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„Ausgestrahlt“ warnt vor Stromlücke

Die Anti-Atom-Initiative „Ausgestrahlt“ aus Hamburg warnt davor, dass schon bald Anti-Kohle und Anti-Atom-Initiativen gegeneinander ausgespielt werden könnten. (mehr…)

Fast wie ein Gedicht….

… klingen die sperrigen Worte in JuristInnendeutsch, welche die Rodungen im Hambacher Forst vorerst gestoppt haben. Der 11. Senat des OLG Münster wies die Landesregierung von NRW per „Hängebeschluss“ an, für eine vorläufige Einstellung der Rodungen für RWE bis zur Entscheidung über die Eilbeschwerde des BUND zu sorgen, mit folgenden Worten :

„Die Zwischenentscheidung ist zur Gewährleistung effektiven Rechtsschutzes angesichts der Komplexität des Sachverhaltes sowie zur Vermeidung irreversibler Zustände erforderlich.“

Sowas wünschen wir uns auch aus Kassel – dass es zumindest mal bis zur Berufungsverhandlung im Hauptsacheverfahren keine Rodung durch Sehring geben wird.
Und aus Wiesbaden und Frankfurt wünschen wir uns, dass die Landesregierung und Mr. Feldmann die Rodung des Treburer Waldes durch ihr Staats- und Stadtunternehmen Fraport abblasen. Trebur , das um den Preis feilscht, darf ruhîg auf seinem Wald sitzenbleiben !

Tier- und Waldschutz-Demo in Langen

Am Samstag , den 2. Dezember findet in Langen um 11 Uhr eine Demo unter dem Motto „Stoppt den Kiesabbau .Retten Sie den Langener Wald“ statt. Aufrufen tut das Aktionsbündnis Bannwald . Treffpunkt ist am Wilhelm-Leuschner-Platz an der Stadtkirche. Es wird einen Demonstrationszug durch die Innenstadt geben.

In erster Instanz hat der BUND die Klage gegen den Sofortvollzug verloren. In dem Urteil wurde bestritten, dass er als Verband gegen Betriebspläne klagen darf. Er hat unmittelbar nach Zustellung des Urteils Berufung in Kassel eingelegt – noch eine Atempause für den Wald.

Hambacher Forst: Rodungssaison ist gestartet

Nach dem Scheitern der Jamaica-Verhandlungen und einem negativen Ausgang der BUND-Klage gegen die Rechtmässigkeit des Tagebaus -beides stand durchaus im Zusammenhang, denn der politische Absichtsbeschluss zur Schliessung der älteren Braunkohlekraftwerke hätte die Rechtsgrundlage verändert- hat RWE jetzt grünes Licht für die Rodung von 70 weiteren Hektar Wald. (mehr…)

Abriss der Startbahnmauer in vollem Gang

Nachdem der Abriss der Betonmauer auf der Westseite der Startbahn West fast abgeschlossen ist, dürfte in Kürze auch die Ostseite drankommen. Darunter auch der interessanteste Abschnitt rund um das sogenannte „Chaoteneck“ an der Südostspitze.
Diesen Sonntag ist noch einmal die Gelegenheit, sich das anzusehen. Mehrere Mauersegmente sollen geborgen und erhalten werden, u.a. an der Hüttenkirche. Diese kann an den Adventssonntagen im Dezember von 14-16 Uhr besichtigt werden. Im Inneren ist eine Fotoausstellung aufgebaut.

Urteil im Prozess um Besetzung von Klimagipfel-ICE

Zwei Jahre nach der spektakulären Abseilaktion von drei AktivistInnen auf den „Train to Paris“ kam es zum Prozess gegen drei der TeilnehmerInnen. Angeklagt waren sie wegen Gefährlichem Eingriff in den Schienenverkehr (§ 315) Nach einem Verhandlungsverlauf, der fast so spektakulär war wie die Aktion selbst, wurden zwei der Angeklagten wegen Nötigung (§ 240) StGB nach Jugendrecht zu vierzig Arbeitsstunden esatzweise bis zu vier Wochen Jugendarrest verurteilt. Eine der Beihilfe angeklagte Demonstrantin wurde freigesprochen. (mehr…)

Wie feminin war der Startbahn West Widerstand ?

In Stuttgart ist die Buchhändlerin, Publizistin und Dozentin Sybille Brüggemann (1951-2017) gestorben. Sie war bis zum Schluss an der dortigen Volkshochschule und an der Dauermahnwache gegen S 21 aktiv. In den 80ern war sie intensiv beim Widerstand gegen den Bau der Startbahn West dabei. (mehr…)

Widerstand gegen Sehring-Rodungen formiert sich

Na endlich ! Es regt sich doch noch was. In Langen hat sich über alle Partei- und Sympathie/Antipathiegrenzen hinweg ein „Bündnis für den Bannwald“ formiert.
Täglich wird mit einem Urteil des Verwaltungsgerichts Darmstadt über die Klage gegen den Sofortvollzug gerechnet. Das steht eigentlich seit über einer Woche aus. Für Sonntag ist ein Protest-Spaziergang organisiert. (mehr…)

COP 23 beginnt….

…und mehrere zehntausend TeilnehmerInnen, JournalistInnen und wohl auch einige DemonstrantInnen fliegen nach Köln-Bonn ein. Oder nach Frankfurt, und nehmen dann den kaum umweltschonenderen Hochgeschwindigkeits-ICE. (mehr…)

Köln: Proteste gegen Alleebaumfällung

Was in Berlin das Kiez ist, heisst in Köln „Veddel“. Im Kölner Süden sollen die Viertel Raderberg und Bayenthal nachverdichtet werden. Südlich der Kölner Kernstadt soll zudem ein schmaler, parkähnlicher Grüngürtel angelegt und auf Bahn- und Industriebrachen ein neues Quartier entwickelt werden. Erschlossen werden soll dies alles durch eine Verlängerung der Nord-Süd- Stadtbahn. Für deren Bau sollen ca. 300 Bäume weichen. Deren Fällung sollte am Donnerstag, den 19.10. beginnen. Das klappte nicht wie von der Stadtverwaltung geplant. (mehr…)

Kronberg : Ein kleiner Teil-Erfolg

Im Januar wurde auf diesem Blog über die Fällung mehrerer markanter Bäume am Schillerweiher in Kronberg berichtet. Sie mussten einem Immobilienprojekt eines Oberurseler Projektentwicklers weichen. Darunter waren auch zwei mehr als 320 Jahre alte Edelkastanien. Jetzt konnnte in einer Privatinitiative wenigstens der Stock einer der Kastanien vor dem Zerschreddern gerettet werden. (mehr…)

Sehring im Oktober

Noch steht das Urteil des Verwaltungsgerichts zum Sehring-Sofortvollzug aus. Die bauvorbereitenden Massnahmen im Wald sind abgeschlossen. Zuletzt wurde ein Zugang vom bisherigen Betriebsgelände zum eingezäunten Wald planiert. So müssen die Harvester nicht über öffentliche Wege. (mehr…)

Sechzehn Euro Neunundneunzig

…sollen die billigsten Flüge kosten, welche Ryanair in seiner Günstig-Fliegen-ab-Frankfurt-Kampagne unter das Volk wirft.
Natürlich sind keineswegs der Durchschnitt der Flüge des (vom Image her derzeit etwas angekratzen) „Klima-Ir(r)en--den“ aus Dublin wiklich so billig. Wir alle kennen inzwischen die Yield-Management-Strategien. Supermarkt -Preise sind teilweise unter, teilweise super.
Aber die Frechheit ist, dass derartig klimaobszöne Angebote überhaupt gemacht werden dürfen.Denn sie zielen ja auf die Köpfe. Und den Bauch, Da hilft: Deckel druff. Eben mal 100 Euro Klimaschutzgrundabgabe auf die Kosten, die ohnehin schon auf die 17 Euro draufkommen. Dann versuchen es (und sich) die Leute kein zweites Mal. Sechzehnneunundneunzich. Ich will es einfach nicht glauben müssen.

Der Schwarze Donnerstag

…fiel dieses Jahr auf einen Samstag. Wie sehr dieses Datum auch heute noch erbittert und auch verbittert, war bei der Demo zu erleben, die an diesem 7.Jahrestag der Schlossgartenräumung in Stuttgart durchgeführt wurde. Vorbei an den Stuttgart 21-Baustellen, die über die gesamte Stadt verteilt sind… (mehr…)

Demonstrieren Sie für mich mit

……meinte ein Jogger gestern als Kommentar zum Aufhängen von Bannern an der Sehring-Kiesgrube. Ja, wenn es denn ginge….

Praktizierter Fluglärmschutz heisst Terminal 3 verhindern

In Frankfurt existiert seit dem letzten Jahr eine „Stabsstelle Fluglärmschutz“, die beim Oberbürgermeister angesiedelt ist. Entstanden ist sie als Produkt des Koalitionsvertrages zwischen SPD,CDU ind Grünen. Sie soll Fluglärmmonitoring betreiben, Ansprechpartnerin für Bürgervorschläge und- beschwerden sein und -wissenschaftlich untermauert-Möglichkeiten ausloten, die Belastung zu reduzieren.
So weit, so gut. (mehr…)

Sehring-Rodung rückt näher

Noch steht der Wald am Langener Waldsee. Aber er könnte bald fallen. Ein Lokaltermin beim Sehring ergab, dass die Rodungsvorbereitungen abgeschlossen sind: Gelände verrammelt, Krötenzaun versetzt, der Zaun zur bisherigen Kiesgewinnungsfläche demontiert. Die Bundestagswahl ist um, und womöglich auch bald die Schamfrist der Darmstadt-Wiesbadener Allianz von Politik, Wirtschaft und Justiz, welche dem Wald und seinen Klageberechtigten eingeräumt wurde.
Am Freitag tagte im Frankfurter Römer die Regionalversammlung. Dort forderten eine grosse Mehrheit von SPD, CDU,FDP und Teilen der AfD die Regierungspräsidentin auf, einen Vergleich zwischen Sehring und den Planungsbehörden zu schliessen. Sehring übernähme die bisherigen Kosten des dann beendeten Rechtsstreits. Dann würde der Waldseebereich wie vor 2009 wieder Vorranggebiet für Kiesabbau und 60 Hektar Wald könnten gefällt werden. . Dies wäre wegen des Wachstums der Region nötig. 184.000 Wohnungen müssten neu gebaut werden und deren BewohnerInnen sich an einem attraktiven, erweiterten Waldsee erholen können….. Solche Töne kamen besonders von der SPD.

Waldbesitzer U.K.style

Einen Wald besetzen um ihn bestandzubesitzen. Das englische Bodenrecht macht es möglich. Weil sie eine Brachfläche als „common land“ erhalten wollen , haben drei Aktionscamper in Glossop bei Sheffield/Mittelengland ein Wäldchen besetzt. (mehr…)

Glosse: Die Sonne von Jamaica

Draussen tobt Lärm. Eine Grobstaubwolke mischt sich mit dem Gestank giftiger, feinstäubiger Abgase eines Zweitaktmotors. Ein orangeroter Schildkrötenpanzer hängt am Rücken des Hausmeisters, der nach vorne ein volles Rohr bläst. (mehr…)

Ein Arbeitsbeschaffungsprogramm für F.D.P.- Juristen ….

---ist nach Meinung der Initiative „Tegel schliessen-Zukunft öffnen“ der mit 56,1 % der Stimmen angenommene „Aufforderungsbeschluss“ an die zuständigen Stellen, den Flughafen Tegel offen zu halten. Nach dem Sieg der Tegel-Befürworter beim Volksentscheid halten sich bei den Flughafengegnern die Emotionen „Blankes Entsetzen“ und „Jetzt erst recht“ die Waage. (mehr…)