Archiv Seite 3

Kassel-Calden trotzt Airfolglosigkeit

Im Keller des Schreiberlings dieser Zeilen liegt noch ein altes Transparent aus den Zeiten des Baubeginns Ende 2009: „Kassel-Calden braucht kein Mensch“. Nach mehr als vier Jahren Betrieb möchte die Landesregierung im Herbst prüfen, ob das stimmt. Wenn ja, dann würde Calden vom Flughafen zum Verkehrslandeplatz abgestuft. Vorher,im Sommer, wird es als „Last Call“ noch einmal ein neues Warmwasserflugziel geben. (mehr…)

Entschiedener Widerstand gegen Billigflugkonzept und Terminal 3 !

Wie ein Aal auf dem Trockenen winden sich die Grünen, wenn es um ihre Mitverantwortlichkeit für die ständige Expansion des Frankfurter Flughafens geht. Gleichzeitig absorbieren sie mit ihrem Lavieren und dem Zukleistern von Widersprüchen möglichen Protest, weil er dem Koalitionsfrieden schadet. Leider bekommt das kaum jemand mit (nicht mal die Grünen selber) , wenn wir es nicht stärker thematisieren.
Im Jahr 2017 wird es besonders um den Bau des schädlichen und überflüssigen Terminal 3 und die Etablierung der Billigflieger gehen. Ein Datum steht dabei schon fest: Der Beginn des Sommerflugplans von Ryanair am Dienstag, den 28.3.2017 (mehr…)

Fraport gehört jetzt zu den hundert nachhaltigsten Unternehmen der Welt. Wirklich ?

Auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos werden jedes Jahr von dem kanadischen Analyse- und Medienunternehmen „Corporate knights“ die hundert nachhaltigsten Unternehmen der Welt (Global 100 index) gekürt. Erstmals schaffte es Fraport als 96. knapp in die erlauchte Spitzengruppe. Fraport-Boss Schulte erklärte zu diesem Ritterschlag denn auch prompt in einer Pressemitteilung, Fraport gehöre nun zu den am nachhaltigsten aufgestellten Unternehmen der Welt und sein umweltpolitisches Engagement sei damit honoriert worden (und so weiter). AusbaugegnerInnen schüttelten darob ungläubig die Köpfe. (mehr…)

Wien: Gerichtsurteil verbietet Startbahnneubau aus Klimaschutzgründen

Ein Aufsehen erregendes Urteil des österreichischen Bundesverwaltungsgerichts schockiert die Ausbaubetreiber in Wien. Eine dritte Start- und Landebahn darf dort nicht gebaut werden, weil der Flughafen nicht nachweisen könne, durch eigene Anstrengungen in der Lage zu sein den Ausstoss von Treibhausgasen zu verringern.Zudem sei der Erhalt von Ackerland für die Nahrungsmittelversorgung künftiger Generationen dringend geboten.

Das Erreichen der Klimaschutzziele sei als Rechtsgut höher einzuschätzen als das Recht des Flughafens auf wirtschaftliche Entfaltung und den Beitrag, den eine Expansion für das öffentliche Wohl leiste. (mehr…)

Harte Zeiten für Anti-Fracking-Protest in den USA

Zu den ersten Amtshandlungen des US-Präsidenten Trump gehörte es, die gegen die Pipeline-Neubauten im Norden der USA von seinem Amtsvorgänger erlassenen Dekrete aufzuheben. Es handelt sich um die Northern Dakota Access- und um die Keystone-Pipeline.
Davon betroffen ist auch das Projekt Missouri-Uebergang in Nord Dakota, wo sich seit letztem Jahr eine Platzbesetzung befindet. Diese kämpft aber auch gegen Widrigkeiten im eigenen Lager…. (mehr…)

„Aktiv, nicht passiv“: 200te Montagsdemo am Flughafen in Frankfurt

Fast 1500 Menschen kamen zur Jubiläumsdemo am 30. Januar, und damit gut 10 mal so viel wie an manchen schlechtbesuchten Montagen der vergangenen Monate. Damit ist es gelungen, viele Passive anlassbezogen wieder zu aktivieren. „Aktiv statt passiv“ könnte auch als Gesamtmotto der Demo gelten, auch wenn es von Landrat Will – neben dem NaturFreunde – Sprecher Uwe Hiksch Hauptredner der Veranstaltung- nur in dem Zusammenhang der Einforderung aktiven statt nur passiven Lärmschutzes gebraucht wurde. (mehr…)

Montagsdemo: Organisatoren blicken bereits auf die 250.te

Nach dem Willen des Leitungsteams und der Frankfurter Bürgerinitiativen sollen die Montagsdemos weitergehen, so lange bis signifikante Erfolge erzielt sind, betonte der Sprecher des Frankfurter Arbeitskreises Fluglärm und Umwelt, Knut Dörfel, in einer kämpferischen Rede in der Zielgeraden der 200. Montagsdemo. (mehr…)

Hahn: Rheinland Pfalz will den Hahn an Becks Ex- Staatssekretär Englert verkaufen

Zunehmend wandeln sich Verkehrsprojekte in Immobilienentwicklungsprojekte. Das ist jetzt auch mit dem Hahn geplant. Ein Verkauf an das deutsch-chinesische Firmenkonsortium ADC/HNA steht offenbar kurz bevor. Diesem schwebt unter anderem der Bau eines deutsch-chinesischen Dorfes mit fernöstlicher Direktanbindung ohne Nachtflugbeschränkungen vor. (mehr…)

Mammutbaum und Kastanie gefällt

Wie auf dem Blog angekündigt, begannen heute im Stadtpark von Kronberg die Fällungen für die geplante Konzerthalle. Es gab verhaltenen Protest. Die Fällung des Mammutbaumes, die für die Morgendämmerung geplant war, konnte um etwa anderthalb Stunden , die der Kastanie, die für 14 Uhr angesetzt war, um eine halbe Stunde verzögert werden. (mehr…)

Protest gegen geplante Parkzerstörung in Kronberg

Kronberg gilt gemeinhin als sehr edel und teuer. Das bedeutet aber nicht, dass dem Magistrat der Baumbestand lieb und teuer ist und er sich edel verhält, wenn es zwischen Investoren- und AltbewohnerInneninteressen abzuwägen gilt.
Das Areal am Bahnhof soll „entwickelt“ werden, Brachland (eine wunderschöne Streuobstgartenanlage) mit Stadtvillen bebaut und direkt am Bahnhof ein Hotel gebaut werden. Dosenöffner und politische Legitimation für das hochumstrittene Projekt ist der Neubau der sogenannten „Kronberg Academy“ , die sich der Cello- und sonstigen Kammermusik widmet.
Sie soll eine erhabene Position mit Panoramablicken auf Rhein Main Ebene und Burganlage einnehmen – dummerweise stehen dort aber noch Bäume – und was für welche….


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Wünsche 2017

Ein gutes persönliches „Standing“, gute soziale Beziehungen und damit die Möglichkeit, politisch etwas Gutes zu stemmen ohne grau und gram zu werden…. 2017 kann anrollen. Nach längerer Pause möglichst mit ein paar direkten Aktionen in der Tradition des Frankfurter Anti-Ausbau-Protests und in Solidarität über den Tellerrand hinaus.

Waldverkauf Trebur

Glaubt man Gerüchten & Berichten, könnte der Waldverkauf von Trebur an Fraport in Kürze vollzogen sein. Der erzielte Erlös dürfte unter dem liegen, was bei einem Zwangsverfahren erzielbar gewesen wäre. Wäre dem so, könnte es für den Wald relativ schnell kritisch werden. Gestern waren aber im betroffenen Wald noch keine bauvorbereitende Aktivitäten sichtbar.

Oeffentlicher Protest gegen „halboeffentliche“ Sammelabschiebung nach Kabul

Gestern abend startete eine Chartermaschine der Gesellschaft Meridiana vom Frankfurter Flughafen nach Afghanistan. An Bord waren 34 afghanische StaatsbürgerInnen (angeblich kann der Staat für sie bürgen), die abgeschoben werden sollten. Weitere ca. 15 Abschiebungen wurden wegen einer laufenden Petition und in einem Fall wegen einem laufenden Wiederaufnahmeverfahren ausgesetzt. Dies werteten die ca. 500 TeilnehmerInnen der zeitgleich laufenden Spontandemo als Erfolg ihrer Kritik an der Abschiebung in ein Land, welches die Kriterien einer sicheren Aufnahme nicht erfülle. (mehr…)

Frankfurt: 195. Montagsdemo

Die 195. Montagsdemo im Terminal 1 fand bei „recht ordentlicher“ (also nicht wirklich überragender…) Beteiligung im Zeichen der Adventszeit und auch der bevorstehenden Jubiläumsdemo statt.
Pfarrerin Alves-Christe, seit Jahren eine der Stützen des Protests, verpackte in ihre Mutmach-Ansprache auch die Mahnung, die eigene Protest- Befindlichkeit, also die Wünsche und auch die Sorgen durch die Überflugsituation, nicht absolut und sich nicht „gottgleich“ zu setzen. Damit wäre (nicht nur) der Kopf für die Familie und die schönen und sinnstiftenden Dinge freizuhalten – sowie um Kraft für Reflexion und weiteren, konstruktiven Protest zu sammeln.
Auf dem Terminalboden klebten „Kein Mensch ist illegal“-Aufkleber . Die waren Hinterlassenschaften der Anti-Abschiebe-Demo am Samstag mit 600 Teilnehmenden. Die Altersstruktur bei dieser Demo war genau entgegengesetzt zu der Montagsdemo- überwiegend junge Menschen. Protestiert wurde gegen die generelle und auch konkrete Abschiebepraxis im (Einzel-)Fall Afghanistan.

Stuttgart: Starke Beteiligung an 350. Montagsdemo gegen S 21

„Runde“ Zahlen bei periodischen Kundgebungen werden gerne zur Bestandsaufnahme genutzt. In Frankfurt steht uns das mit der 200. Montagsdemo am 30.1.2017 bald bevor. In Stuttgart war es bereits gestern so weit – dort fand die 350. Montagsdemo vor dem Hauptbahnhof statt, was 7 Jahren Protestgeschichte entspricht. (mehr…)

USA: Widerstand gegen die „schwarze Schlange“ und weissen Schnee

Seit dem Sommer existiert in North Dakota /USA ein grosses Widerstandscamp gegen den Bau der „Dakota acccess pipeline“ , mit der gefracktes Oel aus neu zu erschliessenden Quellen 1200 Kilometer weit nach Chicago transportiert werden soll. Die dort lebenden Sioux-Indianer befürchten, dass insbesondere der Missouri River verschmutzt werden könnte, sollte die schwarze Schlange zuschnappen, die Pipeline einmal brechen. (mehr…)

Neue Gebührenordnung soll Wachstum des Standorts Frankfurt sichern

Wirtschaftsminister Tarek al Wazir hat eine modifizierte Gebührenordnung für den Frankfurter Flughafen bewilligt, welche den Wettbewerb stärken und Frankfurt mehr Passagiere verschaffen soll. Dabei sind besonders Europa-Flüge im Blick. Umweltaspekte wurden nur insofern berücksichtigt, dass es Anreize für modernere Maschinen geben wird , welche die neuesten Triebwerkmodelle besitzen und für satellitengestützte Anflugverfahren ausgerüstet sind. Von ihrem einstigen politischen Ziel, Anreize zum Umsteigen vom umweltschädlichen Flugzeug auf andere Verkehrsträger zu schaffen, haben sich die Grünen realpolitisch ein weiteres Stück verabschiedet. (mehr…)

Gegenwind für Ryanair

Massiven Protest gab es zuletzt gegen die Absicht der Fraport, sich Billigfliegern zu öffnen. In einer Landtagsdebatte am 24.11. kam es zu einhelliger Kritik am Geschäftsmodell von Ryanair – und zwar von allen Parteien, ausgenommen der FDP. Zuletzt erhöhten Politiker aus den Reihen der SPD (nicht aber Schäfer-Gümbel) den Druck auf Al Wazir, der neuen Entgeltordnung nicht zuzustimmen . Der kündigte nach der Landtagsdebatte („Argumente sind ausgetauscht“) eine baldige Entscheidung an. (mehr…)

Diskussion um Widerstandsstrategie in Hambach

Auf der Hambach-Website gibt es einen interessanten Kommentar-Austausch , bezogen auf die Meldungen des Aktionstickers. Es geht – nicht zum ersten, und wohl auch nicht zum letzten mal, um eine Gewaltdiskussion.

12 Uhr mittags vor der LH-Zentrale

Das Ganze wirkte wie eine von einem Filmregisseur einstudierte Choreographie: Praktisch lautlos, unterstützt von dem Soli-Hupen eines Truckers , marschierte eine Phalanx von etwa 100 PilotInnen und Piloten auf die Lufthansa-Verwaltung zu. Genau zum High Noon kamen sie in Hör- und Rufweite eines zahlenmässig leicht überlegenen Pulks von Gegendemonstranten. Die waren dem Aufruf des LH-Konzern-Betriebsrates „Boden“ gefolgt und forderten lautstark „Schlichtung jetzt“.

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