Landesregierung: Wohnungsbau über alles http://waldbesetzung.blogsport.de/2019/04/03/landesregierung-wohnungsbau-ueber-alles/ http://waldbesetzung.blogsport.de/2019/04/03/landesregierung-wohnungsbau-ueber-alles/#comments Wed, 03 Apr 2019 12:30:34 +0000 Administrator Allgemein http://waldbesetzung.blogsport.de/2019/04/03/landesregierung-wohnungsbau-ueber-alles/ In Wiesbaden wurde heute im Landtag über den Wohnungsnotstand diskutiert. Dabei erteilten SprecherInnen der schwarz-grünen Koalition Forderungen aus der Opposition nach regulierenden Eingriffen in den Wohnungsmarkt eine Absage. Hier helfe nur der Bau neuer Wohnungen und noch einmal der Bau neuer Wohnungen.
Dabei stossen sie aber auf erheblichen Widerstand. Es gibt immer mehr Initiativen und auch Stadtparlamente, die sich gegen Nachverdichtungen und Neubaugebiete wehren.

Die Verdichtung im Ballungsraum hat ein Ausmass erreicht, welche viele BewohnerInnen als einen Rückgang von Lebensqualität empfinden. Dies ist auch kein Luxusproblem von Begüterten, die sich gegen die Versperrung der Aussicht durch einen Neubau wehren, nachdem sie selbst vor wenigen Jahren neu gebaut haben. Das Unbehagen und auch der Protest kommt aus allen Schichten.
Nachverdichtung bedeutet oft, dass einfacher Wohnraum durch teure Neubauten ersetzt wird. Neubaugebiete beanspruchen Flächen, die vorher extensiv genutzt waren – Wildwuchs und Kleinbetriebe mit ihren Arbeitsplätzen liegen hier oft nahe beieinander.
SPD und FAZ probten in Frankfurt den Schulterschluss gegen die Neubau-VerhindererInnen. Frankfurt sei „hip“, das Wachstum eine Chance – und ohnehin nicht zu verhindern, da LandflüchterInnen und EinwanderInnen in die Stadt drängten ohne sich um die Argumente der satuierten Nordend-Opis zu scheren. Wer sich gegen die Neubaupläne von Feldmann und Joseph stelle, sei also ein Feind der Weltoffenheit.

Die FAZ sagt auch, die Leute zögen überall dort in die grossen Städte, wo ein Wachstum an Arbeitsplätzen stattfinde, und das sei ein Prozess, der sich wechselweise hochschaukele.

Da hat sie recht. Aber es stellt sich die Frage: Wollen das die Menschen wirklich,-und können sie die Konsequenzen wollen ? Oder ist die vermeintlich freie
Entscheidung die Folge eines kritiklos akzeptierten zerstörerischen Wirtschaftssystems?
Wo einige wenige planen und profitieren, die Mehrheit aber verplant und abhängig gemacht wird ?
In Rhein Main werden Unmengen an Eigentumswohnungen gebaut, weil dies für das Kapital derzeit eine lukrativere Anlagemöglichkeit ist als Aktien oder Staatsanleihen. Die Arbeitsplätze, welche die dort neu Zugezogenen vorfinden oder neu generieren, sind meist weniger auskömmlich als die, welche sie wegen dem Strukturwandel anderswo vorher verloren hatten. Das liegt insbesondere an den hohen Lebenshaltungskosten in der Stadt. Hier ist alles bis ins Letzte durchkapitalisiert.

Der ständig wachsende Zuzug ist ein Teufelskreis. Werden weitere Wohnungen im Ballungsraum gebaut, führen sie weniger zu einer Befriedigung des Bedarfs als zu einem weiteren Wachstum des Bedarfs. Welche Arbeitskräfte werden im Rhein Main Gebiet momentan händeringend gesucht ? BauarbeiterInnen und HandwerkerInnen – um neue Wohnungen zu bauen.
Und natürlich auch ErzieherInnen. Ob die, wie viele dienstleistende Arbeitskräfte,, nicht lieber in einem anderen, ökologisch intakteren Umfeld arbeiten würden ? Aber das geht ja nicht. Schliesslich sind die Familien dort alle weggezogen.
Beispielsweise, um am neuen Terminal 3 unseres Flughafens zu arbeiten. Welches eine ziemlich miese Zukunftsprognose hat.
Wir brauchen eine radikale Politik, welche die Lebensverhältnisse auf dem Land -wo ständig Wohnraum entwertet wird und verfällt- gegenüber den Ballungsräumen stützt und verbessert. Und dort „menschengerechte“ Arbeit schafft.

Ach, hatten wir schon ? Ja, es steht in jedem Wahlprogramm. Etwa zuletzt bei Thorsten Schäfer-Gümbel: Der Bus muss auch auf dem Dorf mehr als zweimal täglich fahren.
Vermutlich geht es nur noch mit – Bewirtschaftung. Und die bedeutet wohl die Vergesellschaftung des Wohnungsbaus. Mit einem Baustopp für die Ballungszentren und einem Baustart für den vernachlässigten Raum. Dies unter ökologischen Gesichtspunkten. Die Megastädte können ihre vitalen Funktionen unter den Bedingungen des Klimawandels immer schwerer aufrechterhalten. Also: Rauf aufs Land, ehe die Leute irgendwann unter chaotischen Umständen aus den dann unwirtlichen Städten flüchten müssen.

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Jagd frei auf RadlerInnen und FussgängerInnen http://waldbesetzung.blogsport.de/2019/04/03/jagd-frei-auf-radlerinnen-und-fussgaengerinnen/ http://waldbesetzung.blogsport.de/2019/04/03/jagd-frei-auf-radlerinnen-und-fussgaengerinnen/#comments Wed, 03 Apr 2019 10:35:29 +0000 Administrator Allgemein http://waldbesetzung.blogsport.de/2019/04/03/jagd-frei-auf-radlerinnen-und-fussgaengerinnen/ Elektromobile, wenn sie nicht Gehersatz sind, gehören auf die Strasse und nicht auf Geh- und Radwege. Das sieht die Bundesregierung anders. Als Ergänzung des öffentlichen Verkehrs und als Ersatz für den Autoverkehr möchte sie Radwege für Elektroroller bis 20 km/h und Gehwege auch für Elektroroller bis 12 Km/h freigeben.
Das ist eine Verdrängung der umweltfreundlichsten langsameren Fortbewegungsformen zugunsten von E-Mobilität. Auf den Strassen kann dann der klassische Schwerverkehr mit weiterhin ungeminderter Geschwindigkeit voranpreschen.

Es ist eine Zäsur, dass durch Verkehrsminister Scheuer Radwege für reine Motorfahrzeuge freigegeben werden. Wenn der Bundesrat zustimmt, soll dies bereits im Frühjahr -per Sonderverkehrszeichen- soweit sein. Es sind massive Nutzungskonflikte zu erwarten. Besonders umstritten ist aber die Freigabe von Gehwegen für Elektroroller. Hier muss die Fussgängerin/der Fussgänger künftig mit bis zu 20 km/h schnellen, praktisch lautlosen Ueberholern rechnen.

Hierzulande scharren kommerzielle Verleiher mit den Hufen, welche diese Vehikel in den Städten zum Mietverleih anbieten wollen. Zahlreiche Städte, wie beispielsweise Warschau, haben damit schon negative Erfahrungen gemacht. Grundsätzlich gilt als negativer Effekt der individuellen Elektromobilität, dass Verkehr beschleunigt wird und dass dafür Flächen versiegelt und absolut hindernisfrei gehalten werden müssen. Soll der letzte Fussweg bepflastert und der letzte Waldweg asphaltiert werden, damit die Stromfresser rollen können ?

Sicher gibt es auch positive Effekte durch die Begünstigung der Leichtkraftfahrzeuge. Für „Benzinautos“ wird es um einiges enger werden, und die Elektrospuren breiter. Allerdings setzt die Elektrolobby auf Individualverkehr zu Lasten der jeweils schwächeren VerkehrsteilnehmerInnen. In Städten, die voll sind wie nie, muss der klassische öffentliche Verkehr Priorität haben, in Verbindung mit der Möglichkeit, fussläufig ein Ziel erreichen zu können. Schon heute schieben viele FussgängerInnen einen Hals: Wer sich auf dem Gehweg bewegt, muss ständig den Hals nach hinten drehen, ob dort nicht ein Bike angeschossen kommt….

Protest gegen das Vorhaben der Bundesregierung organisiert der Verband „Fuss e.V.“

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Zur Diskussion: 500 Euro Ökoabgabe pro Flug ? http://waldbesetzung.blogsport.de/2019/04/03/zur-diskussion-500-euro-oekoabgabe-pro-flug/ http://waldbesetzung.blogsport.de/2019/04/03/zur-diskussion-500-euro-oekoabgabe-pro-flug/#comments Wed, 03 Apr 2019 10:19:58 +0000 Administrator Allgemein http://waldbesetzung.blogsport.de/2019/04/03/zur-diskussion-500-euro-oekoabgabe-pro-flug/ Zeiten drastischer Veränderungen im Klimabereich erforden auch drastische Massnahmen in der Steuerung der Wirtschaft. Diese erweist sich – sowohl im Energie- als auch im Umweltbereich, als grosser Verzögerer und Verhinderer – nur um sich dann, wenn das Kind in den (ausgetrockneten) Brunnen gefallen ist, als Retter anzubieten.
So wie AutofahrerInnen über die Mineralölsteuer schon heute mit vergleichsweise hohen Abgaben belastet sind, sollte es auch den noch klimaschädlicheren Luftverkehr treffen. Während sich die Politik in der Schweiz über eine sehr moderate Luftverkehrabgabe streitet, bietet es sich an, das Ganze gleich eine Nummer grösser aufzuziehen.

Wie soll die Abgabe aussehen ?

Die Abgabe soll pauschal 500 Euro pro Flug betragen. Sie könnte in Stufen eingeführt werden. Sie soll für alle Flüge gelten, welche mit kerosingetriebenen Flugzeugen kommerziell durchgeführt werden.

Warum diese Abgabe ?

Fliegen ist heute -verglichen mit dem Schaden den es anrichtet- viel zu billig. Dieses Missverhältnis soll ausgeglichen werden.Mit dem eingenommenen Geld sollen zweckgerichtet die negativen sozialen Folgen der Steuer abgefangen werden, Konversion im Verehr gefördert und in Alternativen zum Kerosinflugzeug investiert werden. Die Abgabe richtet sich nicht gegen das Fliegen, sondern gegen die negativen Umweltauswirkungen des Fliegens.

Ist eine pauschale Abgabe nicht sozial ungerecht ?

Die Erfahrung hat gezeigt, dass gerade die Reichen von niedrigen Flugpreisen am meisten profitieren , ihre Flugfrequenz erhöhen und die Folgekosten des Fliegens noch mehr auf die Ärmeren abwälzen. Eine Verlagerung oder Reduktion der Verkehre kommt damit vergleichsweise den Ärmeren mehr zu Gute als den Reichen.

Ist es nicht ungerecht, kurze Flüge anteilig mehr zu belasten als lange Flüge ?

Kurzstrecken- und Mittelstreckenflüge lassen sich eher auf andere Verkehrsmittel verlagern als Langstreckenflüge. Deshalb ist eine Mehrbelastung geradezu erwünscht. Es besteht natürlich die Gefahr, dass „Spassflieger“, denen das Ziel vergleichsweise egal ist, dann längere Flüge bevorzugen, weil sie „mehr fürs Geld“ bekommen. Diese Mentalität ist aber gerade bei BilligflugkundInnen heute besonders ausgeprägt, welche Flüge nur durchführen solange sie Schnäppchen sind. Da bricht mehr Potential weg, als neu entsteht.

Könnte die Abgabe dynamisiert werden ?

Die Abgabe verfehlt ihr Ziel, wenn es damit nicht gelingt, die Lebensqualität allgemein zu verbessern. Es gäbe die Möglichkeit,einen Teil der Abgabe an Airlines und Flughäfen zurückfliessen zu lassen, welche besondere ökologische oder soziale Anstrengungen im Sinne der Abgabe nachweisen können.

Ist es nicht ungerecht, allein den Flugverkehr zu belasten ?

Nicht nur in der Luft, auch auf der Strasse, der Schiene und auf dem Wasser ist Mobilität oft entschieden zu billig und sorgt für ökologisches Ungleichgewicht.
Es darf aber gewiss damit gerechnet werden, dass im Zuge einer Gerechtigkeitsdiskussion auch stromfressende Hochgeschwindigkeitszüge und auch Kreuzfahrtschiffe mehr belastet werden könnten. Auch das E Bike wird gegenüber dem Muskelfahrrad kürzer treten müssen….

Ist 500 Euro nicht viel zu teuer ?

Ja , heute vielleicht. Aber es soll ja auch „gefühlt viel“ sein.
Was passiert, wenn wir nicht gegensteuern , das Klima kippt und die Lebensmittelpreise explodieren ?
Dann redet über eine Luftverkehrssteuer ohnehin niemand mehr, weil sich den Luxus Fliegen die Masse der Leute nicht mehr leistet. Gegengesteuert werden muss,solange wir noch Spielraum haben.
Polemisch gesagt sind die 500 Euro mehr auch ein Schnäppchen gegenüber den 5000 Euro, welche eine Schleuserpassage nach Europa kostet.

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Grün geführtes Regierungspräsidium stellt sich hinter Sehring http://waldbesetzung.blogsport.de/2019/03/26/gruen-gefuehrtes-regierungspraesidium-stellt-sich-hinter-sehring/ http://waldbesetzung.blogsport.de/2019/03/26/gruen-gefuehrtes-regierungspraesidium-stellt-sich-hinter-sehring/#comments Tue, 26 Mar 2019 08:27:26 +0000 Administrator Flughafen & Region Sehring http://waldbesetzung.blogsport.de/2019/03/26/gruen-gefuehrtes-regierungspraesidium-stellt-sich-hinter-sehring/ Vor anderthalb Woche fanden in Langen eine Pro-Bannwald-Demo mit 250 TeilnehmerInnen statt. Dort wurde ein Stopp des Waldverlusts durch den Kiesabbau gefordert. Jetzt haben das Regierungspräsidium Darmstadt, welches die Genehmigungen erteilt hat und die Stadt Langen, welcher der zu rodende Wald gehört, in einer gemeinsamen Presseerklärung auf die Kritik reagiert.

Besonders bedeutsam ist die Stellungnahme des Regierungspräsidiums, welches dem Umweltministerium unter Priska Hinz (Grüne) untersteht und von Brigitte Lindscheid (Grüne) geführt wird.

Wegen der enormen Bautätigkeit im Rhein Main Gebiet und dem damit verbundenen Bedarf an Kies und Sand sei der Abbau notwendig , der Eingriff in die Natur sei wegen der Kompensationsmassnahmen vertretbar und der Standort im Ballungsraum wegen der kurzen Transportwege sinnvoll.

Kurz gesagt: Bei einer Güterabwägung ziehe die Natur den Kürzeren.

Was besonders sauer aufstösst ist der aber der Fakt, dass das Regierungspräsidium die Erklärung als gemeinsame Erklärung mit Langens Bürgermeister Frieder Gebhardt (SPD) herausgegeben hat. Der ist ein grosser Verfechter des Kiesabbaus mit ebenso grosser Nähe zur Firma Sehring.

In der Presseerklärung behauptet er unter anderem , Sehring habe in Rhein Main mehr aufgeforstet als abgeholzt.

Das ist definitiv falsch. Die Ausgleichsflächen liegen zum grossen Teil im tiefen Odenwald und im Vogelsberg , sie sind kaum über den Zustand von Setzlingen hinaus und zudem für das regionale Klima irrelevant.

Der Langener Bürgermeister behauptet, die Aufforstungen am Waldsee selbst seien erfolgreich und schufen „neue Natur“. Fakt ist: Es ist dort grün- aber dort ist kein Wald. Zu befürchten ist, dass auf 30 Meter tief ausgekiesten Flächen unter ungünstigen Bedingungen (Hitze- und Trockenperioden) überhaupt kein Hochwald mehr wachsen könnte.

Gebhardt lobt Sehring als Kreator des Waldsees, der Langen den Freizeitpark Waldsee beschert und über den „Ironman“-Triathlon internationales Renommee beschert hätte.
Sehring hat durch die Nicht-Rekultivierung und die Anlage eines Sees grosse Kosten gespart. Der See ist aber heute schon grösser, als es ökologisch vertretbar ist. Er ist eine Hitzequelle im Sommer und potentielle Auskühlungsfläche im Winter.
Und: Durch den zusätzlichen Waldverlust heizen sich das Waldsee-Areal , die Strandanlagen und selbst die oberen Wasserschichten immer weiter auf. Das ist alles andere als gut für die Attraktivität des Strandbades. Was den Ironman angeht: Triathlon-Veranstaltungen gibt es inzwischen viele. Warten wir mal den ersten Ironman unter Hitzebedingen ab, welche selbst Eisen weich machen…. Die Möglichkeit, dass die Ironman- Europameisterschaft in das klimatisch günstigere Hamburg abwandert, liegt auf der Hand.

Letztlich sagt Gebhardt aber auch, dass es ihm um die Gewerbesteuer (behauptete 900.000 Euro im Jahr ) und angeblich „100″ Arbeitsplätze geht. Davon sind aber die wenigsten in Langen. Und es entstünden deutlich mehr, wenn der Kies und der Sand in die Bauboom-Städte Frankfurt oder auch Langen von weiter weg mit der Bahn herangefahren werden müsste….Es kann nicht sein, dass die massive Betonierung und Urbanisierung der Region auch noch mit dem Verlust dann noch dringender benötigter Waldflächen erkauft wird.
Im direkten Kiesabbau sind nicht mehr Leute beschäftigt wie ehedem bei der Schwellenproduktionsfirma „Rail One“, welche das Stadtparlament aus Langen herauskomplimentiert hat, um auf dem Gelände Eigentumswohnungen hochziehen zu lassen. Im Wohngebiet Liebigstrasse entsteht dort eine der dichtesten Bebauungen der Region.

Es ist gut, dass der Protest die Kiesabbau-Fraktion zwingt, sich zu positionieren. Nicht nur in Langen, auch in Heusenstamm oder Dietzenbach. Was von Langens Bürgermeister kommt, das war so zu erwarten. Immerhin hat er auch regionalen Gegenwind. Etwa vom neuen Bürgermeister von Egelsbach, welcher eine kritische Haltung zu Sehring hat.
Mehr erwarten sollte mensch von den Grünen. Ihren Eiertanz , gleichzeitig für den Bannwald und für seine Abholzung zu sein, nimmt ihnen kaum jemand mehr ab. Brigitte Lindscheid argumentiert mit einem öffentlichen Interesse am Kiesabbau, das mehr wiege als die Folgen des Waldverlustes. Bei „Fridays for Future“ wurde sehr deutlich, dass die Grünen von dort zum Verlassen ihrer Komfortzone aufgefordert werden. Bei kritischen jungen Leuten herrscht längst die Ansicht, dass sie eher Verursacher als „Lösungsmittel“ in der Klimakrise sind- und zum Handeln getrieben werden müssen.

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