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Redebeitrag der Waldbesetzung auf der Montagsdemo

Auf der Trebur-Bleibt-Seite ist der Redebeitrag einer Aktivistin dokumentiert, Link gibt’s hier.
Zeitgleich gab es auch auf der Stuttgarter Montagsdemo einen Beitrag zu den Räumungen im Hambacher Forst, hier der Link zur BAA-Seite.

Bericht aus dem Hambi

Gestern war ein schwarzer Tag für den Hambacher Forst. Begonnen hat es eigentlich ganz gut. Um sechs Uhr morgens begann eine Aktion der UnterstützerInnen gruppe „Aktion Unterholz“, die im Schutz der Dunkelheit eine Waldschneise besetzt hatte. Die Sitzblockade, welche die Baumhausdörfer „Beechtown“ und „Cosytown“ schützen sollte, wurde im Lauf der Morgenstunden von der Polizei geräumt. Die Beteiligten erhielten Platzverweise (mehr…)

Der Trebi auf der Montagsdemo

Gestern gab es einen Redebeitrag der Waldbesetzung Treburer Forst auf der Montagsdemo im Flughafen. Im Angesicht der Räumung im Hambacher Forst wurde es ein beeindruckender Aufruf sich nicht geradebiegen, aber auch nicht brechen zu lassen – und ein Appell, die Waldbesetzung beiZeppelinheim mehr zu unterstützen. Nach dem Redebeitrag haben wir ein Solifoto mit den TeilnehmerInnen der Montagsdemo für den Hambi gemacht und sind anschliessend mit den Transpis vorneweg beim Umzug durchs Terminal mitgegangen. Spannend war, dass es sogar Ovationen von Fluggästen für das Hambach-Soli-Banner gegeben hat !

Kampf um den Hambacher Forst

Nach Polizeiangaben sind erst 28 von 50 Baumhäusern geräumt. Die Polizei stellt sich darauf ein, dass die Räumung noch über die ganze Woche (mehr…)

Soli-Demo für den Hambi in Frankfurt/M

Heute, Freitag, haben 200-300 Menschen in Frankfurt für einen sofortigen Stopp der Räumungen im Hambacher Forst demonstriert. Ebenso für den Kohleausstieg und für einen Entzug der politischen Unterstützung für RWE. RWE ist auch im Rhein Main Gebiet aktiv. KlimaaktivistInnen in Hambach und auch am Frankfurter Flughafen haben ein gemeinsames Ziel: Die Erderwärmung stoppen. Und lokal die Lebensbedingungen sichern. Ueberall. Organisiert Unterstützungsaktionen für die Menschen im Hambacher Forst, die weiter in den Baumhäusern ausharren ! Sowie: Support your local forest occupation !

Kommentar: Klimaschutz braucht langen Atem

Die Baumbesetzungen im Hambacher Forst haben sich zu einer der wichtigsten Besetzungen der Umweltbewegung entwickelt. Der Konflikt steht auf dem Höhepunkt – schon jetzt muss an weiteren Kampagnen gearbeitet werden , welche die Vielfalt des Themas Klimagerechtigkeit abbilden. Das Problem der klimaschädlichen Mobilität betrifft Rhein-Main besonders. Es sollte hier oben auf die Agenda. (mehr…)

Grosseinsatz im Hambacher Forst

Im Hambacher Forst bei Düren hat heute morgen ein Grosseinsatz der Polizei gegen die dortige Waldbesetzung begonnen. Vom Bau- und Innenministerium wurde „grünes Licht“ zur Räumung der Baumhäuser gegeben. Offiziell wird dies mit Verstössen gegen das Baurecht und der Sicherheitsbestimmungen begründet. BewohnerInnen versuchen dagegen zu klagen. Die Waldbesetzung Treburer Forst ist solidarisch mit der Besetzung im Rheinland. „Wir sind gemeinsam Teil der Klimaschutzbewegung von unten“. sagen BewohnerInnen des Camps. „Wir brauchen Symbole des Protests, welche die meist aus den Augen der Oeffentlichkeit gerückte Zerstörung den Menschen vor Augen führt. Und welche Alternativen aufzeigt, das ein Leben möglich ist,welches mehr mit der Natur im Einklang steht.“ (mehr…)

Kein Ende der Dürre in Sicht

Metereologen haben für die nächste Woche eine neuerliche Hitzewelle mit Temperaturen bis 33 Grad angekündigt. Langfristprognosen halten eine generelle Umstellung der Wetterlage erst Ende Oktober für möglich. Und dann kommen die Stürme…. Da freuen wir uns über den Streik des Ryanair-Personals, welches unter persönlichem Risiko nicht nur etwas für die eigenen Arbeitsbedingungen, sondern unbeabsichtigt auch etwas fürs Klima macht. Wenn Ryanair teurer wird, fallen Flüge weg, die nur bei Niedrigpreis unternommen werden.
Es ist Zeit, dass etwas gegen zu billige weltschädigende Mobilität unternommen wird. Es gibt einen direkten Zusammenhang zwischen der Verbilligung der Mobilität und einer nachhaltigen Verschlechterung der globalen Lebens- und auch Arbeitsbedingungen.
Es wäre schön, wenn auch die Gewerkschaften und die MitarbeiterInnen dies (an) erkennen würden. Und es gibt ja auch einen Zusammenhang: Gutes Leben gibt es nur bei gerechter Entlohnung und intakter Umwelt. Und wenn dieser Grundsatz ankommt, täten auch die Drohungen von Ryan-Air-Chef O`Leary, höhere Produktionskosten bei Ryanair brächten Jobverluste, ins Leere laufen. Es muss auch Schluss damit sein, die ArbeitnehmerInnen gegeneinander auszuspielen. Es bringt schliesslich niemandem was, wenn ein Liter Öl irgendwann billiger ist als ein Liter sauberes Trinkwasser.

Widerstand lohnt sich: Billig-Flugsteig ist nicht mehr im Zeitplan

Auch wenn die Genehmigungen jetzt da sind: Fraport kann den ambitionierten Zeitplan, den sie den Billigfluglinien versprochen hat, nicht einhalten. Statt 2019 oder wenigstens 2020 wird der Betriebsbeginn für den neuen Flugsteig G nun für das Jahr 2021 angesetzt. Das sind „nur“ zwei Jahre vor der aktuell geplanten Eröffnung des Hauptterminals. (mehr…)

Heute ist Tag X im Hambacher Forst

Am gestrigen Mittwoch haben Polizei und RWE begonnen, Baumhäuser und Bodeneinrichtungen im Hambacher Forst zu räumen. Es war nicht der erwartete grosse Einsatz in Verbindung mit der Rodung. Deshalb wurde zunächst gezögert, den Tag X auszurufen. Da der Einsatz aber heute fortgesetzt wurde, wird für morgen zu Unterstützungsaktionen (Aktion Unterholz) aufgerufen. Es darf der RWE nicht gelingen, die Campräumung von der -auch in der lokalen Oeffentlichkeit unpopulären -Rodung des Waldes abzukoppeln. Diese wäre dann um ein Vielfaches leichter. Die Polizei wartet offenbar auf militante Reaktionen, die sie dann ausschlachten und als Begründung für weitere Massnahmen benutzen kann. Schützt den Hambacher Forst, schützt die Baumhaussiedlungen !

Aktualisierung: Nach Informationen aus dem Hambi ist der Polizeieinsatz gegen 11.30 Uhr abgebrochen worden. Dies könnte mit einer einstweiligen Verfügung zusammenhängen, die der BUND erwirkt hat um seine Klage gegen die Rodung vor vollendeten Tatsachen zu schützen.

Räumungssaison im Hambi

Noch hat die Rodungssaison nicht begonnen, die Räumungssaison aber sehr wohl. Der Wald steht noch, die Camps auch- allerdings kam es im Hambacher Forst in den letzten zwei Wochen zu ausgedehnten Polizeieinsätzen und zu gefährlichen Situationen. Letzte Woche wurde eine Barrikade mit mehreren Hundertschaften Polizei beseitigt und am Dienstag das Wiesencamp durchsucht und teilgeräumt. Dies geschah auf Antrag der Staatsanwaltschaft. Wichtige Ausrüstung verschwand in den Asservaten. Den Wald erklärte die Polizei zum Gefahrengebiet und untersagte teilweise den Zutritt.21 Menschen kamen in Gewahrsam. 40 Bewohnerinnen des Wiesencamps erhielten zeitlich befristete Platzverweise. BesetzerInnen und UnterstützerInnen sprachen von gezielten Provokationen, welche nur dem Konzern RWE nützten.Ein Vorgeschmack auf eine baldige Räumung ? Der Aachener Polizeipräsident Dirk Weinspach machte eine angebliche Gewaltbereitschaft der Besetzung für die Eskalation verantwortlich. Hintergrund ist, dass der Streit um die Fortsetzung des Tagebaus politisch in die entscheidende Runde geht. (mehr…)

Blues gegen Blaue

Am Dienstag, 4.9. 2018 veranstaltet die AfD-Kreistagsfraktion Gross-Gerau eine Info-Veranstaltung, die sich mit der Religionsgemeinschaft Ahmadiya befassen will. Das Treffen findet im Bürgerhaus Mörfelden statt. Dort ist die AfD vor diesem Landtagswahlkampf bislang wenig in Erscheinung getreten ist. Eine Aktion „Blues gegen rechts“ , die u.a. von Teilen des DGB getragen wird, soll dagegen Flagge zeigen, dass die AfD und ihre Positionen sich nicht mit der bisherigen politischen Kultur in der Doppelstadt vertragen. (mehr…)

Info-Veranstaltung zur Waldbesetzung Treburer Forst

Am Sonntag, den 2.September findet um 19 Uhr auf dem Wagenplatz in Rüsselsheim (am Sommerdamm) eine Info-Veranstaltung zur Waldbesetzung statt.
Es gibt auch Bildervortrag und natürlich auch Infos über die Situation bei der „grossen Schwester“ Hambacher Forst.

Ticketpreise an den Brotpreis koppeln

Ein grosses Problem unseres Wirtschaftssystem ist, dass es Verschiebungen nicht werten kann. Bestenfalls indirekt oder durch gesellschaftliche Intervention.Mit dem Klimawandel etwa können einige richtig Kasse machen, obwohl die Allgemeinheit insgesamt verliert. Um Ursache und Wirkung wieder etwas näher zusammenzubringen, hier der Vorschlag: Koppelt die Flugticketpreise an den Brotpreis. Also an etwas wirklich Lebensnotwendiges.

Der Dürre-Blues

Grosse Teile des Südwestens haben den trockensten Sommer seit Beginn der Wetteraufzeichnungen vor weit über 100 Jahren. Gegenwärtig wird die Schreckensbilanz der Landwirtschaftslobby veröffentlicht. Bald wird sicher auch eine Statistik auftauchen, welche gesamtvolkswirtschaftliche Folgen das Extremwetter hat: Die Leute sind fauler und schaffen weniger. Viele beginnen den tiefgehenden Wandel zu realisieren, wollen ihn aber nicht wahr haben. Hier ein paar Eindrücke aus den letzten Wochen. (mehr…)

Zu erfolgreich gebetet

Auch in der Schweiz ist es momentan viel zu warm. Eine Geschichte von einem 180 Grad-Wendegelübde , welche die Schweizer Verwandten erzählten, erschien wie erfunden…….Aber sie ist wahr. Es geht dabei um den Aletschgletscher, dem grössten Schweizer Gletscher im Kanton Wallis. Nachzulesen ist die Story hier

Wohin mit den Mauerteilen ?

Beim Abriss der Startbahn-West-Mauer wurden vier Mauersegmente für eine museale Erhaltung gesichert. Zwei davon sind für Mörfelden-Walldorf vorgesehen und dort derzeit zwischengelagert. Seit Anfang Juni gibt es Streit über den Ort der Aufstellung. Umweltschützer haben naturschutzrechtliche Bedenken gegen einen Standort an der Hüttenkirche, welcher aus denkmalpflegerischen Gesichtspunkten erste Wahl sein dürfte. Ein Zielkonflikt, der politisch entschieden werden muss… (mehr…)

Klimawandel ist kein Schicksal

Die Rekordhitze und die Dauerdürre wird in den Medien zunehmend mit dem globalen Klimawandel in Verbindung gebracht. Was fehlt, ist eine breit angelegte Diskussion darüber, welche konkrete Schritte zur Abwehr einer Klimakatastrophe zu tun sind . Und die Einsicht, dass es sich auch um ein hausgemachtes , regional eingrenzbares Problem handelt….. (mehr…)

Aktuelles aus dem Wald

Die Wiederaufbauarbeiten im Waldcamp gehen voran. Aber nicht nur der Wald leidet unter der brütenden Hitze… (mehr…)

Feuer im Waldcamp

Im Waldcamp im Treburer Wald hat es am frühen Abend gebrannt. Das Feuer hat die Küche mit Versammlungsplatz zerstört und die Barrikade am Eingang hat gebrannt. Die zwei Brandherde deuten darauf hin, dass Feuer vorsätzlich gelegt wurde – von wem auch immer. Die Vermutung liegt nahe, dass die Barrikade angezündet wurde um ein Löschen des Brandherdes im Camp zu verzögern.
Die Polizei ermittelt in alle Richtungen. Die Brände wurden von Passanten und Autofahrern gemeldet. Die Feuerwehr aus Neu Isenburg konnte eine Ausweitung des Feuers verhindern. Gegen 23.30 Uhr war der Einsatz beendet.

Siehe auch den Twitter-account von „trebur bleibt“.