Waldbesetzung http://waldbesetzung.blogsport.de Widerstand gegen den Ausbau des Frankfurter Flughafens Sat, 17 Feb 2018 19:55:20 +0000 http://wordpress.org/?v=1.5.1.2 en Stuttgart: Von Super-Juchti, Verdachtsbäumen und Räuberpistolen http://waldbesetzung.blogsport.de/2018/02/17/stuttgart-von-super-juchti-verdachtsbaeumen-und-raeuberpistolen/ http://waldbesetzung.blogsport.de/2018/02/17/stuttgart-von-super-juchti-verdachtsbaeumen-und-raeuberpistolen/#comments Sat, 17 Feb 2018 19:49:06 +0000 Administrator Über den Tellerrand http://waldbesetzung.blogsport.de/2018/02/17/stuttgart-von-super-juchti-verdachtsbaeumen-und-raeuberpistolen/ „Von Stuttgart lernen heisst NICHT VERLIEREN lernen“ – mit gutem Grund stehen hier in der Rubrik „Ueber den Tellerrand“ immer wieder Berichte über den Protest gegen das Bauprojekt (Bahnprojekt lässt es sich gar nicht mehr nennen….) Stuttgart 21. Der dortige Bürgerinnenprotest -oder zumindest Teile davon- beschäftigt sich sowohl mit Fragen, die über das Projekt hinausweisen als auch mit Fragen, die in das Persönliche, Individuelle hineingehen. Nur so lässt sich so ein Dauerprotest durchhalten….

Die Protestbewegung gegen S 21 feiert momentan einen „Erfolg“ nach dem anderen: Fast alle ihre Prognosen bezüglich der Bauproblematik und der Realkosten des Projekts haben sich bewahrheitet, und im Gegenzug die Prognosen, mit denen Stuttgart 21 legitimiert und politisch durchgesetzt wurde , eben nicht.

Trotzdem -oder gerade deswegen?- wird weitergebaut, weitergemacht. Das ist schwer auszuhalten, zwingt aber die DemonstrantInnen ebenso geradezu zum Weitermachern….

Es gibt einige Umstände, die für andere Grossprojekte – zum Beispiel unser ca. 2,5, Millionen teures Terminal 3-Projekt – ähnlich gelten:

-Die nötige Verkehrs- und Energiewende braucht eine Neubewertung der Verkehrsbedarfe und eine andere Steuerung

Stuttgart ist eine relativ kleine Stadt in einem Talkessel, die dringend eine Verkehrsentlastung weg vom Auto braucht. Als Stuttgart 21 geplant wurde,ging man noch nicht davon aus, dass der öffentliche Nahverkehr massiv wachsen könnte. Die Planungen für S 21 haben überhaupt keinen Spielraum dafür, sie schränken sogar die Nahverkehrskapazität noch stärker ein als die Fernverkehrskapaztät.

Das Ausbauprojekt Flughafen Frankfurt ist im Gegensatz zu S 21 auf ein massives Wachstum ausgelegt. Aber auch hier zeigt sich, dass die Realisierung eines über 20 Jahre alten Projekts unter geänderten Rahmenbedingungen keinen Sinn mehr macht: Die weitere Steigerung des Luftverkehrs ist nicht mehr sinnvoll – es bedarf einer umweltfreundlichen Nicht-Hochgeschwindigkeits-Mobilitätspolitik – welche durch
öffentliche Subventionen in Billigflug und den Rückbau der Bahn als Flächen-Fernverkehrsmittel der öffentlichen Daseinsvorsorge momentan politisch torpediert wird.
Fraport möchte Verkehr anziehen, der ab/bis Frankfurt gar nicht sinnvoll abzuwickeln ist.

-Jede Architektin/ Jeder Architekt weiss : Irgendwann ist jede Planung erledigt

Stuttgart 21 hängt in der Bauausführung, weil sich die Sicherheitsstandards massiv verschärft haben. Es wurde viel zu eng geplant und die ursprüngliche Ausführung der Treppenhäuser und der tragenden Säulen („Kelchstützen“) ist nicht mehr genehmigungsfähig.

Gleiches gilt für den BER, der so oft für veränderte Nutzungsanforderungen umgeplant wurde, dass er zum Zombie-Gebäude wurde. Auch die von den Hamburger PatriotInnen so hochgefeierte „Elbphilharmonie“ ist eigentlich ein grosser Scheiss, da völlig unfunktional. Sie verdient den Preis für den am wenigsten barrierefreien Neubau ( na ja, nach den Baumhäusern im Waldcamp…)

Und das Terminal 3 ? Ein grosser Planungsmurks. Eine Erweiterung der Drehkreuzfunktion braucht man nicht mehr, jetzt soll es das Billigsegment und ein Luxussegment richten. Schnell wird umgeplant, aber dafür sind die Voraussetzungen gar nicht da – für einen
vom bestehenden Terminalbetrieb weitgehend unabhängigen, neuen Airport ist das Umfeld, eingezwängt zwischen Autobahn und Walldorf, überhaupt nicht da. So weit, so gigantisch geplant und doch so eng. Die Vermutung, dass Fraport seine Umgebung plattmachen wird, ist nicht weit hergeholt – wenn man sie lässt…
Sinnvoll wäre es, den noch halbwegs sinnvollen Teil des Luftverkehrs zu verteilen….Etwa nach Calden. eh schon total subventioniert, da könnte mensch den Leuten auch noch das Taxi von Kassel-Wilhelmshöhe aus bezahlen. Günstiger als die Waldfresser-S-Bahn-Beule für die S 7 in Frankfurtwäre es allemal.

Die PolitikerInnen machen den Ententanz

Alle machen den Kram weiter, ob in Stuttgart, Frankfurt oder Berlin. Die Scheu davor, die Verantwortung für ein „Aus“ zu übernehmen und eine Neuplanung vorzunehmen ist weit grösser als die Angst, im Nachherein als jemand dazu stehen, der/die den Karren in den Dreck gezogen hat. Da sitzen wir dann schliesslich ja alle drin….
Peter Feldmann zum Beispiel hat den Konsortialvertrag mit den Schwarz-Grünen in Wiesbaden abgeschlossen, warum soll er die in der Sache beissen ? Schadet sich ja nur selber. Sein Wahlkampfauftritt „Rettet die Stabsstelle Fluglärm“ ist megapeinlich…

Und jetzt noch was zur Ueberschrift des Artikels…für alle, die durchgehalten haben….

da war doch vom Super Juchti und so einigem mehr die Rede.

Der Reihe nach:

Als der Schlossgarten gefällt wurde, gab es einen Button mit der Aufschrift „Jetzt hilft nur noch Super-Juchti“ Das lag daran, dass kein Demonstrant mehr die Fäller stoppen könnte- aber der Juchtenkäfer…Wo der wohnt, darf nicht gefällt werden. Und da war so ein bischen die Idee dass ein überdimensionaler Juchtenkäfer ( heisst so , weil er wie lange getragene Lederkleidung stinkt…) vom Baum herabsteigt..

Juchti wohnt in sogenannten „Verdachtsbäumen“ So nennen Biologinnen und Biologen Bäume, die eine Juchtenkäferbesiedelung haben könnten- Juchti ist sehr wählerisch und geht in alte Bäume, die innen schon ein wenig -aber nicht zu viel- ausgehöhlt sind…

Letzte Woche wurde am Rosensteinpark gefällt- 100 Bäume am Hang zum Zoo Wilhelma rüber. Nicht auf der Seite, wo sich der Rosensteinpark für das neue „Rosensteinviertel“ öffnen soll…

Es gab eine Baumbesetzung. Ein Robin Wood Aktivist wurde von einem SEK vom Baum geholt.

Und da gab es eine Affaire. Peinlich, aber warum und für wen ? An einer Robinie – so was verschmäht Juchti normalerweise.- wurden relativ frische „Kotpillen“ gefunden. Und als der Baum dann aufgeschnitten wurde, war eine versiffte alte Bierflasche in einem Hohlraum. Und in der Flasche war Mulch sowie Chitinreste von Rosenkäfer, Juchtenkäfer und Balkenschröter…

Die Bahn stellte Strafanzeige gegen unbekannt – und unterstellte den Stuttgart 21 GegnerInnen, sie hätten“artenschutzrechliche Befunde manipulieren“ wollen .
Die konterten: Das ist doch eine Räuberpistole. Wären wir so doof, eine Siffflasche in einen Baum zu tun, die einen selbst überführt ?
Machen doch nur Flaschen, so schlecht präparieren, wenn schon. Das könnten doch genauso gut Projektbefürworter getan haben , die etwas unterschieben wollten…Oder sonstwer. Und kann auch uralt sein.

Nichts genaues weiss man nicht. Allerdings, dass die Mahnwache vorm Hauptbahnhof jetzt bald neun Jahre ununterbrochen besetzt ist und am 15.1. die 400. Montagsdemo -mit über 3000 TeilnehmerInnen stattgefunden hat. Das ist doch was .

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No fuel- no fly – warum wir mit dem Flughafen nicht grün werden können…. http://waldbesetzung.blogsport.de/2018/02/16/no-fuel-no-fly-warum-wir-mit-dem-flughafen-nicht-gruen-werden-koennen/ http://waldbesetzung.blogsport.de/2018/02/16/no-fuel-no-fly-warum-wir-mit-dem-flughafen-nicht-gruen-werden-koennen/#comments Fri, 16 Feb 2018 12:09:45 +0000 Administrator Allgemein http://waldbesetzung.blogsport.de/2018/02/16/no-fuel-no-fly-warum-wir-mit-dem-flughafen-nicht-gruen-werden-koennen/ „Iiih, da ist ja voll der Oelfilm drauf. Das Regenwasser kannste ja nicht mal als Spülwasser nehmen“ meinte ein Besetzi vor zwei Wochen. Damit war auch der Plan begraben, das Regenwasser in Zisternen als Brauchwasser zu sammeln. Es war schlichtweg nicht zu gebrauchen. Die Oelrückstände kommen von der nahen Autobahn und vor allem vom Flughafen. Dort blasen sie die startenden Flieger direkt in die niedrighängenden Wolken.

Was wir aber brauchen, sind die Bäume. Die Buchen, die hier im Treburer Forst an der Flughafenkante stehen, verrichten wahre Schwerarbeit. „Ich finde es total unmöglich, dass der Eigentümer und das Forstamt Mörfelden hier kommerzmässig massenweise junge und alte Buchen rausgehauen haben. Lebendig wären sie zum Schutz vor dem Lärm und den Schadstoffen vom Flughafen für die Bevölkerung viel wichtiger. Und fürs Klima“ – so sagt eine Besetzerin.

An Spitzentagen im Sommer werden am Frankfurter Flughafen 18 Millionen Liter Kerosin -offizielle Bezeichnung „Jet-A-1-“ vertankt. So ein Jumbo fasst bis zu 220.000 Liter . Voll betankt wird er aber nur bei Höchstbeladung und maximaler Reichweite. Auf den ersten zwei Kilometern Startvorgang braucht er doppelt so viel Sprit wie später und bläst auch das meiste unverbrannte Kerosin raus. Mit seinem Rest-Startgewicht ist er dann trotzdem nicht in der Lage gleich wieder zu landen. Notfalls muss er Sprit ablassen – etwa 40 Tonnen über der Pfalz bei einem Flugabbruch im Oktober 2017.

Wer vom Gafferpoint in Zeppelinheim Richtung Kelsterbach schaut, sieht links vom Terminal 1 riesige Oeltanks, insgesamt 10 Stück. Sie fassen insgesamt 186 Millionen Liter. 1200 Liter ergeben etwa eine Tonne. Eine Tonne Kerosin erzeugt ca. 3,15 Tonnen CO.2

Vom Transport dieser gigantischen Oelmenge ist kaum etwas zu sehen. Sie erfolgt überwiegend per Pipeline von den Raffinerien in Rotterdam und im Ruhrgebiet. Das Geschäft teilen sich die Oelmultis Shell und BP. Sie sind das zweitgrösste bzw. viertgrösste Unternehmen der Erde.
Sie haben Pipelines von den Shell-Grosslagern in Flörsheim/ Unitank Raunheim und BP-Mainz Gustavsburg., die über die RMR-Fernleitung und über die Nato-Pipeline international angeschlossen sind.

Die Nato-Pipeline, die zunehmend kommerziellen Interessen dient, läuft nicht weit vom Waldcamp auf der anderen Autobahnseite von Süden kommend vorbei. sie ist an rot-weissen Pfeilern erkennbar.
So eine Pipeline wird mit bis zu 80 bar Druck betrieben. Jede Leckage führt zu einer direkten Umweltkatastrophe . Deshalb werden der Druck und die Schieberstationen permanent überwacht. Das war nicht immer so. In den 70ern war das Leitungsnetz marode und es gab Druckverluste. Dann wurde halt stärker gepumpt. Grosse Mengen ausgelaufenes Kerosin verseuchten das Trinkwasser im Bereich des Brunnen Hinkelstein im Schwanheimer Wald.

Dann gibt es noch den Oelhafen Kelsterbach. Aus Gründen der Versorgungssicherheit und auch der sozialen Akzeptanz wird er weiter gehalten. Zwei kleinere Leitungen führen zum Flughafen. Sie leisten zusammen viel weniger als das Neubauprojekt im Zuge des Flughafenausbaus, der BP-Direktleitung von Mainz-Gustavsburg.

Der Flughafen macht gross auf Elektromobiliät, Passivhaus-Bautechnik beim Terminal und versucht sich an der Geothermie. Das ändert aber nichts daran, dass er ein gigantischer Verbraucher von Fossilenergie und eine CO.2-Schleuder ist.
Das Terminal 3 soll in seiner Endausbaustufe 25 Millionen Passagiere abfertigen können – so viel wie der neue Flughafen BER, wenn er denn fertig wird. Diese Wachstum möchten Flughafen und Luftverkehrswirtschaft „klimaneutral realisieren“. Von einer Senkung der vorhandenen Last ist gar keine Rede. Und die angebliche Klimaneutralität soll dadurch erreicht werden, dass in anderen Sparten Klimaverschmutzer abgeschaltet werden und Geld investiert wird. Kein Flieger in Frankfurt wird damit weniger dreckig.

Alternative Antriebe für Flugzeuge ? Fehlanzeige. Hier wird auf Teufel komm raus Kapazität ausgebaut, obwohl es dafür keine dauerhafte Perspektive gibt. Leichter-als-Luft-Konzepte und der Brennstoffzellenantrieb existieren nur auf dem Papier oder als Demonstrationsobjekte.
Und für beide würden konventionelle Flughäfen vollständig ungeeignet sein.
Bezeichnenderweise sind sowohl das Solarzellen- wie auch das Brennstoffzellenflugzeug Segelflieger mit Hilfsmotor. Eine Verwendung ist mittelfristig nur als kleines „Lufttaxi“ in Sicht.

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Widerstand gegen grossindustrielle Pellet-Fabrikation in Okzitanien http://waldbesetzung.blogsport.de/2018/02/16/widerstand-gegen-grossindustrielle-pellet-fabrikation-in-okzitanien/ http://waldbesetzung.blogsport.de/2018/02/16/widerstand-gegen-grossindustrielle-pellet-fabrikation-in-okzitanien/#comments Fri, 16 Feb 2018 10:00:58 +0000 Administrator Über den Tellerrand http://waldbesetzung.blogsport.de/2018/02/16/widerstand-gegen-grossindustrielle-pellet-fabrikation-in-okzitanien/ Es ist hierzulande gerade einmal 150 Jahre her, dass fossile Brennstoffe das Holz als wichtigsten Energieträger ablösten. Die Entwicklung beginnt sich langsam wieder umzudrehen . Zuerst begann es dezentral mit alternativem Eigenversorgungsanspruch im ländlichen Bereich – nun werden Holzschnitzel und Pellets auch im grossindustriellen Bereich interessant. Das schafft Konflikte. Im Departement Correze , gelegen im südlichen französischen Zentralmassiv, wehren sich AnwohnerInnen und NaturschützerInnen gegen die Neuansiedlung einer Pelletfabrik.

„Hier finden sie noch eine friedvolle und sattgrüne Landschaft“ wirbt die Provinzstadt Limousin um Touristen. Mit beidem -sattgrün als auch friedvoll- könnte es bald vorbei sein. In der Region -rund um die Dörfer Bugeat und Vian- beginnt ein Kampf gegen die Industrialisierung des ländlichen Raumes und letztlich auch des Waldes.

Ein Investor plant die Errichtung einer Pelletfabrik, die nach einem neuartigen Röstverfahren energieverdichtete Pellets herstellen soll. Damit soll unter anderem Kohle, Oel und Gas in bestehenden Kraftwerken substituiert werden können. Als Biomasse kommen auch bisher (beispielsweise für die Zellstoffproduktion) schwer nutzbare Baumbestandteile wie Wurzelstöcke in Betracht. So wundert es nicht, dass um den Bestand der Wälder im südlichen Zentralmassiv gefürchtet wird.
Man will nicht, dass die Wälder verheizt werden um die stromfressendende Industrie und Lebensweise beibehalten zu können.

In Okzitanien hat der Widerstand gegen Militär, Polizei und Grossindustrie eine lange Tradition. Der Protest wird unter anderem von der Organisation „Freunde des Waldes“ getragen und gewann zuletzt überregional Aufmerksamkeit, auch durch UmweltaktivistInnen.

Es existiert ein Aufruf zur Unterstützung und Vernetzung, der hier bei Indimedia dokumentiert ist.

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Veranstaltung zum Langener Bannwald am 5.3. 2018 http://waldbesetzung.blogsport.de/2018/02/14/veranstaltung-zum-langener-bannwald-am-5-3-2018/ http://waldbesetzung.blogsport.de/2018/02/14/veranstaltung-zum-langener-bannwald-am-5-3-2018/#comments Wed, 14 Feb 2018 11:56:30 +0000 Administrator Sehring http://waldbesetzung.blogsport.de/2018/02/14/veranstaltung-zum-langener-bannwald-am-5-3-2018/ Das Aktionsbündnis Langener Bannwald lädt für Montag,den 5.3. um 19.30 Uhr zu einer Informations- und Diskussionsveranstaltung um die Zukunft des Bannwaldes ein. Die Veranstalter: „Der Langener Bannwald gehört allen, nicht einer Firma oder einer Person“. Thomas Norgall vom BUND wird über den Stand der Verfahren gegen die Auskiesungspläne der Firma Sehring berichten. Auch geht es um Perspektiven eines “ Widerstands mit langem Atem“.
Veranstaltungsort ist die neue Stadthalle in Langen in der südlichen Ringstrasse 77.

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Ein Dankeschön http://waldbesetzung.blogsport.de/2018/02/13/ein-dankeschoen/ http://waldbesetzung.blogsport.de/2018/02/13/ein-dankeschoen/#comments Tue, 13 Feb 2018 09:45:40 +0000 Administrator Allgemein http://waldbesetzung.blogsport.de/2018/02/13/ein-dankeschoen/ an dieser Stelle für die zahlreichen Lebensmittel- , Geld- und Materialspenden (bis hin zur Campingausrüstung) der vergangenen Tage. Der Widerstand gegen Flughafenausbau und der Einsatz für die Verkehrs- und Energiewende geht weiter!

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Kalt im Wald http://waldbesetzung.blogsport.de/2018/02/05/kalt-im-wald/ http://waldbesetzung.blogsport.de/2018/02/05/kalt-im-wald/#comments Mon, 05 Feb 2018 07:12:42 +0000 Administrator Aktionen http://waldbesetzung.blogsport.de/2018/02/05/kalt-im-wald/

ist es seit dem Wochenende. Obercool auch die „Schneetorte“ auf der Kuchentheke, für deren Verzehr sich leider niemand erwärmen konnte… Heisse Getränke und Schokoladenkuchen waren bei den TreburianerInnen, FrankfurterInnen und MörfelderInnen e.t.c. eher angesagt, die Sonntagmittag in den Wald kamen.

Sie konnten sich davon überzeugen, dass die WaldbewohnerInnen einiges getan haben, um sich gegen die Kälte zu wappnen.
Das ist immer noch einfacher als der Umgang mit dem ewigen Autobahnrauschen und dem zeitweiligen Kerosingeruch. Schnee vom Flughafenrand sollte mensch tatsächlich nicht essen.

Wenn der Wetterbericht stimmt, wird sich die sahnefreie „Schneetorte“ einige Zeit halten. Wenn Ihr vorbeikommt – meist steht ein heisser Tee auf.

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Treburs Bürgermeister äussert sich zur Waldbesetzung http://waldbesetzung.blogsport.de/2018/01/31/treburs-buergermeister-aeussert-sich-zur-waldbesetzung/ http://waldbesetzung.blogsport.de/2018/01/31/treburs-buergermeister-aeussert-sich-zur-waldbesetzung/#comments Wed, 31 Jan 2018 10:18:27 +0000 Administrator Aktionen Flughafen & Region http://waldbesetzung.blogsport.de/2018/01/31/treburs-buergermeister-aeussert-sich-zur-waldbesetzung/ Treburs Bürgermeister Sittmann hat in einem Interview mit der Zeitung Main-Spitze erklärt, dass er derzeit nicht gegen die Waldbesetzung vorgehen will.

Interessant ist auch, dass der Bürgermeister sagt, er wisse nichts von den umfangreichen Baumfällungen in der dem Waldcamp benachbarten Waldabteilung. Dort waren praktisch alle Laubbäume herausgeholt worden, deren Holz noch einen Verkaufswert aufwies. Auch im Randbereich des jetzigen Waldcamps waren vor Neujahr zwei relativ junge Buchen gefällt worden. Dann brachen die Fällungen jedoch ab.

Ein Link zu dem Presseartikel findet sich hier.

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Veganer Kuchen statt Sonntagsbraten http://waldbesetzung.blogsport.de/2018/01/29/veganer-kuchen-statt-sonntagsbraten/ http://waldbesetzung.blogsport.de/2018/01/29/veganer-kuchen-statt-sonntagsbraten/#comments Mon, 29 Jan 2018 08:47:33 +0000 Administrator Aktionen http://waldbesetzung.blogsport.de/2018/01/29/veganer-kuchen-statt-sonntagsbraten/

Am Montag gab es von den Organisatorinnen der Montagsdemo im Terminal noch Anleitungen zur Herstellung veganen Kuchens – jetzt am Sonntag waren die praktischen Ergebnisse im Camp zu bewundern und zu schmecken.
Auch wenn Form, Farbe und Konsistenz vielleicht nicht mit Coppenrath und Wiese mithalten können – im Wald schmeckt es doch deutlich besser. Etwa 60 Leute waren zur Kuchentheke gekommen. Die Heissgetränke organisierte diesmal die Besetzung selbst.

Es hat sich inzwischen eingebürgert, dass Bürgerinitiativen aus dem Umland den Stand übernehmen und dabei auch ein wenig ihre Arbeit vorstellen und als Ansprechpartner fungieren. Nächsten Sonntag ist die Bürgerinitiative Trebur angefragt. Das ist sehr interessant, weil die Gemeinde Trebur ja der Besitzer des Waldes ist, in dem wir sitzen.

Jetzt am Montag werden wieder WaldbesetzerInnen auf der Montagsdemo anwesend sein, auch als Zeichen der Verbundenheit nach der Unterstützung durch den Reihen der Montagsdemo in den letzten Tagen und Wochen.
Derzeit wird ein Vorrats- und Materialhaus fertiggebaut, damit nicht alles in der Küche oder im Zelt gelagert werden muss. Die Hütte wird ohne Nägel gebaut und ist damit „biologisch“ einfach abbaubar oder versetzbar. Auch die Arbeit in den Bäumen geht weiter.

In der nächsten Zeit soll auch die Oeffentlichkeitsarbeit gegen das Terminal 3 intensiviert werden. Dafür bietet unser auffälliges und öffentlichkeitswirksames Camp eine besondere „Hingucker“-Chance, die es zu nutzen gilt.
Gedacht ist an die Erstellung von Videos, einen Info-Punkt im Camp sowie auch an die Verteilung von Flugis in umliegenden Ortschaften wie Zeppelinheim oder Walldorf, aber auch Langen, Dreieich, Rüsselsheim. Dabei ist Mitarbeit und Unterstützung willkommen.

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Sehring-Teilrodung abgeschlossen-Schliessung der Steingrundschneise droht http://waldbesetzung.blogsport.de/2018/01/29/sehring-teilrodung-abgeschlossen-schliessung-der-brunnenschneise-droht/ http://waldbesetzung.blogsport.de/2018/01/29/sehring-teilrodung-abgeschlossen-schliessung-der-brunnenschneise-droht/#comments Mon, 29 Jan 2018 08:24:54 +0000 Administrator Sehring http://waldbesetzung.blogsport.de/2018/01/29/sehring-teilrodung-abgeschlossen-schliessung-der-brunnenschneise-droht/

Die Firma Sehring hat Mitte Januar die Fällung der Bäume im Planabschnitt 2a abgeschlossen. Zuletzt fielen junge Bäume in einem Zipfel südöstlich der Steingrundschneise/Mitteldicker Allee. Sehring will künftig an diesen Standort seine zentrale Förderband-Anlage umsetzen.

Damit steht- wenn die Wurzelstöcke entfernt werden und ein massiver Zaun gestellt wird – die Sperrung der Brunnenschneise und der Steingrundschneise bevor. Letztere ist eine beliebte Fuss- und Fahrrad-Direktverbindung zwischen Dreieich und Langen mit Walldorf.
Dies sollten sich Bevölkerung und Politik nicht bieten lassen.

Aktualisierung vom 17.2.2018:

Die Steingrundschneise war heute gesperrt

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Infos über Waldbesetzung und Kampf gegen das „Atom-Klo“ in Bure/Frankreich http://waldbesetzung.blogsport.de/2018/01/29/infos-ueber-die-waldbesetzung-und-den-kampf-gegen-das-atom-klo-in-burefrankreich/ http://waldbesetzung.blogsport.de/2018/01/29/infos-ueber-die-waldbesetzung-und-den-kampf-gegen-das-atom-klo-in-burefrankreich/#comments Mon, 29 Jan 2018 08:15:17 +0000 Administrator Über den Tellerrand http://waldbesetzung.blogsport.de/2018/01/29/infos-ueber-die-waldbesetzung-und-den-kampf-gegen-das-atom-klo-in-burefrankreich/ …gibt es auf der 90.Mahnwache gegen Atomkraft am Montag den 5.2. um 18 Uhr in Langen /Lutherplatz. Seit der Katastrophe von Fukushima finden diese Mahnwachen monatlich statt, weil der Anlass -die Gefährdung durch die Atomindustrie, sowohl zivil wie militärisch-, leider weiterhin gegeben ist. Die VeranstalterInnen haben Cecile Lecomte aus Lüneburg als Rednerin gewinnen können.

In der Einladung zur Mahnwache heisst es:

„Unser Gast an diesem Abend ist Cecile Lecomte, besser bekannt unter dem Namen „Eichhörnchen“.Cecile ist eine Kletteraktivistin mit deutsch-französischen Wurzeln und überall dabei, wo es gilt dem Atomstaat entgegenzutreten. Wegen ihrer, teilweise auch spektakulären, Aktionen wurde sie mehrmals festgenommen und vor Gericht gestellt. Dort kämpft sie Kampf mit juristischen Mitteln, und das äusserst phantasiereich. Heute will sie uns von dem Kampf gegen das in Frankreich geplante Endlager in Bure berichten.“

Zumindest der Polizei und auch Teilen der Oeffentlichkeit in Langen ist Cecile durch die Teilnahme an der Kletteraktion vor dem Haupteingang der Firma Sehring im August 2015 bekannt. Die Banner- und Abseilaktion war damals Teil des 2. Sommercamps im Treburer Forst. Mit ihr sollte auf den Zusammenhang der drohenden Waldverluste in Langen und am Terminal 3 für den Ausbau der Flughafen-Infrastruktur hingewiesen werden.
Auch die Aktionen rund um das Waldcamp Kelsterbach gegen die Nordwestbahn wurden von ihr unterstützt.

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Samstag 3.2. Solidaritätstag für die Inhaftierten von der Besetzung im Hambacher Forst http://waldbesetzung.blogsport.de/2018/01/27/samstag-3-2-solidaritaetstag-fuer-die-inhaftierten-von-der-besetzung-im-hambacher-forst/ http://waldbesetzung.blogsport.de/2018/01/27/samstag-3-2-solidaritaetstag-fuer-die-inhaftierten-von-der-besetzung-im-hambacher-forst/#comments Sat, 27 Jan 2018 10:36:17 +0000 Administrator Repression Über den Tellerrand http://waldbesetzung.blogsport.de/2018/01/27/samstag-3-2-solidaritaetstag-fuer-die-inhaftierten-von-der-besetzung-im-hambacher-forst/ Am 22.1 kam ein Grossaufgebot Polizei in den Hambacher Forst bei Düren um dort Barrikaden zu schleifen. Das dies mit klaren politischen Absichten geschah , zeigt sich daran, dass dem Einsatz eine grössere Gruppe Parlamentarier beiwohnten. Ein Einsatz zur akuten Gefahrenabwehr hätte anders ausgesehen. Es ging weniger um das Freimachen von Rettungswegen, sondern um die Inbesitznahme von Gelände. Hier wurde provoziert mit dem Ziel, „polizeiverwertbare Reaktionen“ auszulösen.

Nun — im Laufe des Einsatzes wurden 11 Personen festgenommen, die sich weigerten, die Wege freiwillig freizumachen. Neun Leute sitzen seit Dienstag mit dem Vorwurf des „Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte“ in Untersuchungshaft.

Die meisten, weil sie sich auf Tripods (Dreibein) Monopods (Einbein) oder anderweitig angekettet hatten. Für die „Hambi 9″ soll es jetzt am Samstag, den 3.2.2018 einen Aktionstag geben. Bundesweit, und darüber hinaus. Solidaritätsadressen kamen beispielsweise schon aus Bure in Frankreich, wo es eine Besetzung gegen ein geplantes Atommüll-Endlager gibt.

Der Aktionstag soll Oeffentlichkeit schaffen- Infostand, Banner-Drop,Solifoto – einiges ist möglich. Bilder und Texte sollen auf die sozialen Medien. Näheres findet sich auf der Hambach-Seite.

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Zwei Demos im Flughafen http://waldbesetzung.blogsport.de/2018/01/23/zwei-demos-im-flughafen/ http://waldbesetzung.blogsport.de/2018/01/23/zwei-demos-im-flughafen/#comments Tue, 23 Jan 2018 13:26:02 +0000 Administrator Aktionen Flughafen & Region Über den Tellerrand http://waldbesetzung.blogsport.de/2018/01/23/zwei-demos-im-flughafen/

Auf der Montagsdemo der FlughafenausbaugegnerInnen sprach Monika Lege zum Thema Billigflug und Terminal 3. Nur eine veränderte Einstellung zur Mobilität und eine nachhaltige und gerechte Wirtschaftsweise könne verhindern, dass „wir schnell, effektiv und verantwortungslos den Planeten grillen“ Es sei den politischen Aktivitäten rund um die Waldbesetzung zu verdanken, dass Fraport und Landesregierung nicht heimlich, still, leise , -aber entgültig- Tatsachen schafften. Nur 100 Meter weiter fand eine weitere Kundgebung von ca. 50 KurdInnen und Kurden gegen den Einmarsch der türkischen Armee in Nordsyrien statt.


Diese Demo unter den gelb-rot-grünen kurdischen Fahnen fand unter ganz anderer Sicherung, Kontrolle und Bewachung als die Montagsdemo statt.
Schätzungsweise 200 Polizistinnen und Polizisten waren im Einsatz, darunter ein MEK. Sie kontrollierten auch alle Gates und die Schalter von Pegasus, Sun Express und Turkish Airlines. Der Einsatzleiter war auch den AusbaugegnerInnen vertraut: Er „betreute“ 2008/2009 das Waldcamp im Kelsterbacher Wald inclusive Räumung.

Im Vorlauf der Montagsdemo war unklar gewesen, ob sie wie vorgesehen stattfinden könne, erklärten Sprecher der BI. Man habe aber eine Lösung gefunden, die Kundgebungen räumlich zu trennen und den traditionellen Demozug umzuleiten.

Fast ein bisschen schade. Zwar schallten „Erdogan – Terrorist“ Rufe herüber, aber eine inhaltliche Auseinandersetzung mit der Kurdendemo fand nur in Einzelgesprächen statt. Der Flughafen ist im Spannungsfall ein politischer Seismograph – das gilt für die Oeffentlichkeit genauso wir für die Belegschaft. Die politischen Zerwürfnisse um die Türkei gehen auch durch die PKK- und Erdogan-Leute im Lohnverhältnis bei der Fraport.

Und dann ist da auch Fraport selbst, deren Interessen durch Politik und Polizei geschützt werden. Fraport ist als „Global Player“ selbst in der Türkei über Beteiligungen an Flughäfen aktiv und hat ein klares wirtschaftliches Eigeninteresse. Die Rolle der Bundesregierung, insbesondere des Aussenministers und der Verteidigungsministerin, welche Waffen in die Türkei liefern lassen, ist durchaus ein Thema für die Montagsdemo, wenn der Blick über den Tellerrand herausgeht. Ein Klima, ein Frieden, eine Gerechtigkeit.

Reisende schlenderten vorbei und wünschten von dem am der RednerInnentribüne pausierenden Steve Collins: „Play me a Bob Dylan Song“. Von der einen Seite schallten die“ YPG“ und „Verteidigt Afrin“ Rufe, aus der anderen Richtung kam “ Lärm und Gestank – machen uns krank“. Und dazwischen „Hey, Mister Tamborine man, play a song for me “.

Auch die Besetzis aus dem Wald waren bei der Montagsdemo vorher zu Wort gekommen. Es gab eine Dankadresse an die versammelten Teilnehmerinnen: Nur das lange Durchhalten der DemonstrantInnen hätten es möglich gemacht, jetzt die Grundlage für Aktionen zu haben. Einen grossen Dank gab es für die Unterstützung der letzten Wochen: „Ohne die ganze Unterstützung von Euch würde das gar nicht laufen -es wäre wahrscheinlich viel zu kalt ohne die supercoolen Decken und die ganzen Dinge, die dort täglich ankommen – Ihr seid herzlich eingeladen täglich vorbeizukommen“

Ein besonderes Anliegen war es auch, über die aktuellen Vorgänge im Hambacher Forst zu informieren, wo am gleichen Tag von der Polizei Barrikaden geräumt und 15 Menschen festgenommen worden waren.

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Waldbesetzung freut sich über die Verhinderung des Grossflughafen Nantes in Frankreich http://waldbesetzung.blogsport.de/2018/01/22/waldbesetzung-freut-sich-ueber-die-verhinderung-des-grossflughafen-nantes-in-frankreich/ http://waldbesetzung.blogsport.de/2018/01/22/waldbesetzung-freut-sich-ueber-die-verhinderung-des-grossflughafen-nantes-in-frankreich/#comments Mon, 22 Jan 2018 13:53:12 +0000 Administrator Aktionen Über den Tellerrand http://waldbesetzung.blogsport.de/2018/01/22/waldbesetzung-freut-sich-ueber-die-verhinderung-des-grossflughafen-nantes-in-frankreich/

Im Waldcamp ist es momentan ziemlich feucht, aber dafür auch ebenso alkoholfrei. Am Sonntag waren wieder über 100 Leute bei Kaffee, Gesundheitstee und Haferdrink draussen, Darunter waren erfreulich viele AnwohnerInnen aus dem Nachbarort Zeppelinheim,aber auch die Frankfurter OB-Kandidatin Janine Wissler war da.
Ganz unüblich brachte die Gruppe Sonntagsspaziergang, die sich immer noch an der Startbahn West trifft, trockenen Sekt mit. Aus gutem Grund. Anlass war die Absage des Flughafenprojekts „Grand Quest“ in Notre Dame des Landes bei Nantes durch die französische Regierung.

Die Regierung hat verkündet, dass nun alternativ der Bestands-Stadtflughafen „Atlantique“ Nantes und der Flughafen in Rennes ausgebaut werden sollen, ebenso der öffentliche Nah- und Fernverkehr. Der Flughafen Nantes hatte zuletzt 5,5 Millionen Passagiere im Jahr.

Seit fünfzig Jahren gibt es Widerstand gegen die Pläne eines neuen , gigantischen Flughafens in der Bretagne, zwei TGV-Stunden westlich von Paris.
Jetzt hatte er letzten Endes Erfolg. Offiziell wurde die Aufgabe damit begründet, das Kosten Nutzen-Verhältnis sei nicht mehr günstig.
Das Bündnis der AusbaugegnerInnen sprach von einem „historischen Sieg gegen ein destruktives Entwicklungsprojekt“ der nur durch eine lange kämpfende Bewegung –“so engagiert wie verschieden“ möglich wurde. In Notre Dame des Landes kämpft eine militant-kreative Umweltbewegung an der Seite von Bäuerinnen und Bauern, die sich ihrer Enteignung widersetzen.

Das Gelände für den Flughafen wurde vor einigen Jahren besetzt und – das ist sehr ungewöhnlich – gegen mehrere paramilitärisch vorgetragene Räumungsversuche der Staatsmacht gehalten.
In Frankreich gibt es etwa 10 ZADs, „zu verteidigende Zonen“ sprich: Flächenbesetzungen. Die bei Nantes ist mit ihren 300 BewohnerInnen die bekannteste und grösste.

Die BesetzerInnen liessen es sich nicht nehmen, aus Anlass der Aufgabe des Projekts eine Solidaritätsbotschaft an „andere Kämpfe gegen zerstörerische Grossprojekte und für die Verteidigung bedrohter Gebiete“ zu richten.

Nun käme es darauf an, den Bestand der „ZAD“ als einzigartigen Freiraum in unabhängiger Trägerschaft für soziale, ökologische und landwirtschaftliche Experimente zu sichern.
Man fordere eine Rückgängigmachung der Enteignungen und eine Bleibegarantie für die WaldbesetzerInnen, welche dort weiter leben und sich um ihren Wald kümmern wollten.

Diese Forderungen bestehen nicht ohne Grund. Manche fürchten, dass nach dem Erreichen des politischen Oberziels eine Auseinanderdividierung und eine Räumung durch die Behörden von Nantes droht. Die Pläne, dort ein Industriegebiet oder gar eine „neue Stadt“ zu errichten, sind nicht aufgegeben.

So wird es am 10.2. eine Art Siegesfest geben, das gleichzeitig der Auftakt für eine neue Phase der ZAD sein soll.

Der Erfolg des zähen und opfervollen Widerstandes auf der ZAD macht auch uns Mut, mit langem Atem weiter gegen den zerstörerischen Flughafenausbau zu kämpfen. Eine kleine Feierstunde mit Schampus oder Leitungswasser tat dabei sehr gut!

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Darum gegen Terminal 3 ! http://waldbesetzung.blogsport.de/2018/01/19/darum-gegen-terminal-3/ http://waldbesetzung.blogsport.de/2018/01/19/darum-gegen-terminal-3/#comments Fri, 19 Jan 2018 10:28:33 +0000 Administrator Texte & Analysen Flughafen & Region http://waldbesetzung.blogsport.de/2018/01/19/darum-gegen-terminal-3/ Zuvorderst sind wir gegen das Terminal 3, um der weiteren Ausweitung des schädlichen Luftverkehrs einen Riegel vorzuschieben. Nur wenn eine Kapazitätsausweitung verhindert wird, können umwelt- und menschenfreundlichere Alternativen eine Chance bekommen. Umwelt- und Klimaschutz von unten – unser praktischer Widerstand gegen das Terminal 3 ist auch eine Antwort auf die Untätigkeit der Politik. Die opfert gerade ihre Klimaschutzziele unter dem Druck der Energie- und Luftverkehrswirtschaft.

Aber viele von uns sind auch hier oder unterstützen das Camp, weil sie konkrete Verschlechterungen für die Lebensbedingungen in der unmittelbaren Region abwenden wollen. Das Terminal 3 braucht hier vor Ort -außer der Fraport- wirklich niemand-

Das Terminal 3 würde die Region im Süden des Flughafens nachhaltig verändern.Es ist kein Satellit der bestehenden Terminals, der in seinen bestehenden Grenzen bleibt. Manche kennen das von anderen Grossflughäfen. Da sind die Terminals untereinander verbunden und es gibt nur einen Flughafenzugang.

Das Terminal Drei bekommt aber einen eigenen Zugang und kann damit weitgehend autonom betrieben werden. Der geplante Gepäcktunnel und die Ringbahn werden erst dann essentiell, wenn Fraport das Terminal 1 am Stück sanieren sollte.
Allerdings ist die Abwicklung schon der geplanten 3-5 Millionen Passagiere des Billigflugsteigs „G“ prekär. Die müssen ja auf den Punkt zum Terminal anreisen können. Deshalb will die Fraport die Anbindung über einen neuen Anschluss so schnell wie möglich. Der Knoten Zeppelinheim ist heute bereits überlastet.

Wenn wir auf der „Beule“ des Anschlusses besetzen, sitzen wir quasi auf einem Sperrgrundstück. Gleichzeitig ist dieses Gelände einer der „Brückenkopfe“ der Fraport, sich aus ihrem umzäunten Gelände heraus auszubreiten. Wer sich die Umgebung des Terminals anschaut, wird nachvollziehen können, das von dem dortigen Wald kaum etwas übrig bleiben wird.
Da ist die geplante Ausschleifung der S-Bahn, die 10 Hektar Wald kosten dürfte. In Höhe des Waldcamps soll auch die neue ICE Hochgeschwindigkeitsstrecke Frankfurt-Mannheim ausfädeln. Auch sie bedeutet eine massive Zerschneidung der Waldfläche.
Handtuchgrosse Waldstücke verschwinden schnell.

Weil Fraport das Terminal unmöglich allein über die A 5 strassenverkehrlich anbinden kann – ein Zustauen wäre der Kollaps einer, nein mehrerer Verkehrsdrehscheiben – kommt früher oder später unvermeidlich ein Zubringer nach Osten, so wie das für das Terminal eins die B 43 von Frankfurt in Verbindung mit der Querspange Kelsterbach nach Norden ist. Auch diese würde viel Wald kosten. Letztlich wird -wenn und damit das T 3 boomt-eine Autobahnverbindung Terminal 3 -Aschaffenburg als Entlastung für die A 3 nötig werden.

Zeppelinheim wird massiv Boden- und Startlärm abbekommen . Gegen die Verkehrsbelastung wird es sich nur beschränkt wehren können.
Für das Terminal sind keinerlei Schallschutzmassnahmen geplant.
Nicht nur der Lärm wird von dem vorherrschenden Westwind hereingetragen, sondern auch Verbrennungsrückstände und Feinstaub.

Walldorf wird praktisch mit der Cargo City Süd zusammenwachsen. Der „Sündenfall“ ist hier der geplante Bau einer Strassenverbindung zwischen der Elly Beinhorn Strasse am Flughafen und der Nordendstrasse in Walldorf. Auch eine Ost-Trasse entlang der Autobahn ist möglich.

Walldorf und der Region darüber hinaus droht noch schlimmerer Ungemach:
Seit 40 Jahren kauft Fraport systematisch Gelände im Süden des Flughafens. Damit kommt sie in den Besitz der Flächen, die sie für eine neue Südbahn verwenden könnte. Bei der Mediation um den Generalausbauplan wurde eine neue Südbahn als die „beste“ Variante ausgewählt, aus politischen Gründen aber zugunsten der Nordwestbahn nicht realisiert.

Das Terminal 3 ist so konzipiert, das Taxiways von Süden problemlos integriert werden könnten. Eine neue Bahn hätte ihren östlichen Kopf etwa am Gundhof.

Die Startbahn West stünde nach dem Bau einer Südbahn zur Disposition. Am Flughafen sagten manche: „Die Zeit für eine solche Lösung ist noch nicht reif. Es gibt noch zu viele Startbahngegner in Walldorf und zu viele Herzblut-Startbahn-West-Erbauer bei der Fraport. Optimal wäre es, sowohl eine Nordwestbahn für das Terminal 1 UND eine Südbahn für das Terminal 3 zu haben“

Eine Südbahn brächte massive Neuverlärmung für Zeppelinheim, Neu Isenburg, Dreieich und Rüsselsheim. Ironischerweise sind das die Kommunen, die von dem Bau der Nordwestbahn „profitiert“ haben – es traf halt andere. Viele stellten damals ihren Protest ein und liessen die KelsterbacherInnen allein.
Das Beispiel Flörsheim mahnt. 1980 scherte die Kommune aus der kommunalen Abwehrfront gegen den Flughafenausbau aus.
2011 geriet sie unter die Einflugschneise der Nordwestbahn.

Das Verhindern des Terminal 3 ist also nicht nur im globalen, sondern zusätzlich auch im regionalen Interesse. Kommt raus und unterstützt den Widerstand gegen das Terminal 3 ! Er lohnt sich doppelt.

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Kuchenstand am Sonntag http://waldbesetzung.blogsport.de/2018/01/19/kuchenstand-am-sonntag-2/ http://waldbesetzung.blogsport.de/2018/01/19/kuchenstand-am-sonntag-2/#comments Fri, 19 Jan 2018 09:08:17 +0000 Administrator Aktionen http://waldbesetzung.blogsport.de/2018/01/19/kuchenstand-am-sonntag-2/ Auch an diesem Sonntag, dem 21.1., gibt es ab 14 Uhr wieder einen Kuchenstand im Waldcamp. Organisiert wird er von der BI Mörfelden-Walldorf. Eingeladen sind insbesondere auch alle Menschen aus den umliegenden Ortschaften, die von den Auswirkungen des Terminal 3 betroffen wären.

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Camp hat den Sturm gut überstanden http://waldbesetzung.blogsport.de/2018/01/19/camp-hat-den-sturm-gut-ueberstanden/ http://waldbesetzung.blogsport.de/2018/01/19/camp-hat-den-sturm-gut-ueberstanden/#comments Thu, 18 Jan 2018 23:01:26 +0000 Administrator Aktionen http://waldbesetzung.blogsport.de/2018/01/19/camp-hat-den-sturm-gut-ueberstanden/

Ohne Schäden hat das Baumcamp den Wintersturm gestern mittag überstanden. Es kamen zwei UnterstützerInnen als „SturmwächterInnen“, um gegebenenfalls helfen zu können. Auch das ZDF zeigte sich sturmfest….

Deutlich stärker vom Sturm getroffen wurde der Niederrhein und damit auch die Waldbesetzung Hambacher Forst. Berichte von dort gibt es bisher noch nicht.

Bereits am Donnerstag wurden provisorische Installationen abgebaut und die Plattformen, insbesondere die Planen gesichert.

Fertiggebaut werden konnte gestern trotz Wind und Wetter die neue Küche. Jetzt muss sie noch eingerichtet und Stauraum geschaffen werden.

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Neue Website : „Treburer Wald bleibt“ http://waldbesetzung.blogsport.de/2018/01/19/neue-website-treburer-wald-bleibt/ http://waldbesetzung.blogsport.de/2018/01/19/neue-website-treburer-wald-bleibt/#comments Thu, 18 Jan 2018 22:27:16 +0000 Administrator Aktionen http://waldbesetzung.blogsport.de/2018/01/19/neue-website-treburer-wald-bleibt/ In Ergänzung zum Waldbesetzungsblog und zu Twitter/Facebook ist gestern eine neue Website ans Netz gegangen: „Trebur bleibt.“ Sie soll unmittelbar aus der Besetzung heraus berichten und das Selbstverständnis – aber auch die Diskussionen im und um das Camp- spiegeln. Die Seite ist noch im Aufbau. Reinschauen lohnt trotzdem schon, hier ist der Link

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Kommentar: Fraport hat nicht alle Zeit der Welt. Aber wir. http://waldbesetzung.blogsport.de/2018/01/16/kommentar-fraoport-hat-nicht-alle-zeit-der-welt-aber-wir/ http://waldbesetzung.blogsport.de/2018/01/16/kommentar-fraoport-hat-nicht-alle-zeit-der-welt-aber-wir/#comments Tue, 16 Jan 2018 13:23:42 +0000 Administrator Aktionen http://waldbesetzung.blogsport.de/2018/01/16/kommentar-fraoport-hat-nicht-alle-zeit-der-welt-aber-wir/

Über verschiedene Kanäle hat Fraport verkündet, man wolle in dieser vegetationsfreien Periode gar nicht roden, sondern diese nur vorbereiten. Dem ist aber nur sehr beschränkt zu glauben. Von „rodungsvorbereitenden“ zu „bauvorbereitenden“ Massnahmen ist es nicht weit. Bei letzteren fiele aber der Wald.

Wer sich den Planfeststellungsbeschluss anschaut, sieht , dass Fraport eigentlich bis zum 28.2.2018 roden müsste, um mit der Baumaßnahme nicht in Verzug zu kommen.

Für rodungsvorbereitende Massnahmen hätte locker ein Termin im späten Februar -bevor die Kröten wandern- gereicht. Fraport wollte aber unbedingt früher an den Wald, und sie wird auch einen Deal mit Trebur vor Ende Februar vorantreiben. Dort kann man sich schon auf eine Sondersitzung einstellen. Aber auch die bisherigen Besitzverhältnisse sind kein Rodungshindernis. Das hat der sofortige Vollzug des Baus der Nordwestlandebahn im Januar 2009 gezeigt. Als die Harvester anrückten, gehörte der Wald noch Kelsterbach.

Deshalb gilt: Die Zeit arbeitet gegen Fraport. Wir agieren, die müssen reagieren.

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Mahnwache wegen Sehring Waldrodung in Darmstadt http://waldbesetzung.blogsport.de/2018/01/16/mahnwache-wegen-sehring-waldrodung-in-darmstadt/ http://waldbesetzung.blogsport.de/2018/01/16/mahnwache-wegen-sehring-waldrodung-in-darmstadt/#comments Tue, 16 Jan 2018 11:51:20 +0000 Administrator Sehring http://waldbesetzung.blogsport.de/2018/01/16/mahnwache-wegen-sehring-waldrodung-in-darmstadt/

Das Aktionsbündnis für den Bannwald in Langen ruft für nächsten Samstag, den 20.1.2018 von 11 Uhr bis 13 Uhr vor dem Regierungspräsidium Darmstadt am Luisenplatz zu einer „Mahnwache pro Bannwald“ auf. Der Ort sei mit Bedacht ausgewählt.
Das grün geführte Regierungspräsidium nutze seine Handlungsspielräume zum Schutz der Umwelt nicht aus, sondern decke im Gegenteil Missstände der rohstoffverarbeitenden Industrie.

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Linke Landtagsfraktion unterstützt Waldcamp http://waldbesetzung.blogsport.de/2018/01/16/linke-landtagsfraktion-unterstuetzt-waldcamp/ http://waldbesetzung.blogsport.de/2018/01/16/linke-landtagsfraktion-unterstuetzt-waldcamp/#comments Tue, 16 Jan 2018 11:44:33 +0000 Administrator Aktionen Flughafen & Region http://waldbesetzung.blogsport.de/2018/01/16/linke-landtagsfraktion-unterstuetzt-waldcamp/ Die verkehrspolitische Sprecherin der Linken im hessischen Landtag, Janine Wissler, hat in einer Presseerklärung mitgeteilt, sie sehe den Passagierzuwachs am Flughafen – der auf Kosten der Nachtruhe ginge- , „nicht als Erfolgsmeldung, sondern als Ausdruck einer Fehlentwicklung“ Deshalb unterstütze ihre Fraktion auch den Protest im Wald.

Als Beispiel dieser Fehlentwicklung erwähnt sie den Billigflieger Ryanair: „das Uebertreten von Gesetzen und Regelungen zum Schutz von Menschen und Natur hat Ryanair zum Geschäftsmodell gemacht“

„Jahrelang sei von den Ausbauparteien CDU, SPD und FDP sowie dem Flughafenbetreiber Fraport behauptet worden, ohne den Ausbau komme es zu bedrohlichen Kapazitätsengpässen und der Airport sei dann nicht mehr konkurrenzfähig. Nun werde immer klarer, dass die Billigflieger einen Unterbietungswettbewerb in Gang gesetzt hätten und Fraport genau mit diesen bestehende Ueberkapazitäten auffüllen wolle.“

Die PM erhält am Ende einen Hinweis:

„Seit dem vorletzten Wochenende halten gegen den weiteren Ausbau des Flughafens protestierende Aktivistinnen und Aktivisten Bäume im Treburer Oberwald bei Mörfelden-Walldorf besetzt. Fraport hat den Wald in Besitz, um den Autobahnzubringer zum Terminal 3 und damit einen Flugsteig für die Ausweitung der Billigflieger bauen zu können. Die Linke im hessischen Landtag unterstützt den Protest im Treburer Wald“

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